Das hört sich sehr nach einem eingesickertem Clan Mitglied an, Läuft im Finanzamt Berlin
Verdacht auf Millionen-Schaden: Wie ein Beamter geholfen haben soll, das Berliner Finanzamt auszuplündern
Ein kriminelles Netz soll in Berlin in den Kernbereich des Staates eingedrungen sein und sich bereichert haben – mit Hilfe eines Finanzbeamten. Seit 2022 wird ermittelt. Doch die Behörden schweigen.
Zwei Stockwerke, Giebeldach, Glitzerschmuck im Fenster – das Einfamilienhaus in einer Siedlung am Stadtrand von Berlin strahlt bürgerliche Wohlanständigkeit aus. Es ist bis heute der offizielle Wohnsitz eines Mannes, der im Zentrum eines mutmaßlichen Millionenbetrugs stehen soll – eines Verdachtsfalls von organisierter Kriminalität, der seit 2022 eine ganze Ermittlungsgruppe von Staatsanwaltschaft und Steuerfahndung beschäftigt.
Der Fall ist für die Behörden selbst so heikel, dass faktisch eine Nachrichtensperre gilt. Es geht um ein breites Netzwerk von Personen, deren Namen hier aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes geändert sind. Ein Netzwerk, das in einen Kernbereich des Staates eingedrungen sein und sich dort an ihm bereichert haben soll. Und das mutmaßlich mithilfe eines Staatsdieners, bei dem Ermittler mehrere Zehntausend Euro in bar fanden.
Der Mann mit dem Wohnsitz am Stadtrand soll als Finanzbeamter im Finanzamt für Körperschaften I Charlottenburg-Wilmersdorf seit dem Jahr 2018 einer Reihe von Hintermännern geholfen haben, das eigene Amt auszuräubern. Der Verdacht geht so: Hakan Z., 31 Jahre alt, soll einer zweistelligen Anzahl von Firmen Steuerrückzahlungen gewährt haben, die ihnen nicht zustanden.
Bereits mit Stand April 2024 soll auf diese Weise eine Summe von 15,6 Millionen Euro an Steuergeldern illegal zu einem Netzwerk von Hintermännern abgeflossen sein – eine stattliche Beute. Und das ausgerechnet in Berlin, einer Stadt in Geldnot, mutmaßlich ausgenommen vom eigenen Beamten, der besonderen Pflichten unterliegt, sogar einen Diensteid leisten muss.
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