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Re: Rund um die Arbeit / der große Job-Thread
Verfasst: 29. Okt 2024, 09:13
von husefak
Jo, hört sich ganz ähnlich an. Hoffentlich kriegt der die Kurve besser.
Bin auch sein Chef, offiziell ehemals, weil es die Abteilung nicht mehr gibt, aber das bleibt nach all den Jahren.
Re: Rund um die Arbeit / der große Job-Thread
Verfasst: 29. Okt 2024, 10:27
von Bina
husefak hat geschrieben: 28. Okt 2024, 22:40
Ronja4711 hat geschrieben: 28. Okt 2024, 22:33
husefak hat geschrieben: 28. Okt 2024, 22:05
Die kurze Version: dafür sorgen, dass er seine Arbeit macht. Ihn psychisch und mental einfangen und wieder aufrichten.
ABBC3_SPOILER_SHOW
Längere Version:
Anfang 40, Gamer und Freizeit Gameentwickler, völlig unselbständig, alleine nicht lebensfähig, keine Ziele, keinen Biss. Sein Körper ist ein einziges abgemagertes Wrack. Hat niemals Sport gemacht, Rücken, Darmprobleme, restless legs. "Vergisst" am WE auch mal zu essen. Immunsystem eines 3-jährigen, laufend hat er was. Schwindel, Fieber, Kopfweh. Ist davon überzeugt, das seine Arbeit und Kollegen ihn so stressen.
Dabei steht er völlig unter der Fuchtel der Family, die auf ihn bezogen sehr seltsame Ideen hat, ihm in alles reinredet und ihn finanziell ausnutzt. Die schulden dem tausende Euros, geliehen ohne je was zurück zu zahlen. Richtig üble Landeier halt.
Der war schon immer bissi crazy, aber seit dem Lockdown, wo sie täglich zusammensassen und er schließlich ins Haus seines Bruders zog ist echt alles zu spät und der wird laufend fix und fertig gemacht.
Und davon beinflusst schlägt der morgens iwann in ieinem Zustand auf, dann muss ich den so ne halbe Stunde grade machen, damit er arbeiten kann. Planen muss ich auch für ihn, und seine Arbeit überwachen. Mehr als einen Task kann er nicht abarbeiten. Verliert sich drin.
Man muss alles zig mal besprechen und vor der Ausführung kommt noch ein "soll ich?" o. "Ich mach das jetzt, einverstanden?"
Schriftverkehr lass ich mir lieber vorher zeigen, statt hinterher die Arbeit zu haben. Selbst internen!
Hab ihn jetzt nach 2 Jahren Durchfall endlich mal zum Arzt gekriegt. Bin gespannt...
ABBC3_SPOILER_SHOW
Und jetzt wo ich das mal so aufschreibe, wird mir das Ausmaß grad alles erstmal so bewusst. Uff.
Aber es gibt halt ein Spezialwissenmonopol und wir beide teilen uns die Bereitschaftsdienste. Ohne ihn geht also vieles nicht und da kann man sich auf ihn verlassen.
Puh. Hab ich grad keine Worte dafür.
Wenn dafür die Arbeitszeit ausreicht...
Ich hatte mal eine Kollegin, da war die Konstellation ähnlich. Allerdings hat es sich auf 1 bis max zwei Gespräche alle zwei Wochen beschränkt. Das ging noch so...
Ich fürchte halt, ohne mich hat er gar niemanden mehr.
Uff... das geht weit, weit über ein normales Kollegenverhältnis hinaus und dein soziales Engagement ehrt dich.
Aber... willst du das die nächsten Jahre weiter leisten?
Und ja, allein vom Lesen tut mir der Typ auch leid. Trotzdem ist der Mann erwachsen und muss seinen Kram in den Griff bekommen.
Aus Unternehmenssicht halte ich eure Konstellation für sehr unglücklich. Da sind 2 Leistungsträger, die sich zur Not gegenseitig vertreten und AN no.1 ruht sich emotional auf AN no.2 aus. Es geht gar nicht um die fachliche Leistung, es geht darum, dass er dich als emotionale Müllhalde ausnutzt.
