Re: The Dad Bod Chronicles - jetzt neu mit Wemmserei
Verfasst: 13. Sep 2025, 09:40
Das Bild erinnert mich an meine Besuche im Rajadamnern Stadium
jedes Mal wieder ein geiler Abend!
https://testforum.lilo-dev.de/
Erzähl mehr davonZotto hat geschrieben: 13. Sep 2025, 09:40 Das Bild erinnert mich an meine Besuche im Rajadamnern Stadiumjedes Mal wieder ein geiler Abend!
Altehrwürdiges Thaibox-Stadion im Herzen Bangkoks in der Nähe des Königspalasts und der Khaosan Road. Für vergleichsweise kleines Geld hat man die besten Plätze direkt auf Ringhöhe samt All You Can Drink Flatrate bekommenUnbestaendigkeit hat geschrieben: 13. Sep 2025, 18:48Erzähl mehr davonZotto hat geschrieben: 13. Sep 2025, 09:40 Das Bild erinnert mich an meine Besuche im Rajadamnern Stadiumjedes Mal wieder ein geiler Abend!
Ich habe mir deine Daten noch mal im Detail angesehen, gerade aus den Diagrammen kann man in Verbindung mit den anderen Daten schon noch eine Menge herausholen.Unbestaendigkeit hat geschrieben: 10. Sep 2025, 19:27 Zu dem "wirken andere Werte eher untrainiert oder am oberen Ende von untrainiert" : was kann ich da konkret tun? ChatGPT hat zu meiner Diagnostik gesagt, dass Basis fehlt und ich GA1/2 ausbauen soll.
Nochmal, dickes Dankeschön für die investierte Zeit!
Es müssen gar nicht mal unbedingt "Läufe" sein, Long Slow Distance kannst du in jeder beliebigen Cardiomodalität realisieren, wichtig ist dabei nur, dass die Intensität so gewählt ist, dass du (deutlich) unter deinem VT1 bleibst. Die Literatur ist in Sachen wie oft und wie viel nicht ganz eindeutig, das Gesamtvolumen pro Woche scheint auschlaggebender zu sein als das Volumen pro Einheit, d.h. du musst nicht unbedingt 1-2 Einheiten mit einer langen Belastungszeit absolvieren, theoretisch funktionieren auch mehr Einheiten mit kürzerer Belastungszeit (ich gehe persönlich eher diesen Weg). Darüber hinaus begibt man sich "evidenzbasiert" auf dünnes Eis, kommt aber mit anektdotischer Evidenz immerhin soweit, dass es durchaus sinnvoll ist, auch mal richtig lange Einheiten einzustreuen (für Athleten, für die das wettkampfrelevant ist, ist das sowieso nicht ersetzbar, also Marathon- und Ultradiustanzen oder Ironman etc.). Die Theorie dahinter ist, dass die Typ I Fasern erschöpfen und immer weiter "durchgecycled" werden, irgendwann aber auch die Typ II Fasern trotz der geringen Belastung herangezogen werden und diese dann eben "aerober" werden (ich persönlich meide das tendenziell, für mich sind so lange Belastungzeiten bei niedriger Intensität aber auch einfach nicht relevant. Ich habe außerdem individuell schlechte Erfahrungen mit meiner "Explosivität" - vor allem meiner Sprungkraft - gemacht, als ich zu viel im niedrigintensiven Bereich gelaufen bin, aber das kann auch eine Einzelfallsache sein).Unbestaendigkeit hat geschrieben: 14. Sep 2025, 22:12 Du würdest mir also zu LSD Läufen bei 120bpm raten - aber in welchem Umfang? Durchs Boxen habe ich 2x/Woche die "HIIT"- Belastungen. Dann noch 1-2x 60/70/80/90 (?) min Lauf @120bpm? Kann ich die Nutzung von Fetten durchs Rad effektiver trainieren? Und theoretisch: wenn ich als Carb-Verbrenner jetzt einfach Gels fresse wie dumm, bin ich dann unstoppbar? :-D Also klar, wenn mein Glykogen leer ist, ist doof, aber ich kann doch in gewissem Rahmen gut nachfüllen, oder?
