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    Karl_Lagerfeld hat geschrieben: 10. Mär 2026, 10:43 Nicht irrelevant dazu:
    United States President Donald Trump urged Australia on Monday to grant asylum to the Iran women's team -- and said the U.S. would do so if Australia did not.
    https://www.espn.com.au/football/story/ ... ers-asylum
    Starke Aktion von Trump.
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    flou1983 hat geschrieben: 10. Mär 2026, 10:56
    Mitstreiter hat geschrieben: 10. Mär 2026, 10:48 Man muss ja auch bedenken, dass an so einem Punkt die Wahrscheinlichkeit, dass es Bürgerkrieg, ein andere autoritäres Regime(was durchaus radikaler und schlimmer sein kann) oder einen Staatszerfall gibt viel größer ist als die Chance auf eine Demokratie.
    Vielleicht machen sich manche Iraner auch darüber Gedanken und "haben lieber ein Regime, in dem sie ihren Platz kennen, die Regeln kennen und damit leben können" als etwas schlimmeres.
    Die Jubelbilder gab es ja auch nach dem Sturz von Saddam, die meisten haben dann ein paar Jahre später nicht mehr gejubelt, weil es noch wesentlich schlimmer geworden ist. Das dürften viele Menschen in der Region auch im Hinterkopf haben.
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    Mitstreiter hat geschrieben: 10. Mär 2026, 11:10
    flou1983 hat geschrieben: 10. Mär 2026, 10:56
    Mitstreiter hat geschrieben: 10. Mär 2026, 10:48 Man muss ja auch bedenken, dass an so einem Punkt die Wahrscheinlichkeit, dass es Bürgerkrieg, ein andere autoritäres Regime(was durchaus radikaler und schlimmer sein kann) oder einen Staatszerfall gibt viel größer ist als die Chance auf eine Demokratie.
    Vielleicht machen sich manche Iraner auch darüber Gedanken und "haben lieber ein Regime, in dem sie ihren Platz kennen, die Regeln kennen und damit leben können" als etwas schlimmeres.
    Die Jubelbilder gab es ja auch nach dem Sturz von Saddam, die meisten haben dann ein paar Jahre später nicht mehr gejubelt, weil es noch wesentlich schlimmer geworden ist. Das dürften viele Menschen in der Region auch im Hinterkopf haben.
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    Klar, es könnte sein, dass der Iran nach einem möglichen Sturz des Regimes ebenfalls in Instabilität oder sogar einen Bürgerkrieg rutscht.

    Allerdings ist der Iran doch nur begrenzt mit Ländern wie Irak, Syrien oder Libyen vergleichbar. #05#

    Alles etwas vereinfacht dargestellt, auch wenn das Thema hochkomplex ist:

    Der Iran ist ein Staat mit sehr langer historischer Geschichte; etwa 90–95 % der Bevölkerung sind schiitische Muslime, die unabhängig von ihrer Religion unterdrückt werden (nicht nur Minderheiten zB). Dort herrscht eine gewisse nationale Identität; die es in den anderen Staaten so nicht unbedingt gab

    Irak: nach dem Sturz von Saddam Hussein gab es Machtkämpfe zwischen Sunniten, Schiiten und Kurden und es haben sich Milizen gebildet, die sich untereinander bekämpft haben

    Syrien: Assad als alawitischer Diktator (schiitisch geprägt) mit hauptsächlich sunnitischen Oppositionellen.

    Libyen: nach dem Sturz von Muammar al-Gaddafi ging es dort weniger um Religion und mehr um regionale und tribal organisierte Milizen.

