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Re: Eigenheim oder Miete
Verfasst: 20. Dez 2024, 19:45
von Stewardess
Einfach nur gute Objekte unter Wert kaufen und über Wert wieder verkaufen.
Easy
Re: Eigenheim oder Miete
Verfasst: 20. Dez 2024, 19:50
von clayz
Anis hat geschrieben: 20. Dez 2024, 19:41
Sei nicht so gehässig, du warst noch nicht in der Situation
Es ist einfach was anderes, wenn man intern und extern (Frau, Kaufzwang, ...) emotional involviert ist/wird....
Deshalb gibt's uns als Forum ja
Aber genau das ist es ja, es gibt keinen Kaufzwang.
Re: Eigenheim oder Miete
Verfasst: 20. Dez 2024, 19:51
von Landesmeister
Stewardess hat geschrieben: 20. Dez 2024, 19:45
Einfach nur gute Objekte unter Wert kaufen und über Wert wieder verkaufen.
Easy
Filetstücke behalten
Re: Eigenheim oder Miete
Verfasst: 20. Dez 2024, 19:58
von Bb.adept
Nur mal so als Inspiration was einen alles zum dringenden Hausverkauf zwingen könnte woran man als Käufer im Leben nicht denkt:
Als wir einzogen war meine Frau hochschwanger. Noch während des Streichens suchte eine offenbar massiv psychotische Frau unser Haus auf und hatte uns offenbar wahnhaft verkannt, versuchte daraufhin mehrfach in unser Haus einzudringen. Das hat mir mehr schlaflose Zeit geraubt als Kauf und Umbau sowie Kosten des noch anstehenden Umbaus zusammen. Letztlich lief alles gut und nach x Polizeibesuchen wurde sie dann von der Psychiatrie endlich aufgenommen und seitdem (seit 2 Jahren) haben wir nichts mehr dahingehend erlebt. Das war auch keine Sache des Verkäufers, sondern einfach Pech, aber es gibt eben Dinge, die der VK weiß, die den Wert des Hauses und die Wohnqualität massiv mindern könnten, auf die er dich wahrscheinlich eher nicht hinweisen würde.
Vielleicht klingeln jede Nacht Unbekannte und rauben ihm den Schlaf, vielleicht wurde x fach eingebrochen, oder oder oder.
Natürlich kann das so oder so passieren und man kann nicht jede Eventualität abdecken, aber wenn einem bereits auffällt, dass da etwas nicht passt, dann sollte man seinem Instinkt trauen. Es fällt auch auf, dass dir hier JEDER abrät.
Re: Eigenheim oder Miete
Verfasst: 20. Dez 2024, 19:59
von flow.
Stewardess hat geschrieben: 20. Dez 2024, 19:45
Einfach nur gute Objekte unter Wert kaufen und über Wert wieder verkaufen.
Easy
So "einfach" ist es tatsächlich ja.

Re: Eigenheim oder Miete
Verfasst: 20. Dez 2024, 20:24
von Linksanwalt
Bb.adept hat geschrieben: 20. Dez 2024, 19:58
Nur mal so als Inspiration was einen alles zum dringenden Hausverkauf zwingen könnte woran man als Käufer im Leben nicht denkt:
Als wir einzogen war meine Frau hochschwanger. Noch während des Streichens suchte eine offenbar massiv psychotische Frau unser Haus auf und hatte uns offenbar wahnhaft verkannt, versuchte daraufhin mehrfach in unser Haus einzudringen. Das hat mir mehr schlaflose Zeit geraubt als Kauf und Umbau sowie Kosten des noch anstehenden Umbaus zusammen. Letztlich lief alles gut und nach x Polizeibesuchen wurde sie dann von der Psychiatrie endlich aufgenommen und seitdem (seit 2 Jahren) haben wir nichts mehr dahingehend erlebt. Das war auch keine Sache des Verkäufers, sondern einfach Pech, aber es gibt eben Dinge, die der VK weiß, die den Wert des Hauses und die Wohnqualität massiv mindern könnten, auf die er dich wahrscheinlich eher nicht hinweisen würde.
Vielleicht klingeln jede Nacht Unbekannte und rauben ihm den Schlaf, vielleicht wurde x fach eingebrochen, oder oder oder.
Natürlich kann das so oder so passieren und man kann nicht jede Eventualität abdecken, aber wenn einem bereits auffällt, dass da etwas nicht passt, dann sollte man seinem Instinkt trauen. Es fällt auch auf, dass dir hier JEDER abrät.