Carter T R hat geschrieben: 14. Sep 2025, 23:10 Es müssen gar nicht mal unbedingt "Läufe" sein, Long Slow Distance kannst du in jeder beliebigen Cardiomodalität realisieren, wichtig ist dabei nur, dass die Intensität so gewählt ist, dass du (deutlich) unter deinem VT1 bleibst.
Wäre für das Trifecta-Wochenende doch aber sinnvoll, oder? Ich denke auch an die passiven Strukturen. Durch einen absolut unvorbereiteten 24h/100km Marsch ~2019 habe ich erfahren müssen, wie die passiven Strukturen so spontane Höchstbelastungen nicht mögen und durfte wochenlang noch an den Schwellungen und Entzündungen im Fuß-/Knöchelbereich zehren.Carter T R hat geschrieben: 14. Sep 2025, 23:10 Darüber hinaus begibt man sich "evidenzbasiert" auf dünnes Eis, kommt aber mit anektdotischer Evidenz immerhin soweit, dass es durchaus sinnvoll ist, auch mal richtig lange Einheiten einzustreuen (für Athleten, für die das wettkampfrelevant ist, ist das sowieso nicht ersetzbar, also Marathon- und Ultradiustanzen oder Ironman etc.). Die Theorie dahinter ist, dass die Typ I Fasern erschöpfen und immer weiter "durchgecycled" werden, irgendwann aber auch die Typ II Fasern trotz der geringen Belastung herangezogen werden und diese dann eben "aerober" werden (ich persönlich meide das tendenziell, für mich sind so lange Belastungzeiten bei niedriger Intensität aber auch einfach nicht relevant. Ich habe außerdem individuell schlechte Erfahrungen mit meiner "Explosivität" - vor allem meiner Sprungkraft - gemacht, als ich zu viel im niedrigintensiven Bereich gelaufen bin, aber das kann auch eine Einzelfallsache sein).
Ja, das klingt insgesamt ja gut. Ich würde einfach - auch weil lange Läufe meinem Kopf echt gut tun - einfach wöchentlich einen langen Lauf 60+ Minuten einbauen bei ~130bpm und gucken ,was passiert. Ich sollte ja über 4/6/8 Wochen nach und nach schneller werden bei gleicher Herzfrequenz, das wäre doch dann das Anzeichen für Adaption der Mitochondrien, richtg?Carter T R hat geschrieben: 14. Sep 2025, 23:10
Aber grundsätzlich ... wirst du auf jeden Fall schneller "bonken" bzw. "dem Mann mit dem Hammer begegnen" als Athleten mit einem "trainierteren Fettverbrennungswert", weil du einfach deine Kohlenhydrate "zu schnell" verbrennst und dann mit einem leeren Tank da stehst. Das ist aber für deinen Sport weitestgehend komplett irrelevant, also auch okay so!
Jein. Ich würde mich zunächst eher an der Grafik (mittlere Spalte, mittlere Reihe) orientieren und 150 BPM schon als Maximum definieren, dann würde ich - auch ohne genau zu wissen, wie die HR für den Fettstoffwechsel ermittelt wurde, empfehlen, dass du dich eher an der dort vorgegebenen HR orientierst (also 119-135 BPM), denn dein RER ist in Ruhe schon bei 0,91 (und bei VT1 bei 0,92) - du willst deutlich darunter kommen. Und probiere ruhig mal eine "train low" session (oder einen Tag mit wenigen Carbs) - dabei geht es dann nicht darum, deine Performance zu steigern, sondern deinen Körper dazu zu bringen, ein paar mehr Fettsäure-Transporter zu exprimieren. Wichtig ist dabei, dass die Kombination (wenig Carbs und niedrige Intensität) stimmt.Unbestaendigkeit hat geschrieben: 15. Sep 2025, 09:57 Verstehe ich dann diese Tabelle richtig, dass meine Schwelle VT1 bei 160bpm liegt? Dann kann ich also zwischen 120-160bpm agieren, nur je niedriger, desto effizienter? 120bpm klingt für mich halt nach zügigem Gehen oder Wanderungen, aber nicht nach "Laufen".