Das ist halt auch Teil des Erwachsenwerdens, man muss seine Defizite erkennen und wenigstens an diesen arbeiten wollen. (ob man die dann aufarbeiten kann, ist sicher noch eine andere Geschichte)
Re: Rund um die Arbeit / der große Job-Thread
Verfasst: 29. Okt 2024, 10:41
von clayz
Man kann sich da mMn auch zu viele Baustellen aufmachen, die einem dann selbst nicht mehr gut tun.
Habe bei mir in der (IT) auch ebenfalls einige Mitarbeiter, in die ich endlos Zeit investieren könnte, um sie evtl. vergeblich sozial komplett auf Spur zu bringen.
Das sehe ich aber nicht als meine Aufgabe. Ich sehe die Arbeitsumgebung auch eher wie ein professionelles Sport-Team und nicht wie eine Familie. Kriege immer einen extremen
Würgereiz wenn ich höre, dass Firma X oder Bereich Y eine Familie ist. Das ist nicht so. Nie.
Die Leute werden für ihre Arbeitskraft bezahlt, zu der auch soziale Komponenten gehören. Liefern sie diese nicht, kann man natürlich versuchen diese zu verbessern,
aber ein Umerziehen einzelner Mitarbeiter lässt erstens die Zeit und zweitens die schlechte Perspektive in dem Alter gar nicht zu.
Re: Rund um die Arbeit / der große Job-Thread
Verfasst: 29. Okt 2024, 11:14
von Bina
Im "Nebenjob" schlag ich mich grade mit einer OTA (neudeutsch für OP-Schwester) rum, die schlicht körperlich den Job nicht mehr schafft.
Sie war schon immer äh stabil (?!) und ist jetzt binnen 2 Jahren einfach nur schwer übergewichtig. Heisst, dass sie mir nach 2 Stunden stehen schlapp macht und entweder ersetzt werden muss oder einen Hocker braucht. Hocker funktioniert aber nicht, dann ist sie unter dem OP Feld. So ein Sitzhocker geht nur bedingt, dann ist sie einfach zu wenig mobil.
Jetzt hab ich im ersten Schritt mit ihr gesprochen und das Problem offen klargestellt. Sie ist zu dick um eine 3-4 h OP stehend zu schaffen und wie sie sich das für ihren Job vorstellt. Sie sagte nix und zog schmollend von dannen. (war ja irgendwie klar)
Statt jetzt konstruktiv das Problem anzupacken ist sie losgerannt und fühlt sich als Mobbingopfer.
Aktuell ist es jetzt so, dass ich mich weigere sie ins OP Team zu nehmen und der Leitung mitgeteilt habe, dass ich so einen Mist nicht mitmache. Ich bestimme mein Team und wenn das nicht leistungsfähig ist, dann kann ich auch an jede andere Klinik.
Generell ist es so, dass man sich um die notwendige Konfrontation mit dem Problem drückt, weil das sofort in die Diskrimierungsecke geht. Die OTA will aber auch nicht den Platz wechseln, weil die OP Arbeit höher vergütet wird. In der normalen Praxis könnte sie durchaus arbeiten.
Selbst raus in die Aussenpraxis könnte ich sie nicht mitnehmen, weil sie es mit Koffer oder mobilem Röntgen nicht vom Bus bis in den Stall schafft ohne mit Schnappatmung stehen zu bleiben.
Re: Rund um die Arbeit / der große Job-Thread
Verfasst: 29. Okt 2024, 11:15
von husefak
Ja, ihr habt alle Recht, mache das aber nicht ganz uneigennützig. Wenn der mir wegbricht, steh ich mit vielem erstmal alleine da,.vor allem bei Bwreitschaft und Wartung. Und manches von seinen Datenbankwissen hab ich auch einfach nicht. Unsere Firmenstruktur ist nicht gewachsen, sondern geschrumpft und gemerged.