Mach mal halblang. Wir alle kennen nur das, was er uns hier verkürzt darstellt und uns mitgibt. Den "vollumfänglichen" Blick und Infos hat nur er.
In 'nem Verkäufermarkt wie heutzutage würde ICH mich persönlich auch für den Weg des geringsten Widerstandes entscheiden. Person A stellt zig Nachfragen, will 20x mit irgendnem anderen Sachverständigen durchs Haus latschen und ein Nachweis nach dem anderen erhalten? Gut, dann ist er raus und der nächste in der Schlange, der nichts davon wissen will, kriegt den Zuschlag.
Er war mit 'nem Energieberater und 'nem anderen Sachverständigen (ist mir entfallen wer das war) in der Butze und beide gaben soweit ihr okay. Was soll da noch groß einen erwarten? Irgendwo geht man immer Risiko ein, da man von Fremden kauft. Ist beim Gebrauchtwagen-Kauf nicht anders.
Er hat halt zusätzlich den Druck der gekündigten Wohnung, da bleibt einfach kein langer Handlungsspielraum mehr.
Wenn die Einschätzung der Experten okay ausfällt und mein Bauchgefühl auch stimmt, würde ich ebenfalls zuschlagen. Wenn juckt das Zimmer im Dachgeschoss, wenn das Genehmigungstechnisch keine größeren Hürden mit sich bringt?
Re: Eigenheim oder Miete
Verfasst: 20. Dez 2024, 20:27
von Leoric
Nein, mit dem Messgerät nicht. Aber mit dem Energieberater/Experten und ein wenig Feeling habe ich nach 3 Jahren auch für die Sache entwickelt. Der Keller war trocken und es gab auch keinen Geruch der auf etwas anderes gedeutet hätte.
Es ist nicht das "Erstbeste". Es war 1 Tag online und hatte über 1000 Aufrufe. Wir waren schnell und wurden zum Glück eingeladen und standen schon am nächsten Tag mit einer passenden Finanzierungsbestätigung auf der Matte. Auch die Prüfung für den iSFB hatten wir noch in derselben Woche. Das spricht eben aus Verkäufersicht für uns, da diese im April ihr neues Haus beziehen wollen und Cash benötigen. Ich habe in den vergangenen Jahren viele Kaufobjekte und Mietobjekte gesehen und mein Blick ist ein wenig besser geworden und ich weiß wie umkämpft der Markt ist. Gestern erst habe ich wieder ein deutlich schlechteres RMH angesehen, wofür der Vermieter 2k kalt will und eine Indexmiete aufruft.
Wie schon erwähnt, ist dies der wahrscheinlich größte Erwerb meines Lebens und deshalb habe ich natürlich erstmal versucht in allen Bereich Klarheit zu schaffen. Nachdem sich nun rausstellte, dass das Dachgeschoss kein Schwarzbau ist, sondern ein legitimer Ausbau, für den lediglich keine Pläne vorhanden sind und sowohl der Energieberater, als auch mein Freund aus dem Architekturbüro, also auch das Bauamt, als auch zB User mit Fachwissen wie @darkes7soul dies absegnen sollte es meiner Ansicht nach doch hinhauen.
Würde ich da für immer bleiben? Weiß ich nicht. Wenn die Kids Teenager sind könnte es schon etwas enger werden. Aber unmöglich ist es sicherlich nicht. Immerhin kann ich nicht mehr gekündigt werden, habe eine Werkstatt im Keller, ein abgeschlossenes Büro, jedes Kind hat seinen eigenen Rückzugsort, ich kann eine Fahrradgarage für meine Bikes vor die Tür bauen, es ist Platz für alles was wir sonst so benötigen und die Lage ist gut. Nicht direkt unsere Wunschlage, aber in der Nähe und eine gute Gegend mit ordentlicher Nachbarschaft.
Unser Hut ist also wieder im Ring und wir warten nun auf Antwort. Verhandlung ist wsl ausgeschlossen. Falls wir es bekommen müssen wir uns nun mit dem aufgerufenem Preis abfinden. Hätte ich das alles früher gewusst dann hätte ich letzte Woche aus einer starken Verhandlungsposition zugesagt und 10k gedrückt und dafür einen garantierten Kauf versprochen. Aber an den 10000€ soll es am Ende nicht scheitern.
Re: Eigenheim oder Miete
Verfasst: 20. Dez 2024, 21:29
von Maxim
Finde auch dass hier teilweise ein bisschen übertrieben wird. Natürlich kann es immer unangenehme Überraschungen geben, aber psychotische Nachbarn oder Uran im Keller sind einfach nicht sehr wahrscheinlich. Er war mit Profis drin und hat doch die Sache mit dem Dachboden so gut es geht ausgecheckt, und sowas ist auch keine Seltenheit. Da ist ja kein illegales zusätzliches Stockwerk drauf oder so.