Ja, kann man machen.Unbestaendigkeit hat geschrieben: 15. Sep 2025, 09:57 Wäre für das Trifecta-Wochenende doch aber sinnvoll, oder? Ich denke auch an die passiven Strukturen. Durch einen absolut unvorbereiteten 24h/100km Marsch ~2019 habe ich erfahren müssen, wie die passiven Strukturen so spontane Höchstbelastungen nicht mögen und durfte wochenlang noch an den Schwellungen und Entzündungen im Fuß-/Knöchelbereich zehren.
Ja, gehe mit der HR ruhig noch ein bisschen tiefer/mit der Intensität runter und ja, du wirst auch bei gleichbleibender HR vermutlich schneller werden. Nein, das ist nicht unbedingt ein Anzeichen für die Adaptation der Mitochondrien, nur ein mögliches Indiz. Eine solche Anpassung kannst du nur sicher feststellen/nachweisen, wenn du eine neue Spiro machst und dabei einen niedrigeren RER misst, oder wenn du mit einer Biopsie nachweisen kannst, dass deine Glykogenspeicher nach einer solchen Trainingsphase bei gleichem Carbloading und gleicher Belastung weniger entleert wurden as es jetzt der Fall wäre.Unbestaendigkeit hat geschrieben: 15. Sep 2025, 09:57 Ja, das klingt insgesamt ja gut. Ich würde einfach - auch weil lange Läufe meinem Kopf echt gut tun - einfach wöchentlich einen langen Lauf 60+ Minuten einbauen bei ~130bpm und gucken ,was passiert. Ich sollte ja über 4/6/8 Wochen nach und nach schneller werden bei gleicher Herzfrequenz, das wäre doch dann das Anzeichen für Adaption der Mitochondrien, richtg?
1. Hohes LIT Volumen bekomme ich zeitlich nicht unter, da hast du Recht.Carter T R hat geschrieben: 15. Sep 2025, 15:27 Zwei Ergänzungen noch...
1. Bevor sich jemand darüber aufregt, dass ich Carb-Periodisierung vorschlage ... es gibt definitiv eine gute Alternative, die würde allerdings ein recht hohes Volumen an low intensity Training mit sich bringen, was ich für @Unbestaendigkeit nur bedingt als sinnvoll erachte. Es wäre aber in einem Ausdauersportler-Kontext die Regel.
2. RER-Werte können manchmal durch die letzte Mahlzeit signifikant beeinflusst werden. Weißt du noch, ob du vor der Spiro etwas gegessen hast, @Unbestaendigkeit, und wenn ja, was? Erfolgte der Test auf nüchternen Magen? War es eine "mixed meal" Stunden vor dem Test? Hast du 10min vor dem Test eine Tüte Haribo gegessen?
Ja, das ist in der Leistungsdiagnostik in vielen Fällen wohl ausbaubar. Viele Labore machen das aber auch "on top" ihrer eigentlichen Aufgaben. Spezialisierte Sport-Leistungsdiagnostik-Anbieter sind da manchmal schon weiter, die LD aber entsprechend teuer ... so ein stationäres und gutes "Metabolic Cart" kostet halt fünfstellig (und da sind Laufband und/oder Ergometer noch nicht mit drin). Bei einem guten Anbieter macht man VO2max und Laktat dann auch eher getrennt (und mit einer höheren Auflösung).Unbestaendigkeit hat geschrieben: 15. Sep 2025, 15:59 Auch gut, dass Test maßgeblich beeinflussende Faktoren null vorab kommuniziert werden, wenn man so einen Test macht. Würde ich von einem Labor anders erwarten....