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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Verfasst: 9. Jun 2023, 15:54
von Harun
Ohne Internet wüsste ich nicht, dass Pride Month ist.
Selbst den Schwulen, die ich kenne, ist das egal.
Liegt es daran, dass ich in einer ländlicheren Gegend lebe?
Wie sieht das in der Großstadt aus?
Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Verfasst: 9. Jun 2023, 15:55
von Hebenichts
GoldenInside hat geschrieben: 9. Jun 2023, 15:47
Diese „Gegenbewegung“ ist halt genauso eine Bubble. Immer im Hinterkopf behalten, dass man im Internet vorrangig Content gezeigt kriegt, der die eigene Meinung unterstützt.
+1
Was wichtig an Linkedin ist: hier präsentieren sich die prächtigsten Wirtschaftsgockel unserer Zeit. Und ein BCG-Partner nach dem anderen liked 1x die Woche irgendwas mit Diversity tralalala. Das zeigt ja, wo die Kohle liegt.
Ignore woke, go broke.
Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Verfasst: 9. Jun 2023, 16:08
von Skagerath
GoldenInside hat geschrieben: 9. Jun 2023, 15:49
Skagerath hat geschrieben: 9. Jun 2023, 15:46
Wenn wir schon beim "PrideMonth" sind... wie kam es eigentlich dazu ?
Das gibts gefühlt erst 2-3 Jahre in der Form, meine ich..
In June 1999, U.S. President Bill Clinton declared "the anniversary of [the] Stonewall [riots] every June in America as Gay and Lesbian Pride Month".[10] In 2011, President Barack Obama expanded the officially recognized Pride Month to include the whole of the LGBT community.[10][11] In 2017, however, Donald Trump declined to continue the federal recognition of Pride Month in the United States,[12] though he later recognized it in 2019 in a Tweet later used as a Presidential Proclamation.[13]
Ahh ! Wusste ich tatsächlich nicht.. CSD schon aber das es diesen PrideMonth, zumindest in den USA ,schon derart lange gibt war mir nicht klar.
Ich nehme das den allermeisten Firmen die Ihre Logo im Juni in PrideFarben erstrahlen lassen trotzdem nicht ab das tatsächlich und ernsthaft hinter Vielfalt stehen.
Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Verfasst: 9. Jun 2023, 16:10
von Hebenichts
Natürlich tun viele das nicht.
Aber stell dir vor, Nestlé steht auch nicht wirklich für faire Kakaopreise ein.
Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Verfasst: 9. Jun 2023, 16:17
von Skagerath
Hebenichts hat geschrieben: 9. Jun 2023, 16:10
Natürlich tun viele das nicht.
Aber stell dir vor, Nestlé steht auch nicht wirklich für faire Kakaopreise ein.
Was hat jetzt ein verlogenes Werbeversprechen mit ner mehr oder minder ehrlichen Woke-Agenda zu tun ?


Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Verfasst: 9. Jun 2023, 16:43
von Knolle
Skagerath hat geschrieben: 9. Jun 2023, 14:36
Jetzt ernsthaft.. verwender hier irgendwer beruflich oder privat gendersensible Sprache oder achtet auf einen generell "woken" Umgang ?
Machst du das nicht hier bei 80% deiner Beiträge?

Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Verfasst: 9. Jun 2023, 16:46
von Masthuhn
Skagerath hat geschrieben: 9. Jun 2023, 15:46
Wenn wir schon beim "PrideMonth" sind... wie kam es eigentlich dazu ?
Das gibts gefühlt erst 2-3 Jahre in der Form, meine ich..
Auf Twitter gibt es stattdessen den Stolzmonat

Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Verfasst: 9. Jun 2023, 16:55
von Hebenichts
Kenne auch im RL einen, der ziemlich Anti-Woke unterwegs ist und musste schon ein bisschen schmunzeln heute morgen, dass alle seine 3 bisherigen beruflichen Stationen ihr Logo auf woke umgestellt haben. Sein Profil sieht jetzt jedenfalls schön bunt aus.
Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Verfasst: 9. Jun 2023, 17:05
von Skagerath
Knolle hat geschrieben: 9. Jun 2023, 16:43
Skagerath hat geschrieben: 9. Jun 2023, 14:36
Jetzt ernsthaft.. verwender hier irgendwer beruflich oder privat gendersensible Sprache oder achtet auf einen generell "woken" Umgang ?
Machst du das nicht hier bei 80% deiner Beiträge?
Diese 80 Prozent meiner Beiträge würde ich gerne sehe

Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Verfasst: 9. Jun 2023, 17:06
von Knolle
Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Verfasst: 9. Jun 2023, 18:02
von Hebenichts
Knolle hat geschrieben: 9. Jun 2023, 17:06
Will nicht wissen, was du dann auf "spaß"-seiten angezeigt bekommst. Überlegs dir gut.
Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Verfasst: 9. Jun 2023, 19:48
von H_B
Umfragen zeigten doch, dass die Deutschen keinen Bock auf Gendern haben. Nur ein winzig kleiner Teil wollte es überhaupt anwenden.
Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Verfasst: 9. Jun 2023, 20:04
von Stewardess
H_B hat geschrieben: 9. Jun 2023, 19:48
Umfragen zeigten doch, dass die Deutschen keinen Bock auf Gendern haben. Nur ein winzig kleiner Teil wollte es überhaupt anwenden.
und deshalb… ?
Mir fehlt hier die Schlussfolgerung.
Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Verfasst: 9. Jun 2023, 20:11
von Hebenichts
Das wäre etwas zu viel verlangt.
Bei solchen Umfragen muss man halt auch unterscheiden, wer nicht Gendern will weil, "so ein Blödsinn, ich lass mir doch nicht sagen wie ich zu schreiben habe. George Orwell lässt grüßen. Und wehe es gibt heute kein Zigeunerschnitzel in der Kantine. Da hab ich ein Recht drauf."
und wer einfach kein Bock auf den Zusatzaufwand hat. Das ist nämlich der Grund, warum es für mich im Schriftverkehr eigentlich auch nur zwei Geschlechter gibt. Und selbst das ist mir zu aufwendig und ich versuchs eigentlich immer mit "hallo zusammen" hinzubekommen.
Oder die rangniedrigere Person einfach in CC und dann mit Hallo Jürgen einleiten. So kann man auch ein bisschen anstacheln, wenn nicht ganz klar ist, wer rangniedriger ist.
Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Verfasst: 9. Jun 2023, 20:23
von musclebra1n
https://m.faz.net/aktuell/politik/inlan ... 52283.html
Migrationspolitik : Deutscher Sonderweg
Ein Kommentar von Jochen Buchsteiner
Kein europäisches Land zieht so viele Migranten an wie Deutschland. Trotzdem hält die Regierung das Thema offenbar für weniger drängend als andere. Wieso?
Der mühsam errungene Asyl-Kompromiss der europäischen Innenminister hat vor allem eines vor Augen geführt: dass das Problem der irregulären Einwanderung in Berlin noch immer für weniger bedrängend gehalten wird als in den meisten anderen Hauptstädten Europas. Auch wenn Innenministerin Nancy Faeser für das Gelingen der Einigung am Ende davon abließ, dem schwedischen Kompromiss mehr „menschenrechtliche Standards“ abzuringen, offenbarte sich eine bemerkenswerte Sonderstellung deutscher Asylpolitik. Restriktionen, die andere liberale Demokratien für vereinbar mit dem Völker- und Flüchtlingsrecht halten, werden von der Bundesregierung grundsätzlich einer Sonderprüfung unterzogen, so als gäbe es in Europa nur einen verlässlichen Hüter humanitärer Maßstäbe. Nicht nur in vielen Ländern der EU, auch in weiten Teilen der deutschen Gesellschaft fragt man sich: Warum? Kein europäisches Land zieht so viele Migranten an wie Deutschland, und die Hilferufe aus den Kommunen lassen keinen Zweifel daran, dass die Kapazitäten erschöpft sind. Auch Asylbewerber, die abgelehnt werden oder keinen Schutzstatus zuerkannt bekommen, bleiben in der Regel im Land, und sei es nur, weil sie sich erfolgreich einer Abschiebung entziehen. Wenige Länder haben mehr Grund, das ehrenwerte Asylsystem wieder auf die wirklich Bedürftigen auszurichten, aber ausgerechnet die deutsche Regierung versucht, entsprechende Vorstöße, wo es geht, zu verwässern.
Wirksamkeit unklar
Dabei ist nicht einmal klar, ob die nun vereinbarten beschleunigten Verfahren an den EU-Außengrenzen den Zustrom überhaupt wirksam eindämmen können. Nur etwa ein Viertel der Migranten, die über das Asylrecht einwandern wollen, wäre von der umstrittenen Neuregelung erfasst; die Bundesregierung wollte diesen Anteil sogar noch senken. Ob die ebenfalls verabredete Registrierung aller Flüchtlinge und Migranten an den Außengrenzen den Praxistest besteht, wird man sehen. Es wäre nicht das erste Mal, dass rechtlicher Anspruch und die Wirklichkeit des Alltags auseinanderklaffen. Schwächen weist auch der sogenannte Verteilungsmechanismus auf. Für nur 20.000 Euro pro Antragsteller sollen sich migrationsmüde Länder aus der „verpflichtenden Solidarität“ der EU freikaufen dürfen. Das könnten einige Mitgliedstaaten als in jeder Hinsicht günstigere Alternative begreifen. Deutschland wird vermutlich nicht dazugehören. Die vielleicht am weitesten reichende Neuerung könnte das nun erlaubte Abschieben erstinstanzlich abgelehnter Asylbewerber in Nicht-EU-Länder zur Fortführung ihrer Verfahren sein. Faesers Vorstoß, die Hürden dafür zu erhöhen, fand keine Mehrheit, aber auch so wird es für die EU-Staaten kompliziert (und teuer) werden, Drittländer zu entsprechenden Migrationsabkommen zu bewegen.
Prinzipiell weisen die Maßnahmen in die richtige Richtung, aber der frühe Beifall für die Handlungsfähigkeit der Union ist erst angebracht, wenn auch das Europaparlament zustimmt. Faeser hat in Brüssel schon hinterlegt, dass sich Berlin im Zuge des Prozesses weiter für Veränderungen einsetzen will. Vor allem die deutschen Grünen, die unter dem Ergebnis von allen Ampelparteien am schwersten leiden, werden versuchen, es über ihre Europaabgeordneten zumindest zu entschärfen. Deren Sprecher Rasmus Andresen warf den EU-Ländern am Freitag schon mal pauschal den „Verlust des moralischen Kompasses“ vor.
Ist das noch Dummheit oder schon Böswilligkeit?