muetzentoni hat geschrieben: 28. Apr 2025, 13:17
1) Was soll ideologisch verseucht sein?
"Hey, wir behandeln Menschen unterschiedlicher Hautfarbe gleich und hören auf die Wissenschaft?"
2) Korruption zeigte sich in der Vergangenheit wohl überproportional in Konservativen Parteien (Scheuer, Spahn, Amthor, ...)
3) Mit NGOs hat das Ganze Thema recht wenig zu schaffen
Es gibt hier einen Vorschlag "Neutraler Untersuchungsausschuss", den ihr sogar begrüßt, aber weil ihr so einen Hass auf DIEIEIE GRÜÜÜÜNEN schiebt, ist dieser plausible Vorschlag auf einmal Gefährlich?
Ich nehme an, bei dir ist es hoffnungslos, versuche es aber trotzdem einmal.
1) "Ideologisch verseucht" sind viele staatsnahe Organe, vom ÖRR, über einige NGOs bis zu bestimmten Stiftungen und Studentenvertretungen. Linksgrün macht hier ganze Arbeit (nicht ironisch gemeint). Das konservative politische Lager hat das in den letzten Jahren und Jahrzehnten viel zu stark vernachlässigt. Darunter verstehe ich, dass diese Organisationen linke politische Positionen sich zu eigen machen, abweichende Meinungen skandalisieren und diskreditieren und wissenschaftliche Erkenntnisse instrumentalisieren bzw. einseitig interpretieren. Gleichzeitig bemühen sie sich, Meinungen zu beeinflussen oder direkt auf Entscheidungen in ihrem Sinne Einfluss zu nehmen, völlig unabhängig von demokratischer Legitimation oder einem Mehrheitswillen.
Eine Gleichbehandlung wäre in Deutschland tatsächlich ein Fortschritt. In vielen progressiven Kreisen findet doch längst eine Bevorzugung von Gruppen mit sogenannten Diskriminierungsmerkmalen statt. Natürlich gibt es auch immer noch gesellschaftliche Bereiche, in denen es zu stark in die andere Richtung geht.
"Hören auf die Wissenschaft" klingt erstmal gut.
Tatsächlich verbergen sich dahinter vermeintliche Rechtfertigungen für teils totalitäre politische Maßnahmen. Unter dem Deckmantel angeblicher Objektivität und Wissenschaftlichkeit soll eine Politik der Eliten gegen den Mehrheitswillen durchgedrückt werden.
Dabei haben diese Mensch nicht mal verstanden, was Wissenschaft wirklich bestenfalls zu leisten vermag: Zusammenhänge zwischen Ursache und Wirkung im Rahmen eines definierten Settings beschreiben. Wissenschaft kann beispielsweise analysieren, welche Auswirkungen CO2 auf unser Klima hat (auch hier: in beschränkten MOdellumgebungen und unter einigen Annahmen). Eine Abwägung und Entscheidung, ob daher klimapolitische, wirtschaftspolitische, sozialpolitische oder sicherheitspolitische Maßnahmen gegeneinander zu priorisieren sind, trifft die Wissenschaft NICHT.
Auch daher ist die PHrase "hört auf die Wissenschaft" kompletter Unsinn. Wenn überhaupt könnte es heißen: "Berücksichtigt wissenschaftliche Erkenntnisse als Grundlage für politische Entscheidungsfindungsprozesse".
2) Nö. Mag auf das politische Spitzenpersonal zutreffen, aber nicht mal da bin ich mir sicher. Was politische Vorfeldorganisationen und die "Selbstbedienungskultur" angeht ist es jedenfalls Unsinn.
3) Falls du zum Lesen im Stande bist: Ich sprach lediglich von NGO-ähnlichen Strukturen.
Damit sind die systemisch angelegten Verflechtungen zwischen steuerlich geförderten NGOs, Regierung und linken Parteien gemeint.
Das heißt nicht zwangsläufig, dass ich unterstelle, es solle eine NGO gegründet werden (wobei auch das denkbar wäre - z.B. im Stile der dt. "Umwelthilfe": mit Steuergeld gegen vermeintlichen Polizeirassismus vorgehen).