No Offense, aber manchmal muss man auch einfach was wagen. Sonst bleibt man halt Mieter, auch gut.
Re: Eigenheim oder Miete
Verfasst: 20. Dez 2024, 22:14
von dan80
Ohne mir das Video im Eingangspost angesehen zu haben:
Für mich persönlich gilt: unbedingt Eigenheim.
Das ist, denke ich, eine Sache der Prioritäten.
Da ich selbst entsprechend groß geworden bin, stand dies ganz oben auf meiner To-Do-Liste; auch schon als sehr junger Mensch.
Nie und nimmer wollte ich im Alter nicht HerrIn meiner eigenen Dinge sein.
Also haben wir entsprechend verzichtet, gespart und gehandelt. Mit meinerseits 22 Jahren kauften wir 2004 nach zwei gemeinsamen Kindern unser erstes Haus, was knapp vier Jahre später abbezahlt war.
Seither leben wir quasi „mietfrei“ - inklusive Nebenkosten., da wir anschließend weitere Häuser bauten.
Das muss nicht für jede/n richtig sein, aber für uns war und ist es die richtige Entscheidung gewesen.
Re: Eigenheim oder Miete
Verfasst: 22. Dez 2024, 10:05
von GoldenInside
Brauche mal ein paar Anfängertipps zum Thema Vermietung:
Ich habe aktuell ein Eigenheim in Aussicht, welches ebenfalls eine Einliegerwohnung hat. Da ich diesen Wohnraum perspektivisch für die nächsten ~5 Jahre nicht brauche, wäre natürlich die Idee, diese Wohnung zu vermieten um meine Einnahmen zu erhöhen und gleichzeitig Teile meiner Kosten steuerlich geltend zu machen. Wenn ich jetzt mal über den Daumen den Mietspiegel der Stadt nehme und davon die anteilige AfA und die anteiligen Zinskosten abziehe, bleibt aber steuerlich nur noch ein verschwindend geringer Profit übrig. Jede Wartung oder ein Monat Mietausfall würde es ins Minus drehen.
Wie lange macht das Finanzamt sowas mit? Wenn ich Liebhaberei recherchiere, wird dort immer die 66%-Grenze genannt, da wäre ich ja drüber. Und ist die Annahme korrekt, dass ich bei den abzugsfähigen Kosten einfach den Wohnraum der ELW durch den gesamten Wohnraum teilen kann?
Sorry für evtl. blöde Fragen. Ich hatte nie vor Vermieter zu werden, aber hier würde es sich evtl. anbieten.
Re: Eigenheim oder Miete
Verfasst: 22. Dez 2024, 10:58
von Certa
GoldenInside hat geschrieben: 22. Dez 2024, 10:05
Brauche mal ein paar Anfängertipps zum Thema Vermietung:
Ich habe aktuell ein Eigenheim in Aussicht, welches ebenfalls eine Einliegerwohnung hat. Da ich diesen Wohnraum perspektivisch für die nächsten ~5 Jahre nicht brauche, wäre natürlich die Idee, diese Wohnung zu vermieten um meine Einnahmen zu erhöhen und gleichzeitig Teile meiner Kosten steuerlich geltend zu machen. Wenn ich jetzt mal über den Daumen den Mietspiegel der Stadt nehme und davon die anteilige AfA und die anteiligen Zinskosten abziehe, bleibt aber steuerlich nur noch ein verschwindend geringer Profit übrig. Jede Wartung oder ein Monat Mietausfall würde es ins Minus drehen.
Wie lange macht das Finanzamt sowas mit? Wenn ich Liebhaberei recherchiere, wird dort immer die 66%-Grenze genannt, da wäre ich ja drüber. Und ist die Annahme korrekt, dass ich bei den abzugsfähigen Kosten einfach den Wohnraum der ELW durch den gesamten Wohnraum teilen kann?
Sorry für evtl. blöde Fragen. Ich hatte nie vor Vermieter zu werden, aber hier würde es sich evtl. anbieten.
Ich kann dir zur konkreten Frage nicht weiterhelfen. Aber ob über 2025 die bundesweite Mietpreisbremse verlängert wird, ist aktuell eher unwahrscheinlich. Dann könntest du bei neuvermietung bis zu 50 Prozent oberhalb der ortsüblichen Vergleichsmiete verlangen, darf nur keine Wucher sein.
