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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

Verfasst: 11. Aug 2024, 11:00
von Jdizzle
Dreadlift hat geschrieben: 11. Aug 2024, 10:53
► Text anzeigen
Hab deinen Kollegen auch schon mehrmals gefragt, aber keine Antwort bekommen. Wo genau im Grundgesetz steht, dass jemand einen Anspruch auf Bürgergeld hat und wie hoch dieses sein muss?
https://www.bundesregierung.de/breg-de/ ... ng-2248000

"Das Bundesverfassungsgericht hat ein Grundrecht auf Gewährleistung eines menschenwürdigen Existenzminimums aus Art. 1 Abs. 1 Grundgesetz in Verbindung mit dem Sozialstaatsprinzip entwickelt. Das ist garantiert – auch für Menschen, deren Einkommen sehr gering ist und die zusätzliche Unterstützung brauchen. Das Existenzminimum für Menschen, die Bürgergeld beziehen, wird nach Maßgabe des Bundesverfassungsgerichts jährlich in einem gesetzlich festgelegten Verfahren errechnet. "

Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

Verfasst: 11. Aug 2024, 11:06
von Dreadlift
Also steht davon nichts im Grundgesetz.
qed

Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

Verfasst: 11. Aug 2024, 11:06
von summerset
Somewhere87 hat geschrieben: 11. Aug 2024, 10:20 Persönlich kenne ich auch einige, die um 2015 rum eher in der "Welcome" Fraktion waren.
Das war eben vor der "massiven Flutung".

Ich persönlich denke auch immer noch, dass man "helfen muss". Aber nicht ohne Gegenleistung.

Integration. Sich an Gesetze halten. Arbeit aufnehmen, sobald möglich, anstatt sich durchfüttern zu lassen. So lange keine Arbeitserlaubnis besteht, etwas freiwillig machen, was der Gemeinschaft des aufnehmenden Staates hilft. Tafeln suchen ehrenamtliche Mitarbeiter. Einfach Hilfstätigkeiten, für die man keine großartigen Sprachkenntnisse braucht. Wenigstens die die eigene Unterkunft sauber halten sollte doch drin sein.

Man könnte Win-Win-Situationen kreieren - wenn das politischer Wille wäre.

Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

Verfasst: 11. Aug 2024, 11:13
von GoldenInside
Dreadlift hat geschrieben: 11. Aug 2024, 10:53
► Text anzeigen
Hab deinen Kollegen auch schon mehrmals gefragt, aber keine Antwort bekommen. Wo genau im Grundgesetz steht, dass jemand einen Anspruch auf Bürgergeld hat und wie hoch dieses sein muss?
Welcher Kollege?
Das Bundesverfassungsgericht hat ein Grundrecht auf Gewährleistung eines menschenwürdigen Existenzminimums aus Art. 1 Abs. 1 Grundgesetz in Verbindung mit dem Sozialstaatsprinzip entwickelt. Das ist garantiert – auch für Menschen, deren Einkommen sehr gering ist und die zusätzliche Unterstützung brauchen. Das Existenzminimum für Menschen, die Bürgergeld beziehen, wird nach Maßgabe des Bundesverfassungsgerichts jährlich in einem gesetzlich festgelegten Verfahren errechnet.
https://www.bundesregierung.de/breg-de/ ... ng-2248000

Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

Verfasst: 11. Aug 2024, 11:17
von H_B
Sozialstaatsprinzip für Menschen, die noch nie eingezahlt haben. Ich bin ja nicht grundsätzlich gegen Unterstützung, aber irgendwo fehlt mir die Verhältnismäßigkeit.

Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

Verfasst: 11. Aug 2024, 11:30
von GastXY
summerset hat geschrieben: 11. Aug 2024, 10:08
Herbert hat geschrieben: 11. Aug 2024, 09:55 Wem es beim Thema Flüchtlinge nur ums Geld geht hat wohl die Realität noch immer nicht erkannt. Ich sehe da GANZ andere Probleme..
Mit genug Geld kann man diese Probleme aber eben länger wegschieben und relativieren. Diejenigen, die entsprechende Entscheidungen treffen, haben genug Geld, um die Folgen ihrer Entscheidungen nicht spüren zu müssen, zumindest nicht direkt. Genau das ist einer der hochproblematischen Punkte.
Ja sehe ich genauso.
Als ab 2015 die ersten „Begleiterscheinungen“ zu verzeichnen waren, war die einzige Sorge meiner Kollegen wohin der nächste Urlaub geht …

Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

Verfasst: 11. Aug 2024, 11:41
von summerset
H_B hat geschrieben: 11. Aug 2024, 11:17 Sozialstaatsprinzip für Menschen, die noch nie eingezahlt haben.
Das "Sozialstaatsprinzip" scheint von zu vielen missverstanden zu werden im Sinne von "Ich hab' ein Recht darauf, mich lebenslang ohne Gegenleistung vollalimentieren zu lassen". (Auch von Einheimischen.)