    Das bedeutet natürlich nicht, dass der Iran automatisch stabil bleiben würde oder so ein Szenario nicht eintritt; das ist nicht mein Standpunkt. Aber die Ausgangsbedingungen unterscheiden sich doch deutlich. Länder wie Syrien und Irak sind erst nach dem Zerfall des Osmanischen Reichs entstanden, Grenzen wurden durch den Westen gezogen. Der Iran blickt zurück auf tausende Jahre Geschichte

    Man kann von einem Konflikt im Nahen Osten nicht automatisch auf einen anderen schließen.
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    Shivus hat geschrieben: 10. Mär 2026, 12:24 Klar, es könnte sein, dass der Iran nach einem möglichen Sturz des Regimes ebenfalls in Instabilität oder sogar einen Bürgerkrieg rutscht.

    Allerdings ist der Iran doch nur begrenzt mit Ländern wie Irak, Syrien oder Libyen vergleichbar. #05#

    Alles etwas vereinfacht dargestellt, auch wenn das Thema hochkomplex ist:

    Der Iran ist ein Staat mit sehr langer historischer Geschichte; etwa 90–95 % der Bevölkerung sind schiitische Muslime, die unabhängig von ihrer Religion unterdrückt werden (nicht nur Minderheiten zB). Dort herrscht eine gewisse nationale Identität; die es in den anderen Staaten so nicht unbedingt gab

    Irak: nach dem Sturz von Saddam Hussein gab es Machtkämpfe zwischen Sunniten, Schiiten und Kurden und es haben sich Milizen gebildet, die sich untereinander bekämpft haben

    Syrien: Assad als alawitischer Diktator (schiitisch geprägt) mit hauptsächlich sunnitischen Oppositionellen.

    Libyen: nach dem Sturz von Muammar al-Gaddafi ging es dort weniger um Religion und mehr um regionale und tribal organisierte Milizen.

    Das bedeutet natürlich nicht, dass der Iran automatisch stabil bleiben würde oder so ein Szenario nicht eintritt; das ist nicht mein Standpunkt. Aber die Ausgangsbedingungen unterscheiden sich doch deutlich. Länder wie Syrien und Irak sind erst nach dem Zerfall des Osmanischen Reichs entstanden, Grenzen wurden durch den Westen gezogen. Der Iran blickt zurück auf tausende Jahre Geschichte

    Man kann von einem Konflikt im Nahen Osten nicht automatisch auf einen anderen schließen.
    sehr gute Informationen kann man hier aus Chenoweth & Stephan – Why Civil Resistance Works oder Barbara F. Walter – How Civil Wars Start ziehen.
    Das mit Studien wie auf Center for Systemic Peace – Polity Dataset in Verbindung bringen
    Da kann man prima die letzten 120 Jahre reflektieren
    dann erkennt man nun einmal, dass aus so einem "Regime-Wechsel" nur zu 25-35% eine Demokratie und gesunder Staat hervorgeht,
    die größte Chance besteht, dass es ein neues Regime gibt, die Chance dass es einen Bürgerkrieg oder Staatszerfall gibt hat in summe dieselbe Chance, wie die der Demokratie

    Selbst Analysten gehen am ehesten davon aus, dass es ein noch autoritäreres Regime mit mehr Einfluss vom Militär geben wird
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    So einfach ist es im Iran auch nicht, will da nicht ins Detail gehen und sage nur so viel: Das Thema Ethnien im Iran hat einen eigenen, deutschsprachigen Wikipediaartikel.

    Gemein ist den meisten nur eine Orientierung zum Islam hin, wobei es natürlich viele verschiedene Strömungen gibt, aber auch Minderheiten Andersgläubiger.

    Sehe darin auch das große Problem bei der Situation dort, solange du eine Einigung nur über Religion erzielen kannst, bist du gezwungen, diese auch allen anderen aufzuzwingen - und wenn es einmal soweit ist, dass die eigene Religion darüber entscheidet, was andere Menschen dürfen oder nicht, ist Gewalt und Unterdrückung vorprogrammiert
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    Am Ende geht es doch lediglich darum einen Diktator gegen einen neuen Diktator zu ersetzen, welcher macht was USA von ihm will.

