davidhigh hat geschrieben: 6. Okt 2024, 22:36
Wirtschaftler / Unternehmensberater unerwünscht
kek
Wenn man sich ansieht, wie diese "Berater" unsere Arbeitsprozesse und Dienstsysteme "optimiert" haben, würden wir die am liebsten mit Fackeln und Mistgabeln aus den Kliniken jagen. Absolut. Die sind unerwünscht, in der Tat.
Yo, wobei man halt auch sagen muss, dass es im Medizinbereich bei Digitalisierung und Prozessen an vielen Orten auch echt mau aussieht.
Und wenn ich darüber nachdenke, wie kompliziert und teuer es ist, für irgendwas eine "Abnahme" zu bekommen, wundert mich das auch nicht mehr. Mit #irgendwasmedizinprodukt oder #medizinzertifiziert wird viel zu viel Kohle abgezockt, auch bei Software.
Einen Befundungsrechner neu aufsetzen?? Gott bewahre!! Da will dann ja irgendeine externe Firma für die offizielle Abnahme der Workstation erstmal mehrere tausend Euro haben, weil die hausinterne IT das nicht mehr machen darf!! Nee, statt dessen wird an der alten Gurke immer wieder irgendwas 'rumgeflickt.
Mindset der Mediziner auch oft einfach schlecht, Fortschritt sowieso schlimm
Sicher, dass das an den
Ärzten hängt? Meine Güte, wie schön wäre das, wenn endlich dieser Papierkrieg aufhören würde und bestimmte Dinge reibungslos (oder überhaupt mal) funktionieren würden.
Darüber hinaus gibt es eine stark adverse Selektion in Führungspositionen: befördert wird, wer wissenschaftliche Aufsätze über das Furunkel am Arsch verfasst, nicht wer gute strategische Entscheidungen trifft bzw. gut Personal führen kann.
Auf den
Führungsebenen befindet sich i. d. R. kein medizinisches Personal. Das verbocken andere Berufsgruppen, denen die Medizin niemals in diesem Umfang Zugang hätte gewähren dürfen. Angeblich haben die das gelernt. Frage mich, was genau da Lerninhalt in der Ausbildung war. Wie man am besten Personal verheizt, Prozesse an externe Firmen teuer verkauft und Kliniken in Insolvenzen treibt?
Am Ende badet das dann der Patient sowie das untere medizinische Personal aus
Ja, genau.
Die Patienten, die eigentlich zu früh entlassen werden, man aber aufgrund des Erreichens der maximalen Liegedauer für Erkrankung XY jeden weiteren Tag von der GKV nicht bezahlt bekommen würde - die baden das dann aus. Und kommen wieder, weil eigentlich eben zu früh entlassen.
DRG-System? Auch so ein Verbrechen an der Gesundheitsversorgung, das von "Beratern" und "Wirtschaftlern" auserkoren wurde, und in dieser Form nie hätte an den Start gehen dürfen. Notfallpauschalen? Noch schlimmer.
Den Zorn nachvollziehen kann aber vermutlich nur der, der dann in diesem "optimierten System" arbeiten soll oder die Patienten, die diesem ausgeliefert sind.
Die "Beraterin für irgendwas" (ging IIRC um QM), die u. a. Krebspatienten als "Kunden" bezeichnet hat, ist dagegen nur total verwundert, warum sich der Onkologie-CA aufgrund dieser Bezeichnung für Patienten beinahe auf ihre Bluse übergibt und sie bittet, den Begriff "Kunde" in diesem Zusammenhang nicht zu verwenden.
/rant over