Re: GPP / Strength & Conditioning / CrossFit
Verfasst: 30. Jan 2025, 10:33
30012025 am
HIDIT Echobike VO2max Intervals
Warm up:
2:00: 200 Watt
3:00: 3x ramp to 405 Watt
2:00: 200 Watt
3:00: 164 Watt
Series 1:
On: 332 Watt
Off: 236 Watt
3:00/2:00
2:00/1:20
1:00/0:40
0:30/0:20
0:30/0:20
0:30/0:20
Rest:
5:30: 164 Watt
Series 2:
On: 332 Watt
Off: 236 Watt
3:00/2:00
2:00/1:20
1:00/0:40
0:30/0:20
0:30/0:20
0:30/0:20
Cool down:
2:30: 164 Watt
Time: 0:43:00
Distance: 26,01km
ave/max HR: 126/145 BPM
TE: 2,6/0,0
TSS: 60,0
Dead Hang / 2x35s
Eigentlich hätte ich heute Sweetspot- oder Threshold-Intervalle auf dem Plan gehabt, aber da ich ab morgen für 2 Tage unterwegs bin und nich trainieren kann, habe ich mich dazu entschieden, die Intensität ein bisschen zu erhöhen und stattdessn VO2max-Intervalle zu fahren, die eigentlich erst kommende Woche drangewesen wären. (Evtl. interessant für [smention u=174]labil[/smention])
Ich habe dazu mal ein (für mich) neues Protokoll ausprobiert, das HIDIT (High Intensity Decreasing Interval Training) genannt wird und auf einem Paper von Vaccari et al. 2020 basiert. Die Intervall-Struktur soll die Zeit über 90% der VO2(peak) im Vergleich zu langen (wie z.B. 3min vs. 2min) oder intermittierenden Intervallen (30/20er) erhöhen und so potenziell einen stärkeren Anpasungsreiz verursachen.
In der Studie wurde zwischen dem 1min- und dem 30sek-Intervall noch ein Intervall mit einer Belastungszeit von 45sek und einer Pause von 27sek (sic!) gefahren, außerdem wurden die 30/20er am Ende bis zur individuelen Erschöpfung der Probanden gefahren. Da man so eine Intervallstruktur bei einem Echobike nicht programmieren kann, habe ich mir die Zeiten einfach auf einen Zettel geschrieben und bin sie dann anhand des Monitors abgefahren. Da ich dabei aber ungern 5- oder sogar 7-Sekunden Schritte im Auge/Kopf behalten wollte (unter VO2max Belastungen, haha), habe ich das Intervall quasi aus "logistischen Gründen" geskipped. Ich habe mich für einen ersten Versuch auch auf 3x30s am Ende einer Serie entschieden (anstatt bis zur "Exhaustion"), dafür bin ich aber 2 Serien gefahren (anstatt nur einer). Ohne eine vorherige Festlegung wäre mir die Sache mit der Uhr, den Zeiten und den "manuell gefahrenen Intervallen" einfach zu kompliziert geworden. Mit einer Serienzeit von 12:30 erschien mit eine Gesamtbelastungzeit von ca. 25min bei so einem Protokoll für sinnvoll, denn das HIDIT Protokoll ist ja eine Mischung aus langen und intermittierneden Belastungen (im VO2max Bereich sind meistens 12-24min - z.B. 4x3min oder 3x8min, bei intermittierenden Belastungen auch bis ca. 30min die Regel, z.B. bei 3x13x30/15er).
Das ursprüngliche Paper basiert außerdem auf CP (Critical Power) anstatt FTP (ist in dr Wissenschaft so üblich), wobei in den Belastungsphasen bei 117% und in den Entlasutugsphasen bei 83% der CP gefahren wird. Echobikes sind bei der Poweranzeige leider nicht "stufenlos", stattdessen erfolgt die Powerberechnung einfach anhand der gefahrenen RPM, also habe ich "Näherungswerte" benutzt (es waren 119% und 85% - close enough, im Paper lag der Fehler in der CP auch bei 6%).
Ich bin noch ein bisschen unschlüssig, ob mir das Protokoll gefallen hat, oder nicht. Ich finde es auf jeden Fall sehr kompliziert und wenig benutzerfreundlich, wenn man so etwas nicht vorprogrammieren kann. Allein deshalb fahre ich es vielleicht nicht noch mal ... andererseits hatte ich allein anhand meiner Atmung oder der "gefühlten Nähe zu meinen Ventilations-Thresholds" das Gefühl, dass die Belastung vor allem für meine Lunge schnell im richtigen Bereich lag - meine HR ist allerdings recht niedrig geblieben. Die lokale Muskelermüdung war ansonsten ähnlich wie bei anderen VO2max-Intervallen und bis auf die ersten 20 Sekunden der Belastung nach der 5:30min Pause bei 164 Watt war die 2. Serie echt hart. Meine Muskulatur hat ordentlich gebrannt und ich hatte von der Atmung her das Gefühl, dass ich einfach nicht genug Luft bekomme - obwohl meine HR sich gerade mal dem Schwellenbereich genähert hat. Das Protokoll hat von daher also wohl irgendwelche (physiologischen) Parameter angesprochen, die bei mir nicht sonderlich ausgeprägt sind (VO2max ist ja ein recht komplexes Gesamtkonstrukt aus ganz verschiedenen Parametern, angefangen bei der Lunge, über das Herz, das Blutgefäßsystem, das Blut bis zu den Muskeln und den Mitochondrien), wenn auch andere, als 4x4-, 3x8- oder 3x13x30/15er-Protokolle, die ich ansonsten meistens für den VO2max-Bereich nutze. Der TSS Wert (ein Alptraum, den für das Protokoll quasi manuell zu berechnen) lag mit 60 auch im Bereich anderer VO2max-Protokolle, die ich benutze.
