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Re: Science Thread Ernährung
Verfasst: 19. Mär 2025, 13:13
von labil
H_D hat geschrieben: 19. Mär 2025, 12:15
Danke Netzo, wenigstens einer liest sich das durch bevor er wild drauf los postet.
Mittlerweile scheint auch HDL nicht nur gut zu sein, daher wäre das als Faktor vielleicht auch nicht der beste Marker
ja über HDL weiß man tatsächlich gar nicht so viel. die korrelation eines hohen HDLs zur gesamtsterblichkeit (und durch herz-kreislauf ereignisse natürlich) verhält sich nicht linear. bei sehr hohem HDL nimmt die sterblichkeit wieder zu. weshalb ist unklar. außerdem scheint die gesamtmenge an HDL nicht wirklich eine rolle zu spielen, sondern die quantität, also die größe der lipoproteinpartikel.
Re: Science Thread Ernährung
Verfasst: 19. Mär 2025, 21:19
von H_D
M. Cremaster hat geschrieben: 19. Mär 2025, 12:23
Ist auch immer wieder witzig, wie in einem Atemzug Beobachtungsstudien komplett irgendwelche Aussagekraft abgesprochen werden, reinen Hypothesen („wir konsumieren xyz erst seit xyz Jahren“ aber ein Wahrheitsgehalt angedichtet wird.
Die Beweislast, dass Pflanzenfette schädlich sind, muss halt erstmal erbracht werden, nicht andersherum.
labil hat geschrieben: 19. Mär 2025, 13:13
H_D hat geschrieben: 19. Mär 2025, 12:15
Danke Netzo, wenigstens einer liest sich das durch bevor er wild drauf los postet.
Mittlerweile scheint auch HDL nicht nur gut zu sein, daher wäre das als Faktor vielleicht auch nicht der beste Marker
ja über HDL weiß man tatsächlich gar nicht so viel. die korrelation eines hohen HDLs zur gesamtsterblichkeit (und durch herz-kreislauf ereignisse natürlich) verhält sich nicht linear. bei sehr hohem HDL nimmt die sterblichkeit wieder zu. weshalb ist unklar. außerdem scheint die gesamtmenge an HDL nicht wirklich eine rolle zu spielen, sondern die quantität, also die größe der lipoproteinpartikel.
Re: Science Thread Ernährung
Verfasst: 19. Mär 2025, 21:45
von labil
hab das in meiner abschlussarbeit bisschen thematisiert.
poste ich morgen mal
Re: Science Thread Ernährung
Verfasst: 19. Mär 2025, 22:00
von husefak
Netzokhul hat geschrieben: 19. Mär 2025, 06:19
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LG
Es ging hier nicht darum jemandem auszureden ein bisschen Butter fürs Steak nutzen zu dürfen.
Allerding stellen die ganzen Carnivore Influenzer ziemlich wilde Behauptungen über Pflanzenöle auf.
Ganz davon ab hat speziell Olivenöl noch ein paar nachgewiesen positive Wirkungen.
@labil
Individuelle Geschichte.
Aber gibt ja genug Bluttests um für sich selbst rauszufinden wie man da steht und ob man darauf achten sollte oder nicht.
@Husefak
Wenn du 10-20% absolute Risikoerhoehung sehen willst bleiben nicht viele Sachen übrig.
Racuhen wäre eine.
Ich will gar nix sehen. Das ist ein Kommentar unter der Veröffentlichung, in der eben diese 17% behauptet werden. Und die sind halt weniger in Stein gemeißelt als dargestellt.
Substituting 10-g/d intake of total butter with an equivalent amount of total plant-based oils was associated with an estimated 17% reduction in total mortality
Re: Science Thread Ernährung
Verfasst: 19. Mär 2025, 22:02
von husefak
Im Endeffekt wird das wieder so ein Ding sein wie von der WHO mit dem krebserregenden roten Fleisch.

Re: Science Thread Ernährung
Verfasst: 20. Mär 2025, 15:32
von H_D
labil hat geschrieben: 19. Mär 2025, 21:45
hab das in meiner abschlussarbeit bisschen thematisiert.
poste ich morgen mal
Hast du was zur Gelenk-/Arterienverkalkung durch herausgelöstem Calcium und/oder Verschiebung Säure-Basen-Haushalt durch Mundatmung?
