H_D
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lifting.DAD hat geschrieben: 19. Jul 2023, 14:07 Laut Jeff Nippard sollen Dips dem Bankdrücken in jeglichen Varianten auch überlegen sein.

Er begründet das mit einer Studie von 2010 von Dr. Brett Contreras, der mittels EMG nachgewiesen hat, dass der Dip gegenüber dem Bankdrücken eine über 2x so hohe Aktivierung der Muskelfasern besitzt.
EMG halt... wo bewegen die meisten mehr Gewicht?
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Ich kann hier nur aus meiner persönlichen Erfahrung berichten: in der Zeit in der ich - für meine Verhältnisse - schwer gedrückt habe, war meine Brust ok. Dips haben mir optisch einen ordentlichen Schub verpasst. Für mich sind Dips deutlich besser als Bankdrücken für den Aufbau. Ich kenne auch quasi niemanden der vernünftig Dips für die Brust macht und da optisch hinterherhinkt, der ein oder andere der zwar ordentlich Drückt, aber eher eine durchschnittliche Brust hat ist mir hingegen schon untergekommen. Ahja, meine schultern sind nun nicht mehr ganz so gesund (auf beiden Seiten lässt die schultereckgelenksprengung grüßen), Dips gehen aber beschwerdefrei
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Ich kann nur für mich sprechen:
Mir hat das LH Bankdrücken leider keine gute Brust beschert. Ich habe natürlich auch keine unglaublichen Gewichte bewegt, aber 116kgx6 im BB Stil mit abgespreizten Ellbogen fand ich auch nicht so schwach. Ich habe dabei aber immer eher die Anteversion trainiert, zusätzlich die Extension im Ellbogengelenk. Was mir immer gefehlt hat war die Adduktion, das bekomme ich aber sowohl mit der LH als auch mit der KH nicht gut hin. Mein Kopf macht diesen Schritt einfach nicht.

Vor wenigen Monaten habe ich dann Dips als eine der letzten Übungen ergänzt, vor ein paar Wochen dann damit begonnen, diese als Hauptübung zu nutzen. Im Vergleich zum Vorjahr fallen mir Dips deutlich leichter, ich kann auch mit Zusatzgewicht zweistellig dippen. Ob es zu Veränderungen in der Brust gekommen ist weiß ich noch nicht, ich meine aber, dass sie sich eher verbessert hat.
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H_D hat geschrieben: 19. Jul 2023, 21:21
lifting.DAD hat geschrieben: 19. Jul 2023, 14:07 Laut Jeff Nippard sollen Dips dem Bankdrücken in jeglichen Varianten auch überlegen sein.

Er begründet das mit einer Studie von 2010 von Dr. Brett Contreras, der mittels EMG nachgewiesen hat, dass der Dip gegenüber dem Bankdrücken eine über 2x so hohe Aktivierung der Muskelfasern besitzt.
EMG halt... wo bewegen die meisten mehr Gewicht?
Sofern ich das Körpergewicht miteinberechne bewege ich beim dippen mehr gewicjt als auf der Bank.
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Passiert denn bei Dips einen nennenswerte Adduktion? Weil dafür ist die Brust ja vor allem da. Kann ich mir beim normalbreiten Dip gar nicht recht vorstellen, auch nicht vorgelehnt, was daran ja nichts ändert.
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Je nach Breite der Dipstation.. dann muss man die Ellbogenposition natürlich anpassen. Ein Dip ist ja quasi eine Liegestütze in der Luft. Eigentlich sollte das Bankdrücken wirklich ähnlich sein, aber ich zumindest bekomme die Adduktion beim Bankdrücken deutlich schlechter hin als bei einer Liegestütze. Manchmal Frage ich mich, ob ich mit gewichteten Liegestütze nicht sogar besser dran wäre als mit der Flachbank.
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Bb.adept hat geschrieben: 21. Jul 2023, 06:12 Manchmal Frage ich mich, ob ich mit gewichteten Liegestütze nicht sogar besser dran wäre als mit der Flachbank.
Mir würde da die stabilisierende Komponente, die man beim Freihantel-Bankdrücken (lang oder kurz) hat, fehlen. Keine Ahnung ob man den Effekt auch beim gewichteten Liegestütz so ausgeprägt hätte.
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Beobachter hat geschrieben: 21. Jul 2023, 07:06
Bb.adept hat geschrieben: 21. Jul 2023, 06:12 Manchmal Frage ich mich, ob ich mit gewichteten Liegestütze nicht sogar besser dran wäre als mit der Flachbank.
Mir würde da die stabilisierende Komponente, die man beim Freihantel-Bankdrücken (lang oder kurz) hat, fehlen. Keine Ahnung ob man den Effekt auch beim gewichteten Liegestütz so ausgeprägt hätte.
In der geschlossenen hat man doch mehr Stabilität drin als in einer offenen Kette *thinkabout*
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Das hat er ja gemeint.
Bei Kurzhantel BD muss man mehr stabilisieren, und das will er auch so.

Lg
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Ja genau. Habe aus Gewohnheit die letzten Wochen immer Hammer Strength Iso-Lateral Horizontal Bench Press statt freie Übungen eingebaut, +100 kg kein Thema. Dann mal wieder freies Bankdrücken weil Maschine besetzt und gleich hart in der Realität angekommen :-)

Dips könnte ich aber auch auch mal öfter einbauen, nach der Erfahrungsberichten hier *thinkabout*
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mrz
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Bekomme von Dips deutlich mehr Muskelkater in der Brust als von allen Langhantel-Bankdrück-Übungen.
Mache Langhantel Bankdrücken aber für Raw Strength und imho ist bei schweren Dips die Verletzungsgefahr höher.

Aber grundsätzlich bin ich großer Freund von Dips.
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Mir hat es mir bei Dips mal fast das Brustbein "gefickt". Ein übles Gefühl, schwer zu beschreiben.
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Kraftmasse 3000 hat geschrieben: 21. Jul 2023, 11:30 Mir hat es mir bei Dips mal fast das Brustbein "gefickt". Ein übles Gefühl, schwer zu beschreiben.
Kenn ich auch! Sollte man mit Bedacht angehen, wenn man sie lang nicht gemacht hat.
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für mich könnten Dips kein Drücken egal ob LH oder KH ersetzen,
LOG: viewtopic.php?t=1494

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Mir hat es mir bei Dips mal fast das Brustbein "gefickt". Ein übles Gefühl, schwer zu beschreiben.

Sternumschmerzen sind bei Dips meistens eine Techniksache.



Oder




Kenn ich auch! Sollte man mit Bedacht angehen, wenn man sie lang nicht gemacht hat.
Schulterdepression wird halt dann meistens in der Zeit weniger trainiert. Irgendeine andere Druckübung ist dafür dann drinnen, bei der die Schulterdepression weniger eine Rolle spielt und die eigentliche Drückkraft von Schulter, Brust und Trizeps aber erhalten bleibt.

Dann hast du hier schnell mal nen „weak link“ unter höheren Lasten, dass die Schulterdepression nicht 100% gehalten werden kann, aber soviel Kraft dass du trotzdem aus dem Dip rauskommst. Das führt dann schnell zu Schmerzen oder im schlimmsten Fall einer Kostochondritis.
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