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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Verfasst: 23. Apr 2025, 18:24
von martin1986
GoldenInside hat geschrieben: 23. Apr 2025, 14:26
martin1986 hat geschrieben: 23. Apr 2025, 12:50
GoldenInside hat geschrieben: 23. Apr 2025, 12:12
Ich sage nicht, dass es Konsens ist, dass man eine Sprache nebenbei lernt. Der Konsens ist, dass Migranten zum optimalen Spracherwerb, wenn Eltern die „neue“ Sprache nur schlecht können, zuhause die Muttersprache und auswärts die andere Sprache sprechen sollten.
Natürlich wäre ein perfektes Deutsch der Eltern ideal, das ist aber eine Utopie.
Wenn die Eltern nicht Deutsch können, können sie auch nicht mit den Kindern Deutsch sprechen - schon klar. Um das zu vermeiden oder zumindest teilweise ausgleichen siehe mein Post zuvor: Von den Eltern schon bei Einreise/Beginn Aufenthalt bessere Sprachkenntnisse erwarten, Aufnahme in die Grundschule an Sprachfertigkeiten koppeln, usw.
Sollen die Ukrainer und Syrer erst Deutsch, Polnisch, Französisch, etc. lernen, bevor sie vor dem Krieg fliehen? Man weiß ja manchmal nicht, in welchem Land man überhaupt landet.
Meine persönlichen Gedanken dazu: Wer nach Deutschland kommt, flieht in der Regel nicht vor Krieg, denn davor kommt man durch zig Länder, in denen Frieden herrscht. Und über den Verteilungsschlüssel der EU kommen die meisten auch nicht - sondern gezielt hierhin, weil es die meisten Sozialleistungen gibt. Wenn man sich so gezielt ein Land auswählt, sollte man auch dessen Sprache lernen, ja. Auf jeden Fall aber spätestens, bevor man hier Kinder in die Welt setzt.
Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Verfasst: 23. Apr 2025, 18:56
von Weltraumsoldat
martin1986 hat geschrieben: 23. Apr 2025, 18:24
GoldenInside hat geschrieben: 23. Apr 2025, 14:26
martin1986 hat geschrieben: 23. Apr 2025, 12:50
Wenn die Eltern nicht Deutsch können, können sie auch nicht mit den Kindern Deutsch sprechen - schon klar. Um das zu vermeiden oder zumindest teilweise ausgleichen siehe mein Post zuvor: Von den Eltern schon bei Einreise/Beginn Aufenthalt bessere Sprachkenntnisse erwarten, Aufnahme in die Grundschule an Sprachfertigkeiten koppeln, usw.
Sollen die Ukrainer und Syrer erst Deutsch, Polnisch, Französisch, etc. lernen, bevor sie vor dem Krieg fliehen? Man weiß ja manchmal nicht, in welchem Land man überhaupt landet.
Meine persönlichen Gedanken dazu: Wer nach Deutschland kommt, flieht in der Regel nicht vor Krieg, denn davor kommt man durch zig Länder, in denen Frieden herrscht. Und über den Verteilungsschlüssel der EU kommen die meisten auch nicht - sondern gezielt hierhin, weil es die meisten Sozialleistungen gibt. Wenn man sich so gezielt ein Land auswählt, sollte man auch dessen Sprache lernen, ja. Auf jeden Fall aber spätestens, bevor man hier Kinder in die Welt setzt.
Wenn man hier den ganzen Tag nichts tut, bringen Kinder aber sogar Geld und eine große Wohnung, statt ein Armutsrisiko zu sein. Ist aber anscheinend alternativlos, weil sonst alle Sozialromantiker aufschreien, dass die Kinder ja nichts dafür könnten. Frage mich manchmal, warum wir nicht die Bürgergeldbeträge für Kinder inklusive Mietkostenübernahme an alle Bedürftigen in der ganzen Welt überweisen.
Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Verfasst: 23. Apr 2025, 19:00
von GoldenInside
martin1986 hat geschrieben: 23. Apr 2025, 18:24
GoldenInside hat geschrieben: 23. Apr 2025, 14:26
martin1986 hat geschrieben: 23. Apr 2025, 12:50
Wenn die Eltern nicht Deutsch können, können sie auch nicht mit den Kindern Deutsch sprechen - schon klar. Um das zu vermeiden oder zumindest teilweise ausgleichen siehe mein Post zuvor: Von den Eltern schon bei Einreise/Beginn Aufenthalt bessere Sprachkenntnisse erwarten, Aufnahme in die Grundschule an Sprachfertigkeiten koppeln, usw.
Sollen die Ukrainer und Syrer erst Deutsch, Polnisch, Französisch, etc. lernen, bevor sie vor dem Krieg fliehen? Man weiß ja manchmal nicht, in welchem Land man überhaupt landet.
Meine persönlichen Gedanken dazu: Wer nach Deutschland kommt, flieht in der Regel nicht vor Krieg, denn davor kommt man durch zig Länder, in denen Frieden herrscht. Und über den Verteilungsschlüssel der EU kommen die meisten auch nicht - sondern gezielt hierhin, weil es die meisten Sozialleistungen gibt. Wenn man sich so gezielt ein Land auswählt, sollte man auch dessen Sprache lernen, ja. Auf jeden Fall aber spätestens, bevor man hier Kinder in die Welt setzt.
Und dir wirfst mir eine „realitätsferne Sichtweise“ vor?

Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Verfasst: 23. Apr 2025, 19:01
von martin1986
Weltraumsoldat hat geschrieben: 23. Apr 2025, 18:56
martin1986 hat geschrieben: 23. Apr 2025, 18:24
GoldenInside hat geschrieben: 23. Apr 2025, 14:26
Sollen die Ukrainer und Syrer erst Deutsch, Polnisch, Französisch, etc. lernen, bevor sie vor dem Krieg fliehen? Man weiß ja manchmal nicht, in welchem Land man überhaupt landet.
Meine persönlichen Gedanken dazu: Wer nach Deutschland kommt, flieht in der Regel nicht vor Krieg, denn davor kommt man durch zig Länder, in denen Frieden herrscht. Und über den Verteilungsschlüssel der EU kommen die meisten auch nicht - sondern gezielt hierhin, weil es die meisten Sozialleistungen gibt. Wenn man sich so gezielt ein Land auswählt, sollte man auch dessen Sprache lernen, ja. Auf jeden Fall aber spätestens, bevor man hier Kinder in die Welt setzt.
Wenn man hier den ganzen Tag nichts tut, bringen Kinder aber sogar Geld und eine große Wohnung, statt ein Armutsrisiko zu sein. Ist aber anscheinend alternativlos, weil sonst alle Sozialromantiker aufschreien, dass die Kinder ja nichts dafür könnten. Frage mich manchmal, warum wir nicht die Bürgergeldbeträge für Kinder inklusive Mietkostenübernahme an alle Bedürftigen in der ganzen Welt überweisen.
Passend dazu:
https://www.welt.de/politik/deutschland ... kommt.html
Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Verfasst: 23. Apr 2025, 19:04
von martin1986
GoldenInside hat geschrieben: 23. Apr 2025, 19:00
martin1986 hat geschrieben: 23. Apr 2025, 18:24
GoldenInside hat geschrieben: 23. Apr 2025, 14:26
Sollen die Ukrainer und Syrer erst Deutsch, Polnisch, Französisch, etc. lernen, bevor sie vor dem Krieg fliehen? Man weiß ja manchmal nicht, in welchem Land man überhaupt landet.
Meine persönlichen Gedanken dazu: Wer nach Deutschland kommt, flieht in der Regel nicht vor Krieg, denn davor kommt man durch zig Länder, in denen Frieden herrscht. Und über den Verteilungsschlüssel der EU kommen die meisten auch nicht - sondern gezielt hierhin, weil es die meisten Sozialleistungen gibt. Wenn man sich so gezielt ein Land auswählt, sollte man auch dessen Sprache lernen, ja. Auf jeden Fall aber spätestens, bevor man hier Kinder in die Welt setzt.
Und dir wirfst mir eine „realitätsferne Sichtweise“ vor?
Ich schrieb ja: meine persönlichen Gedanken.