In den nächsten Wochen wird sich da einiges ändern, eine neue Cloud Operations Unit entsteht und je nachdem wie ich mit unserem neuen Chef auskomme, ziehe ich die Reißleine. Den lerne ich in 3 Wochen kennen.
Schau mer mal...
Re: Rund um die Arbeit / der große Job-Thread
Verfasst: 29. Okt 2024, 11:18
von clayz
Und hier müssten wir wieder zu einem Punkt kommen, dass du einfach sagen kannst - du bist dem Job körperlich nicht gewachsen.
Wenn du deinen Fitness-Zustand verbessert hast, kannst du wieder in den OP, davor kannst du nur die Arbeiten machen, denen du auch gewachsen bist.
Das hat mit Mobbing gar nichts zu tun. Sie kann schlichtweg die Arbeit nicht mehr machen.
Aktuell ist aber alles sofort Mobbing, alle sind sofort gekränkt und jeder ist eine Schneeflocke.
Unheimlich anstrengend. Ich bin auch ganz ehrlich (Achtung: gilt nur für mich). Ich arbeite lieber in einer leistungsgetriebenen Arbeitsumgebung,
wo der Chef mich blöd von der Seite anranzt wenn meine Arbeit Mist ist als in einer Umgebung, wo es keine Probleme außer Diskriminierung, Gleichberechtigung usw. zu geben scheint.
Re: Rund um die Arbeit / der große Job-Thread
Verfasst: 29. Okt 2024, 11:27
von GoldenInside
Kommt immer auf die Art und Weise an. Kritik sollte sachlich und lösungsorientiert sein, ein "du bist zu dick, wie stellst du dir das vor?" halte ich da bspw. nicht für angebracht (der genaue Wortlaut wäre natürlich interessant
@Bina).
Und es ist natürlich Aufgabe der Führungskraft, dass man seine Mitarbeiter kennt und die Kritik so verpackt, dass der Mitarbeiter damit arbeiten kann.
Re: Rund um die Arbeit / der große Job-Thread
Verfasst: 29. Okt 2024, 11:34
von husefak
Bina hat geschrieben: 29. Okt 2024, 11:14
Im "Nebenjob" schlag ich mich grade mit einer OTA (neudeutsch für OP-Schwester) rum, die schlicht körperlich den Job nicht mehr schafft.
Sie war schon immer äh stabil (?!) und ist jetzt binnen 2 Jahren einfach nur schwer übergewichtig. Heisst, dass sie mir nach 2 Stunden stehen schlapp macht und entweder ersetzt werden muss oder einen Hocker braucht. Hocker funktioniert aber nicht, dann ist sie unter dem OP Feld. So ein Sitzhocker geht nur bedingt, dann ist sie einfach zu wenig mobil.
Jetzt hab ich im ersten Schritt mit ihr gesprochen und das Problem offen klargestellt. Sie ist zu dick um eine 3-4 h OP stehend zu schaffen und wie sie sich das für ihren Job vorstellt. Sie sagte nix und zog schmollend von dannen. (war ja irgendwie klar)
Statt jetzt konstruktiv das Problem anzupacken ist sie losgerannt und fühlt sich als Mobbingopfer.
Aktuell ist es jetzt so, dass ich mich weigere sie ins OP Team zu nehmen und der Leitung mitgeteilt habe, dass ich so einen Mist nicht mitmache. Ich bestimme mein Team und wenn das nicht leistungsfähig ist, dann kann ich auch an jede andere Klinik.
Generell ist es so, dass man sich um die notwendige Konfrontation mit dem Problem drückt, weil das sofort in die Diskrimierungsecke geht. Die OTA will aber auch nicht den Platz wechseln, weil die OP Arbeit höher vergütet wird. In der normalen Praxis könnte sie durchaus arbeiten.
