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Re: Sciencethread Training
Verfasst: 9. Jan 2026, 19:57
von H_D
Re: Sciencethread Training
Verfasst: 26. Jan 2026, 16:08
von H_D
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ABBC3_SPOILER_SHOW
Entleert Krafttraining die Glykogenspeicher?
Hintergrund:
Muskelglykogen stellt eine zentrale Energiequelle für hochintensive Muskelarbeit dar. Während die Bedeutung von Glykogen für Ausdauerleistungen gut dokumentiert ist, herrscht im Krafttraining weiterhin Unsicherheit darüber, in welchem Ausmaß einzelne Krafttrainingseinheiten die muskulären Glykogenspeicher tatsächlich entleeren und welche Trainingsvariablen diesen Prozess beeinflussen.
Traditionell wird angenommen, dass insbesondere hohes Trainingsvolumen, kurze Satzpausen und moderate bis hohe Wiederholungszahlen zu einem relevanten Glykogenverbrauch führen. Gleichzeitig zeigen neuere Studien, dass auch niedrigere Wiederholungsbereiche mit hohen Lasten metabolische Anforderungen erzeugen können, insbesondere wenn mehrere Sätze bis nahe an das Muskelversagen ausgeführt werden. Die tatsächliche Rolle von Intensität, Volumen und Trainingsstatus bleibt jedoch uneinheitlich beschrieben.
Ein weiterer limitierender Faktor der bisherigen Literatur ist die starke Heterogenität der Studiendesigns. Einzelstudien unterscheiden sich deutlich hinsichtlich:
untersuchter Muskelgruppen,
verwendeter Trainingsprotokolle,
Messmethoden der Glykogenkonzentration,
Trainingsstatus der Probanden.
Dadurch ist es für Coaches schwierig, aus Einzelstudien belastbare Schlussfolgerungen für die Trainingspraxis abzuleiten – insbesondere in Bezug auf die Planung von Trainingsfrequenz, Pausenlänge zwischen Einheiten und die Notwendigkeit gezielter Kohlenhydratzufuhr.
Die vorliegende systematische Übersichtsarbeit (Hamidvand et al., 2025) mit Metaanalyse adressiert genau diese Problematik. Ziel war es, die akuten Effekte einer einzelnen Krafttrainingseinheit auf die Muskelglykogenkonzentration zu quantifizieren und zu untersuchen, wie Faktoren wie Trainingsvolumen, Intensität, Muskelgruppe und Trainingsstatus die Höhe der Glykogenentleerung beeinflussen.
Methodik: Was wurde gemacht?
Es erfolgte eine systematische Literaturrecherche in den wissenschaftlichen Datenbanken PubMed, Scopus und Web of Science. Eingeschlossen wurden ausschließlich Studien, die folgende Kriterien erfüllten:
Untersuchung gesunder Erwachsener
Durchführung mindestens einer Krafttrainingseinheit
Direkte Messung der Muskelglykogenkonzentration (z. B. Muskelbiopsie oder validierte bildgebende Verfahren)
Erhebung der Glykogenwerte vor und unmittelbar nach dem Training
Kontrolliertes Studiendesign
Studien mit Ausdauertraining, Mischprotokollen ohne klare Abgrenzung oder indirekten Glykogenmarkern wurden ausgeschlossen.
Charakteristika der eingeschlossenen Studien
Insgesamt wurden 20 Studien in die Metaanalyse eingeschlossen. Die untersuchten Trainingsprotokolle variierten hinsichtlich:
Trainingsvolumen (Anzahl der Sätze und Wiederholungen)
Intensität (% 1RM)
Satzpausen
trainierter vs. untrainierter Probanden
unterschiedlicher Muskelgruppen (v. a. Unter- und Oberkörper)
Die Mehrheit der Protokolle verwendete mehrere Sätze pro Übung, häufig bis nahe an das Muskelversagen.
Ergebnisse
Die Metaanalyse zeigt, dass eine einzelne Krafttrainingseinheit zu einer signifikanten Reduktion (-21%) der Muskelglykogenkonzentration führt, das Ausmaß dieser Entleerung jedoch stark vom Trainingsdesign und dem Trainingsstatus abhängt.
Gesamteffekt
Über alle eingeschlossenen Studien hinweg wurde eine moderate durchschnittliche Abnahme des Muskelglykogens beobachtet. Die Dichtediagramme verdeutlichten dabei eine große Streuung der Effekte, was auf eine ausgeprägte interindividuelle und protokollspezifische Variabilität hinweist.
