Zotto hat geschrieben: 1. Jul 2025, 16:39
Ich weiß jetzt nicht, wie deine Studienabschlüsse aussehen bzw. Weg in diese Selbstständigkeit war, aber käme es nicht infrage, als Seiteneinsteiger in den öffentlichen Schuldienst einzutreten? Natürlich hat auch der Job seine Nachteile. Jedoch würde sich das rein finanziell doch dann viel mehr lohnen. Ich finde, dass die Aufgabe, die du ausfüllst, äußerst wertvoll ist, aber davon kannst du dir ja sprichwörtlich nichts kaufen.
Das habe ich mir auch schon überlegt – allerdings hatte ich vor vielen Jahren alles buchstäblich auf eine Karte gesetzt und das rächt sich jetzt.
Nach meinem Bachelor in Popular Music and Media, der völlig perspektivlos war und von einer (rückblickend betrachtet) schweren Depression begleitet wurde, begann ich zwei Masterstudiengänge – und brach beide wieder ab, weil sie mir letztlich nur Zeit raubten und ich dadurch auch kein höheres Honorar bekam.
Ob ich mit 39 jetzt noch einmal ein Studium beginnen sollte, nur um doch noch einen Master draufzusetzen … eher fraglich.
Aber irgendetwas muss ich definitiv ändern, denn ganz unabhängig vom Einkommen wird die Arbeit immer frustrierender.
Ich kann bei Gelegenheit gern mal etwas dazu schreiben, woran es beim Spracherwerb der meisten Zugewanderten wirklich scheitert – die Politik hat da nämlich erschreckend wenig Ahnung, was eigentlich gebraucht würde.
Dann mal in Ruhe, wahrscheinlich am Wochenende - nicht vom pfannenheißen Handy aus, während ich in der U-Bahn sitze, umgeben von einem halben Dutzend Alkoholikern…
@Certa: Mittlerweile bin ich wieder selbständig.
Ich war angestellt, dann hauptberuflich angestellt und nebenberuflich selbständig.
Angestelltenverhältnisse lohnen sich in dieser Branche überhaupt nicht, in der Regel verdient man noch weniger und niemand gibt einem Verträge für mehr als 20-25 UE.
Von 1500-1800 € Netto lässt sich leider nicht gut leben.
Wenn man neben den Angestelltenverhältnis als Honorarkraft arbeiten will, geht das normalerweise schon (hab ich ja auch schon hinter mir), allerdings ist dann noch deutlich stressiger, weil ja theoretisch der Arbeitgeber Vorrang hat und dich gerne mal zu Überstunden verdonnern will, wenn eine Lehrkraft ausgefallen ist.
Du kannst aber auch nicht einfach dem zweiten Träger absagen, für den du als Honorarkraft tätig bist, sonst wirst du nächstes Mal nicht gefragt, wenn es wieder Kurse zu verteilen gibt.
Also ist es ein ewiges Geplänkel, dem kannst du als Selbstständiger entgehen, indem du dir eben selbst die Kurse aussuchst. Dann musst du keine einzige Vertretungsstunde geben, wenn du nicht willst oder nicht kannst.