Ja, das ist die Frage, zu welcher Lösung wäre Russland bereit und zu welcher wir.St0ckf15h hat geschrieben: 5. Nov 2024, 11:48 Die Frage ist halt, bietet Russland das überhaupt an?
Erst kürzlich wurden ja die russischen Vorschläge aus Februar/März 22 geleakt, das wäre einer kompletten Unterwerfung gleichgekommen:
Also komplette Aufgabe der Eigenständigkeit und ein Status als quasi-Vasall, ähnlich zu Belarus. Und meinem Wissen nach haben sich die russischen Forderungen seitdem eigentlich nur erhöht, nach den Witz-Referenden wurden ja ebenfalls die Oblasten Cherson und Saporischschja zu russischem Territorium erklärt.Russia’s initial demands
The Ukrainian army must be reduced to a minimum: 50,000 people, including 1,500 officers (five times smaller than Ukraine’s existing army in 2022).
Ukraine must not “develop, produce, invent, or deploy on its territory any missile weapons of any type with a range greater than 250 kilometers.” Russia also reserves the right to ban Ukraine from using “any other types of weapons that may be developed as a result of scientific research” in the future.
Ukraine must “recognize the independence” of the self-proclaimed Donetsk and Luhansk “people’s republics,” including all of the territory within the borders of Ukraine’s Donetsk and Luhansk regions (despite the fact that Russia controlled only part of these territories, as is still the case today).
Ukraine must assume the costs of repairing all of the infrastructure in Donbas that had been destroyed since 2014.
Ukraine and its partners must lift all sanctions against Russia and withdraw all lawsuits filed against Russia since 2014.
Ukraine must make Russian an official state language and restore all of the property rights of the Ukrainian Orthodox Church of the Moscow Patriarchate.
Ukraine must “repeal of and permanently ban any prohibitions of symbols associated with victory over Nazism”; in other words, it must re-legalize Soviet and communist symbols.
Meine persönliche Meinung ist nach wie vor, dass Russland selbst damals schon klar gewesen sein muss, dass das Erreichen dieser Ziele damals auf militärischen Wege kurzfristig nahezu ausgeschlossen war - also entweder musste die ukrainische Regierung einknicken, was nicht passierte - oder man erhöht nach und nach den Druck, was wir ja sehen können.
Ob der Punkt erreicht wird, an dem sich die Ukraine wird beugen müssen, oder Russland selbst daran zu Grunde geht, halte ich ebenso nach wie vor für offen
Aus unserem Interesse heraus wäre es denke ich akzeptabel, wenn die Ukraine neutral ist (=keine EU, keine NATO, keine weitere Angliederung an Russland) und weder russische Waffen an der Grenze Richtung Polen noch westliche Waffen im Donbass etc. stehen. Wenn dazu noch bestehende WIrtschaftszweige, z.B. die weltweite Nahrungsmittelversorgung, wieder reibungslos laufen und die Menschen somit in ähnlichen oder besseren wirtschaftlichen Verhältnissen wie vor dem Konflikt liegen, wären aus meiner Sicht unsere wichtigsten Interessen weitestgehend gedeckt.