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Ist Volumen wichtiger als Intensität?

Verfasst: 20. Mär 2025, 11:25
von Ebiator
Unser Senf zur berüchtigten RIR 7-Studie:

https://lifters-lounge.com/ist-volumen- ... tensitaet/

Re: Ist Volumen wichtiger als Intensität?

Verfasst: 20. Mär 2025, 12:20
von H_D
Der Clou an der Studie war jedenfalls, dass ein Bein bis zu einer Verringerung der Ausführungsgeschwindigkeit von 30 % trainiert wurde, während das andere Bein bereits ab einem Geschwindigkeitsverlust von 15 % den Satz beendete. In der Praxis bedeutete das, dass ein Bein durchschnittlich 14 Reps je Satz ausführte, das andere aber nur 7.


Das ist übrigens auch ein Missverständnis bei der Interpretation dieser Studie. Oft wird es dargestellt als ob ein Bein mit 7 Reps in Reserve trainiert worden wäre. Tatsächlich ist es aber sogar noch mehr, da auch ein Geschwindigkeitsverlust von 30% noch kein Muskelversagen darstellt, sondern eher im Bereich von RIR 1 oder 2 liegt.
Also bei mir ist es, dass ich gerade bei großen Übungen, sehr schnell sehr langsam in der Ausführung werde, aber noch 3Wdh + machen kann

Generell finde ich Studien mit solchen Methoden wenig aussagekräftig. Ein Markus Rühl hätte mit drei Sätzen pro Woche wohl bedeutend besser ausgesehen als der Großteil der Trainierenden.
Hier gehen finde ich leider die Unterschiede zwischen den einzelnen Individuen unter

Gibt es hier jemand, der mal von High auf Low Volume ging und wieder zurück und sein persönliches Fazit geben kann?

Re: Ist Volumen wichtiger als Intensität?

Verfasst: 20. Mär 2025, 12:23
von Ebiator
H_D hat geschrieben: 20. Mär 2025, 12:20
Der Clou an der Studie war jedenfalls, dass ein Bein bis zu einer Verringerung der Ausführungsgeschwindigkeit von 30 % trainiert wurde, während das andere Bein bereits ab einem Geschwindigkeitsverlust von 15 % den Satz beendete. In der Praxis bedeutete das, dass ein Bein durchschnittlich 14 Reps je Satz ausführte, das andere aber nur 7.


Das ist übrigens auch ein Missverständnis bei der Interpretation dieser Studie. Oft wird es dargestellt als ob ein Bein mit 7 Reps in Reserve trainiert worden wäre. Tatsächlich ist es aber sogar noch mehr, da auch ein Geschwindigkeitsverlust von 30% noch kein Muskelversagen darstellt, sondern eher im Bereich von RIR 1 oder 2 liegt.
Also bei mir ist es, dass ich gerade bei großen Übungen, sehr schnell sehr langsam in der Ausführung werde, aber noch 3Wdh + machen kann

Generell finde ich Studien mit solchen Methoden wenig aussagekräftig. Ein Markus Rühl hätte mit drei Sätzen pro Woche wohl bedeutend besser ausgesehen als der Großteil der Trainierenden.
Hier gehen finde ich leider die Unterschiede zwischen den einzelnen Individuen unter

Gibt es hier jemand, der mal von High auf Low Volume ging und wieder zurück und sein persönliches Fazit geben kann?
Ja, ist bei mir auch so. Kann noch relativ lange grinden, wenn die Geschwindigkeit bereits stark abgefallen ist. Fairerweise muss man sagen, dass diese individuellen Unterschiede durch das Within Subject-Design keine Rolle spielen sollten.

Ich bin tatsächlich selbst gerade mit dem Volumen ganz erheblich runtergegangen im Training, kann dir aber nicht sagen, ob und inwiefern das meine Gaisn beeinflusst hat. Generell bin ich bei sowas vermutlich ein eher schlechtes Beispiel, weil bei mir einfach nicht mehr so viel Wachstumspotenzial da sein wird und halten ja bekanntlich auch mit wenig Volumen funktioniert.

Re: Ist Volumen wichtiger als Intensität?

Verfasst: 20. Mär 2025, 12:31
von H_D
Aber du kannst dafür sicher deutlich präziser an richtiges Versagen trainieren als viele andere und das muss ja gegeben sein um mit wenig Volumen noch Fortschritte machen zu können.

Re: Ist Volumen wichtiger als Intensität?

Verfasst: 15. Apr 2025, 15:08
von Buck
Schöner Artikel Ebi :thumbup: Ich halte den Cross-Education-Effect ja für einen sehr wichtigen Faktor / ein großes Problem bei diesem Studiendesign. Gab es Studien, die auf dieses Design gesetzt haben und signifikante Unterschiede zu Tage förderten? Ich würde irgendwie rein intuitiv davon ausgehen, dass es eine sehr weite Range an Belastungsunterschieden gibt, die der Cross-Education-Effect nivelliert. Mal ganz davon abgesehen, dass die Unterschiede zwischen "gutem" und "schlechtem" Training wahrscheinlich ohnehin recht klein sind, die entscheidende Variable ist halt eher das "ob" und weniger das "wie".