Dass man keine gesetzliche Regelung finden kann, damit Leute erst Kinder kriegen, wenn sie die Sprache können, ist mir auch klar.
Was man aber regeln könnte, wenn man wollte, wäre die Zahl der sich hier illegal oder mit zweifelhaften Gründen aufhaltenden Personen.
Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Verfasst: 23. Apr 2025, 19:10
von H_D
H_B hat geschrieben: 23. Apr 2025, 15:02
GoldenInside hat geschrieben: 23. Apr 2025, 14:26
Sollen die Ukrainer und Syrer erst Deutsch, Polnisch, Französisch, etc. lernen, bevor sie vor dem Krieg fliehen? Man weiß ja manchmal nicht, in welchem Land man überhaupt landet.
Sagt doch niemand. Aber die Statistik vom BAMF ist auch dazu eindeutig - Deutschkurse werden angefangen und bis zu 46% davon abgebrochen bzw nicht beendet.
Die werden dementsprechend nie Deutsch sprechen können, geschweige denn arbeiten gehen, am Elternabend der Kinder teilnehmen können, noch sonst irgendwas. Integration gescheitert.
Wir haben einige Ukraine-Flüchtlinge bei uns in der Firma, die eine Ausbildung machen. Manche von denen können nach wie vor kaum einen Brocken Deutsch, hängen in den Pausen aber auch nur zusammen rum und in Sprachkursen zählt nur Anwesenheit
Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Verfasst: 23. Apr 2025, 19:44
von H_B
Bin nicht sicher, was ich davon halten soll. Wenn man Urlaub in dem Land machen kann, aus dem man geflohen ist, also welches ja so unsicher sein soll, dann kann es mMn auch keinen Grund für Asyl geben.
Wie unsicher ist ein Land, in dem man entspannt Urlaub machen kann?
Syrer sollen unter „strengen Voraussetzungen“ Heimat besuchen dürfen – CSU protestiert
Die Bundesregierung will Syrern befristete Heimatbesuche ermöglichen, ohne dass sie ihren Schutzstatus verlieren – zur Vorbereitung einer Rückkehr. Die CSU kritisiert das Vorhaben scharf und warnt vor „Urlaubsreisen unter dem Deckmantel“.
https://www.welt.de/politik/deutschland ... tiert.html
Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Verfasst: 23. Apr 2025, 20:06
von Sarvadon
Syrer in Europa aufzunehmen war ohnehin falsch.
Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Verfasst: 23. Apr 2025, 22:08
von iFamous90
Mal gucken mal schauen ob auch noch die letzte Blechhütte steht
Oder mal schaun ob onkel achmet noch inne blechhütte nebenan wohnt
Ach ne warte der wohnt jetzt ja in Berlin inner schicken 3 Zimmer wohnung
Wie krank ist dieses drecksland eigentlich geworden?
Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Verfasst: 24. Apr 2025, 07:03
von Skagerath
https://taz.de/Toedlicher-Polizeieinsat ... /!6080708/
Tödlicher Polizeieinsatz in Oldenburg
Schon wieder kam ein junger schwarzer Mann ums Leben
Konnte der Tod verhindert werden? Hoffnung machen die Initiativen, die unermüdlich für Aufklärung kämpfen – sie geben keine Ruhe.
Beim für so viele erdrückenden Thema der (tödlichen) Polizeigewalt gibt es seit wenigen Jahren eine positive Entwicklung, die – zwar vorsichtig, aber immerhin – ein wenig Hoffnung macht. Überall dort, wo in den vergangenen Jahren Menschen durch Polizeigewalt gestorben sind, tauchten kurze Zeit später Initiativen auf, die Aufklärung einfordern, Erinnerung pflegen und trotz eines staatlichen und gesellschaftlichen Widerstands keine Ruhe geben. So auch nach den aktuellen Ereignissen in Oldenburg.
Am vergangenen Wochenende wurde nach einer mutmaßlichen Auseinandersetzung vor einer Diskothek der 21-jährige Lorenz von einem Polizisten erschossen. Laut einem ersten Obduktionsbericht wurde der in Oldenburg aufgewachsene Schwarze Jugendliche von vier Kugeln getroffen, drei davon kamen von hinten. Die Schüsse sollen Lorenz an der Hüfte, am Oberkörper und am Kopf getroffen haben.
