Muss man einem Mitarbeiter der etwa 1 Jahr AU geschrieben ist und danach direkt in Rente geht tatsächlich den in der Zeit anfallenden Urlaubsanspruch ausbezahlen?
Top Lounger
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Danke, bin ich auch von ausgegangen.
Fühlt sich nur kontraintuitiv an. Das jemand ein Jahr nicht arbeiten kommt und man dafür 6 Wochen Gehalt zahlen muss.
Heißt ja aus kaufmännischer Sicht müsste ich ihn schnellst möglich kündigen(?)
Was ich bei einem MA der fast 30 Jahre bei uns war natürlich nicht tun werde.
Aus kaufmännischer Sicht würde ich keinen Mitarbeiter mit 30 Jahren im Betrieb während einer Erkrankung kündigen, wenn er in wenigen Monaten eh weg ist.
Wird sportlich die Kündigung durchzubekommen.
Bei Betriebsgröße >10 MA wäre eine krankheitsbedingte Kündigung mWn nicht ohne weiteres möglich.
Urlaub der aufgrund von dringenden betriblichen Gründen oder dringenden persönlichen Gründen nicht abgefeiert werden kann, muss verlängert oder alternativ ausgezahlt werden.
Glaube der Austritt aus einem Unternehmen ist auch der einzige Zeitpunkt, an dem offene Urlaubsansprüche ausgezahlt werden dürfen.
Urlaub der aufgrund von dringenden betriblichen Gründen oder dringenden persönlichen Gründen nicht abgefeiert werden kann, muss verlängert oder alternativ ausgezahlt werden.
Glaube der Austritt aus einem Unternehmen ist auch der einzige Zeitpunkt, an dem offene Urlaubsansprüche ausgezahlt werden dürfen.
Auf unbestimmte Zeit AU zu sein ist kein Kündigungsgrund?
Haben bei uns gerade jemanden krankheitsbedingt gekündigt, das war mega aufwendig und ging auch vor Gericht.
Brauchten eine negative Zukunftsprognose, mussten darlegen warum uns die Krankheit wirtschaftlich schadet und dann noch abwägen zwecks Kündigung mildestes Mittel. Bei einen der kurz vor der Rente steht, bekommt man das niemals durch.
Brauchten eine negative Zukunftsprognose, mussten darlegen warum uns die Krankheit wirtschaftlich schadet und dann noch abwägen zwecks Kündigung mildestes Mittel. Bei einen der kurz vor der Rente steht, bekommt man das niemals durch.
Mein Log: Im Osten nichts Neues by NickyJr: viewtopic.php?t=2593
Top Lounger
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Leucko hat geschrieben: ↑12. Feb 2025, 12:13Danke, bin ich auch von ausgegangen.
Fühlt sich nur kontraintuitiv an. Das jemand ein Jahr nicht arbeiten kommt und man dafür 6 Wochen Gehalt zahlen muss.
Heißt ja aus kaufmännischer Sicht müsste ich ihn schnellst möglich kündigen(?)
Was ich bei einem MA der fast 30 Jahre bei uns war natürlich nicht tun werde.
Tun und können ist in diesem Kontext sehr weit auseinander
Rechtliche Fragen ? Ich helfe gerne —> viewtopic.php?t=1238
jein... nach 78 Wochen Krankengeld (also regulär insgesamt 84 Wochen Krankheit) wird der AN ausgesteuert, was meist einer Kündigung gleichkommt. Während der AU zu kündigen ist, wie oben beschrieben, mega augwändig.
kommt vermutlich auch auf die AU an oder? bei uns waren Kolleginnen sehr lange Zeit aufgrund Krebserkrankung AU, die sind aber halt auch wieder gekommen.
Kommt drauf an wie lange. Auf die gleiche Erkrankung gibt es das Krankengeld 78 Wochen. Dann muss der betrogffene AN sich beim Arbeitsamt melden.
Der AG darf den AN natürlich später wieder einstellen - muss er aber nicht.
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Vertieft:DerDicke86 hat geschrieben: ↑12. Feb 2025, 13:27Kommt drauf an wie lange. Auf die gleiche Erkrankung gibt es das Krankengeld 78 Wochen. Dann muss der betrogffene AN sich beim Arbeitsamt melden.