Einfluss des Trainingsvolumens
Hohes Trainingsvolumen (viele Sätze pro Muskelgruppe, Training bis nahe ans Versagen) führte zu den größten Glykogenverlusten.
Protokolle mit geringerem Volumen zeigten hingegen nur kleine bis teilweise triviale Effekte auf die Glykogenspeicher.
Das Trainingsvolumen erwies sich damit als der stärkste Prädiktor für die Höhe der akuten Glykogenentleerung.
Einfluss der Trainingsintensität
Moderate Lasten (≈ 60–75 % 1RM) in Kombination mit hohem Wiederholungsumfang führten zu größeren Glykogenverlusten als sehr hohe Intensitäten mit niedriger Wiederholungszahl. Reines Maximalkrafttraining mit langen Satzpausen entleerte die Glykogenspeicher nur begrenzt.
Mehrstufige Metaregressionsanalyse zur Untersuchung des Zusammenhangs zwischen der Anzahl der Sätze und dem durchschnittlichen Glykogenabbau in verschiedenen Studien. Die Regressionsgerade zeigt einen negativen Zusammenhang zwischen der Anzahl der Sätze und dem Glykogenspiegel, wobei mit zunehmender Anzahl der Sätze größere durchschnittliche Unterschiede beobachtet werden. Der schattierte Bereich stellt das 95-prozentige Konfidenzintervall dar, während jeder Datenpunkt eine einzelne Studie widerspiegelt, wobei die Größe der Punkte dem Gewicht der Studie in der Analyse entspricht (aus Hamidvand et al., 2025).
Trainingsstatus
Untrainierte oder moderat trainierte Personen zeigten deutlich größere Glykogenreduktionen als gut trainierte Athleten. Fortgeschrittene Kraftsportler wiesen eine höhere metabolische Effizienz und damit geringere relative Speicherentleerung auf.
Unterschiede zwischen Muskelgruppen
Große Muskelgruppen (z. B. Quadrizeps) zeigten stärkere Glykogenverluste als kleinere Muskelgruppen. Oberkörpertraining führte insgesamt zu geringeren Entleerungen im Vergleich zu Unterkörperprotokollen mit vergleichbarem Volumen.
Vertiefende Einordnung der Ergebnisse
Die vorliegende Meta-Analyse zeigt, dass eine einzelne Krafttrainingseinheit die Muskelglykogenkonzentration im Mittel um etwa 21 % reduziert. Dieser Rückgang ist statistisch signifikant, wirft jedoch die entscheidende praxisrelevante Frage auf: Ist diese Glykogenentleerung leistungsrelevant?
Glykogenreduktion vs. Leistungsfähigkeit
Es wird angenommen, dass eine Einschränkung der Muskelkontraktion auftritt, wenn die Glykogenkonzentration unter einen kritischen Schwellenwert von etwa 280–300 mmol·kg⁻¹ Trockengewicht fällt. Unterhalb dieses Bereichs kann die Calciumfreisetzung aus dem sarkoplasmatischen Retikulum beeinträchtigt werden, was die Kraftentwicklung limitiert und zur Ermüdung beiträgt.
Die vorhandene Evidenz spricht jedoch dafür, dass typische Krafttrainingseinheiten diesen kritischen Schwellenwert in der Regel nicht unterschreiten. Beispielsweise zeigte die klassische Studie von Essén-Gustavsson & Tesch (1990), dass selbst ein sehr hohes Trainingsvolumen (mehrere Unterkörperübungen bis zum Muskelversagen) den Glykogengehalt im Vastus lateralis zwar deutlich senkte (von ~690 auf ~495 mmol·kg⁻¹), jedoch weiterhin klar oberhalb der leistungsrelevanten Grenze blieb.
Fazit: Die akute Glykogenentleerung durch Krafttraining ist in den meisten Fällen metabolisch relevant, aber nicht leistungsbegrenzend.
Subzelluläre Glykogenverteilung: der entscheidende Punkt
Ein wesentlicher Limiter der bisherigen Datenlage ist, dass die meisten Studien Gesamtmuskelglykogen messen. Dieser Mittelwert verschleiert jedoch potenziell leistungsrelevante Veränderungen auf subzellulärer Ebene.
Neuere Untersuchungen zeigen, dass Krafttraining zu einer nicht-homogenen Entleerung der Glykogenspeicher führt:
In Typ-I-Fasern reduziert sich primär das intermyofibrilläre Glykogen (≈ −33 %).
In Typ-II-Fasern kommt es zu signifikanten Reduktionen in allen drei Glykogenkompartimenten (inter-, intra- und subsarkolemmal).
