(Hör)-Buch Nr. 30
Bretonische Geheimnisse - Jean Luc Bannalec
Hab aus der Reihe bereits ein anderes Buch gelesen und mich dieses Mal für die Hörbuchvariante entschieden.
Kommt leider nicht ganz so gut rüber. Die Bannalec Bücher kommen für mich über das transportierte Lebensgefühl in Frankreich und den unterschiedlichen Regionen. Das liest sich einfach viel liebevoller und verspielter als es sich anhört.
Das zeigt sich am meisten an den tollen Beschreibungen der Restaurantbesuche und der verspielten, detallierten Beschreibung von Menüs und speziellen Gerichten.
DIe dazugehörige Krimigeschichte ist okay, aber trägt das Buch meiner Meinung nach nicht.
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Bretonischer Spätsommer im sagenumwobenen Artus-Wald – im siebten Fall der Erfolgsserie von Jean-Luc Bannalec ermitteln Commissaire Dupin und seine Inspektoren im Herzen der Bretagne.
Der Wald von Brocéliande mit seinen malerischen Seen und Schlössern ist das letzte verbliebene Feenreich – glaubt man den Bretonen. Unzählige Legenden aus mehreren Jahrtausenden sind hier verortet. Auch die von König Artus und seiner Tafelrunde. Welche Gegend wäre geeigneter für den längst überfälligen Betriebsausflug von Kommissar Dupin und seinem Team in diesen bretonischen Spätsommertagen?
Doch ein ermordeter Artus-Forscher macht dem Kommissar einen Strich durch die Rechnung. Gegen seinen Willen wird Dupin kurzerhand zum Sonderermittler ernannt in einem brutalen Fall, der schon bald weitere Opfer fordert. Was wissen die versammelten Wissenschaftler über die jüngsten Ausgrabungen in der Gegend? Wie stehen sie zu dem Vorhaben, Teile des Waldes in einen Vergnügungspark umzuwandeln? Und warum rückt keiner von ihnen mit der Sprache raus? Schon bald ist selbst Nolwenn, Dupins sonst so unerschütterliche Assistentin, in Sorge – und das will wirklich etwas heißen.
2/5 Stewis
(Hör)-Buch Nr. 31
Irgendwann werden wir uns alles erzählen - Daniela Krien
Ein Buch über eine Affäre zwischen einer unschuldigen 16 Jährigem und einem Trinker in den Vierzigern.
Dazu kommt die Wende und die sich verändernden Lebensbedingungen im Osten.
Das Buch bringt alles mit für einen großen Roman, aber irgendwas hat mich nicht ganz bekommen.
VIelleicht ist es die krasse asymmetrie in der Beziehung, die zu einfach gehaltene Sprache. Die Autorin will damit wohl auch die Jugendlichkeit, Naivität der Protagonistin unterschreiben.
Aber ich halte es mit der Kritik der NZZ:
Das Potenzial dieses Debüts steht Rainer Moritz klar vor Augen. Dass die junge Autorin die Geschichte einer Amour fou zwischen einem älteren Mann und einer 16-Jährigen mit der Unruhe der Übergangszeit in der sich auflösenden DDR zu verbinden weiß, flößt ihm Respekt ein. Die Unsicherheiten verdoppeln sich also auf einleuchtende Weise, stellt er fest. Zugleich jedoch erfüllen ihn die Perspektive und der damit einhergehende Stil mit Sorgen. Der einfache Sprachduktus eines 16-jährigen Mädchens, für den sich Daniela Krien entschieden hat, erscheint ihm dann doch zu schlicht und unpoetisch und bisweilen banal. Schade, findet er, und wünscht der Autorin künftig mehr Zutrauen in die Poesie der Sprache. Damit so ein fesselnder Text noch stärker wird.