HIDIT Echobike VO2max Intervals
Warm up:
2:00: 200 Watt
3:00: 3x ramp to 405 Watt
2:00: 200 Watt
3:00: 164 Watt
Series 1:
On: 332 Watt
Off: 236 Watt
3:00/2:00
2:00/1:20
1:00/0:40
0:30/0:20
0:30/0:20
0:30/0:20
Rest:
5:30: 164 Watt
Series 2:
On: 332 Watt
Off: 236 Watt
3:00/2:00
2:00/1:20
1:00/0:40
0:30/0:20
0:30/0:20
0:30/0:20
Cool down:
2:30: 164 Watt
Time: 0:43:00
Distance: 26,01km
ave/max HR: 126/145 BPM
TE: 2,6/0,0
TSS: 60,0
Dead Hang / 2x35s
Eigentlich hätte ich heute Sweetspot- oder Threshold-Intervalle auf dem Plan gehabt, aber da ich ab morgen für 2 Tage unterwegs bin und nich trainieren kann, habe ich mich dazu entschieden, die Intensität ein bisschen zu erhöhen und stattdessn VO2max-Intervalle zu fahren, die eigentlich erst kommende Woche drangewesen wären. (Evtl. interessant für [smention u=174]labil[/smention])
Ich habe dazu mal ein (für mich) neues Protokoll ausprobiert, das HIDIT (High Intensity Decreasing Interval Training) genannt wird und auf einem Paper von Vaccari et al. 2020 basiert. Die Intervall-Struktur soll die Zeit über 90% der VO2(peak) im Vergleich zu langen (wie z.B. 3min vs. 2min) oder intermittierenden Intervallen (30/20er) erhöhen und so potenziell einen stärkeren Anpasungsreiz verursachen.
In der Studie wurde zwischen dem 1min- und dem 30sek-Intervall noch ein Intervall mit einer Belastungszeit von 45sek und einer Pause von 27sek (sic!) gefahren, außerdem wurden die 30/20er am Ende bis zur individuelen Erschöpfung der Probanden gefahren. Da man so eine Intervallstruktur bei einem Echobike nicht programmieren kann, habe ich mir die Zeiten einfach auf einen Zettel geschrieben und bin sie dann anhand des Monitors abgefahren. Da ich dabei aber ungern 5- oder sogar 7-Sekunden Schritte im Auge/Kopf behalten wollte (unter VO2max Belastungen, haha), habe ich das Intervall quasi aus "logistischen Gründen" geskipped. Ich habe mich für einen ersten Versuch auch auf 3x30s am Ende einer Serie entschieden (anstatt bis zur "Exhaustion"), dafür bin ich aber 2 Serien gefahren (anstatt nur einer). Ohne eine vorherige Festlegung wäre mir die Sache mit der Uhr, den Zeiten und den "manuell gefahrenen Intervallen" einfach zu kompliziert geworden. Mit einer Serienzeit von 12:30 erschien mit eine Gesamtbelastungzeit von ca. 25min bei so einem Protokoll für sinnvoll, denn das HIDIT Protokoll ist ja eine Mischung aus langen und intermittierneden Belastungen (im VO2max Bereich sind meistens 12-24min - z.B. 4x3min oder 3x8min, bei intermittierenden Belastungen auch bis ca. 30min die Regel, z.B. bei 3x13x30/15er).
Das ursprüngliche Paper basiert außerdem auf CP (Critical Power) anstatt FTP (ist in dr Wissenschaft so üblich), wobei in den Belastungsphasen bei 117% und in den Entlasutugsphasen bei 83% der CP gefahren wird. Echobikes sind bei der Poweranzeige leider nicht "stufenlos", stattdessen erfolgt die Powerberechnung einfach anhand der gefahrenen RPM, also habe ich "Näherungswerte" benutzt (es waren 119% und 85% - close enough, im Paper lag der Fehler in der CP auch bei 6%).
Ich bin noch ein bisschen unschlüssig, ob mir das Protokoll gefallen hat, oder nicht. Ich finde es auf jeden Fall sehr kompliziert und wenig benutzerfreundlich, wenn man so etwas nicht vorprogrammieren kann. Allein deshalb fahre ich es vielleicht nicht noch mal ... andererseits hatte ich allein anhand meiner Atmung oder der "gefühlten Nähe zu meinen Ventilations-Thresholds" das Gefühl, dass die Belastung vor allem für meine Lunge schnell im richtigen Bereich lag - meine HR ist allerdings recht niedrig geblieben. Die lokale Muskelermüdung war ansonsten ähnlich wie bei anderen VO2max-Intervallen und bis auf die ersten 20 Sekunden der Belastung nach der 5:30min Pause bei 164 Watt war die 2. Serie echt hart. Meine Muskulatur hat ordentlich gebrannt und ich hatte von der Atmung her das Gefühl, dass ich einfach nicht genug Luft bekomme - obwohl meine HR sich gerade mal dem Schwellenbereich genähert hat. Das Protokoll hat von daher also wohl irgendwelche (physiologischen) Parameter angesprochen, die bei mir nicht sonderlich ausgeprägt sind (VO2max ist ja ein recht komplexes Gesamtkonstrukt aus ganz verschiedenen Parametern, angefangen bei der Lunge, über das Herz, das Blutgefäßsystem, das Blut bis zu den Muskeln und den Mitochondrien), wenn auch andere, als 4x4-, 3x8- oder 3x13x30/15er-Protokolle, die ich ansonsten meistens für den VO2max-Bereich nutze. Der TSS Wert (ein Alptraum, den für das Protokoll quasi manuell zu berechnen) lag mit 60 auch im Bereich anderer VO2max-Protokolle, die ich benutze.