Linksanwalt hat geschrieben: 5. Sep 2025, 15:51
So isses. Auf Bundesebene ist die AfD doch auch deutlich gemäßigter als gewisse Landes- oder Kreisverbände.
Man kann ja auch als CDU sagen, dass man lediglich konservative Positionen ins Koalitionspapier aufnimmt und bei rechtsextremen Tendenzen ne klare Linie zieht und/oder ggf. dann die Regierung wieder platzen lässt.
Ne lieber von baldigen Splitterpartei am Nasenring durch die Manege führen lassen.
Da wäre natürlich der Teufel los und das würde die CDU ganz sicher erstmal kräftig Stimmen kosten. Sollte eine schwarz-blaue Koalition dann nicht wirklich heftig abliefern, ist die CDU wahrscheinlich für ganz, ganz lange Zeit erledigt. Ist also ein enormes Risiko.
Genau das!
Ja, ich würde persönlich eine Regierung Union+AfD gegenüber Union+SPD auch bevorzugen. Aber Parteien (und zwar alle im BT) sind einfach zuallererst an der Macht und damit einhergehenden Mandaten und Posten für ihre Mitglieder interessiert, deren berufliche Entwicklung davon in gewisser Weise abhängt. Das ist also quasi schon im System angelegt.
Die Union stellt derzeit den Kanzler, einen Großteil der Minister und die meisten Abgeordneten im BT. Ein Bruch der Brandmauer wäre ein hohes strategisches Risiko, es könnte viel schief gehen, was die Union z.B. dauerhaft zum Juniorpartner der AfD macht.
Warum also sollte die Union in der derzeitigen dieses Risiko eingehen?
Das wäre einfach unlogisch. Und Kategorien wie "Partei X will links sein" und "Partei Y will nicht konservativ sein" spielen da eine untergeordnete Rolle.
Solang man mit den linken Parteien vor sich hinwurschteln und dabei stärkste Kraft und Kanzlerpartei bleiben kann, spricht machtstrategisch nichts gegen weiter so.
Man sollte eben nur erkennen, wann der strategisch richtige Zeitpunkt ist, diese Position aufzugeben - sonst wird man irgendwann von den Ereignissen überrollt.
Vielleicht liegt es auch da dran:
Nach einer im Juli 2025 durchgeführten Umfrage befanden 63 Prozent der Befragten die Entscheidung der CDU als richtig, die Zusammenarbeit mit der rechtspopulistischen AfD grundsätzlich auszuschließen.
Linksanwalt hat geschrieben: 5. Sep 2025, 15:51
So isses. Auf Bundesebene ist die AfD doch auch deutlich gemäßigter als gewisse Landes- oder Kreisverbände.
Man kann ja auch als CDU sagen, dass man lediglich konservative Positionen ins Koalitionspapier aufnimmt und bei rechtsextremen Tendenzen ne klare Linie zieht und/oder ggf. dann die Regierung wieder platzen lässt.
Ne lieber von baldigen Splitterpartei am Nasenring durch die Manege führen lassen.
Da wäre natürlich der Teufel los und das würde die CDU ganz sicher erstmal kräftig Stimmen kosten. Sollte eine schwarz-blaue Koalition dann nicht wirklich heftig abliefern, ist die CDU wahrscheinlich für ganz, ganz lange Zeit erledigt. Ist also ein enormes Risiko.
Genau das!
Ja, ich würde persönlich eine Regierung Union+AfD gegenüber Union+SPD auch bevorzugen. Aber Parteien (und zwar alle im BT) sind einfach zuallererst an der Macht und damit einhergehenden Mandaten und Posten für ihre Mitglieder interessiert, deren berufliche Entwicklung davon in gewisser Weise abhängt. Das ist also quasi schon im System angelegt.
Die Union stellt derzeit den Kanzler, einen Großteil der Minister und die meisten Abgeordneten im BT. Ein Bruch der Brandmauer wäre ein hohes strategisches Risiko, es könnte viel schief gehen, was die Union z.B. dauerhaft zum Juniorpartner der AfD macht.
Warum also sollte die Union in der derzeitigen dieses Risiko eingehen?
Das wäre einfach unlogisch. Und Kategorien wie "Partei X will links sein" und "Partei Y will nicht konservativ sein" spielen da eine untergeordnete Rolle.
Solang man mit den linken Parteien vor sich hinwurschteln und dabei stärkste Kraft und Kanzlerpartei bleiben kann, spricht machtstrategisch nichts gegen weiter so.
Man sollte eben nur erkennen, wann der strategisch richtige Zeitpunkt ist, diese Position aufzugeben - sonst wird man irgendwann von den Ereignissen überrollt.
Mit hoher Wahrscheinlichkeit rollt dieser Zeitpunkt gerade wie ein ICE (auf funktionierendem Streckenabschnitt) auf die CDU zu. Und sie werden den richtigen Zeitpunkt garantiert verkacken.
Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Verfasst: 5. Sep 2025, 19:42
von stabil
Live Streitgespräch zwischen AfD Mann Frohnmaier und Boris Palmer, wird leider immer wieder unterbrochen durch Antifanten die meinen die Veranstaltung stürmen zu müssen. Palmer macht aktuell aber die bessere Figur in dem Duell.
