19.05.25 Man kann nicht alles lutschen, was wie ein Bonbon aussieht
Bankdips: 50
Bradford Press: 40 kg x 8 / 45 kg x 4 / 50 kg x 2 / 55,01 kg x 1 (PR)*
Inverses Rudern (Füße über Kopfhöhe): BW x 15 / 12 / 10
Liegestütze: +10 kg x 10 / 10
Drag Curls: 55 kg x 12 / 11
Seitheben: 10,75 kg x 11 / 11
T: 40
* Ja, das ist mal ein echter PR. Als die 50 kg zweimal gingen, da dachte ich, na, vielleicht gehen die 55 heute auch. Aber wie kann ich meinen Widersacher, den
kleine Kinder Bratwurst fressenden Lord Voldehatch übertrumpfen, der hatte ja heute 55 kg x 2 drauf. Da habe ich im Mondlicht ein Zweiglein gesehen, das am Boden neben der Hantel lag. Das habe ich draufgesteckt. Das Zweiglein wiegt 10 Gramm. Haha. So habe ich das gemacht. Drops gelutscht.
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Es ist nicht alles Gold was glänzt - Eine Käfergeschichte
Och nee, nicht schön wieder so ne blöde Käfergeschichte. Hat der keine anderen sozialen Kontakte? Ja, ich weiß, ich fasse mich auch kurz:
Ich wollte gerade ins Bett gehen, nochmal schnell ins Bad und dann schlafen. Auf dem Weg zur Tür sehe ich was Goldenes am Boden liegen. Dachte zuerst, das wäre ein Bonbon. So ein Werther's Echte oder sowas. Wie ich genauer hinschaue, bewegt sich das und zappelt rum. Also doch eher kein Bonbon. Zumindest kein leckeres. Ich gehe in die Hocke und sehe, das ist ein Käfer. Er liegt auf dem Rücken, seine Unterseite glänzt metallisch. Ich drehe ihn vorsichtig um und staune: Es ist ein Goldglänzender Rosenkäfer. Habe ich in meinem Leben erst zweimal lebendig gesehen. Ich nehme den Käfer vorsichtig auf meinen Finger und schaue ihn eine Weile an. Er ist wirklich schön, er glänzt metallisch grün-golden. Der Käfer fällt vom Finger auf meine Jogging-Hose. Dort krallt er sich fest. Ich kriege ihn nicht mehr weg. Jetzt geht er mir auf die Nerven, ich will schlafen gehen. Ich ziehe die Hose aus und mit etwas moderater Gewalt kriege ich ihn auf ein Stück Papier. Ich trage ihn zum Fenster, mache es auf, halte das Papier in die Nacht hinaus und rufe: "Flieg, kleiner goldener Käfer, in die Freiheiiiit!" Ich schnippe das Papier hoch. Der Käfer hebt kurz ab, fällt auf das Papier zurück, rollt zum Rand und plumpst dann in die Dunkelheit. Einen Moment lang ist es still, dann ertönt ein leises "Plonk", etwa 5 Meter unter mir. Der Käfer ist auf die Steintreppe unter meinem Fenster gefallen. Ist mir egal, ich gehe jetzt ins Bett. Nein, wie kannst du nur. Schau, ob er noch lebt. Nein, das ist der Lauf der Natur, Survival of the nichtsoblöden Käfer. Es lässt mir aber keine Ruhe, ich muss nachschauen. In der Unterhose, in Hausschuhen, mit einer kleinen Lampe, laufe ich die Treppe runter, ums dunkle Haus herum und dann zum Treppenabsatz unter meinem Fenster. Da ist der Käfer und läuft vergnügt im Kreis herum. Das ist beachtlich. Wenn man etwas grob die Größenverhältnisse vergleicht, ist das so, als würde ich vom Fernsehturm fallen, mir den Dreck abklopfen und dann sagen: Ach, wie blöd, der Tag ist gelaufen, dann gehe ich jetzt mal nach Hause.
Ich hab den Käfer dann im Garten ins Moos gesetzt, wo er sich auch gleich reingegraben hat. Der hatte genug, so wie ich auch. Interessant ist, dass ich am nächsten Tag einen hässlichen Käfer im Wald gesehen habe, auf dem Weg. Den habe ich nicht gerettet.
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https://youtu.be/hJt46HItb0w?si=DI_R85C_5ltkkKZq