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Es ist Sommer, heißer, herrlicher Sommer. Der Hof ist ein Dreiseithof. Schaut man geradeaus, sieht man eingezäunte Wiesen und den Bahndamm, und hinter den Schienen, in einiger Entfernung, doch klar erkennbar: den Henner-Hof. Maria wird bald siebzehn, sie wohnt mit Johannes auf dem Hof seiner Eltern, in den Spinnenzimmern unterm Dach. Sie ist zart und verträumt, verkriecht sich lieber mit den Brüdern Karamasow als in die Schule zu gehen. Auf dem Nachbarhof lebt der vierzigjährige Henner, allein. Die Leute aus dem Dorf sind argwöhnisch: Eine Tragik, die mit seiner Vergangenheit zu tun hat, umgibt ihn; gleichzeitig ist er ein Mann, dessen charismatische Ausstrahlung Eifersucht erregt. Ein zufälliger Blick eines Tages, eine zufällige Berührung an einem andern lösen in Maria eine Sehnsucht aus, die fremd und übermächtig ist und sie daher wie von höherer Gewalt geleitet in Henners Haus und in seine Arme treibt.
Ergibt aber immernoch starke 3/5 Stewis
(Hör)-Buch Nr. 32
Angst-Robert Harris
Mein zweites Harris Hörbuch und ich stehe nach wir vor unentschieden da.
Von der Story spannender als Konklave, dafür etwas dystopischer und leider geht Harris auch in die Falle, die viele Autoren nicht vermeiden können. KI-Thriller treiben gegen Ende immer in eine zu vermenschlichende Richtung bzgl. der Software.
Schade, denn die Story beginnt gut,d ie Charaktere kommen gut rüber und geschrieben ist es auch ordentlich für einen Thriller.
Werde mir Harris aufjedenfall mit einem weiteren Buch als Hörbuch geben.
Grade als Hörbuch funktioniert diese Art von Geschichte gut.
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Für die Öffentlichkeit ist er ein Unbekannter, aber in den geheimen inneren Zirkeln der Superreichen ist Alex Hoffmann eine lebende Legende – ein visionärer Wissenschaftler, der eine Software entwickelt hat, die an den Börsen der Welt Milliardengewinne erzielt. Nun hat es jemand auf ihn abgesehen, und es beginnt für ihn eine albtraumhafte Zeit aus Angst und Schrecken. Kann er die Geister, die er rief, wieder loswerden? Oder stürzt er unaufhaltbar in den Abgrund – und mit ihm die Finanzmärkte der Welt?
Zusammen mit seinem Partner, einem Investmentbanker, hat der geniale Alex Hoffmann eine revolutionäre Form des algorithmischen Aktienhandels entwickelt. Künstliche Intelligenz und das Sammeln von Angstparametern im globalen Internet werden zu einer hochgeheimen Software verknüpft, die mit geradezu unheimlicher Präzision die Bewegungen der Finanzmärkte voraussagen kann. Sein Hedgefonds mit Sitz in Genf macht Milliarden.
Eines Nachts überwindet ein unheimlicher Einbrecher die ausgeklügelten Sicherheitsanlagen seines Domizils am Genfer See und reißt ihn und seine Frau aus dem Schlaf. Damit beginnt ein Albtraum voller Paranoia und Gewalt, in dessen Verlauf Hoffmann mit wachsender Verzweiflung versucht, demjenigen auf die Spur zu kommen, der sein Leben zerstören will. Seine Nachforschungen konfrontieren ihn mit den elementarsten Fragen nach dem Wesen des Menschen. Am Ende jenes Tages werden die Finanzmärkte in Aufruhr und Hoffmanns Welt – unsere Welt – für immer eine andere sein.
3/5 Stewis
(Hör)-Buch Nr. 33
5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen - Bronnie Ware
Das Buch kommt weniger über den Inhalt, also die 5 Dinge, die Sterbende bereuen als vielmehr über die Anektdoten die Bronnie Ware nutzt um diese Puntke zu untermauern.
Sie war Sterbebegleitende Pflegerien und erzählt aus ihrem Leben zu dieser Zeit und den Erfahrungen die sie mit Sterbenden und deren Familien gesammelt hat. Ich finde solche Geschichten immer sehr "schön" und Augen öffnend, wenn auch inhaltlich ncihts dabie ist das einen Überrascht.
Es geht also mehr um das wie als um das was. Und das schreibt sie wirklich gut runter.