Laut verschiedenen Erhebungen gibt es pro Monat mehr als einen vergleichbaren Fall in Deutschland: Menschen werden erschossen, sie sterben in Polizeigewahrsam, es folgt zu oft keine Aufklärung, die Täter*innen erleben selten Konsequenzen. Im Gegenteil: Das Zusammenspiel einiger Polizeibehörden, der Innenpolitik, Polizeigewerkschaften und einiger Medien stellt die getöteten Opfer oft als „gefährlich“ dar, möchte einer breiten Öffentlichkeit erklären, dass Polizist*innen stets in Notwehr handeln, wenn sie zu tödlicher Gewalt greifen. Unzählige journalistisch rekonstruierte Fälle und die polizeikritische Wissenschaft sehen das anders.
Sie haben ein System hinter der Polizeigewalt herausgearbeitet, das unzählige Menschen in den vergangenen Jahrzehnten routiniert das Leben gekostet hat. Aber genau in diesem Zerren um die Deutungshoheit ist eine positive Entwicklung zu erkennen. Zur Realität gehört, dass die Polizei in Deutschland weiterhin eine hegemoniale Macht genießt. Auch im Fall von Lorenz aus Oldenburg springen auf sozialen Medien viele Deutsche automatisiert der Polizei bei. Im Sinne von: alles gut so, wie es abgelaufen ist.
Konnte der Tod verhindert werden?
Dabei sind viele Fragen nicht annähernd geklärt: Was würde ein Sekundenprotokoll der Tatnacht über die mutmaßlich unverhältnismäßige Gewaltanwendung durch den polizeilichen Schützen aussagen? Spielte ein rassistisches Motiv eine Rolle? Welche Ideologie hat der Polizist und seine Entourage bisher geprägt? Konnte dieser Tod, so wie viele andere davor, vielleicht verhindert werden?
Genau diese und viele andere unangenehme Fragen stellen viele Aktivist*innen und vor allem engagierte Angehörige mittlerweile in ganz Deutschland: Die Schwester des in Polizeigewahrsam verstorbenen, psychisch erkrankten Ante P. aus Mannheim kämpft seit Jahren für eine Aufarbeitung des Falls und gegen das Vergessen, in Dortmund sorgten Aktivist*innen dafür, dass die Angehörigen von Mouhamed Dramé zumindest dem Prozess beiwohnen konnten, in Bremen machen Freiwillige seit Jahren Öffentlichkeitsarbeit im Fall Mohamed Idrissi, und ohne die „Initiative in Gedenken an Oury Jalloh“ wäre der grausame Tod des Oury Jalloh in einer Dessauer Polizeiwache längst vergessen.
Das sind nur wenige Beispiele, die zeigen, dass längst eine kritische Öffentlichkeit erwachsen ist, die es den staatlichen Stellen, polizeifreundlichen Medien und der Polizei-Lobby selbst nicht mehr so einfach macht. Es werden kritische Texte gelesen und geteilt, Demonstrationen werden organisiert und das nicht nur an Jahrestagen, ganze Kongresse werden auf die Beine gestellt, Wissen wird ausgetauscht. Die Vernetzung der Betroffenen und Ehrenamtlichen hat sich längst verstetigt.
Auch in Oldenburg formierte sich innerhalb von wenigen Stunden eine zivile Bewegung in der Stadt. Für das Wochenende hat sie schon eine Demonstration angekündigt, Angehörige und Freund*innen von Lorenz schreiben in emotionalen Nachrichten, dass sie trauern und zugleich selbst für eine lückenlose Aufklärung sorgen wollen.
Wachsende Polizeikritik
Die wird derweil von der niedersächsischen Innenpolitik, Polizei und Justiz versprochen. Früher versandeten diese Versprechen meist in einem System, das unter allen Umständen die Polizei in Watte einpacken möchte. Mit der weiter wachsenden Polizeikritik in der Gesellschaft wird das nicht mehr so einfach gehen.