Selbst raus in die Aussenpraxis könnte ich sie nicht mitnehmen, weil sie es mit Koffer oder mobilem Röntgen nicht vom Bus bis in den Stall schafft ohne mit Schnappatmung stehen zu bleiben.
Und sie einfach für so ne OP einplanen, dass sie beweisen soll, das sie das kann? Abgestimmt mit der GF, und dann halt Konsequenzen ziehen.
Ich mein, es sind nicht alle Körper für jede Tätigkeit geeignet. Isso
Re: Rund um die Arbeit / der große Job-Thread
Verfasst: 29. Okt 2024, 12:22
von Jonah Lomu
husefak hat geschrieben: 29. Okt 2024, 11:34
Bina hat geschrieben: 29. Okt 2024, 11:14
Im "Nebenjob" schlag ich mich grade mit einer OTA (neudeutsch für OP-Schwester) rum, die schlicht körperlich den Job nicht mehr schafft.
Sie war schon immer äh stabil (?!) und ist jetzt binnen 2 Jahren einfach nur schwer übergewichtig. Heisst, dass sie mir nach 2 Stunden stehen schlapp macht und entweder ersetzt werden muss oder einen Hocker braucht. Hocker funktioniert aber nicht, dann ist sie unter dem OP Feld. So ein Sitzhocker geht nur bedingt, dann ist sie einfach zu wenig mobil.
Jetzt hab ich im ersten Schritt mit ihr gesprochen und das Problem offen klargestellt. Sie ist zu dick um eine 3-4 h OP stehend zu schaffen und wie sie sich das für ihren Job vorstellt. Sie sagte nix und zog schmollend von dannen. (war ja irgendwie klar)
Statt jetzt konstruktiv das Problem anzupacken ist sie losgerannt und fühlt sich als Mobbingopfer.
Aktuell ist es jetzt so, dass ich mich weigere sie ins OP Team zu nehmen und der Leitung mitgeteilt habe, dass ich so einen Mist nicht mitmache. Ich bestimme mein Team und wenn das nicht leistungsfähig ist, dann kann ich auch an jede andere Klinik.
Generell ist es so, dass man sich um die notwendige Konfrontation mit dem Problem drückt, weil das sofort in die Diskrimierungsecke geht. Die OTA will aber auch nicht den Platz wechseln, weil die OP Arbeit höher vergütet wird. In der normalen Praxis könnte sie durchaus arbeiten.
Selbst raus in die Aussenpraxis könnte ich sie nicht mitnehmen, weil sie es mit Koffer oder mobilem Röntgen nicht vom Bus bis in den Stall schafft ohne mit Schnappatmung stehen zu bleiben.
Und sie einfach für so ne OP einplanen, dass sie beweisen soll, das sie das kann? Abgestimmt mit der GF, und dann halt Konsequenzen ziehen.
Ich mein, es sind nicht alle Körper für jede Tätigkeit geeignet. Isso
"Sorry der Patient ist leider gestorben weil wir ausprobieren wollte ob die Fette lange genug stehen kann .. tja konnte sie wohl nicht, aber immerhin sind wir jetzt schlauer"
Re: Rund um die Arbeit / der große Job-Thread
Verfasst: 29. Okt 2024, 12:25
von husefak
Jonah Lomu hat geschrieben: 29. Okt 2024, 12:22
husefak hat geschrieben: 29. Okt 2024, 11:34
Bina hat geschrieben: 29. Okt 2024, 11:14
Im "Nebenjob" schlag ich mich grade mit einer OTA (neudeutsch für OP-Schwester) rum, die schlicht körperlich den Job nicht mehr schafft.
Sie war schon immer äh stabil (?!) und ist jetzt binnen 2 Jahren einfach nur schwer übergewichtig. Heisst, dass sie mir nach 2 Stunden stehen schlapp macht und entweder ersetzt werden muss oder einen Hocker braucht. Hocker funktioniert aber nicht, dann ist sie unter dem OP Feld. So ein Sitzhocker geht nur bedingt, dann ist sie einfach zu wenig mobil.
