clayz hat geschrieben: 28. Mär 2024, 09:57
Mischung aus Weltbank und eurostat.
Um wirklich statistisch hier Aussagen zu treffen, fehlen uns Daten und wir beschäftigen uns wissenschaftlich nicht damit.
Deswegen sind aller Schlüsse, die wir daraus ziehen über den Daumen gepeilt und mehr Gefühl als alles andere.
Was mir aber Sorgen macht, ist das egal welches Datenset du dir anschaust, wir in Zentraleuropa zu wenig Kinder haben.
Island sticht da halt noch "relativ" positiv hervor.
Wir müssen schleunigst zusehen, dass wir hier wieder mehr Anreize schaffen. Das ist ja auch kein Europa exklusives Problem,
sondern da leiden auch Länder darunter, an denen ich mich sonst in vielen Dingen eher orientieren möchte (USA, Singapur, CH).
Ansonsten ist man auf Migration angewiesen, für die wir aber gerade nicht das beste Umfeld bieten und dadurch entstehen genau die Probleme,
die gerade unsere Politik, unsere Medien und viele Alltagsunterhaltungen dominieren.
Die Frage ist ja auch, ob man diesen Trend durch Anreize umkehren kann. Das kann ja nur zutreffend sein, wenn die Rahmenbedingungen wirklich so katastrophal sind, wovon ich persönlich nicht ausgehe und auch nicht so empfinde.
Es geht nicht nur um finanzielle Anreize, auch wenn diese durchaus eine positive Wirkung haben können.
Sollten aber nicht mit der Gießkanne verteilt werden.
Es muss auch Aufgabe der Politik sein ein gesamtgesellschaftliches Klima zu schaffen, das kinderfreundlich und lebensbejahend ist.
Gerade in einem Land wie Deutschland, in dem so große Teile der Medienlandschaft direkt oder indirekt vom Staat mit finanziert werden.
Kinderlosigkeit muss gesellschaftlich geächtet werden, ebenso wie spätes Kinderkriegen und das Ausleben des eigenen Hedonismus bis in die Mittdreißiger.
Die in Vollzeit arbeitende Karrierefrau darf nicht als gesellschaftliches Idealbild dargestellt werden.
Usw. usf.
Hattest mich erst, aber mit dem Punkt stimme ich nicht überein. Erstens ist es aktuell kein Idealbild, sondern sehr kontrovers, und zweitens sollten die Rahmenbedingungen so sein, dass Karriere und Kind vereinbar sind.
In Schweden ist es afaik normal, dass beide Eltern Karriere machen, aber halt um 16 Uhr den Stift fallen lassen. Wer da bis 20 Uhr im Büro sitzt, gilt nicht als Hustler, sondern als Asi.
Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Verfasst: 28. Mär 2024, 14:16
von M.a.K
Nur ein Punkt gegen den ich was sagen muss.
- Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist angestiegen (weniger Wochenarbeitszeit, mehr bezahlte Auszeiten, in vielen Jobs Möglichkeit hybrider Arbeit
Aber das stimmt gar nicht. In meiner Jugend war es echt sehr selten wenn beide Elternteile gearbeitet haben und wenn, die Frau meist nur in Teilzeit. Sowas ist heute nahezu undenkbar.
Würde sagen, dass die beste Zeit für Kinder eher die 70-80er waren. Da war auch schon alles im Überfluss vorhanden aber weniger Ablenkung durch Technik, die eben nicht alle verbessert.
Sarvadon hat geschrieben: 28. Mär 2024, 14:07
Kinderlosigkeit muss gesellschaftlich geächtet werden, ebenso wie spätes Kinderkriegen und das Ausleben des eigenen Hedonismus bis in die Mittdreißiger.
Die in Vollzeit arbeitende Karrierefrau darf nicht als gesellschaftliches Idealbild dargestellt werden.
Das sind schon sehr antiliberale Tendenzen, die so vom GG aus wahrscheinlich auch nicht gutzuheißen sind
Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Verfasst: 28. Mär 2024, 14:19
von Mäx
Sarvadon hat geschrieben: 28. Mär 2024, 14:07
Kinderlosigkeit muss gesellschaftlich geächtet werden, ebenso wie spätes Kinderkriegen und das Ausleben des eigenen Hedonismus bis in die Mittdreißiger.