Da kommt ein junger Mann bei einem tragisch verlaufenen Polizei Einsatz ums Leben und noch bevor irgendwas tatsächlich zum Vorgang festgestellt wurde war es bereits der systemische Rassismus innerhalb der Polizei der den Mann einzig und allein wegen seiner Hautfarbe das Leben gekostet hat.
Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Verfasst: 24. Apr 2025, 07:14
von Masthuhn
Es ist die Taz, da ist die Polizei bekanntlich eh das Böse in Person und macht grundsätzlich alles falsch.
Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Verfasst: 24. Apr 2025, 07:19
von Certa
Eben, von einem Kommentar in der taz bekommt man, was man erwartet
Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Verfasst: 24. Apr 2025, 08:06
von H_B
Erstmal die Untersuchungen abwarten.
Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Verfasst: 24. Apr 2025, 08:18
von Skagerath
Certa hat geschrieben: 24. Apr 2025, 07:19
Eben, von einem Kommentar in der taz bekommt man, was man erwartet
Natürlich ist die TAZ da jeweils die triefend rote Spitze des Eisberges allerdings macht es da leider die Tageschau auch nicht besser nur etwas subtiler
https://www.tagesschau.de/inland/gesell ... g-100.html
ABBC3_SPOILER_SHOW
Polizist erschoss 21-Jährigen von hinten
Stand: 23.04.2025 21:15 Uhr
Ein 21-Jähriger ist in Oldenburg durch mindestens vier Schüsse aus einer Polizeiwaffe verletzt worden. Der Oldenburger, der zuvor Reizgas versprüht haben soll, starb in einer Klinik. Das Opfer ist Schwarz.Die Umstände werfen Fragen auf. Die Staatsanwaltschaft Oldenburg bestätigte am Mittwoch auf Anfrage des NDR Niedersachsen erneut, dass das Opfer nach derzeitigem Stand die Beamten nicht mit einem Messer bedroht habe. Unklar ist allerdings, ob die Beamten während des Einsatzes in der Oldenburger Innenstadt am frühen Sonntagmorgen davon ausgehen mussten, dass der 21-Jährige auch ein Messer mit sich führte. Vor den tödlichen Schüssen soll der junge Schwarze mit Reizgas gesprüht haben.Polizeischüsse trafen 21-Jährigen dreimal von hintenLaut dem Obduktionsbericht trafen den 21-Jährigen drei Schüsse von hinten - an der Hüfte, am Oberkörper und am Kopf. Das gab die Staatsanwaltschaft am Dienstag bekannt. Ein vierter Schuss soll ihn laut Obduktionsergebnis am Oberschenkel gestreift haben. Ob der Polizist von hinten auf den jungen Mann geschossen hat, um eventuell einen möglicherweise angegriffenen Kollegen zu schützen, ist unklar.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft haben Vorgesetzte den Polizisten, der die Schüsse abgegeben hat, vom Dienst suspendiert. Gegen den 27-Jährigen läuft nun ein Verfahren wegen des Verdachts des Totschlags. Dies sei in solchen Fällen üblich, sagte ein Polizeisprecher. Das Verfahren wird von der Staatsanwaltschaft Oldenburg geführt. Mit den Ermittlungen sei aus Gründen der Neutralität eine andere Polizeiinspektion betraut, in diesem Fall Delmenhorst. Diese soll klären, ob der Polizeibeamte in Notwehr handelte und ob die Schussabgabe verhältnismäßig war. Laut Polizeigesetz dürfen Schusswaffen gegen Personen nur eingesetzt werden, um Angreifer zu stoppen.Anwalt: Kameras, Chats und Funkverkehr auswertenDer Anwalt der Mutter des Opfers hat eine lückenlose Aufklärung gefordert, die Staatsanwaltschaft müsse schnell alle Beweise sichern. "Kameras in der Straße müssen überprüft und Handys der Einsatzbeamtinnen und -Beamten ausgewertet werden. Es muss sichergestellt sein, dass der Funkverkehr vor, während und nach dem Einsatz komplett und umfassend dokumentiert wird", sagte Thomas Feltes am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa. Die Ermittler müssten verhindern, dass Beweise wie Chatverläufe oder Handyaufnahmen gelöscht würden.
