Certa hat geschrieben: 28. Apr 2025, 13:58
Skagerath hat geschrieben: 28. Apr 2025, 13:50
Die Frage ist halt wer diese Zweifel hegt
Für mich wäre relevanter, ob und in welchem Ausmaße das stattfindet. Aber ja, für manche ist es offenbar relevanter, von welchen Personen Vorwürfe kommen und nicht, ob diese stimmen
Möchtest du die Aufklärung rechter Straftaten von einem bekannten Rechtsextremisten betreut wissen oder lieber doch jemand, der sich der gemäßigten Mitte und demokratischen Werten zuschreibt?
Ich hab mir mal deinen verlinkten Artikel durchgelesen. Die interessanten Stellen markiere ich dir mal:
Die Forschenden verstehen „übermäßige Gewaltanwendung“ durch die Polizei als Handlungen, die aus Perspektive von Betroffenen, Anwältinnen und Anwälten, der Polizei sowie anderen Befragten „Grenzen des Akzeptablen überschritten haben“. Die Forschungsgruppe zählt damit auch Verhalten, das nicht zwingend rechtswidrig ist, allerdings aus mindestens einer Perspektive so bewertet wird.
Es wird also nach eigenem Gutdünken die "Grenzen des Akzeptablen" definiert und auch nicht rechtswidriges in die Fälle von Polizeigewalt miteinfließen lassen. Interessant.
Der Rest des Artikels bereitet einem auch Kopfschmerzen, daher breche ich hier mal ab.
Richten wir mal kurz den Blick auf die Personen hinter der Studie.
Eine der Verfasser ist Laila Abdul-Rahman. Eine kurze Google-Suche ergab folgendes Interview mit der Zeit.
Ein Ausschnitt davon (den Rest kannst du selbst nachlesen)
https://www.zeit.de/gesellschaft/2023-1 ... minalitaet
Laila Abdul-Rahman: Clankriminalität ist ein Begriff, der aus der Polizei selbst stammt. Es wird darunter verstanden, dass es eine Form der Kriminalität gibt, die innerhalb von Familien organisiert wird. Die Familie fördert demnach Straftaten, verhindert die Aufklärung und stellt die in Deutschland geltende Rechtsordnung infrage. Aber Clankriminalität ist nicht das gleiche wie Organisierte Kriminalität. Der Begriff wird viel weiter gefasst. Darunter fallen auch Allgemeinkriminalität und Ordnungswidrigkeiten. Das verbindende Merkmal ist die familiäre Abstammung. Das ist das Grundproblem: denn nach Artikel drei des Grundgesetzes darf niemand wegen seiner Abstammung benachteiligt werden.
Dame Nr. 2 und ebenfalls Mitwirkende an dieser Studie:
Der Pony sagt glaube ich schon alles..
Ihr - natürlich feministischer - Twitter-Account strotzt auch nur so vor Ablehnung der Polizei. Gerne mal durch das was sie retweet und schreibt durchscrollen..
https://x.com/hespingrau
Engagement bei den Grünen natürlich auch am Start
Da merkt man halt schon, wessen Geistes Kind die beiden sind. Für die anderen beiden habe ich mir jetzt keine Mühe gemacht, Nachforschungen anzustellen.
Zusammenfassend aber ziemlich albern diesen Artikel/Studie als Referenz oder gar Beweis für Polizeigewalt herzunehmen, wenn eine eindeutige politische Befangenheit und Voreingenommenheit herrscht, findest du nicht auch?
Noch als Schmankerl für dich zum Abschluss (das sollte bitte jeder für sich selbst bewerten und einordnen): die Studie gibt es auch als Buch auf Amazon (
Link)
Die einzige Rezession hierzu sagt folgendes
Das Buch strotz voller Vorurteile gg. staatliche Gewalt. Die Verfasser glauben den reinen Schutzbehauptungen der Täter. Die Inhalte sind auch nicht gesellschaftlich repräsentativ, weil eine zufällige Auswahl der angeblich Betroffenen fehlt. Die Auswahl erfolgte angeblich im Schneeballsystem. Das bedeutet, dass die Kontaktpersonen alle mehr oder weniger der selben community angehören. Damit sind Vorurteile gg. die Polizei vorprogramiert, weil bestimmte Personengruppen nun einmal Probleme mit der Staatsgewalt und der Justiz haben. Gewaltstraftäter und organisierte Kriminelle werden hier angeblich wissenschaftlich vulnerablen Gruppen ( besonders verletzliche Menschen) zugerechnet. Berufsdemonstranten und Steinewerfer aus politisch ideologischer Verblendung nennt man in diesem Buch AKTIVISTEN. Die Hauptverfasserin scheint die Integrations- und Kulturkonfliktprobleme ihrer eigenen ethnischen community zu vervielfältigen. Aus einer praxisfernen Weite mit reinem theoretischen Wissen solche Vorwürfe aufzustellen, ist nicht nur Frechheit, sondern vorsätzliche Unwahrheitsbehauptung.
Um es klar zu sagen: Es gibt keine Polizeigewalt. Die Polizei führt staatlich legalisierten Zwang aus. Das müssen Rechtsbrecher akzeptieren. Das passt einigen Menschen am Rande der Gesellschaft überhaupt nicht.
Sicherlich gibt es Polizeibeamte, die im Übermaß und auch rechtswidrig Gewalt anwenden. Das ist aber keine sprachgebräuchliche Polizeigewalt, sondern schlicht Körperverletzung und muss als solche auch einzelfallbezogen sanktioniert werden.
Es ist schon verwunderlich, dass durch staatliche Finanzierung mit Steuermitteln solche Pseudowissenschaften finanziert werden. Es verwundert auch sehr, dass durch solche weltfremde Wissenschaft eine Literatur entsteht, die sich in einem solchen Pamphlet wiederfindet. Das Buch ist Schrott für die blaue Tonne.