Die in Vollzeit arbeitende Karrierefrau darf nicht als gesellschaftliches Idealbild dargestellt werden.
Usw. usf.
AT93 hat geschrieben: 28. Mär 2024, 13:52
"Früher" konnten sich doch etliche Industriearbeiter ein Häuschen leisten, 2 Kinder und die Frau konnte zu Hause bleiben und sich um die Kinder kümmern.
Fernurlaube in die USA etc waren sogar auch noch drin.
Starke D-Mark bla..
Streich mal alles, was es früher nicht gab aus deinen Ausgaben (Smartphone + Vertrag, diverse-Streaming-Abos, teure Markenklamotten, jeglichen anderen Life-Style-Schwachsinn usw.) und wenn dann immer noch alles zu teuer ist, dann darfst dich aufregen.
Ansonsten wird keiner gezwungen so zu leben so wie diverse "Vorbilder" es vormachen, aber Konzerne sind halt sehr gut darin uns vorzuspielen, dass wir jenes und welches unbedingt brauchen.
Immer dieses Märchen, hast noch den tägliche Kaffee bei Starbucks vergessen.
Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Verfasst: 28. Mär 2024, 14:23
von Certa
M.a.K hat geschrieben: 28. Mär 2024, 14:16
Nur ein Punkt gegen den ich was sagen muss.
- Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist angestiegen (weniger Wochenarbeitszeit, mehr bezahlte Auszeiten, in vielen Jobs Möglichkeit hybrider Arbeit
Aber das stimmt gar nicht. In meiner Jugend war es echt sehr selten wenn beide Elternteile gearbeitet haben und wenn die Frau meist nur in Teilzeit. Sowas ist heute nahezu undenkbar.
Würde sagen, dass die beste Zeit für Kinder eher die 70-80er waren. Da war auch schon alles im Überfluss vorhanden aber weniger Ablenkung durch Technik, die eben nicht alle verbessert.
Das kommt Mal wieder stark darauf an, in welchem Bundesland/Zone man aufgewachsen ist.
Bei uns war es in den 90ern völlig normal, dass Vater und Mutter Vollzeit arbeiten waren. Und aus diesem Blickwinkel ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf heute wo ich Vater bin, deutlich höher als damals, als meine Eltern 9h pro Tag im Büro Anwesenheit abzuleisten hatten.
Also ich weiß ja nicht, aber ich halte Verbesserungen in so einem Thema immer für enorm wichtig.
Wir gehören leider zu denen, die im Jahr 2022 noch ein Kind verloren haben.
Aber wenn ich mir überlege, dass dieses Schicksal in 5 Jahren mehr als 100-150 Familien jährlich mehr erspart bleibt,
ist das die Zahl, die mehr Einfluss hat, als alles was danach kommt.
Stirbt dein Kind nämlich, gib es danach kein Leben mehr, das besser oder schlechter werden kann.
edit: hier noch die Grafik - gerade vergessen
2024-03-28 14_22_51-Window.png
Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Verfasst: 28. Mär 2024, 14:27
von Skagerath
Das ist schon erstaunlich was Frau Keupen(parteilos, grünennah) da so von sich gibt.. wie kann man ein Amt als OB einer 250k Einwohnerstadt wie Aachen inne haben und sich gleichzeitig in eine ideologisch angepasste und wohlfeil gegenderte Variante der Realtität zurückziehen ?
Da gegen klingt ihr Amtskollege Wilke (DieLinke) aus Frankfurt (Oder) klar und rational, ja schon teilweise ein wenig resigniert mit seiner Einschätzung der Lage vor Ort, wie eben die persönliche Bedrohungen oder das er nicht mehr mit dem Fahrrad zu einem Termin fährt.
AT93 hat geschrieben: 28. Mär 2024, 13:52
"Früher" konnten sich doch etliche Industriearbeiter ein Häuschen leisten, 2 Kinder und die Frau konnte zu Hause bleiben und sich um die Kinder kümmern.
Fernurlaube in die USA etc waren sogar auch noch drin.
Starke D-Mark bla..
Streich mal alles, was es früher nicht gab aus deinen Ausgaben (Smartphone + Vertrag, diverse-Streaming-Abos, teure Markenklamotten, jeglichen anderen Life-Style-Schwachsinn usw.) und wenn dann immer noch alles zu teuer ist, dann darfst dich aufregen.