Besonders relevant: nahezu 50 % der Typ-II-Fasern weisen nach Krafttraining eine starke Entleerung des intramyofibrillären Glykogens auf – jenes Speichers, der am stärksten mit der Erregungs-Kontraktions-Kopplung verknüpft ist.
Dies könnte erklären, warum Athleten trotz „ausreichender“ Gesamtglykogenwerte lokale Ermüdung oder Leistungseinbußen erleben.
Methodische Limitationen
Die Meta-Analyse fokussierte sich primär auf den Vastus lateralis, einen großen, stark beanspruchten Muskel bei Knieextensionsbewegungen. Zwar ist dieser Muskel für Krafttraining hochrelevant, jedoch zeigen Biopsiestudien sehr hohe intraindividuelle Variabilitäten (bis zu ±40–50 %), insbesondere bei der Faser- und Kompartimentanalyse.
Daraus ergibt sich eine gewisse Unsicherheit bei der Ableitung generalisierbarer Aussagen, insbesondere für andere Muskelgruppen oder Trainingsformen.
Praktische Schlussfolgerung für Coaches
Krafttraining reduziert Muskelglykogen moderat, aber meist nicht leistungsbegrenzend
Die lokale Entleerung in Typ-II-Fasern ist potenziell relevanter als der Gesamtmuskelwert
Hohe Volumina und Training bis zum Versagen erhöhen das Risiko funktionell relevanter lokaler Ermüdung
Pauschale Kohlenhydratstrategien sind nicht erforderlich – Trainingsziel und Belastungsstruktur sind entscheidend
Quelle:
Hamidvand A, Delleli S, Rothschild JA, Chenaghchi F, Jafari A, Naderi A. Acute effects of resistance exercise on skeletal muscle glycogen depletion: A systematic review and meta-analysis. Physiol Rep. 2025 Dec;13(24):e70683. doi: 10.14814/phy2.70683. PMID: 41420384; PMCID: PMC12717450.
Essen‐Gustavsson, B. , & Tesch, P. (1990). Glycogen and triglyceride utilization in relation to muscle metabolic characteristics in men performing heavy‐resistance exercise. European Journal of Applied Physiology and Occupational Physiology, 61, 5–10
Re: Sciencethread Training
Verfasst: 26. Jan 2026, 16:36
von Netzokhul
Ungefähr das was M.A.S.S. schon seit ein paar Jahren predigt.

Re: Sciencethread Training
Verfasst: 26. Jan 2026, 21:13
von H_D
Das ist ja die Argumentation von Beardsley für Intra oder?
Glykogenreduktion vs. Leistungsfähigkeit
Es wird angenommen, dass eine Einschränkung der Muskelkontraktion auftritt, wenn die Glykogenkonzentration unter einen kritischen Schwellenwert von etwa 280–300 mmol·kg⁻¹ Trockengewicht fällt. Unterhalb dieses Bereichs kann die Calciumfreisetzung aus dem sarkoplasmatischen Retikulum beeinträchtigt werden, was die Kraftentwicklung limitiert und zur Ermüdung beiträgt.
Re: Sciencethread Training
Verfasst: 26. Jan 2026, 21:24
von OHP92
war nicht erst irgendwo thema, dass es im endeffekt nur um den blutzucker geht?
Re: Sciencethread Training
Verfasst: 27. Jan 2026, 12:21
von H_D
Geht ihm wohl vor allem um den Tryptophangehalt
Re: Sciencethread Training
Verfasst: 9. Feb 2026, 06:29
von H_D
Alvarez M, Enes A, Wadhi T et al. Don’t Sweat the Swelling: Exercise Volume’s Transient Effects in Trained
Males. International Journal of Sports Medicine 2026. doi: 10.1055/a-2791-5145
Hintergrund:
Krafttraining ist ohne Frage eines der effektivsten Mittel, um Muskelmasse und Kraft aufzubauen. Unter Trainierenden gilt dabei das Volumen einer Trainingseinheit – also die Anzahl der Sätze pro Muskelgruppe – als ein zentraler Hebel für Hypertrophie. Studien deuten darauf hin, dass mehr Volumen in der Regel zu mehr Wachstum führt, jedoch nur bis zu einem gewissen Punkt: Irgendwann flacht der Nutzen ab, und zusätzliche Sätze bringen nur marginale Effekte.
Ein interessanter Aspekt, der in der Praxis oft für Verwirrung sorgt, sind die akuten Reaktionen der Muskulatur nach dem Training. Dazu zählen:
Muskelpump / Schwellung: Eine kurzfristige Zunahme der Muskelgröße, meist durch Flüssigkeitsverschiebungen und Metabolitenansammlungen verursacht. Diese Art der Schwellung klingt in der Regel innerhalb von 24 Stunden ab.
