Seite 209 von 212
Re: Eigenheim oder Miete
Verfasst: 13. Okt 2025, 17:34
von BREITLING
Knolle hat geschrieben: 10. Okt 2025, 15:12
Sarvadon hat geschrieben: 10. Okt 2025, 12:52
Freistehend?
Glückwunsch.
Reihenmittelhaus, aber freistehend wäre hier auch nicht drin. Hier gab's ein freistehendes Haus mit 105qm Wohnfläche und 200qm Grundstück, renovierungsbedürftig aus den 60ern für 620k
Wird spannend, wenn das Dach gemacht wird. Da muss man sich dann wahrscheinlich mit den Nachbarn absprechen. Aber wir planen so als könnte es jederzeit kommen (auch wenn es aktuell keinen Bedarf gibt).
Glückwunsch

wusste gar nicht, dass ihr aktiv gesucht habt
habt ihr mal überschlagen wo ihr mit den anstehenden Renovierungen landen werdet? in welcher Ecke in FFM ist das?
Re: Eigenheim oder Miete
Verfasst: 13. Okt 2025, 19:23
von Maxim
Ah, ganz übersehen, herzlichen Glückwunsch [mention]Knolle[/mention]!
Einziger Tipp aus meiner Erfahrung: Alles direkt machen was irgendwie geht, lieber bisschen mehr Schulden. Also alles, was man sonst durch wohnen "blockiert", also nicht Dach usw.
Re: Eigenheim oder Miete
Verfasst: 13. Okt 2025, 19:45
von Knolle
Maxim hat geschrieben: 13. Okt 2025, 16:42
Das mit der Höhe ist tatsächlich ein Thema, v.a. wenn man sich mal andere europäische Metropolen wie Paris oder London usw. anschaut. Dagegen sieht München aus wie ein flaches Dorf.
Jetzt sind Paris und London aber trotz weitaus höherer Verdichtung leider auch nicht günstiger, im Gegenteil.
Was diese Städte aber gemeinsam haben ist, dass jahrelang bis zur Zinswende mit sehr billigem Geld vor allem von Akteuren mit bereits existenten Sicherheiten (= u.a. andere Immobilien) fleißig gekauft und gebaut wurde, und zwar in guten Lagen, wodurch da der Wettbewerb auch weiter härter geworden ist.
Immos sind in Deutschland immer noch die größte Säule beim privaten Vermögen, gleichzeitig haben wir eine der geringsten Eigentümerquoten. D.h. die ganzen Buden gehören mathematisch zwangsläufig einer Minderheit.
Jetzt sind die Zinsen höher und die Wohlhabenden suchen nicht mehr so aktiv nach Investments im Wohnungsbau, weil die Renditen nicht mehr stimmen. Was es schon gibt und sich lohnen würde, ist sauteuer, weil Nachfrage. Gleichzeitig können die, die weniger haben aus denselben Gründen nicht mehr kaufen, also steigt auch die Nachfrage nach Mietwohnungen.
Man kann da jetzt mit noch mehr Marktliberalismus drauf schießen, aber ich sehe da nicht so viel Potenzial.
Deutschland ist aber auch ein Land der Kleinvermieter. In der Wirtschaftswoche war ein Artikel darüber, dass es wohl 3-5 Mio Vermieter gibt (ich müsste nachschauen) und die natürlich mit ihren Wohnungen ne recht schlechte Rendite machen. Viele große Investoren sehen, was sie mit Anleihen machen können, ohne Gängelung des Staats, Leerstand und Co.
Eigentlich könnte der Mietmarkt ja wirklich als Markt sehr gut funktionieren und da würden solche extremen Fälle wie Certas Beispiel auch geregelt werden, weils keiner haben will.
Wenn keiner mehr mit Vermietung Rendite macht, dann gibt's eben auch keinen, der noch Häuser baut.
Re: Eigenheim oder Miete
Verfasst: 13. Okt 2025, 19:53
von Knolle
BREITLING hat geschrieben: 13. Okt 2025, 17:34
Knolle hat geschrieben: 10. Okt 2025, 15:12
Sarvadon hat geschrieben: 10. Okt 2025, 12:52
Freistehend?
Glückwunsch.
Reihenmittelhaus, aber freistehend wäre hier auch nicht drin. Hier gab's ein freistehendes Haus mit 105qm Wohnfläche und 200qm Grundstück, renovierungsbedürftig aus den 60ern für 620k
Wird spannend, wenn das Dach gemacht wird. Da muss man sich dann wahrscheinlich mit den Nachbarn absprechen. Aber wir planen so als könnte es jederzeit kommen (auch wenn es aktuell keinen Bedarf gibt).