Polizeigewerkschaft: Mutmaßungen sind fehl am PlatzDer Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Niedersachsen, Kevin Komolka, warnte am Mittwoch in einem Interview mit NDR Niedersachsen vor einer Vorverurteilung der Polizei. "Da werden inzwischen Rassismusvorwürfe laut, weil der Verstorbene eine Person of Colour gewesen ist. Und es kommt eine Stimmung auf, in der Polizisten als schießwütige Raufbolde bezeichnet werden", sagte Komolka. Bis kein umfassender Bericht vorliege, seien sämtliche Mutmaßungen fehl am Platz. Zuvor hatte Patrick Seegers, Vorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) in Niedersachsen, für Alternativen zum Schusswaffengebrauch geworben. Anders als die DPolG sieht Komolka den Einsatz von Elektroschockern, sogenannten Tasern, kritisch.Behrens zu Polizeieinsatz in Oldenburg: "Verheerende Vorwürfe"
Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens (SPD) äußerte sich am Dienstag. Sie spricht von "schwerwiegenden Fragen" und "verheerenden Vorwürfen", die durch die Ergebnisse der Obduktion aufgeworfen werden. "Ich setze darauf, dass Polizei und Justiz den Hergang der Ereignisse vom vergangenen Wochenende lückenlos rekonstruieren", sagte Behrens am Dienstag. Die Ministerin warnte gleichwohl vor einer Vorverurteilung - es gelte die Unschuldsvermutung. Andreas Sagehorn, Präsident der Polizeidirektion Oldenburg, kündigte eine lückenlose Aufarbeitung der Hintergründe des "tragischen Ereignisses" an.
Tödliche Polizeischüsse in Oldenburg: Was ist passiert?Zu den tödlichen Schüssen war es Sonntagfrüh gegen 2.40 Uhr gekommen. Der 21-Jährige soll zuvor vor der Diskothek "Pablo's" Reizgas versprüht und mehrere Menschen leicht verletzt haben. Anschließend sei er geflüchtet, so die Polizei. Ihren Angaben nach sollen mehrere Personen den Mann zunächst verfolgt haben. Sie hätten die Verfolgung abgebrochen, als der junge Mann sie mit einem Messer bedrohte. Als Polizisten den Mann angesprochen hätten, sei er davongerannt. In einer benachbarten Straße sei er dann bedrohlich auf weitere Polizisten zugegangen und habe Pfefferspray gesprüht. Dabei sei ein Beamter durch das Reizgas verletzt worden. Dann schoss der 27-jährige Beamte mit seiner Dienstwaffe. Der 21-Jährige starb kurz darauf im Krankenhaus.
Anteilnahme - und Rassismus-VorwürfeDie Anteilnahme am Tod des 21-Jährigen ist groß. Am Tatort in der Oldenburger Innenstadt haben viele Menschen Blumen und Kerzen abgelegt sowie Bilder aufgestellt. Gleichzeitig erheben Freunde des Getöteten schwere Vorwürfe gegen die Polizei - manche sprechen von Mord. Die Ergebnisse des Obduktionsberichts, dass der junge Mann von hinten erschossen wurde, macht viele Menschen wütend und fassungslos. Für Freitagabend ist eine Demonstration auf dem Pferdemarkt in Oldenburg geplant. In dem Aufruf, der von mehreren Initiativen unterzeichnet ist, geht es auch um Rassismus. Dieser sei auch in der Polizei strukturell, heißt es.Oberbürgermeister Krogmann mahnt zur BesonnenheitOberbürgermeister Jürgen Krogmann (SPD) hat im Vorfeld der für Freitag angekündigten Demonstration zur Besonnenheit aufgerufen. Der Wunsch nach lückenloser Aufklärung sei absolut nachvollziehbar, teilte Krogmann in einer am Mittwoch veröffentlichten Stellungnahme mit. Bei allem Verständnis für Trauer, Wut und Empörung dürften sich die Teilnehmenden der Kundgebung nicht instrumentalisieren lassen, warnte der SPD-Politiker. Gerade in den sozialen Medien finde eine polarisierende Debatte zwischen den extremen politischen Rändern statt. Die Stadt erwartet zur Kundgebung rund 1.000 Menschen.Polizeigewerkschaft: Hautfarbe bei Einsätzen spielt keine Rolle