    Modschtaba Chamenei may be a son of a bitch, but he’s our son of a bitch
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    shivus

    Klar, der Iran ist völlig anders – dort wird Instabilität bestimmt viel ordentlicher und historisch korrekter ablaufen. Chaos, aber mit tausendjähriger Tradition sozusagen.

    Woher diese Expertise eigentlich?
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    *drehsmilie*

    Das bedeutet natürlich nicht, dass der Iran automatisch stabil bleiben würde oder so ein Szenario nicht eintritt; das ist nicht mein Standpunkt.

    Man kann von einem Konflikt im Nahen Osten nicht automatisch auf einen anderen schließen.
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    Das der Irak keine lange historische Geschichte hat ist aber auch ein sehr interessanter Gedanke, Mesopotamien anyone?

    Der Iran hat nur gut 60% Perser und sonst einen ganze Haufen Minderheiten, die bis auf die Religion nichts Kulturell mit ihnen zu tun haben.
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    Certa hat geschrieben: 10. Mär 2026, 12:53 Am Ende geht es doch lediglich darum einen Diktator gegen einen neuen Diktator zu ersetzen, welcher macht was USA von ihm will.

    Modschtaba Chamenei may be a son of a bitch, but he’s our son of a bitch
    Außer in der Ukraine. Da haben die Amis von Anfang an nur noble Ziele verfolgt.
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    stabil hat geschrieben: 9. Mär 2026, 20:28 Sollten die Lage im Golf durch die Trump Regierung weiter verhindern das Öl nach China fließt können wir davon ausgehen, dass China in diesen Krieg eingreift.
    kann mir erhlich gesagt eine entschärfung im moment schwer bis gar nicht vorstellen, die usa lassen sogar die gerald ford anreisen, denke da unten wird es bald richtig knallen
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    flou1983 hat geschrieben: 10. Mär 2026, 13:06 Das der Irak keine lange historische Geschichte hat ist aber auch ein sehr interessanter Gedanke, Mesopotamien anyone?
    Ist natürlich eine der ältesten Zivilisationen der Geschichte, aber der heutige Irak mit seinen Grenzen ist erst nach dem Zerfall des osmanischen Regimes entstanden. :o
    Das sind völlig unterschiedliche Dinge

    Der Iran hat nur gut 60% Perser und sonst einen ganze Haufen Minderheiten, die bis auf die Religion nichts Kulturell mit ihnen zu tun haben.
    Ethnisch vielfältig, aber teilen halt auch Sprache, Geschichte und nationale Identität. Deshalb sind die Konflikte dort auch eher politisch und nicht ethnisch wie im Irak
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    Shivus hat geschrieben: 10. Mär 2026, 13:21
    flou1983 hat geschrieben: 10. Mär 2026, 13:06 Das der Irak keine lange historische Geschichte hat ist aber auch ein sehr interessanter Gedanke, Mesopotamien anyone?
    Ist natürlich eine der ältesten Zivilisationen der Geschichte, aber der heutige Irak mit seinen Grenzen ist erst nach dem Zerfall des osmanischen Regimes entstanden. :o
    Das sind völlig unterschiedliche Dinge

    Der Iran hat nur gut 60% Perser und sonst einen ganze Haufen Minderheiten, die bis auf die Religion nichts Kulturell mit ihnen zu tun haben.
    Ethnisch vielfältig, aber teilen halt auch Sprache, Geschichte und nationale Identität. Deshalb sind die Konflikte dort auch eher politisch und nicht ethnisch wie im Irak
    Das stimmt halt leider nicht, im Iran leben fast 20% Aserbaidschaner, die eine Turksprache sprechen und eine eigene nationale Identität haben. Außerdem fast genau so viele Kurden wie im Irak.

    Im Irak gibt es 75-80% Araber, 15% Kurden und 5% Turkmenen, das ist absolut vergleichbar.
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  • Außerdem leben im Iran offiziell 3 Polen. (Quelle: ChatGPT)
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