Ansonsten wird keiner gezwungen so zu leben so wie diverse "Vorbilder" es vormachen, aber Konzerne sind halt sehr gut darin uns vorzuspielen, dass wir jenes und welches unbedingt brauchen.
Bist du sicher, dass du die richtige Person zitiert hast?
Wo rege ich mich auf? Woher willst du meine Ausgaben kennen und warum schiebst du mich ohne jegliche Evidenz in eine Konsumopfer Influencer-Richtung? Ich lebe im übrigen sehr asketisch und habe nichtmal eine Glotze um die Werbung zu schauen, die dich scheinbar stark animiert. Außer gute Lebensmittel gönne ich mir gar nichts bzw habe schlicht nicht den Bedarf.
Ich habe den Background aus den alten Bundesländern halt nicht und daher interessiert gefragt. Weirder Kommentar deinerseits. Im übrigen regst nur du dich gerade auf
Ich rege mich gar nicht auf und wollte dir das auch nicht unterstellen, aber die von dir angesprochenen Arbeiter aus den 60ern bis 80ern haben halt wahrscheinlich nicht jedes Jahr ihr Handy geupdated, hatten keine Abos auf zig Streamingdiensten und Fernurlaube waren wohl auch eher die Ausnahme und nicht die Regel.
Wenn du nicht so lebst, schön für dich, mache ich btw auch nicht, obwohl ich beispielsweise ne Glotze habe.
Bauen ist heute halt teurer als damals, liegt an zig Regulierungen und der allgemeinen Grundknappheit in begehrten Lagen. Trotzdem gelten viele Ausgaben heutzutage als unverzichtbar, wobei sie es nicht wären - das fängt an bei irgendwelchen Sneakern die dreistellig kosten und keine 2 Jahre halten und geht dann bis weiß Gott wohin.
Kannst ohne auch leben: Sicher. Wirst halt komisch angeschaut werden manchmal, aber wen kümmerts...
Also ich weiß ja nicht, aber ich halte Verbesserungen in so einem Thema immer für enorm wichtig.
Wir gehören leider zu denen, die im Jahr 2022 noch ein Kind verloren haben.
Aber wenn ich mir überlege, dass dieses Schicksal in 5 Jahren mehr als 100-150 Familien jährlich mehr erspart bleibt,
ist das die Zahl, die mehr Einfluss hat, als alles was danach kommt.
Stirbt dein Kind nämlich, gib es danach kein Leben mehr, dass besser oder schlechter werden kann.
Als Papa von einem Frühchen, welches nach der Geburt 2 Wochen auf der Intensivstation verweilen musste, stimme ich dir da zu. Der medizinische Fortschritt und vor allem der breite Zugang hierzu.in Deutschland ist wirklich ein Segen.
M.a.K hat geschrieben: 28. Mär 2024, 14:16
Nur ein Punkt gegen den ich was sagen muss.
- Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist angestiegen (weniger Wochenarbeitszeit, mehr bezahlte Auszeiten, in vielen Jobs Möglichkeit hybrider Arbeit
Aber das stimmt gar nicht. In meiner Jugend war es echt sehr selten wenn beide Elternteile gearbeitet haben und wenn die Frau meist nur in Teilzeit. Sowas ist heute nahezu undenkbar.
Würde sagen, dass die beste Zeit für Kinder eher die 70-80er waren. Da war auch schon alles im Überfluss vorhanden aber weniger Ablenkung durch Technik, die eben nicht alle verbessert.
Das kommt Mal wieder stark darauf an, in welchem Bundesland/Zone man aufgewachsen ist.
Bei uns war es in den 90ern völlig normal, dass Vater und Mutter Vollzeit arbeiten waren. Und aus diesem Blickwinkel ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf heute wo ich Vater bin, deutlich höher als damals, als meine Eltern 9h pro Tag im Büro Anwesenheit abzuleisten hatten.
Ist tatsächlich auch ein subjektives Thema, aber anhand der Zahlen sind definitiv deutlich mehr Frauen erwerbstätig als früher:
Fertilität war dabei nicht wirklich höher als heute.