Der AG darf den AN natürlich später wieder einstellen - muss er aber nicht.
Innerhalb von 3 Jahren gibt es höchstens 78 Wochen lang Krankengeld für dieselbe Krankheit, wobei die 6 Wochen Entgeltfortzahlung auf diese Höchstdauer angerechnet werden.
Und dann wird dazu noch beachtet, wie lange die Zwischenräume bei den AUs waren. D.h. wenn man dazwischen 6 Monate arbeitet, hat man wieder Anspruch auf 6 Wochen Lohnfortzahlung, d.h. der Zeitraum beginnt von neuem.
Auch wenn man während dieser 6 Monate wegen etwas anderem AU war.
Erfahrung die wir bei der Krebserkrankung meiner Frau diesbezüglich gesammelt haben (Ausfall seit Mai 22), Wiedereinstieg jetzt im Mai 25,
ist aber auch, dass es gerade in großen Firmen sehr darauf ankommt, wie man das ganze kommuniziert. Gerade wenn es um den Wiedereinstieg geht
und evtl. Fortzahlungen über das gesetzliche Limit hinaus.
Meine Frau kann jetzt z.B. im Healthcare Bereich der Beratung mit 20h ein halbes Jahr lang einsteigen.
Vorher normal 40h im Bereich IT/SAP-Projekte.
Sie hat das schon länger kommuniziert, dass sie sich nicht vorstellen kann nach den Erlebnissen wieder im SAP-Umfeld einzusteigen und gerne in den Bereich Healthcare wechseln möchte.
Ebenso hat sie immer wieder sehr genaue Updates gegeben, warum sie jetzt wie lange ausfällt, welche Operationen/Behandlungen bevorstehen usw.
Hatte zur Folge, dass der geplante Wechsel gar kein Problem war und sie über einen längeren Zeitraum nach der gesetzlichen Vorschrift noch eine Bonuszahlung zusätzlich erhalten hat,
um sie finanziell zu entlasten. Das empfand ich als wahnsinniges Entgegenkommen und ich bin wirklich froh, dass es auch so laufen kann.
Wir haben während der Zeit Menschen kennengelernt, für die ein stufenweiser Wiedereinstieg selbst wenn sie unbedingt wollen, gar nicht so leicht möglich ist.
Da verlieren am Ende nur beide Seiten mMn.
ist aber auch, dass es gerade in großen Firmen sehr darauf ankommt, wie man das ganze kommuniziert. Gerade wenn es um den Wiedereinstieg geht
und evtl. Fortzahlungen über das gesetzliche Limit hinaus.
Meine Frau kann jetzt z.B. im Healthcare Bereich der Beratung mit 20h ein halbes Jahr lang einsteigen.
Vorher normal 40h im Bereich IT/SAP-Projekte.
Sie hat das schon länger kommuniziert, dass sie sich nicht vorstellen kann nach den Erlebnissen wieder im SAP-Umfeld einzusteigen und gerne in den Bereich Healthcare wechseln möchte.
Ebenso hat sie immer wieder sehr genaue Updates gegeben, warum sie jetzt wie lange ausfällt, welche Operationen/Behandlungen bevorstehen usw.
Hatte zur Folge, dass der geplante Wechsel gar kein Problem war und sie über einen längeren Zeitraum nach der gesetzlichen Vorschrift noch eine Bonuszahlung zusätzlich erhalten hat,
um sie finanziell zu entlasten. Das empfand ich als wahnsinniges Entgegenkommen und ich bin wirklich froh, dass es auch so laufen kann.
Wir haben während der Zeit Menschen kennengelernt, für die ein stufenweiser Wiedereinstieg selbst wenn sie unbedingt wollen, gar nicht so leicht möglich ist.
Da verlieren am Ende nur beide Seiten mMn.
Knolle hat geschrieben:
kann man sich Synthol in den Penis injizieren?
Givenchy hat geschrieben:
Würdet ihr 10kg pure hundescheiße für 1kg muskelmasse essen ? Hätte keine gesundheitlichen auswirkungen, nur geschmack halt