Das Sozialstaatsprinzip funktioniert aber nur dann auf Dauer, wenn man dem Sozialstaat auch was zurück gibt. Das kann in Form von Geld sein (wenn man steuer-/sozialversicherungspflichtig arbeitet), aber auch in Form von Arbeit/Tätigkeiten, für die man die staatlichen Leistungen als eine Art "Bezahlung" ansehen kann. Wichtig ist, dass es der sozialen Gemeinschaft nützt.

Ob dann jemand im Tierheim oder auf einem Gnadenhof aushilft (weil er sich aufgrund seiner früheren Tätigkeit in der alten Heimat mit z. B. Tierpflege auskennt), für die Tafeln die Runden fährt und Lebensmittel mit einsammelt (um eine Kiste mit Essen auf einen Lastwagen zu laden, braucht es weder Sprachkenntnisse noch einen hier gültigen Führerschein) oder Essenstabletts in Pflegeheimen oder Kliniken einsammelt (braucht auch keine großartigen Kenntnisse) - Hauptsache es bringt was für die Gemeinschaft, in der man jetzt lebt. Die Stadt kommt mit der Pflege der Grünflächen nicht hinterher und man selbst hat was in der Richtung gearbeitet/gelernt? Dann kann man da doch aushelfen.

Und nein, das ist keine "Zwangsarbeit" und "nicht gegen die Menschenwürde" und kein "umsonst arbeiten müssen". Die Bezahlung sind die staatlichen Zuwendungen und es ist vollkommen normal, für seinen Lebensunterhalt arbeiten zu müssen.

Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

Verfasst: 11. Aug 2024, 11:41
von M.a.K
doppelt..

Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

Verfasst: 11. Aug 2024, 11:42
von M.a.K
Certa hat geschrieben: 11. Aug 2024, 09:36
M.a.K hat geschrieben: 11. Aug 2024, 09:25 Ist halt typisch egoistisches Denken. Aber wenn die Wirtschaft kaputt geht werden auch solche Leute, welche "nur" obere Mittelschicht sind, hart getroffen.
Wer soll denn in der Regierung sitzen, damit die Wirtschaft nicht kaputt geht? Die deutsche volkswirtschaft ist ja zum Beispiel extrem auf Exporte angewiesen, siehe unsere Außenhandelsbilanz. Viele Probleme sind ja hausgemacht
Was das angeht zumindest mal keine Bärbock
Diese bindet den Deutschen einen Bären auf und schießt im Ausland Böcke.

Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

Verfasst: 11. Aug 2024, 11:43
von Weltraumsoldat
H_B hat geschrieben: 11. Aug 2024, 11:17 Sozialstaatsprinzip für Menschen, die noch nie eingezahlt haben. Ich bin ja nicht grundsätzlich gegen Unterstützung, aber irgendwo fehlt mir die Verhältnismäßigkeit.
Vor allem für Menschen, die keine Bürger eben dieses Staates sind. Weltsozialamt halt.

Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

Verfasst: 11. Aug 2024, 11:52
von GastXY
summerset hat geschrieben: 11. Aug 2024, 11:41 Das "Sozialstaatsprinzip" scheint von zu vielen missverstanden zu werden im Sinne von "Ich hab' ein Recht darauf, mich lebenslang ohne Gegenleistung vollalimentieren zu lassen". (Auch von Einheimischen.)
Wird das aber nicht auch politisch so verkauft?

"Hier bekommt jeder Hilfe und eine menschenwürdige Grundsicherung inkl. Wohnung!"?

Dazu die Unsitte von Politikern ständig den Mindeslohn erhöhen zu wollen.

Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

Verfasst: 11. Aug 2024, 11:54
von Certa
Somewhere87 hat geschrieben: 11. Aug 2024, 11:52
summerset hat geschrieben: 11. Aug 2024, 11:41 Das "Sozialstaatsprinzip" scheint von zu vielen missverstanden zu werden im Sinne von "Ich hab' ein Recht darauf, mich lebenslang ohne Gegenleistung vollalimentieren zu lassen". (Auch von Einheimischen.)
Wird das aber nicht auch politisch so verkauft?

"Hier bekommt jeder Hilfe und eine menschenwürdige Grundsicherung inkl. Wohnung!"?

Dazu die Unsitte von Politikern ständig den Mindeslohn erhöhen zu wollen.
Findest du, dass die Löhne in Deutschland zu hoch sind? Wenn man sich das mal in der Vergangenheit anschaut, dann ist wohl eher das Gegenteil der Fall. Ich hatte hier neulich ein Video gepostet, wo das ganz gut anhand von Zahlen dargestellt wird.

Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

Verfasst: 11. Aug 2024, 12:01
von GastXY
Certa hat geschrieben: 11. Aug 2024, 11:54
Somewhere87 hat geschrieben: 11. Aug 2024, 11:52
summerset hat geschrieben: 11. Aug 2024, 11:41 Das "Sozialstaatsprinzip" scheint von zu vielen missverstanden zu werden im Sinne von "Ich hab' ein Recht darauf, mich lebenslang ohne Gegenleistung vollalimentieren zu lassen". (Auch von Einheimischen.)
Wird das aber nicht auch politisch so verkauft?

"Hier bekommt jeder Hilfe und eine menschenwürdige Grundsicherung inkl. Wohnung!"?

Dazu die Unsitte von Politikern ständig den Mindeslohn erhöhen zu wollen.
Findest du, dass die Löhne in Deutschland zu hoch sind? Wenn man sich das mal in der Vergangenheit anschaut, dann ist wohl eher das Gegenteil der Fall. Ich hatte hier neulich ein Video gepostet, wo das ganz gut anhand von Zahlen dargestellt wird.
Die (bwl) Wissenschaft sagt aus, dass Mindestlöhne für die Gemeinschaft unter Umständen gar kontraproduktiv sind. Vielleicht einfach mal danach gehen

Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

Verfasst: 11. Aug 2024, 12:08
von summerset
Somewhere87 hat geschrieben: 11. Aug 2024, 11:52 Wird das aber nicht auch politisch so verkauft?
Das ist ja eins der Probleme.

Verkauft werden müsste: "Hier bekommt ihr Hilfe, wenn ihr im Rahmen eurer (gesundheitlichen) Möglichkeiten etwas nützliches bzw. sinnvolles an die Gesellschaft zurück gebt!"

Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt

Verfasst: 11. Aug 2024, 12:13
von Certa
Herbert hat geschrieben: 11. Aug 2024, 12:01
Certa hat geschrieben: 11. Aug 2024, 11:54
Somewhere87 hat geschrieben: 11. Aug 2024, 11:52

Wird das aber nicht auch politisch so verkauft?

"Hier bekommt jeder Hilfe und eine menschenwürdige Grundsicherung inkl. Wohnung!"?

Dazu die Unsitte von Politikern ständig den Mindeslohn erhöhen zu wollen.
Findest du, dass die Löhne in Deutschland zu hoch sind? Wenn man sich das mal in der Vergangenheit anschaut, dann ist wohl eher das Gegenteil der Fall. Ich hatte hier neulich ein Video gepostet, wo das ganz gut anhand von Zahlen dargestellt wird.
Die (bwl) Wissenschaft sagt aus, dass Mindestlöhne für die Gemeinschaft unter Umständen gar kontraproduktiv sind. Vielleicht einfach mal danach gehen
Welche negativen Effekte hatte denn nachweislich die Einführung vom Mindestlohn?

Das aktuelle Niveau vom Mindestlohn sichert einem ja nicht Mal nach einem Berufsleben in Vollzeit eine Rente, welche oberhalb der Grundsicherung liegt und bei Teilzeit müssen die Leute aufstocken. Insofern subventioniert der Staat (also du mit deinen Steuern) Arbeitgeber, welche diese Personen zum aktuellen Mindestlohn beschäftigen. Im europäischen Umfeld ist der deutsche Mindestlohn doch moderat. Mir wäre eine höhere Tarifbindung allerdings auch lieber als die Notwendigkeit eines gesetzlichen Mindestlohns