Der DPolG-Vorsitzende Seegers betonte gegenüber dem NDR Niedersachsen, dass die Hautfarbe bei Polizeieinsätzen keine Rolle spiele. "Grundsätzlich geht es bei polizeilichem Handeln nicht darum, ob jemand eine Person of Color ist oder Weiß und deutsch. Das ist nicht die Bewertungsgrundlage - sondern die konkrete Einsatzsituation", sagte Seegers. Wenn eine Schusswaffe benutzt werde, gehe es darum, das Gegenüber zu stoppen. "Das ist mit einem Einzelschuss nur in den seltensten Fällen möglich", sagte Seegers. Grüne: "Ergebnisse des Obduktionsberichtes sind schockierend"Auch in der Politik sorgen die Umstände des Todes des 21-Jährigen für Bestürzung. "Die Ergebnisse des Obduktionsberichtes - Schüsse in den Rücken und in den Hinterkopf - sind schockierend", sagte Michael Lühmann, innenpolitischer Sprecher der Grünen im Landtag. Ähnlich äußert sich die SPD. "Dass der Mann nach jetzigem Ermittlungsstand von hinten getroffen wurde, wirft schwerwiegende Fragen auf", sagte Alexander Saade, polizeipolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion. Es gehe nun um eine lückenlose Aufklärung - unter rechtsstaatlichen Prinzipien. "Dazu gehört übrigens auch die Unschuldsvermutung. Vorverurteilungen helfen niemandem - weder der Wahrheit noch der Gerechtigkeit", sagte Saade.CDU Oldenburg warnt vor VorverurteilungenDie CDU-Fraktion im Niedersächsischen Landtag kündigte an, eine Unterrichtung im Innenausschuss zu beantragen, "um diesen Fall politisch zu begleiten", so der innenpolitische Sprecher André Bock. Die CDU in Oldenburg warnt davor, Polizistinnen und Polizisten vorschnell unter Generalverdacht zu stellen. "Pauschale Vorwürfe von institutionellem Rassismus und Polizeigewalt in einem noch völlig offenen Ermittlungsverfahren sind nicht nur unseriös, sondern gefährlich. Sie spalten unsere Gesellschaft, statt Vertrauen zu schaffen", sagte Niklas Howad, Kreisvorsitzender der CDU Oldenburg-Stadt.CDU und AfD fordern Taser für die PolizeiAus Sicht der AfD ist die Vorverurteilung der beteiligten Polizisten bereits erfolgt. "Grundsätzlich gilt es, sich hinter den Polizisten zu stellen, der die Schüsse abgab und das Ergebnis der Ermittlungen abzuwarten", sagte Stephan Bothe, innenpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Landtag. Der Fall zeige zudem, wie wichtig eine Ausrüstung der Beamten mit einem Taser sei. Ohne diesen habe den Beamten in einer Gefahr für Leib oder der Leben kein milderes Mittel als die Schusswaffe zur Verfügung gestanden, so Bothe. Auch die CDU-Landtagsfraktion will sich für eine entsprechende Ausrüstung einsetzen.
Hier wird zwar mehrfach erwähnt das der junge Mann Schwarz und Oldenburger war, das es sich bei ihm um einen deutschen Staatsbürger gehandelt kommt allerdings nicht vor.
Erst traut man sich beim ÖRR kaum Nationalität oder gar Hautfarbe anzudeuten und dann aber wenn es opportun ist wird beim Geschädigten im ersten Absatz gleich 2 mal darauf hingewiesen das er eine dunkle Hautfarbe hatte.
Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Verfasst: 24. Apr 2025, 08:20
von Harun
Einfach nicht auf Polizisten losgehen. Wegen solchem Abschaum muss sich dieser junge Beamte nicht nur vor der Justiz verantworten, sondern auch mit der seelischen Belastung leben.