Re: Eigenheim oder Miete
Verfasst: 22. Dez 2024, 12:35
von Maxim
GoldenInside hat geschrieben: 22. Dez 2024, 10:05
Brauche mal ein paar Anfängertipps zum Thema Vermietung:
Ich habe aktuell ein Eigenheim in Aussicht, welches ebenfalls eine Einliegerwohnung hat. Da ich diesen Wohnraum perspektivisch für die nächsten ~5 Jahre nicht brauche, wäre natürlich die Idee, diese Wohnung zu vermieten um meine Einnahmen zu erhöhen und gleichzeitig Teile meiner Kosten steuerlich geltend zu machen. Wenn ich jetzt mal über den Daumen den Mietspiegel der Stadt nehme und davon die anteilige AfA und die anteiligen Zinskosten abziehe, bleibt aber steuerlich nur noch ein verschwindend geringer Profit übrig. Jede Wartung oder ein Monat Mietausfall würde es ins Minus drehen.
Wie lange macht das Finanzamt sowas mit? Wenn ich Liebhaberei recherchiere, wird dort immer die 66%-Grenze genannt, da wäre ich ja drüber. Und ist die Annahme korrekt, dass ich bei den abzugsfähigen Kosten einfach den Wohnraum der ELW durch den gesamten Wohnraum teilen kann?
Sorry für evtl. blöde Fragen. Ich hatte nie vor Vermieter zu werden, aber hier würde es sich evtl. anbieten.
Mietspiegel liegt häufig unter den aktuell üblichen Neumieten. Würde zusätzlich mal schauen, was so was aktuell bei Immoscout etc. kostet um die Miete zu bestimmen.
Liebhaberei ist erst mal mangelnde Gewinnerzielungsabsicht. Wenn die Miete hoch genug ist und v.a. absehbar, dass nach Wegfall der Zinskosten zu Zeitpunkt X definitiv Gewinn erwirtschaftet wird, wird Dir da kein FA aufs Dach steigen. Wenn das schon Liebhaberei wäre, könnte kaum jemand vermietete Objekte komplett oder großteils fremdfinanzieren. Selbst wenn Du Miese machst, ist das eben die "Verlustphase" und kein Problem, so lange Du die Absicht hast langfristig damit Gewinn zu machen.
Ich hab das hier jahrelang ähnlich gemacht und fast keine Steuern auf die Mieteinnahmen gezahlt. Liebhaberei war nie ein Thema, auch nicht im Austausch mit dem Steuerberater.
Kosten hab ich immer anteilig über die Quadratmeter gemacht.
Re: Eigenheim oder Miete
Verfasst: 22. Dez 2024, 15:00
von BlackStarZ
Certa hat geschrieben: 22. Dez 2024, 10:58
Dann könntest du bei neuvermietung bis zu 50 Prozent oberhalb der ortsüblichen Vergleichsmiete verlangen, darf nur keine Wucher sein.
Imagine 50% drüber und das soll kein Wucher sein ?

Re: Eigenheim oder Miete
Verfasst: 22. Dez 2024, 15:01
von Certa
BlackStarZ hat geschrieben: 22. Dez 2024, 15:00
Certa hat geschrieben: 22. Dez 2024, 10:58
Dann könntest du bei neuvermietung bis zu 50 Prozent oberhalb der ortsüblichen Vergleichsmiete verlangen, darf nur keine Wucher sein.
Imagine 50% drüber und das soll kein Wucher sein ?
Habe einen Beitrag von einem Fachanwalt dazu gelesen, dass bis 50 Prozent wohl nicht als Wucher angesehen wird. Da gibt es sicherlich ausreichend Rechtsprechung zu
Re: Eigenheim oder Miete
Verfasst: 22. Dez 2024, 15:06
von BlackStarZ
Certa hat geschrieben: 22. Dez 2024, 15:01
BlackStarZ hat geschrieben: 22. Dez 2024, 15:00
Certa hat geschrieben: 22. Dez 2024, 10:58
Dann könntest du bei neuvermietung bis zu 50 Prozent oberhalb der ortsüblichen Vergleichsmiete verlangen, darf nur keine Wucher sein.
Imagine 50% drüber und das soll kein Wucher sein ?
Habe einen Beitrag von einem Fachanwalt dazu gelesen, dass bis 50 Prozent wohl nicht als Wucher angesehen wird. Da gibt es sicherlich ausreichend Rechtsprechung zu
Danke für den Hintergrund. Mir als einfacher Kleingeist kommt das dennoch wie Wucher vor.