Re: Science Thread Ernährung
Verfasst: 20. Mär 2025, 17:41
von labil
labil hat geschrieben: 19. Mär 2025, 21:45
hab das in meiner abschlussarbeit bisschen thematisiert.
poste ich morgen mal
5.2 Kardiovaskuläre Gesundheit
5.2.3.3 Die Rolle von HDL
ABBC3_SPOILER_SHOW
Die Annahme, dass HDL-Cholesterin eine – hinsichtlich Herz-Kreislauf-Erkrankungen – protektive Wirkungen haben könnte, geht auf epidemiologische Studien zurück, die an einer gesunden Bevölkerung durchgeführt wurden. Im Besonderen wird die Framingham Heart Study genannt. (Gordon et al., 1989) Weitere Untersuchungen haben gezeigt, dass Patienten mit diagnostizierter koronarer Herzkrankheit, häufig niedriges HDL-Choleste-rin aufweisen. (Genest, McNamara, Salem & Schaefer, 1991) Bei beiden Erkenntnissen handelt es sich jedoch nur um korrelative Zusammenhänge. Tatsächlich gilt mittlerweile ein nicht-kausaler Zusammenhang zwischen niedrigem HDL-Cholesterin und kardiovas-kulären Risiken als gesichert. Diese Erkenntnis gründet sich auf Mendelsche Randomi-sierungsstudien, Daten aus genetischen Konsortien und auf Studien, in denen das HDL-Cholesterin medikamentös erhöht wurde, aber einen positiven Effekt hinsichtlich einer Risikoverringerung festgestellt werden konnte. (Kjeldsen, Nordestgaard & Frikke-Schmidt, 2021) Dies steht in Kontrast zum bereits erörterten negativen Einfluss von LDL. Darüber hinaus haben aktuelle Studien gezeigt, dass extrem hohes HDL das Mortalitäts-risiko sogar erhöht. (Toh, 2019) Basierend auf diesen Erkenntnissen scheint nicht die Quantität von HDL entscheidend zu sein, sondern die Qualität, bzw. dessen Funktion. Gemessen wird diese anhand der -von Harada et al. (2017) etablierten - „cholesterol upt-ake capacity“. Entscheidend hierfür scheint die Größe der HDL-Partikel zu sein, wobei große Partikel positiv mit einer Risikoreduktion korrelieren und kleine Partikel mit einer Risikoerhöhung. (Kontush, 2015)
5.2.3.5 Der Einfluss körperlicher Aktivität auf den Cholesterinspiegel
ABBC3_SPOILER_SHOW
Epidemiologische und klinische Studien zeigen, dass körperliche Aktivität eine positive Wirkung auf die Regulierung der Blutfettwerte hat. Lin et al. (2015) führten eine Meta-Analyse von 160 randomisierten kontrollierten Studien durch, die zwischen 1965 und 2014 veröffentlicht wurden und insgesamt 7487 Probanden umfassten. Das Ziel der Un-tersuchung bestand darin, den Zusammenhang zwischen verschiedenen Formen körper-lichen Trainings und den Blutfettwerten zu bewerten.
Mehrere mögliche Mechanismen zur Verbesserung der Blutfettwerte durch körperliche Aktivität werden diskutiert. (He & Ye, 2020; Lin et al., 2015) Eine Möglichkeit besteht in der Beschleunigung des zuvor erläuterten reversen Cholesterintransports, was auf ei-nen Anstieg des HDL-Spiegels nach körperlicher Aktivität zurückzuführen ist. (Leaf 2003; Lin et al., 2015) Eine andere Möglichkeit liegt in einer Hochregulation des Lip-oproteinlipase-Enzyms, das für den Abbau von Triglyceriden verantwortlich ist und dadurch zu einer HDL-Erhöhung führt. (Lin et al., 2015) Außerdem hat sich gezeigt, dass körperliche Aktivität das Apolipoprotein B (die Proteinhülle des LDL-Cholesterins) so-wie die Größe der LDL-Partikel reduziert und damit zu einer Risikominderung beiträgt. (Holme, Høstmark & Anderssen, 2007)
Da der Kalorienverbrauch drei Belastungsparameter (Intensität, Dauer und Frequenz) in-kludiert, ermöglicht er genauere Vergleiche zwischen verschiedenen Studien. Zwar wurde ein zusätzlicher Kalorienverbrauch von 1.000 bis 1.500 Kcal pro Woche als Schwellenwert, zu positiven Beeinflussung des HDL-Cholesterinwerts definiert (Drygas, Jegler & Kunski, 1988; Kokkinos et al., 1995), doch zeigt jüngere Literatur (Kodama et al., 2007), dass bereits ein zusätzlicher Verbrauch von nur 900 kcal zu positiven Verän-derungen führt. Die Autoren berichten außerdem von einer Dosis-Wirkungs-Beziehung, zwischen aerobem Training und einem Anstieg von HDL-Partikeln. Laut den Autoren steigt der HDL-Spiegel – in einem untersuchten Rahmen von 23 bis 74 Minuten – um 1,5 mg/dl an, für jede 10 Minuten aeroben Trainings, das absolviert wird.