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Was zählt am Ende wirklich? Auf dem Sterbebett, wenn klar wird, dass das Leben sich dem Ende zuneigt? Nach vielen Reisen durch die ganze Welt, auf der Suche nach dem, was dem Leben Sinn gibt, findet die Australierin Bronnie Ware eine neue Aufgabe. Sie begleitet Sterbende in den letzten Wochen ihres Lebens. In ihrem Buch erzählt sie von wunderbaren Begegnungen und berührenden Gesprächen, die ihr Leben tiefgreifend verändert haben. Die Menschen, die sie trifft, stellen viel zu oft fest, dass sie ihre eigenen Wünsche hinten angestellt und zu viel gearbeitet haben, dass sie sich zu wenig Zeit für Familie und Freunde genommen und – vor allem – sich nicht erlaubt haben, glücklich zu sein. Es sind Erkenntnisse, die nachdenklich machen und in Erinnerung rufen, worauf es wirklich ankommt, wenn wir mit einem Lächeln aus dem Leben treten wollen. Für sich selbst hat Bronnie Ware nach diesen Erfahrungen entschieden, dass sie nur noch das macht, was sie wirklich will. Ihr ermutigendes Buch hat die Kraft, Veränderungen anzustoßen, um wirklich das Leben zu führen, das wir wollen.
4/5 Stewis
(Hör)-Buch Nr. 34
Wie man die Zeit anhält - Matt Haig
Eine schöne Geschichte, die in mehreren Jahrhunderten spielt und das auf eine andere Art als ein klassischer Mehrgenerationenroman.
Der Protagonist hat eine seltene "Krankheit", die ihn viel viel langsamer altern lässt.
Neben der Hauptstory hat mir die detailverliebte Erzählung rund um das London in unterschiedlichen Zeiten sehr gut gefallen. Auch ein Weckruf, das Leben zu Leben auch wenn die Zukunft ungewiss und schwierig scheint.
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Seit kurzem lebt Tom Hazard wieder in London, wo er die faszinierende Camille kennenlernt. Auf Anhieb fühlt er sich zu ihr hingezogen. Doch er trägt ein Geheimnis in sich, von dem niemand etwas wissen darf: Tom sieht aus wie 40, in Wirklichkeit aber ist er schon über 400 Jahre alt. Er hat die Elisabethanische Ära in England, die Expeditionen von Captain Cook in der Südsee, das Paris der 20er-Jahre erlebt und regelmäßig eine neue Identität angenommen. Eins war er dabei über die Jahrhunderte hinweg immer: einsam. Während er Camille nun näherkommt, verändert sich für ihn alles.
4/5 Stewis
(Hör)-Buch Nr. 35
Nachtzug nach Lissabon - Pascal Mercier
Bin noch nicht ganz durch, aber packe es jetzt schon in die Rezensionen. Dann hab ich Ruhe.
Finde ich irgendwie toll zu lesen. Diese Verliebtheit in die portugiesische Sprache und diese Literatur über die Literatur finde ich toll. Neudeutsch würde man den gealterten Literaturprof, der nach einer zufälligen Begegnung von Bern aus nach Lissabon reist um mehr über den unbekannten Autor eines Buches zu erfahren als "Sprachnerd" bezeichnen.
Schön geschrieben, langsames Buch das man sehr gut immer wieder lesen und genießen kann ohne durchzurauschen wie bei manchen Thrillern bspw.
Das Buch war ANfang der Nullerjahre wochenlang auf den Bestsellerlisten und hat aber in der Rezesentenwelt ein durchmischtes Feedback bekommen.
Ich schließe mich der übermäßigen Kritik aus der Fachwelt nicht an, lobhudel aber auch nicht.
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Raimund Gregorius, Lateinlehrer, lässt plötzlich sein wohlgeordnetes Leben hinter sich und setzt sich in den Nachtzug nach Lissabon. Im Gepäck: das Buch des Portugiesen Amadeu de Prado, dessen Einsichten in die Erfahrungen des menschlichen Lebens ihn nicht mehr loslassen. Wer war dieser Amadeu de Prado? Es beginnt eine rastlose Suche kreuz und quer durch Lissabon, die Suche nach einem anderen Leben und die Suche nach einem ungewöhnlichen Arzt und Poeten, der gegen die Diktatur Salazars gekämpft hat.
4/5 Stewis