Dreadlift hat geschrieben: 25. Sep 2025, 16:04
@Ebiator Finde diese Umfrage z.B. bedenklicher, als die aktuelle Regierung in den USA.
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Edit: Klar Umfrage/Studie etc. Bin selber kein Fan von so etwas, aber man sollte es auch nicht unbeachtet lassen.
Absolut. Gewalt als Mittel zur Durchsetzung politischer Ziele sollte für jeden klar denkenden Menschen IMMER ein absolutes No-Go sein.
Ich glaube, ich muss an dieser Stelle auch mal etwas klarstellen: Nur weil ich Trump für einen Clown halte und klare faschistoide Tendenzen in seiner Regierung sehe, heißt das noch lange nicht dass ich das andere Extrem gutheiße oder links wäre.
Dieses Lagerdenken ist das größte Problem in der politischen Debatte und besonders in den USA. Und einen großen Anteil daran haben die sozialen Medien. Je nachdem, was für Beiträge ich mir in der letzten Zeit angeschaut habe, müllen mich Insta, Youtube und Co. abwechselnd mit Material zu, das entweder borderline rechts- oder linksextrem ist und mir weismachen will, ihre "Sache" wäre das einzig richtige.
Ich lehne aber Extreme aller Art ab und versuche zumindest, einigermaßen neutral und objektiv zu bleiben, auch wenn mir das nicht immer gelingt. Was mir in der Debatte einfach fehlt ist der Mittelweg bzw. die Vernunft.
Kann man nicht z.B. zugeben, dass unbegrenzte Zuwanderung in vielen Ländern ein Problem ist und von den Bürgern so empfunden wird, aber gleichzeitig Pauschalurteile und Hetze ablehnen? Kann man nicht sagen, dass die belehrende, pseudoidealistische Woke-Kultur nervtötend as fuck ist, Toleranz und Verständigung aber trotzdem eine gute Sache sind und dass es ein Unding ist, wenn ein Stephen Colbert oder Jimmy Kimmel gefeuert werden, weil dem Präsident nicht passt was die zu sagen haben?
Aber man wird immer gleich in eine Schublade gesteckt, wenn man für oder gegen etwas argumentiert. Und genau deshalb halte ich mich aus den meisten politischen Diskussionen mittlerweile raus, weil es eben keine echten Diskussionen mehr sind sondern meist einfach nur circle jerks bei denen keiner bereit ist, auch nur einen mm seines Standpunktes aufzugeben.
Ist schade und ab einem gewissen Punkt wird es auch gefährlich. Egal wer am Ende den ersten Stein wirft aber dass wir uns irgendwann den Schädel dafür einschlagen werden, was politisch vermeintlich falsch oder richtig ist, scheint geradezu unausweichlich. Richtig gruselig worauf wir als Menschheit gerade zusteuern, schäme mich da fast meinen Kindern gegenüber.