elsie hat geschrieben: 30. Aug 2024, 20:34
AT93 hat geschrieben: 30. Aug 2024, 20:24
elsie hat geschrieben: 30. Aug 2024, 20:05
hab haufenweise solcher kollegen auf arbeit, ob aus der türkei, kasachstan oder griechenland
alles top typen und von denen dürfen gern hunderttausende im jahr kommen
Ich weiß was du meinst, aber führt das nicht auch zu Heimatverlust und Überfremdung deiner Meinung nach?
Wir reden hier ja nicht von einer totalen Homogenität, sondern davon, ob überhaupt noch ein Funken deutsche Kultur übrig bleibt, oder ob man die absolute Weltgemeinschaft im Kleinformat (im Idealfall) wird. Eine vollkommen postnationale Gesellschaft, in der beispielsweise auch Englisch als (zweite) Amtssprache eingeführt werden könnte etc. Ehrliches Interesse, da ich das von Leuten aus den alten Bundesländern öfter lese.
Und ja, man kann mit zivilisierten Leuten von überall her ganz gut zusammenleben, aber sind diese wirklich in der Mehrheit Deutsche geworden?
Mal ein etwas provokantes Meme anbei:
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in gewisser hinsixht, klar
aber aufhalten lässt sich das eh nicht mehr, „deutsche“ wollen ja keine kinder mehr, kenne selbst unzählige und bin selbst einer davon (aber auch eher weil unfähig zu bindung uns jetzt zu alt)
von daher hab ich da grundsätzlich nichts, nur eben gegen das „aufzwängen“ bestimmter dinge oder der tatsache, dass die politik auch alles mitmaxht
Danke!
Ich stelle mir halt gerade vor, dass ich am Badesee bin. Auf der linken Seite von mir sind indischstämmige Mitbürger, die indische Musik hören, recht laut Palaver machen und irgendwelche Bollywood-Tänze nachmachen. Es riecht sehr intensiv nach Kreuzkümmel, Kardamom, Sternanis etc, da gekocht wird. (Ja, etwas holzschnittartig und klischeehaft).
Auf der Rechten sind kasachischstämmige Mitbürger, die um ihren Grill stehen und auf ihr Schaschlik warten.
Ich gehe zum Imbisswagen um mir ein Eis zu holen und die Bedienung ist ursprünglich aus Mosambik und unterhält sich gerade mit einem bekannten Landsmann in einer Sprache, die ich nicht verstehe. Leberkäse oder simplen deutschen Kuchen gibt es sowieso nicht mehr.
Die türkischstämmigen Jugendlichen in Wassernähe ringen aus Spaß wie ihre Vorväter und feuern sich auf türkisch an.
Da fühle ich mich fremd. Alle pflegen ihre Bräuche gewissermaßen oder sind unbewusst von ihnen geprägt und ihr Herz gehört diesen und "Wir" haben alles preisgegeben.
Man geht ja nicht zusammen an einen neuen Ort und baut gemeinsam etwas auf. Das Alte, zuvor gültige, verschwindet einfach.
Das würde ich gern verhindern. Keine Ahnenpasskacke, auch ein "Italo-Schwabe" (Vater Italiener Mutter Deutsch) kann das Deutschtum wunderbar pflegen. Oder Ruhrpolen und Hugenotten, die Deutsche geworden sind.
Aber nicht alle Kulturen sind uns so nah wie unsere europäischen Nachbarn und wir haben keine "Prägekraft" mehr als DE. Die Mischung stimmt nicht mehr und etliche Kulturen prägen den Menschen sehr stark. Man wählt dann natürlich auch seinen indischen Landsmann ins Parlament oder seinen Glaubensbruder wie in GB. Die Herkunftsgruppe, die zahlenmäßig am größten und/ oder am dominantesten ist, prägt dann die ungeschriebenen Regeln und Normen, die im öffentlichen Raum gelten.
Den einzigen gemeinsamen Überbau bilden Coca Cola, KFC und irgendwelche Serien + dass man sich nicht gegenseitig tot haut. Alle fühlen sich gewissermaßen entwurzelt, entfremdet und ohne Geschichte und Gewordensein in die Welt geworfen.
Daher habe ich sehr große Bauchschmerzen, wenn man jetzt zusätzlich noch eine große Anzahlen an Indern etc holen will. Auch wenn diese fleißig und gesetzestreu sind. Da nehme ich zB lieber wirtschaftliche Einbußen in Kauf. Wobei das bei uns ja eh so eine Sache ist mit den Fachkräften.