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    Es ist nicht die Arbeit bzw. Tätigkeit als solche, die als belastend empfunden wird, sondern eher ein Ungleichgewicht aus dem, was man der Firma gibt und was man dafür zurück bekommt.

    Wieviel an "Extrameilen" kann man verlangen ?
    Funktioniert alles überhaupt nur irgendwie, weil die Extrameilen der neue Standard geworden sind ?
    Permanenter Zustand der Veränderung mit Zusatzbelastung ohne je in ruhiges Fahrwasser zu kommen + Kompensation von Personalabbauprogramm ohne Gehaltsanpassung (mittlerweile seit 6 Monaten), zur Belohnung bekommen wir wahrscheinlich im 3. Jahr in Folge die Leistungszulage reduziert.
    Zuviele Dinge, die paralell geregelt werden müssen (Projektbusiness, Aftermarketbusiness, Nebenkriegsschauplätze wie z.b. Implementierung einer neuen Zollsoftware inkl. Schittstellenschaffung als Projektlead, Monatsabschlüsse (früher waren eher die Quartalsabschlüsse stressig) und und und).

    Natürlich nur aus dem eigenen subjektiven Blickwinkel beurteilt.

    Auf der anderen Seite, und das schockiert mich ein bisschen selbst an mir, macht das Ganze irgendwie auch ein wenig süchtig und man pusht halt durch.
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    chiki hat geschrieben: 12. Dez 2024, 13:29 oder man wechselt halt den AG
    Habe ab Januar für 12 Monate auf 30 Stunden (4-Tage Woche) reduziert und gebe das Projektbusiness an meinen Vorgesetzten ab :guenni:
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  • clayz hat geschrieben: 12. Dez 2024, 12:37 Belastet euch eure Arbeit wirklich? Ich hab das in egal welchem Job ich hatte, noch nie so empfunden.
    Belasten würde ich es nicht nennen aber wenn ich nicht arbeiten müsste, um meinen Lebensunterhalt zu finanzieren, würde ich es wahrscheinlich nicht tun.
    Mein job ist ok, die Stimmung unter den Kollegen ist sehr gut aber es gibt auch immer wieder Tage and denen der Wecker schellt und ich mir denke "Alter... ich hab mal so gar keine Lust Heute!"
    Ich arbeite dann trotzdem, andere melden sich auch gern mal krank.

    Etwas das man tun muss wird leichter zur Belastung, als etwas das man gern tut.
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  • clayz hat geschrieben: 12. Dez 2024, 12:37 Belastet euch eure Arbeit wirklich?
    Gibt schon entsprechende Situationen, klar. Damit kommst dann halt irgendwie klar oder haust in Sack und machst was anderes.
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    Natürlich belastet mich meine Arbeit. Das gehört bei mir aber zum Job dazu.
    Wenn es schlecht läuft, kommen bei mir dann schon die Anfragen bezüglich Hochrechnungen etc. pp.
    Ich kriege alle Fälle mit von krassen Trennungen und Aufhebungen.
    Was mich moralisch immer anpisst ist, dass wir den Low Performern im Senior Leadership 100tausende in den Rachen feuern als Abfindung, High performer aber in der Regel selber kündigen müssen und nix kriegen. Außer sie haben mal Glück ein Freiwilligenprogramm ohne Whitelist zu sehen.

    Das fuckt mich täglich ab.
    Genau wie das gelebte Peter Prinzip mancher Manager. Erschreckend.
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    clayz hat geschrieben: 12. Dez 2024, 12:37 Belastet euch eure Arbeit wirklich? Ich hab das in egal welchem Job ich hatte, noch nie so empfunden.
    Der Begriff wird mir auch zu inflationär verwendet.

    Es gibt Dinge, die etwas nervenaufreibend oder anstrengend sind, aber mich hat noch nie ein Job belastet (eine schwere Krankheit im näheren Umfeld oder der Verlust eines geliebten Menschen belasten wirklich).
    Nein, mein Job hat mich noch nie belastet. Begleitumstände zum Job haben mich genervt oder traurig gemacht. Dies hätte aber nie den Job als solches in Frage gestellt.

    Ich schätze man weiss erst was eine wirkliche Belastung ist, wenn man mal eine hatte. Danach ändert sich der Blickwinkel auf die unangenehmen Banalitäten, die man selber gerne aufbauscht und sich aufregt. Das ist schwierig zu erklären, wenn man da noch nie durch ist.