Exercise-Induced Muscle Damage (EIMD) / muskuläre Mikrotraumen: Strukturelle Belastungen der Muskelfasern, die Entzündungen und Ödeme auslösen können. Diese Effekte zeigen sich erst über 24–72 Stunden und können die Kraftentwicklung kurzfristig beeinträchtigen.
Für Trainierende und Coaches ist es entscheidend zu wissen, dass nicht jede Schwellung gleich Muskel- oder Trainingsschaden bedeutet. Besonders bei erfahrenen Sportlern, deren Muskeln durch den sogenannten „Repeated Bout Effect“ geschützt sind, führen höhere Satzvolumina nicht automatisch zu nachhaltigen Schäden.
Die aktuelle Forschungslücke: Während viele Langzeitstudien die Beziehung zwischen Volumen und Hypertrophie untersuchen, war bislang unklar, wie unterschiedliche Satzvolumina akute Muskelreaktionen beeinflussen, insbesondere bei trainierten Athleten. Die Frage lautet: Verzerrt kurzfristige Schwellung die Messung von Muskelwachstum? Wir schauen uns die neue Arbeit von Alvarez et al. (2026) einmal genauer an.
Fazit:
Volumen, Wahrnehmung und die Realität der Regeneration
Die Studie untersuchte trainierte Männer unter ökologisch validen Bedingungen – also in einem Setting, das einem echten Hypertrophie-Training entspricht und nicht darauf ausgelegt war, absichtlich massive Muskelschäden (EIMD) zu provozieren. Durch die isolierte Manipulation der Satzanzahl (7, 14 oder 21 Sätze) bei sonst konstanten Variablen können präzise Rückschlüsse auf die Volumenwirkung gezogen werden.
Die Kernpunkte der Autoren:
Performance-Stabilität: Trotz der deutlichen Unterschiede in der subjektiven Wahrnehmung (RPE/PRS) hatte das unterschiedliche Trainingsvolumen keinen Einfluss auf die Volumenlast.
Kurzlebiger Pump: Sowohl die Muskeldicke als auch die Echo-Intensität kehrten bereits innerhalb von 24 Stunden nach der Trainingseinheit auf das Ausgangsniveau zurück.
Kein nachhaltiges Ödem: Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass fortgeschrittene Athleten selbst bei Hochvolumen-Einheiten lediglich eine kurzzeitige Schwellung („transient swelling“) erleben und keine langanhaltenden Ödeme, wie sie bei schweren Muskelschäden typisch wären.
Was bedeutet das für die Praxis?
Für uns als Coaches und Sportwissenschaftler bedeutet das vor allem eines: Transparenz in der Diagnostik und Planung.
Validität von Messungen: Werden morphologische Messungen (wie Ultraschall zur Hypertrophiekontrolle) bei trainierten Athleten durchgeführt, sind diese bereits 24 Stunden nach der Belastung nicht mehr durch akute Schwellungen verfälscht. Der „Messfehler durch Pump“ ist also geringer als oft angenommen.
Physiologische Robustheit vs. zentralnervöse Ermüdung: Ein Athlet kann physiologisch bereit sein (MT und Performance sind zurück auf Baseline), sich aber dennoch mental erschöpft fühlen (PRS bleibt niedrig). Hier gilt es, die Balance zwischen „Hardcore-Training“ und langfristiger Belastungsverträglichkeit zu finden.
Volumen-Effizienz: Da 21 Sätze im Vergleich zu 7 oder 14 Sätzen keine länger anhaltende morphologische Reaktion auslösen, aber die gefühlte Erschöpfung massiv steigerten, sollte das Volumen pro Einheit klug gewählt werden, um die Frequenz über die Woche nicht zu gefährden.
Re: Sciencethread Training
Verfasst: 12. Feb 2026, 22:19
von OHP92
Re: Sciencethread Training
Verfasst: 13. Feb 2026, 06:06
von Netzokhul
Verstehe eh nicht seit wann oder wie plötzlich der Beardsley Experte in dem Gebiet geworden ist...
Kam für mich auch so gefühlt aus dem nichts.
Re: Sciencethread Training
Verfasst: 13. Feb 2026, 09:32
von OHP92
hab den direkt auch gar nicht mitbekommen, ist nur irgendwie durch die "science" schiene aufgetaucht
Re: Sciencethread Training
Verfasst: 13. Feb 2026, 12:18
von Piotr
Netzokhul hat geschrieben: 13. Feb 2026, 06:06
Verstehe eh nicht seit wann oder wie plötzlich der Beardsley Experte in dem Gebiet geworden ist...
