NulPe hat geschrieben: 27. Okt 2024, 13:55
Es ist so traurig, die Anstalt war mal so eine gute Show, inder Zeit inder man dort noch korrektes Hochdeutsch gesprochen hat
Ja, zu der Zeit konnte man sich wenigstens noch unter dem Deckmantel des Kabaretts mit "den Mächtigen" anlegen.
Ich habe die Sendung seit Jahren nicht gesehen, aber nehme an, dass man nun auf die Üblichen einprügeln wird.
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Bzgl Demokratie:
Es fängt ja schon eine Stufe tiefer an.
Habe die Woche tatsächlich mal Lanz und Precht gehört und das Zitat von Juli Zeh "Wo Debatten nicht zugelassen werden/stattfinden, entsteht Feindschaft (statt konstruktiver Gegnerschaft)" - nicht der genaue Wortlaut, aber sinngemäß - ist mE sehr zutreffend.
Es gibt überhaupt keine ergebnisoffene Debattenkultur hier. Dafür brauchte ich Lanz und Precht nun wirklich nicht - das erlebt man jeden Tag - aber wie schwach und dürftig das gesamtgesellschaftlich eigentlich ist, ist der Hammer, wenn man es sich mal recht überlegt.
Debatten unterdrücken, ablenken, manipulieren, Nazi-Keule, 5 vs 1 Talkshow-Situationen, Einteilung in die Guten und Dunkeldeutsche, Bekenntnisangst wegen sozialer Ausgrenzung, Antifa als Jungs fürs Grobe, Medien die sich der Erziehung der tumben Masse verschrieben haben etc.
Und auch ein Sloterdijk will noch eine Foto-Homestory in der Zeit bekommen und zu Häppchenpartys eingeladen/ nicht geschnitten werden.
Es wurde nie offen geklärt, ob wir dieses oder jenes überhaupt wollen ("Wollen wir ein Einwanderungsland sein?") und bei vielen Themen war völlig klar, dass die Mehrheit dies nicht will. Künftig dann zB die Bargeldabschaffung.
Das ist halt auch notwendigerweise so, wenn das Ergebnis eigentlich schon feststeht (Alternativlosigkeit a la Merkel und supranationale Beschlüsse) und man es nur durchkloppen will.
Merkel sagte über die ersten Demonstranten 2015 "Schließen sie sich denen nicht an, die tragen nur Hass und Kälte im Herzen". Lmao, was sind das für Methoden. Oder Gabriels Pack-Äußerung.. Deutschland ist ein hochneurotisches infantiles Land.