Jetzt hab ich im ersten Schritt mit ihr gesprochen und das Problem offen klargestellt. Sie ist zu dick um eine 3-4 h OP stehend zu schaffen und wie sie sich das für ihren Job vorstellt. Sie sagte nix und zog schmollend von dannen. (war ja irgendwie klar)
Statt jetzt konstruktiv das Problem anzupacken ist sie losgerannt und fühlt sich als Mobbingopfer.
Aktuell ist es jetzt so, dass ich mich weigere sie ins OP Team zu nehmen und der Leitung mitgeteilt habe, dass ich so einen Mist nicht mitmache. Ich bestimme mein Team und wenn das nicht leistungsfähig ist, dann kann ich auch an jede andere Klinik.
Generell ist es so, dass man sich um die notwendige Konfrontation mit dem Problem drückt, weil das sofort in die Diskrimierungsecke geht. Die OTA will aber auch nicht den Platz wechseln, weil die OP Arbeit höher vergütet wird. In der normalen Praxis könnte sie durchaus arbeiten.
Selbst raus in die Aussenpraxis könnte ich sie nicht mitnehmen, weil sie es mit Koffer oder mobilem Röntgen nicht vom Bus bis in den Stall schafft ohne mit Schnappatmung stehen zu bleiben.
Und sie einfach für so ne OP einplanen, dass sie beweisen soll, das sie das kann? Abgestimmt mit der GF, und dann halt Konsequenzen ziehen.
Ich mein, es sind nicht alle Körper für jede Tätigkeit geeignet. Isso
"Sorry der Patient ist leider gestorben weil wir ausprobieren wollte ob die Fette lange genug stehen kann .. tja konnte sie wohl nicht, aber immerhin sind wir jetzt schlauer"
Komme aus der 24/7 IT, bei uns gibt's für alles Failover und Rollback Szenarien.

Re: Rund um die Arbeit / der große Job-Thread
Verfasst: 29. Okt 2024, 12:31
von Maxim
Skagerath hat geschrieben: 28. Okt 2024, 11:39
Mal ne recht banale Frage
Wenn ihr euch heute noch mal entscheiden könntet..
würdet ihr den selben Karriere-Weg noch mal wählen oder vielleicht etwas ganz Anderes machen ?
Würde dasselbe wieder machen, aber früher damit anfangen zB selbständig neben dem Studium.
Wenn ich so drauf gewesen wäre wie heute, hätte ich auch inhaltlich früher was Richtung IT gemacht, auch schon im Studium.
Ist aber unrealistisch, weil ich gefühlt bis 26 in der Pubertät war und außer Pillepalle studieren und Feiern nix geschissen bekommen hab

.
Re: Rund um die Arbeit / der große Job-Thread
Verfasst: 29. Okt 2024, 13:17
von summerset
clayz hat geschrieben: 29. Okt 2024, 10:41
Kriege immer einen extremen Würgereiz wenn ich höre, dass Firma X oder Bereich Y eine Familie ist. Das ist nicht so. Nie.
Wenn ich mir ansehe, was in manchen Familien so abgeht, erscheint mir der Vergleich nicht so abwegig. Insofern bekomme ich da auch ein gewisse Ewwwww-Feeling, wenn ich das höre - aber anscheinen aus anderen Gründen.
Re: Rund um die Arbeit / der große Job-Thread
Verfasst: 29. Okt 2024, 13:29
von summerset
husefak hat geschrieben: 29. Okt 2024, 11:34
Und sie einfach für so ne OP einplanen, dass sie beweisen soll, das sie das kann? Abgestimmt mit der GF, und dann halt Konsequenzen ziehen.
Aber man hat doch offenbar gesehen, dass die OTA es nicht (mehr) schafft gerade?
@Bina Wie viel besser wird OTA denn bezahlt (im Gegensatz zu eigentlich welcher Tätigkeit in diesem Fall?), dass die Frau das überhaupt noch freiwillig machen will?