Ein Professor für Sicherheitspolitik schreibt ein kritisches Buch über den Verfassungsschutz unter Thomas Haldenwang. Mit Folgen: Die Behörde setzt das Buch auf den Index, der Autor verliert seinen Lehrauftrag, sein Verlag Fördermittel. Nun hat ein Gericht dazu geurteilt.
In seinem Buch beleuchtet Wagener den Begriff des Volkes und der deutschen Kultur in verschiedenen Zusammenhängen. Dabei diskutiert er begriffsgeschichtliche Verschiebungen, ohne einen bestimmten Volksbegriff zu propagieren.
Allerdings trifft der Autor auch Einschätzungen wie jene, dass die Bundesregierung unter Führung von Angela Merkel versucht habe, aus der „deutschen Kulturnation“ eine „multikulturelle Willensnation“ zu machen, und dass sich „die Politik von Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Migrationsfrage als schwere Hypothek für die Zukunft erweisen“ werde.
Zudem findet sich in dem Werk auch Kritik an dem damaligen Verfassungsschutzchef Thomas Haldenwang. Unter ihm lasse sich der Verfassungsschutz für politische Zwecke instrumentalisieren und liefere „intelligence to please“. Zugleich bescheinigt Wagener dem Bundesamt ansonsten durchaus wertvolle Arbeit.
Zudem enthält das Werk Passagen wie: „Wenn sich die deutsche Kulturnation nicht um einen inneren Zusammenhalt bemüht, wird sie – vor allem wegen des ungünstigen demografischen Faktors – in den nächsten Dekaden innerhalb des Staates Bundesrepublik Deutschland sukzessiv verdrängt werden. Aus dem Mehrheitsvolk wird eine Minderheit, die dann darauf hoffen darf, dass die neue Mehrheit am Grundgesetz festhält.“
Der Inlandsgeheimdienst schickte dem Auslandsgeheimdienst BND sein Gutachten, wonach der Volksbegriff in Wageners Werk verfassungswidrig sei. Der BND ging dann disziplinarisch gegen Wagener vor.
stabil hat geschrieben: 5. Sep 2025, 19:42
Live Streitgespräch zwischen AfD Mann Frohnmaier und Boris Palmer, wird leider immer wieder unterbrochen durch Antifanten die meinen die Veranstaltung stürmen zu müssen. Palmer macht aktuell aber die bessere Figur in dem Duell.
Imagine 2 Menschen wollen in Deutschland miteinander diskutieren. Ein paar Leute wollen ihnen dabei zuhören. Und die UnsereDemokratie-Retter halten es für wichtig, das zu unterbinden. Das ist so irre.
Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Verfasst: 5. Sep 2025, 20:53
von martin1986
Finde das Format gut. Die Störer sind unsäglich, haben von Demokratie nichts verstanden und Palmer - zumindest in den 10min in denen ich reingeschaut habe - besser, aber Frohnmaier auch nicht schlecht.
Da wäre natürlich der Teufel los und das würde die CDU ganz sicher erstmal kräftig Stimmen kosten. Sollte eine schwarz-blaue Koalition dann nicht wirklich heftig abliefern, ist die CDU wahrscheinlich für ganz, ganz lange Zeit erledigt. Ist also ein enormes Risiko.
Genau das!
Ja, ich würde persönlich eine Regierung Union+AfD gegenüber Union+SPD auch bevorzugen. Aber Parteien (und zwar alle im BT) sind einfach zuallererst an der Macht und damit einhergehenden Mandaten und Posten für ihre Mitglieder interessiert, deren berufliche Entwicklung davon in gewisser Weise abhängt. Das ist also quasi schon im System angelegt.
Die Union stellt derzeit den Kanzler, einen Großteil der Minister und die meisten Abgeordneten im BT. Ein Bruch der Brandmauer wäre ein hohes strategisches Risiko, es könnte viel schief gehen, was die Union z.B. dauerhaft zum Juniorpartner der AfD macht.
Warum also sollte die Union in der derzeitigen dieses Risiko eingehen?
Das wäre einfach unlogisch. Und Kategorien wie "Partei X will links sein" und "Partei Y will nicht konservativ sein" spielen da eine untergeordnete Rolle.
Solang man mit den linken Parteien vor sich hinwurschteln und dabei stärkste Kraft und Kanzlerpartei bleiben kann, spricht machtstrategisch nichts gegen weiter so.
Man sollte eben nur erkennen, wann der strategisch richtige Zeitpunkt ist, diese Position aufzugeben - sonst wird man irgendwann von den Ereignissen überrollt.
Vielleicht liegt es auch da dran:
Nach einer im Juli 2025 durchgeführten Umfrage befanden 63 Prozent der Befragten die Entscheidung der CDU als richtig, die Zusammenarbeit mit der rechtspopulistischen AfD grundsätzlich auszuschließen.
Interessant wäre eine Umfrage unter CDU-Mitgliedern. So kann jeder darüber abstimmen. So passen auch die 63%, wenn alleine 50% nicht die AFD oder CDU wählen.