Kam für mich auch so gefühlt aus dem nichts.
Beardsley ist einfach in guter Researcher
(Gut, nicht sehr gut und etwas biased)
Man sollte jetzt nicht den Fehler machen und es so darstellen als ob alles Schwachsinn ist. Am Ende steht es ja jedem frei in die Diskussion zu gehen.
Aber so weit mir bekannt:
Die Reichweite kam durch Paul Carter
Der hat schon immer irgendwo kopiert, irgendwann dann eben von Beardsley.
Daraus ist auch eine Zusammenarbeit entstanden.
Am Ende war Paul Carter einfach ein dummer, aggressiver Papagei der Inhalte von Beardsley anders verpackt und dann wiedergegeben hat.
Es kam was kommen musste, irgendwann konnte auch Beardsley nicht mehr mit der Person Paul zusammen arbeiten. Die sind im Streit auseinander gegangen.
Re: Sciencethread Training
Verfasst: 13. Feb 2026, 12:44
von Netzokhul
Jeder, wie er mag.
Ich bin da eh kein Fan davon, immer direkt aus einzelnen Studien irgendwas abzuleiten.
Genauso wenig von diesem ganzen Biomechanik-Content von Kassem Hanson.
Klar, die leben davon, möglichst viel Content zu erschaffen, und das ein oder andere ist durchaus interessant, aber wie gut man daraus dann direkt konkrete Trainingsempfehlungen ableiten kann, wage ich doch mal stark zu bezweifeln.
Ist ja auch etwas, was oft am „Science-Based“-Training kritisiert wird, dass nur noch so fancy Shit gemacht wird.
Für mich ist das nicht mal richtig science-based, weil es alles eher auf theoretischen Mechanismen basiert und weniger auf der Basis realer Daten des Muskelwachstums von getesteten Probanden.
Re: Sciencethread Training
Verfasst: 13. Feb 2026, 12:51
von Piotr
Netzokhul hat geschrieben: 13. Feb 2026, 12:44
Jeder, wie er mag.
Ich bin da eh kein Fan davon, immer direkt aus einzelnen Studien irgendwas abzuleiten.
Genauso wenig von diesem ganzen Biomechanik-Content von Kassem Hanson.
Klar, die leben davon, möglichst viel Content zu erschaffen, und das ein oder andere ist durchaus interessant, aber wie gut man daraus dann direkt konkrete Trainingsempfehlungen ableiten kann, wage ich doch mal stark zu bezweifeln.
Ist ja auch etwas, was oft am „Science-Based“-Training kritisiert wird, dass nur noch so fancy Shit gemacht wird.
Für mich ist das nicht mal richtig science-based, weil es alles eher auf theoretischen Mechanismen basiert und weniger auf der Basis realer Daten des Muskelwachstums von getesteten Probanden.
Kassem liefert im Gegensatz zu Beardsley mehr Praxis Insights und ist deutlich weniger biased.
Siehe auch Thema Supersätze
Siehe seitliche Schulter bei Überkopfdrücken
Und er ist nicht dogmatisch, leitet nicht weirde Empfehlungen oder Dogmen ab.
Da ist der Output eher "hier arbeitet vor allem dieser Muskel, du kannst die verkürzte Position so betonen, die gedehnte Position so"
Und natürlich geht das viel zu sehr ins Detail. Aber genau das macht man nunmal wenn man in einem Gebiet Experte werden will oder ist.
Re: Sciencethread Training
Verfasst: 13. Feb 2026, 12:53
von Piotr
Netzokhul hat geschrieben: 13. Feb 2026, 12:44
Ist ja auch etwas, was oft am „Science-Based“-Training kritisiert wird, dass nur noch so fancy Shit gemacht wird.
Für mich ist das nicht mal richtig science-based, weil es alles eher auf theoretischen Mechanismen basiert und weniger auf der Basis realer Daten des Muskelwachstums von getesteten Probanden.
Ja, da stimme ich zu
Eigentlich müssten die sich "theory based" nennen
Re: Sciencethread Training
Verfasst: 19. Feb 2026, 18:50
von vergilbt
Der Fitness-Professor sieht wohl mehr das Volumen als die Frequenz als best Option?
Aber ich habe das Gefühl, er will sich auch nicht festlegen?
https://youtu.be/-v8L6yrsW7U?si=JkE3JtOG9ywT9E7m