In meiner Firma wurden jetzt 2 Kollegen gekündigt (bei 6 Mitarbeitern) weil zahlen schlecht. Verdacht kam natürlich auf dass die so nicht mehr lange existiert, meinte auch die eine Kollegin die besseren Kontakt zum Chef hat.
Hab mich also umgehört in anderen Städten (70-80km Umzug von 300k Stadt in 6-700k Stadt). Bei beiden Städten auch n Angebot bekommen. Hab mich nach langen hin und her für das Angebot entschieden wo ich ca. 50% mehr Brutto bekomme, aber ich eig nicht in die Stadt unbedingt wollte aber besseres Gefühl von den Vorgesetzten her. Hab mir auch ne Ausbildungsunterstützung zum Fachwirt im Vertrag festhalten lassen). Vertrag liegt in der Post, Start 01.12. und "zum Glück" keine Antrittsklausel.
Kann theoretisch bis Mitte November noch kündigen/widerrufen. Müsste mich aber schon ab Mitte Oktober mit Umzug beschäftigen.
Freitag also meinem derzeitigen Chef die Kündigung vorgelegt. Hab zwar erwartet dass er er mich unbedingt halten will aber nicht mit dem "Angebot". Über 50% mehr Brutto und weiterhin nur 35h statt 40h wie bei der neuen Stelle. Liegt mir schriftlich vor und er meint die Firma wird es mind. bis Ende 26 überleben
Hat mich auch in seine Zukunftspläne eingeweiht, wo er mich auch mit hinnehmen will übernächstes Jahr. (andere FIrma die er mit Kollegen aufbaut aber noch nicht namentlich dort unterwegs ist weil noch zu klein und darf ja auch kein Side Hustle haben) und mich auch dort vorgestellt und alles gezeigt. Hab gesagt ich brauch Sicherheit. Er kann mir viel erzählen. Will ein Schreiben haben dass ich dort ab 2027 eingestellt werde. Besorgt er mir sagt er von dem dortigen GF.
Meine Bedenken fürs bleiben:
- Wer weiß ob die FIrma noch bis ENde 2026 durchmacht
- Datenschutz bei uns ist fürn Arsch und ein Kollege hat die vereinbarung schon rausgefunden und ist mega pissig dass ich mit einem Schlag so viel mehr Lohn bekomme und bei weitem mehr als er obwohl er schon 3 Jahre länger in der FIrma ist. Er hats auch schon gefühlt allen anderen in der Firma usw. weitergetragen inkl. mich auf WA blockiert.

Überlege ihm mit Anzeige/Klage wegen Datenschutz zu drohen. Sollte der Kollege aber jetzt dauerhaft krank einschieben oder sich was anderes suchen, geht der "Plan" von meinem Chef genauso wenig auf und ich muss wieder aktiv auf die Suche gehen und weiß nicht ob ich ähnliches Gehalt nochmal bekomme wie das in der anderen Stadt.
- Also jetzt über 1 Jahr mit nem stinkigen Kollegen zusammen arbeiten, wobei ich ihn manchmal schon brauche in gewissen Angelegenheiten, aber man nicht von ihm erwarten kann dass er professionell bleibt, eher tagtäglich sauer und mies gelaunt ist wie jetzt auch schon wenn ihm etwas nicht passt oder andere bevorzugt werden (Kind im Körper eines mitte 40 jährigen)
- Der Plan vom Chef geht nach hinten los oder er nutzt mich jetzt für seine Zwecke aus weil ohne mich würde die Firma nicht überleben meint er bzw. müsste er mal anfangen zu arbeiten.
Meine bedenken für den Wechsel
- 6 Monate Probezeit
- Umzug und weniger netto trotz ähnlichen Gehalt weil Mieten ca. 50% teurer als hier
- keine Ahnung wie die Kollegen sind oder die Position/Arbeit dort sind und ob es mir gefällt
- nicht die Stadt in die ich eig wollte
- 40 statt 35h und penibelstes drauf achten dass man die auch erfüllt im Vergleich zu jetzt.
Den Fachwirt könnte ich mir mit dem Angebot der jetzigen Arbeit locker selbst erwirtschaften ohne dass ich finanzielle Nachteile hätte im Vergleich dazu wenn ich wechsel und der mir bezahlt wird. Zudem jetzt 35h und somit auch genug Zeit dass nebenher zu rocken und müsste nicht darauf hoffen dass die neue Firma Rücksicht nimmt wenn ich vielleicht noch weniger Stunden machen möchte bei gleichen Gehalt.
Jo kürzer ging nicht.