Fangen wir am Tag der Anreise an.
Morgens noch Termine und ein Meeting, dann um 12:15 in Mainz ins auto gestiegen für die 280km nach Münster.
Essen hat dann leider wieder erst um 13 Uhr begonnen, auf ca. 800g carbs habe ich es trotzdem noch gut geschafft.
Die Fahrt hat zarte 5 Stunden gedauert und ich war mega genervt, dass die recovery Anzeige auf der garmin uhr noch Orange war war mental auch nicht grade hilfreich.
Angekommen, startunterlagen abgeholt, super organisiert hat 2 Minuten gedauert. Und noch überlegt ob ich mich in Block B zurück Stufen lasse hatte echt mords Respekt vor startblock A
Abends dann noch mit nem Bekannten von der rennstrecke und seinen Jungs getroffen und zum Italiener.
Falls ihr mal irgendwo wo ein radrennen stattfindet ohne zu reservieren einen Tisch in einem Laden haben wollt der nudeln anbietet -> gar nicht so einfach.
Dann zeitig ins bett. Morgens raus, alles ready gemacht und auf zum startblock. Auf dem Weg dahin noch schön durch eine Glasscherbe gefahren. Mantel aber zum Glück nicht durchstochen. 10/15 min Beine durchbewegt dann von den Jungs verabschiedet und in den Block.
Höllen aufgeregt sehr weit hinten eingereiht, puls vor dem Start schon bei 110
Dann Startschuss, leichte Tropfen, neutralisierer start bis ortsausgang dann Feuer. Neutralisiert bedeutete aber auch schon 37 avg mit kurven fahren etc.
Dann kam der scharfe Start und ab hier ging es ab. Normalized Power die ersten 30 Minuten bei ca. 330W.
In der Startphase habe ich mit ein paar Leuten die Lücke zur Gruppe vor uns zu gemacht, leider gab es dann bei der ersten entstelle einen Unfall. Alle mussten stehen bleiben und irgendwie da durch. Das hat das Feld wieder riesig auseinander gezogen.
Als es sich etwas sortiert hatte bin ich in der gruppe wieder vor, ca. 800-1000m vor uns die nächste gruppe.
Zug von links, 6 Leute wollen zu fahren. Ich rein. Der führende dann aber relativ schnell eingebrochen. Bin aus Position 5 raus und habe mit guten 450W angedrückt, kurz umgedreht. Okay da kommt jemand mit. Ihn dann gefragt ob noch jemand dran ist. Hat er verneint. Zu zweit die Lücke zu zu machen habe ich mich dann nicht getraut, hatte Angst mich damit komplett abzuschießen (NP von dem 5km Block in dem das passiert ist über 360W

)
Habe dann noch eine Weile etwas Führungsarbeit gemacht, mir Wurde noch beim fahren erklärt wie man richtig rotiert, bevor ich mich dann irgendwann entschieden habe mich hinten ins Feld zu droppen wenn wir die Lücke nach vorne eh nicht zu machen.
Hier dann entspannt mitgerollt, rennmitte Cruise Control. Bisschen gequatscht alles entspannt.
Durch die Position hinten habe ich leider verpasst wie sich eine Gruppe von ca. 8 Mann vorne abgesetzt hat.
Habe das dann kontrolliert bis rennende durchgezogen mit dem plan mir meine sprintpower im Tank zu halten.
3 km vorm Ziel fing es dann an etwas mehr zu regnen, da hatte ich den sprint für mich abgeschrieben, konnte es dann aber doch nicht lassen.
Dank wieder schlechter Positionierung habe ich mitten in der ca. 60/70 Mann großen Gruppe beil 800M Schild angesetzt und bin vor. Wurde dann leider 2 m vorm zielstrich noch von 2 Leuten überholt die mich als lead out genutzt haben.
Zielzeit 2:08 , 40.8km/h avg. Damit wirklich völlig zufrieden.
Es war ein unglaublich schnelles Rennen, die erste Gruppe kam mit etwas über 44 avg rein.
Ich hatte nie das Gefühl am Limit zu sein und mein Körper hat ca. 120g carbs/Stunde problemlos vertragen.
Ich hätte vermutlich auch eine oder zwei Gruppen weiter vorne fahren können. Da sieht man wie wichtig Positionierung ist. Der viel zu Früh angesetzte zielsprint war wieder das gleiche Problem, hätte ich gewartet hätte ich die Jungs vermutlich in der Tasche gehabt.
Fazit : Beine taugen, rennen fahren muss man lernen. Ein paar taktische fehler die aber alle ins gleiche kerbholz schlagen.
Bin zufrieden und freue mich auf die Rennen nächstes Jahr