Glückwunsch

wusste gar nicht, dass ihr aktiv gesucht habt
habt ihr mal überschlagen wo ihr mit den anstehenden Renovierungen landen werdet? in welcher Ecke in FFM ist das?
Schicke dir ne PN
Ich denke, dass wir realistisch nochmal bei 100k liegen werden.
Dach sanieren bestimmt 50k
Neue Fenster und Fensterbänke ka, 20k?
Reparatur Balkon 10k?
Bad unterm Dach 15k
Sonstiges 5k
Also alles Sachen, die nicht gemacht werden müssen, aber wahrscheinlich in den nächsten 15 Jahren Thema werden könnten. Die Heizung ist von 2012, da würde ich jetzt auch nochmal 10 Jahre schätzen, die die mal mindestens halten sollte.
Im Endeffekt sind es auch nur Schätzungen. Alles funktioniert und hält, nichts ist problematisch, aber man muss es auf dem Schirm haben. Alles ist im Laufe der Jahre regelmäßig vom Vorbesitzer erneuert worden und daher brennt nix.
Re: Eigenheim oder Miete
Verfasst: 26. Nov 2025, 13:31
von Asmodäus
Hat sich erledigt

Re: Eigenheim oder Miete
Verfasst: 18. Jan 2026, 07:48
von Matt-Eagle
Vielleicht kennt sich ja der ein oder andere hier aus
Mir soll ein Haus "geschenkt" werden, keine direkte Verwandtschaft.
Wie läuft sowas ab? Mein Steuerberater meinte ich sollte mir einen speziellen Gutachter holen (Kostet ca 2-3k) der das Haus schätzt. Vielleicht natürlich auch etwas niedriger da ich ja Schenkungssteuer Zahlen muss.
Ist das ein "Muss"?
Oder wie wird sonst der Wert des Hauses ermittelt den der Notar dann im Vertrag hat bzw. aus dem dann natürlich auch meine Steuer berechnet wird?
Re: Eigenheim oder Miete
Verfasst: 18. Jan 2026, 10:35
von Knolle
Matt-Eagle hat geschrieben: 18. Jan 2026, 07:48
Vielleicht kennt sich ja der ein oder andere hier aus
Mir soll ein Haus "geschenkt" werden, keine direkte Verwandtschaft.
Wie läuft sowas ab? Mein Steuerberater meinte ich sollte mir einen speziellen Gutachter holen (Kostet ca 2-3k) der das Haus schätzt. Vielleicht natürlich auch etwas niedriger da ich ja Schenkungssteuer Zahlen muss.
Ist das ein "Muss"?
Oder wie wird sonst der Wert des Hauses ermittelt den der Notar dann im Vertrag hat bzw. aus dem dann natürlich auch meine Steuer berechnet wird?
Ja, hol dir nen Gutachter. Es gibt verschiedene Arten von Gutachten bzw Verfahren zur Wertermittlung. Du kannst auch schauen, ob das Ortsgericht das bei euch macht. Das ist auch anerkannt und ggf ist der Wert dann etwas niedriger als bei nem anderen Verfahren bzw Gutachter.
Re: Eigenheim oder Miete
Verfasst: 18. Jan 2026, 10:53
von Matt-Eagle
Habe jetzt schon öfters gelesen das ein Ortsgericht bei rechtlichen Fällen nicht ausreichend ist?
Re: Eigenheim oder Miete
Verfasst: 18. Jan 2026, 10:54
von Landesmeister
Meiner Meinung nach, als halber Laie, würde ich ein Gutachten erstellen lassen.
Der Notar trägt zwar ein was man ihm sagt, sofern es realistisch ist. Aber Finanzamt kann das anzweifeln.
Auch könnte das Sozialamt innerhalb von 10 Jahren nach der Schenkung noch mit ins Spiel kommen.
Mit dem Gutachten hat man dann erstmal was in der Hand.
Re: Eigenheim oder Miete
Verfasst: 18. Jan 2026, 12:18
von H_D
Wäre es nicht günstiger das Haus für 1€ zu kaufen?
Re: Eigenheim oder Miete
Verfasst: 18. Jan 2026, 12:25
von ImShy
H_D hat geschrieben: 18. Jan 2026, 12:18
Wäre es nicht günstiger das Haus für 1€ zu kaufen?
Kann man und darf man. Aber das Finanzamt bekommt davon Wind und wird dies als Schenkung ansehen. Dann zahlst du halt trotzdem Schenkungssteuer.
