Waldo hat geschrieben: 1. Jan 2025, 20:11
M.I.T. hat geschrieben: 1. Jan 2025, 18:40
Total: 1.185
10.000/10.000
Challenge beendet.
Sehr stark. Nicht nur physisch, auch mental. Hut ab
Vielen Dank, mein Lieber!
Nachfolgend die zeitliche Aufstellung der Challenge:
06.12.2024: 460
07.12.2024: 500
08.12.2024: 1030
09.12.2024: -
10.12.2024: 500
11.12.2024: -
12.12.2024: 600
13.12.2024: 625
14.12.2024: -
15.12.2024: 500
16.12.2024: 1000
17.12.2024: -
18.12.2024: -
19.12.2024: -
20.12.2024: 500
21.12.2024: 500
22.12.2024: -
23.12.2024: -
24.12.2024: -
25.12.2024: -
26.12.2024: 500
27.12.2024: -
28.12.2024: 1300
29.12.2024: -
30.12.2024: 800
31.12.2024: -
01.01.2025: 1185
Das waren also 10.000 Swings in 14 Einheiten.
Ein paar Gedanken zur Challenge:
1) Das war bereits das zweite Mal, dass ich diese Challenge absolviert habe. Mein ganz subjektiver Eindruck ist, dass mir dieser Durchlauf doch deutlich leichter fiel als der erste Durchlauf 2019. Das mag verschiedene Gründe haben:
- Mein Training war die letzten Monate deutlich mehr auf Ausdauer fokussiert als früher noch, wo der primäre Fokus das Powerlifting war.
- Ich habe dieses Mal eine 24er verwendet und keine 28er wie beim ersten Durchlauf.
- Meine Technik ist inzwischen deutlich besser und effektiver als beim ersten Durchlauf, wo ich noch recht neu im Kettlebellsport war.
2) Ich habe dieses Mal fast durchgehend Zughilfen verwendet. Der Grund ist, dass ich beim damaligen ersten Durchlauf durchgehend äußerst schmerzhafte Schwielen und auch blutige Risse an den Handinnenflächen hatte, was die Challenge zum Ende hin zu einer Tortur machte. Ich hatte dieses Mal schlicht keine Lust auf widerliche Schmerzen und offen blutende Hände bei den Swings, so dass ich eben meist Zughilfen verwendet habe. Die Griffkraft fordert das dennoch, und Schwielen habe ich trotzdem. Das macht die Challenge aus meiner Sicht keinesfalls ungültig, denn der Swing ist für mich eine Ganzkörperübung und nur sekundär eine Griffkraftübung. Und wenn ich so derbe Schmerzen in den Händen habe, dass ich mehr mit Greifen beschäftigt bin als mit der eigentlichen Übung, dann ist das für mich am Sinn der Sache vorbei.
3) Eine solche Challenge ist nur zu 20% physisch, der Rest ist mentales Durchhaltenvermögen. Wenn der Geist mitmacht, dann ist das absolut machbar. Mein primäres Problem ist dabei die Langeweile - Swings en masse zu machen ist eben furchtbar monoton und sterbenslangweilig. Ich habe mir daher die Abfolge der Einheiten und auch die inhaltliche Gestaltung so zurecht gelegt, dass es für mich interessant blieb. Am 28.12. z.B. war es das Ziel, einen neuen PR mit 1300 Swings zu erreichen, und dazu habe ich die Einheit so gestaltet, dass es interessant für mich blieb. Ich habe mich auch in allen anderen Einheiten so gut wie nie an das sture und furchtbar langweilige Schema 10/15/25/50 gehalten. Bei langen Sätzen wie 50er- oder 100er-Sätzen habe ich außerdem beim Mitzählen nicht stur von 1 bis 50 oder 100 gezählt, sondern den Satz gedanklich in Intervalle zerlegt (ohne freilich die Kettlebell abzusetzen und den Satz zu unterbrechen). Als Beispiel habe ich z.B. in 50er-Sätzen immer wieder mal 14/13/12/11 oder ähnlich gezählt, auch hier wieder mit dem Ziel, meinem Hirn etwas zu tun zu geben und nicht vor Langeweile zu heulen. Diese freie Gestaltung der Einheiten tut mir gut und macht die Challenge mental erträglich.
4) Wie schon beim ersten Durchlauf merkte ich zum Ende hin, dass auch lange Sätze ihren Schrecken verlieren. Sicher, 50er-Sätze sind niemals eine angenehme Sache, aber sie sind zum Ende hin deutlich erträglicher als zu Beginn der Challenge. Damit verbunden ist eine deutliche Steigerung der Ausdauer. Ich werde morgen zum ersten Mal seit Anfang Dezember wieder am Sandsack trainieren, und ich erwarte hier einen deutlichen Zuwachs an Ausdauer.
5) Ich fühle mich quicklebendig.
Letztlich lehrt einen eine solche Challenge mentales Durchhaltevermögen, was nicht nur im Training, sondern auch in allen anderen Lebensbereichen einen Übertrag hat. Werde ich das auch ein drittes Mal machen? Ja, ganz sicher, und das wird nicht wieder 5 Jahre dauern, bis ich den nächsten Durchlauf starte. Ich sehe bei dieser Challenge tatsächlich nur Benefits und freue mich schon auf den nächsten Durchlauf irgendwann Ende 2025.
TL;DR: War super, ist alles nur mental, ich fühle mich prima, das mache ich Ende 2025 auf jeden Fall wieder!