Verglichen mit der umfangreichen Literatur, die den Einfluss von Ausdauertraining auf den Cholesterinspiegel beleuchtet, gibt es wenige Studien, die den Einfluss von Krafttrai-ning untersucht haben. (Katsagoni, Kokkinos & Sidossis, 2023, S. 267) Dennoch liegen mittlerweile ausreichend Daten vor, um die Aussage treffen zu können, dass Krafttraining im Hinblick auf den Cholesterinspiegel Vorteile bietet, weshalb dieses auch in bestehende Behandlungs- und Präventionsleitlinien aufgenommen wurde. (Visseren et al., 2021; Williams et al., 2007)
Aus den Richtlinien des American College of Cardiology und der American Heart Association (Arnett et al., 2019) geht eine Empfehlung von mindestens 150 min modera-ter körperlicher Aktivität pro Woche hervor, bzw. 75 min intensiver Aktivität. Die euro-päische Gesellschaft für Kardiologie geht noch etwas weiter und empfiehlt 150 bis 300 min moderater körperlicher Aktivität, bzw. 75 bis 150 min intensiver Aktivität und das in Kombination mit mindestens zwei Krafttrainingseinheiten pro Woche. (Visseren et al., 2021)
Re: Science Thread Ernährung
Verfasst: 20. Mär 2025, 19:50
von H_D
Aber in den Studien wurde nur HDL gemessen und nicht die Größe oder?
– Fakt 1: Körperliches Training trägt vorwiegend zur Optimierung der HDL- und Triglyzeridwerte bei, weniger zur LDL-Senkung.
– Fakt 2: Wird überwiegend eine Verbesserung des Lipidprofils angestrebt, sind hohe Umfänge eines moderaten Ausdauertrainings effektiver als hoch-intensives Intervall- und Krafttraining.
– Fakt 3: Zur Verbesserung des gesamten kardiovaskulären Risikoprofils sollte körperliches Training stets als Bestandteil multimodaler Lebensstilinterventionen eingesetzt werden.
https://www.zeitschrift-sportmedizin.de ... pidaemien/
Re: Science Thread Ernährung
Verfasst: 20. Mär 2025, 19:57
von labil
weiß ich nicht mehr

Re: Science Thread Ernährung
Verfasst: 25. Mär 2025, 19:57
von Piotr
H_D hat geschrieben: 18. Mär 2025, 20:22
Re: Science Thread Ernährung
Verfasst: 26. Mär 2025, 14:09
von NickySenior
Also war die Studie Müll, wie erwartet.
Re: Science Thread Ernährung
Verfasst: 31. Mär 2025, 20:11
von Buck
Surprise surprise
Re: Science Thread Ernährung
Verfasst: 6. Mai 2025, 16:42
von H_D
Screenshot_20250506_152242_Instagram.jpg
Re: Science Thread Ernährung
Verfasst: 8. Mai 2025, 06:24
von Roman
Bei den USA Chemie Hendln bin ich ganz sicher sogar.. gilt auch für deren Leitungswasser btw

Re: Science Thread Ernährung
Verfasst: 8. Mai 2025, 11:56
von H_D
Roman hat geschrieben: 8. Mai 2025, 06:24
Bei den USA Chemie Hendln bin ich ganz sicher sogar.. gilt auch für deren Leitungswasser btw
wenn jemand nichtmal das Abstract liest