Gut wäre, wenn man einen Gutachter kennt, der das Haus "billig" bewertet und dies sogar ausführlich berichtet.
Re: Eigenheim oder Miete
Verfasst: 18. Jan 2026, 16:12
von oldschool87
Aber auch ein Gutachter ist an gewisse Vorgaben gebunden.
Wenn es dann trotzdem noch als Gefälligkeitsgutachten angesehen wird, geht die "Gegenseite" auch zu weiteren Maßnahmen über (Bausachverständiger z.B.).
Re: Eigenheim oder Miete
Verfasst: 18. Jan 2026, 16:52
von schlimmfinger
Matt-Eagle hat geschrieben: 18. Jan 2026, 07:48
Vielleicht kennt sich ja der ein oder andere hier aus
Mir soll ein Haus "geschenkt" werden, keine direkte Verwandtschaft.
1. Steuerberater aufsuchen, der sich mit Immobilien wirklich auskennt. --> Fachanwalt Immobilienrecht
2. Der wird mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Gutachter beauftragen. Evtl. Restnutzungsgutachten, da Immobilie alt ist.
3. Die Schenkung MUSS dem Finanzamt gegenüber erklärt werden! Sonst ist diese ungültig. 10-Jahres Frist beachten dabei...
4. keine direkte Verwandtschaft--> nur 20.000€ steuerlicher Freibetrag. Alles was drüber ist will das Finanzamt beteiligt werden...
Diese 3 Punkte nicht abfahren
- wegen Geldsparen und kein Lust - führt zu massivem Ärger und Frust.
Kannst hier mal ein wenig rechnen was dich das kostet:
https://www.finanztip.de/schenkungssteuer/
Re: Eigenheim oder Miete
Verfasst: 20. Jan 2026, 09:21
von flou1983
Bei Wohnungen und Ein- oder Zweifamilienhäusern kommt grundsätzlich erst mal das Vergleichswertverfahren. Der Wert wird abgeleitet aus den tatsächlich realisierten Kaufpreisen anderer vergleichbarer Objekte. Also vergleichbares Baujahr, Lage, Wohnfläche, Ausstattung und so weiter.
Im zweiten Schritt hast du die Möglichkeit einen niedrigeren tatsächlichen Wert anzusetzen. Da gibt es zwei Möglichkeiten, entweder ein Gutachten oder das Gebäude wurde erst durch den Schenker angeschafft oder du verkaufst es innerhalb eines Jahres, dann kannst du de tatsächlichen Kaufpreis ansetzen.
Wenn das Ding vermietet ist, kannst du dann noch in einem dritten Schritt 10%als Wertabschlag abziehen.
Ich würde auf jeden Fall zu einem Steuerberater/Fachanwalt raten, die Kosten kannst du dann auch in der Schenkunssteuererklärung ansetzen.
Re: Eigenheim oder Miete
Verfasst: 20. Jan 2026, 09:26
von Piotr
flou1983 hat geschrieben: 20. Jan 2026, 09:21
Bei Wohnungen und Ein- oder Zweifamilienhäusern kommt grundsätzlich erst mal das Vergleichswertverfahren. Der Wert wird abgeleitet aus den tatsächlich realisierten Kaufpreisen anderer vergleichbarer Objekte. Also vergleichbares Baujahr, Lage, Wohnfläche, Ausstattung und so weiter.
Im zweiten Schritt hast du die Möglichkeit einen niedrigeren tatsächlichen Wert anzusetzen. Da gibt es zwei Möglichkeiten, entweder ein Gutachten oder das Gebäude wurde erst durch den Schenker angeschafft oder du verkaufst es innerhalb eines Jahres, dann kannst du de tatsächlichen Kaufpreis ansetzen.
Wenn das Ding vermietet ist, kannst du dann noch in einem dritten Schritt 10%als Wertabschlag abziehen.
Ich würde auf jeden Fall zu einem Steuerberater/Fachanwalt raten, die Kosten kannst du dann auch in der Schenkunssteuererklärung ansetzen.
Ich hatte so einen Fall bei einem Arbeitskollegen.
Dort gab es einige Sachen die den Wert der Immobilie gesenkt hatten.
Die Mieten waren beispielsweise zu niedrig, es gab eine Reallastrente und Wohnrecht für den Eigentümer des Hauses (wäre bei einem Verkauf auf den neuen Eigentümer übergegangen)
Aber es muss eben tatsächlich sowas vorliegen.
Spezialisierter Anwalt aber Pflicht bei sowas