    Und Belastung im Job ist doch eigentlich eine der am einfachsten zu ändernden Dinge. Neuer Job, anderer Arbeitgeber.
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  • Mich belastet mein Job nicht
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  • Ein Job selbst kann doch eigentlich nicht belasten. Außer er macht überhaupt nicht Spaß weil es nicht das ist, was man machen möchte.
    Wenn dann sind es auch die äußeren Umstände, z.b. Arbeitsklima, Überstunden (dauerhaft, die ein oder andere macht da sicher nichts).
    Was belastbar ist, wenn man krank ist und seinen Job nicht mehr ausüben kann, ggf. sich Sorgen um das finanzielle machen müsste.
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  • Ronja4711 hat geschrieben: 12. Dez 2024, 18:09 Ein Job selbst kann doch eigentlich nicht belasten.
    Sehe ich anders.

    Der Rettungssanitäter, der ein totes Kind am Unfallort einsammelt.

    Die Feuerwehrleute, die die Gleise absuchen, nachdem sich einer vor den Zug geworfen hat.

    Der Psychotherapeut, der sich die traumatisierenden Erlebnisse eines Patienten anhört.

    Polizeibeamte, die zum Tatort eines Gewaltverbrechens gerufen werden.

    Der Arzt, der irgendwann die Entscheidung fällt, die Reanimation erfolglos abzubrechen.

    usw usw usw
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    Da ich und mein Umfeld in diesem Bereich tätig sind kann ich nur sagen: das weiß man vorher!
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  • chiki hat geschrieben: 12. Dez 2024, 18:46 Da ich und mein Umfeld in diesem Bereich tätig sind kann ich nur sagen: das weiß man vorher!
    Das macht die Aussage, dass es Jobs gibt, die an sich schon belastend sind, aber nicht falsch, oder?
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    Tja, manche Ponyhofbesucher merken erst nach ihrem ersten Toten, dass sie das nicht verkraften. Vielleicht wäre da etwas Empathie angebrachter als markige Sprüche.
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  • summerset hat geschrieben: 12. Dez 2024, 18:36
    Ronja4711 hat geschrieben: 12. Dez 2024, 18:09 Ein Job selbst kann doch eigentlich nicht belasten.
    Sehe ich anders.

    Der Rettungssanitäter, der ein totes Kind am Unfallort einsammelt.

    Die Feuerwehrleute, die die Gleise absuchen, nachdem sich einer vor den Zug geworfen hat.

    Der Psychotherapeut, der sich die traumatisierenden Erlebnisse eines Patienten anhört.

    Polizeibeamte, die zum Tatort eines Gewaltverbrechens gerufen werden.

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    usw usw usw
    Das sind aber alles Berufsfelder oder ehrenamtlichen Tätigkeiten, die man sich im Vorfeld aussuchen kann.
    In allen diesen Berufen gibt es entsprechende Angebote zur Hilfe.

    Tote Menschen sind eigentlich erst dann traumatisch, wenn diese nicht mehr alle Teile haben. Meine Meinung.
    Komme selbst aus der Medizin, und fand es je weniger belastend, wenn man hinterher drüber gesprochen hat. Tote Kinder vergisst man nie, dahingehend gebe ich dir Recht. Das fängt mit Winzlingen an, die noch nicht lebensfähig waren, auch das habe ich erlebt.
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    summerset hat geschrieben: 12. Dez 2024, 18:56
    chiki hat geschrieben: 12. Dez 2024, 18:46 Da ich und mein Umfeld in diesem Bereich tätig sind kann ich nur sagen: das weiß man vorher!
    Das macht die Aussage, dass es Jobs gibt, die an sich schon belastend sind, aber nicht falsch, oder?
    Wer denkt so ein Job ist ein Ponyhof der hat den Knall nicht gehört
    Tja, manche Ponyhofbesucher merken erst nach ihrem ersten Toten, dass sie das nicht verkraften. Vielleicht wäre da etwas Empathie angebrachter als markige Sprüche.
    Ja man kann sich nicht auf alles vorbereiten, aber bereits in Ausbildung und Praktika wird man sehr schnell mit dem Tod in Berührung kommen.

    Und da gibt es dann ja immer noch den Jobwechsel. Der erste tote taucht in den genannten Jobs nicht erst nach 10 Jahren auf
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  • Dimez hat geschrieben: 12. Dez 2024, 13:25 Es ist nicht die Arbeit bzw. Tätigkeit als solche, die als belastend empfunden wird, sondern eher ein Ungleichgewicht aus dem, was man der Firma gibt und was man dafür zurück bekommt.
    Ich weiß, dass hier jeder im mittleren 6-stelligen Bereich verdient bei 35h Woche und 95% Homeoffice, aber manche sollten mal ein Praktikum in einer Produktionsfirma machen in der Produktionsmitarbeiter (ja, das sind dann diese Flüchtlinge) bei Mindestlohn 8h arbeiten - ja, sowas gibt es auch in Deutschland noch
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