Es muss mehr gearbeitet (erwirtschaftet) werden, weil die Reallöhne nicht ausreichend mitgewachsen sind. Ganz unabhängig davon, dass viele Frauen das im Sinne ihrer Unabhängigkeit auch wollen und auch mehr konsumiert wird als früher.
Produktivität ist dagegen gewachsen. Wo das Geld bzw. die Differenz aus dem wirtschaftlichen Mehrertrag und den stagnierenden Reallöhnen ist, fragt man am Besten jemanden wie Christian Lindner.
Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Verfasst: 28. Mär 2024, 14:41
von Harun
Maxim hat geschrieben: 28. Mär 2024, 14:36
Es muss mehr gearbeitet (erwirtschaftet) werden, weil die Reallöhne nicht ausreichend mitgewachsen sind. Ganz unabhängig davon, dass viele Frauen dass im Sinne ihrer Unabhängigkeit auch wollen und auch mehr konsumiert wird als früher.
Produktivität ist dagegen gewachsen. Wo das Geld bzw. die Differenz aus dem wirtschaftlichen Mehrertrag und den stagnierenden Reallöhnen ist, fragt man am Besten jemanden wie Christian Lindner.
Weiß nicht, ob das nur am Müssen liegt. Es wird schon oft belächelt, wenn die Frau zuhause bleibt und "nur" Hausfrau ist. Meine Frau musste sich da auch schon manch dummen Spruch anhören.
Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Verfasst: 28. Mär 2024, 14:42
von St0ckf15h
M.a.K hat geschrieben: 28. Mär 2024, 14:16
Würde sagen, dass die beste Zeit für Kinder eher die 70-80er waren. Da war auch schon alles im Überfluss vorhanden aber weniger Ablenkung durch Technik, die eben nicht alle verbessert.
Lustigerweise ist genau diese Generation diejenige, die anscheinend "nicht ausreichend geliefert" hat - und hast du mal nen Knick drin beim Nachwuchs, dann wird's schwer, das irgendwie zu kompensieren.
Maxim hat geschrieben: 28. Mär 2024, 14:36
Es muss mehr gearbeitet (erwirtschaftet) werden, weil die Reallöhne nicht ausreichend mitgewachsen sind. Ganz unabhängig davon, dass viele Frauen dass im Sinne ihrer Unabhängigkeit auch wollen und auch mehr konsumiert wird als früher.
Produktivität ist dagegen gewachsen. Wo das Geld bzw. die Differenz aus dem wirtschaftlichen Mehrertrag und den stagnierenden Reallöhnen ist, fragt man am Besten jemanden wie Christian Lindner.
Weiß nicht, ob das nur am Müssen liegt. Es wird schon oft belächelt, wenn die Frau zuhause bleibt und "nur" Hausfrau ist. Meine Frau musste sich da auch schon manch dummen Spruch anhören.
Und andersrum kriegt meine Frau dumme Sprüche, weil sie 10h/Woche im Home Office arbeitet und gerne mehr arbeiten möchte. "Möchtest du dein Kind wirklich so früh abgeben?"
Maxim hat geschrieben: 28. Mär 2024, 14:36
Es muss mehr gearbeitet (erwirtschaftet) werden, weil die Reallöhne nicht ausreichend mitgewachsen sind. Ganz unabhängig davon, dass viele Frauen dass im Sinne ihrer Unabhängigkeit auch wollen und auch mehr konsumiert wird als früher.
Produktivität ist dagegen gewachsen. Wo das Geld bzw. die Differenz aus dem wirtschaftlichen Mehrertrag und den stagnierenden Reallöhnen ist, fragt man am Besten jemanden wie Christian Lindner.
Weiß nicht, ob das nur am Müssen liegt. Es wird schon oft belächelt, wenn die Frau zuhause bleibt und "nur" Hausfrau ist. Meine Frau musste sich da auch schon manch dummen Spruch anhören.
Und andersrum kriegt meine Frau dumme Sprüche, weil sie 10h/Woche im Home Office arbeitet und gerne mehr arbeiten möchte. "Möchtest du dein Kind wirklich so früh abgeben?"
Als Mutter kann man es aktuell nur falsch machen.
Ja, wirklich kurios. Das hatte WSB/DJ Mal berichtet. In seiner EFH Siedlung gilt man als Versager, wenn die Frau arbeiten geht.