Certa hat geschrieben: 14. Jul 2023, 09:25
flou1983 hat geschrieben: 14. Jul 2023, 09:18
Piotr hat geschrieben: 14. Jul 2023, 09:09
Ich denke @Certa kann hier aber schon Recht haben.
Es gibt aktuell keine Mehrheit um notwendige Gesetzesänderungen und Maßnahmen einzuleiten sowie durchzubringen.
Daher muss man durch die Wahlen für diese Mehrheiten oder aber das Interesse der Altparteien sorgen
Sofern einem das Thema eben wichtig ist.
Das Problem beschränkt sich ja nicht auf Deutschland, da hätte man seit 2015 bestimmt eine Lösung gefunden die eine Mehrheit trägt. Aber wir sind halt nicht auf einer Insel, eine funktionierende Migrationspolitik muss für die gesamte EU entwickelt werden.
Das mir das Problem bewusst ist, heisst aber nicht, dass ich nicht auch sauer bin das in sage und schreibe 8 Jahren exakt nichts gemacht wurde.
Genau.
Was viele Menschen vermutlich stört ist, dass kein Wille erkennbar ist.
Selbst ich, vermutlich hier im Forum eher dem liberalen Lager zuzuordnen, finde dass zu wenig geschieht, v.a. in den letzen 2-3 Jahren.
Nach 2015 die ersten Jahre Überforderung, neue Situation, abwarten usw. alles geschenkt. Neue Dinge brauchen Zeit in der Politik.
Dass sich der sprichwörtliche Wind aber seit einiger Zeit in der Wahrnehmung der Bürger dreht und es ein Migrationsproblem gibt (scheinbar oder nicht, erstmal egal) und es darauf keinerlei Schritte zur Lösung gibt, das ist meiner Meinung nach das Problem.
Ich hatte hier vor Monaten mal einen wunderbaren Artikel der Zeit gepostet in dem aufgedröselt wurde, wieviele Menschen Ausreisepflichtig sind und wie viele davon wirklich ausgewiesen werden - wir sind hier im Promillebereich.
Politik ist immer auch Symbolik. Warum also nicht einen, von mir aus auch teuren, Deal mit einem Land schließen von denen statistisch sau viele straffällige Personen zu uns kommen. Und dann konsequent abschieben.
Auch die Vereinfachung des Prozesses hier in Deutschland, dass Personen nicht 2-3 Jahre zu hunderts in einer scheiß Turnhalle aufeinanderhocken müssen und nichts arbeiten dürfen.
Da muss sich doch kein rational denkender Mensch wundern, dass da dem ein oder anderen ab und an die Sicherung durchbrennt.
Die Leute müssen dem Arbeitsmarkt zugeführt werden und die Leute müssen die Sprache lernen.
Arbeitenden Leute werden eher weniger straffällig und sprechende Leute können sich deutlich besser in dem Land verständigen, ein soziales Umfeld aufbauen und dadurch wahrscheinlich auch eher besser ankommen als wenn die mit irgendwelchen ehemals verfeindeteten Clans im selben Raum hocken.
Und vorallem: Wer auf der Flucht ist, asylbedürftig ist und hier ankommt wird aufgenommen und geschützt - ohne wenn und aber.
Aber wer bis zu einen bestimmten Grad straffällig wird (Straftaten als Grenze, Ordnungswiedrigkeiten nicht - sowas in der Art) wird rückgeführt.
Wie gesagt, wenn die Politik hier mal ein Zeichen setzen würde, würde das mMn. schon reichen um die Stimmung wieder einzufangen.