ELPocoLoco hat geschrieben: 3. Jun 2024, 11:37
Habe unterkellern müssen. Wird aber Homeoffice inklusive "Gäste-Appartment". Bin recht froh drum.
Das dauerhafte Arbeiten im Keller würde ich mir gut überlegen. Je nach Lage in Deutschland, sollte man diesbezüglich die Konzentration von Radon prüfen. Anbei Mal vom vdsi:
Radon ist ein radioaktives Edelgas, welches als Zerfallsprodukt von uranhaltigen Untergründen entsteht. ▪ Je nach Durchlässigkeit der Bodenstruktur und je nach Konzentration gelangt es an die Oberfläche und vermischt sich mit der umgebenden Atmosphäre. ▪ Aufgrund seiner Eigenschaften ist es von menschlichen Sinnen nicht wahrnehmbar. Es ist geruchs- und geschmacklos. ▪ Im Freien ist Radon ausreichend verdünnt, aber in Gebäuden kann es zu gefährlichen Anreicherungen kommen. ▪ Radon ist statistisch gesehen eines der bedeutenden Ursachen für Lungenkrebs und ein bedeutender Faktor bei der natürlichen Strahlenbelastung der gesamten Bevölkerung. ▪ Die Aufnahme in die Lunge über einen entsprechenden Zeitraum kann zu Zellschäden am Gewebe und langfristig gesehen zu einer möglichen Krebserkrankung führen. ▪ Das neue Strahlenschutzgesetz und die Strahlenschutzverordnung haben Radon deshalb auch eine besondere Aufmerksamkeit zukommen lassen. Arbeitgeber und Hausbesitzer sind aufgefordert, sich diesem Thema zu widmen. ▪ Wie bei jeder Gefährdungsbeurteilung sind aber auch hier die Wahrscheinlichkeit und die Schadensschwere eines Risikos einzuschätzen. ▪ Bisherige Erkenntnisse gehen davon aus, dass etwa 10% der Gebäude betroffen sind. ▪ Die durchschnittliche natürliche Strahlenbelastung in Deutschland beträgt etwa 2,1 Milisievert im Jahr (=msV/a). Davon gehen ca. 1,1 mSv/a auf das Konto von Radon. Sie kann aber je nach Wohnort oder Lebensumständen höher oder niedriger sein. ▪ Bei dauerhaft eingerichteten Arbeitsplätzen (Telearbeit in Keller- oder vergleichbaren Räumen) ist die Prüfung der Radonbelastung als Teil der Gefährdungsbeurteilung des Arbeitgebers zu sehen. Dabei ist zu beachten, dass die Konzentration in Gebäuden u.a. auch jahreszeitlichen Schwankungen unterliegt.