Ich mein, es sind nicht alle Körper für jede Tätigkeit geeignet. Isso
Ist so. Frage mich manchmal, ob ich bis zur Rente meine Tätigkeit ausüben kann oder ob ich doch irgendwann den Schreibtisch-Jockey geben muss. Mein Chef steht ja mit 61 noch stramm am Tisch und fällt definitiv nicht in die Kategorie Sportler. Das macht zumindest Hoffnung, dass es geht.

Re: Rund um die Arbeit / der große Job-Thread
Verfasst: 29. Okt 2024, 15:04
von NulPe
Maxim hat geschrieben: 29. Okt 2024, 12:31
Skagerath hat geschrieben: 28. Okt 2024, 11:39
Mal ne recht banale Frage
Wenn ihr euch heute noch mal entscheiden könntet..
würdet ihr den selben Karriere-Weg noch mal wählen oder vielleicht etwas ganz Anderes machen ?
Würde dasselbe wieder machen, aber früher damit anfangen zB selbständig neben dem Studium.
Wenn ich so drauf gewesen wäre wie heute, hätte ich auch inhaltlich früher was Richtung IT gemacht, auch schon im Studium.
Ist aber unrealistisch, weil ich gefühlt bis 26 in der Pubertät war und außer Pillepalle studieren und Feiern nix geschissen bekommen hab

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Mirin mit 26 schon aus der Pubertät raus
OT: War schon immer "anders" (starkes adhs halt) und bis heute mit 35 nie einen "normalen" job gehabt, vom ziwi in einer behindertenwerkstatt mal abgesehen. Würde vieles in meinem leben potentiell anderes machen (eher aus neugierde denn reue), aber das sicher nicht. Kann und will mir nicht vorstellen wie es wäre einen geregelten job zu haben, bei dem ich irgendwem rechenschaft schuldig bin, ganz unangenehme vorstellung, da war die schule schon schlimm genug
Re: Rund um die Arbeit / der große Job-Thread
Verfasst: 29. Okt 2024, 18:32
von Bina
@GoldenInside
Ich bin schon ziemlich vorsichtig in das Gespräch gegangen, weil es ja extrem unangenehm ist, diese sehr persönlichen Dinge anzusprechen.
Dazu ist sie fachlich gut und es ist schade, dass ihre Leistung fehlt.
@summerset
sie wird ca. 20% über den normalen TPAs liegen. Das summiert sich zusammen mit den Zulagen für Nachtschicht, Sonn- und Feiertag.
Irgendwann wird aber einer die Reissleine ziehen, weil sie eine 100% Stelle blockiert aber nur max. 50% leistet. Das Team kann sie im Normalbetrieb schon noch mitziehen, aber das ist schon maximal unfair und entspricht auch nicht den Qualitätsanforderungen. Im Notfall fehlen halt 2 Hände.
Ich hab jetzt für meine OPs den Entschluss gefasst sie nicht mehr ins Team zu nehmen. Ich bin aber der Sonderfall (so eine Art Belegarzt, keine Festanstellung und sonst nur Notdienste) und kann das für mich festlegen. Die festangestellten Chirurgen können das nicht. Da muss dann irgendwer sie nehmen.
Wenn ich jetzt im dummen Fall Dienst hab mit dem brandneuen Kollegen, der soeben den Facharzt gemacht hat und der sich selber noch findet, dann bleibt sie wieder bei mir. Das kann ich dem einfach nicht antun.
Verstehen kann ich sie beim besten Willen echt nicht. Die ist ja nicht dumm und sieht ja, dass das Team rumeiert sobald sie nicht mehr kann. Das finde ich im übrigen noch das stärkste Stück, dass sie sich ganz bewusst vom Team tragen lässt, sich gemobbt fühlt aber ihre Kollegen maximal ausnutzt.
Ich bin zum Teil echt erstaunt wie wenig fit jüngere Kollegen sind.
