Re: Der Nahost-Konflikt
Verfasst: 11. Aug 2025, 10:34
Was ist mit der UN? Oder zählt die als linke Vorfeldorganisation?
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Da stellt sich jetzt wiederum die Frage, warum die Bevölkerung in Armut lebt. Denn es fließen jährlich Milliarden in die Region.martin1986 hat geschrieben: 11. Aug 2025, 10:28Naja. Menschen in Armut leben zu lassen, eine undichte Mauer drumherum bauen und genau soviel Freiheit zu lassen, dass sich eine Terrororganisation ausbreiten kann, ist jedenfalls das Schlechteste, oder?Eric hat geschrieben: 11. Aug 2025, 10:22 Deshalb meine Frage: was wäre die Alternative? Denn Verhandlungen und Abkommen gibt es seit ich mich erinnern kann.
- Zwei-Staatenlösung?
- Engagement von arabischen Ländern und Investoren, welches eine derartigen wirtschaftlichen Aufschwung bringt, dass die Hamas an Zulauf verliert?
- Israelische Verwaltung iVm einer deutlichen Verbesserung der Lebensverhältnisse?
Leicht ist es definitiv nicht und die optimale Lösung existiert vermutlich nicht. Dadurch wird die jetzige Situation aber nicht hinnehmbarer.
Bestimmt auch schon von der Hamas zersetzt.martin1986 hat geschrieben: 11. Aug 2025, 10:34 Was ist mit der UN? Oder zählt die als linke Vorfeldorganisation?
"Die israelische Zeitung „Haaretz“ berichtet, dass Israels Militärstaatsanwaltschaft wegen israelischer Schüsse auf Palästinenser in der Nähe der Hilfszentren ermittle."BigRon hat geschrieben: 11. Aug 2025, 10:30 Zum Beispiel: https://www.spiegel.de/ausland/bericht- ... 0e750b643a
In der Zeitung »Haaretz« berichten israelische Soldaten von gezieltem Schusswaffeneinsatz auf unbewaffnete Zivilisten an Verteilungszentren in Gaza. Mehrfach sind dort hungernde Menschen durch Schüsse gestorben.
Hamas, Hisbollah und Co. sowie einige linke "Hilfsorganisationen" wissen vermutlich mehr darüber, wo das Geld landet...Eric hat geschrieben: 11. Aug 2025, 10:36Da stellt sich jetzt wiederum die Frage, warum die Bevölkerung in Armut lebt. Denn es fließen jährlich Milliarden in die Region.martin1986 hat geschrieben: 11. Aug 2025, 10:28Naja. Menschen in Armut leben zu lassen, eine undichte Mauer drumherum bauen und genau soviel Freiheit zu lassen, dass sich eine Terrororganisation ausbreiten kann, ist jedenfalls das Schlechteste, oder?Eric hat geschrieben: 11. Aug 2025, 10:22 Deshalb meine Frage: was wäre die Alternative? Denn Verhandlungen und Abkommen gibt es seit ich mich erinnern kann.
- Zwei-Staatenlösung?
- Engagement von arabischen Ländern und Investoren, welches eine derartigen wirtschaftlichen Aufschwung bringt, dass die Hamas an Zulauf verliert?
- Israelische Verwaltung iVm einer deutlichen Verbesserung der Lebensverhältnisse?
Leicht ist es definitiv nicht und die optimale Lösung existiert vermutlich nicht. Dadurch wird die jetzige Situation aber nicht hinnehmbarer.
Natürlich kann man das Verhalten Israels kritisieren. Aber man muss das ganze doch auch realistisch betrachten. Es gibt in der muslimischen Welt einen tief verwurzelten Hass auf Israel.BigRon hat geschrieben: 11. Aug 2025, 10:37Bestimmt auch schon von der Hamas zersetzt.martin1986 hat geschrieben: 11. Aug 2025, 10:34 Was ist mit der UN? Oder zählt die als linke Vorfeldorganisation?
Keine Ahnung wie man sich so sehr dagegen sträubt es sich einzugestehen, das von diesem Land Verbrechen ausgehen. Auch in Friedenszeiten hilft diese illegale Siedlungspolitik nicht weiter sondern heizt diesen ganzen Konflikt doch nur mehr an.
Auf jeden Fall. Israel wird von seinen Nachbarn bedroht und auch der Terrorangriff der Hamas 2023 hat meiner Meinung nach eine militärische Intervention gerechtfertigt und nötig gemacht.Eric hat geschrieben: 11. Aug 2025, 10:45Natürlich kann man das Verhalten Israels kritisieren. Aber man muss das ganze doch auch realistisch betrachten. Es gibt in der muslimischen Welt einen tief verwurzelten Hass auf Israel.BigRon hat geschrieben: 11. Aug 2025, 10:37Bestimmt auch schon von der Hamas zersetzt.martin1986 hat geschrieben: 11. Aug 2025, 10:34 Was ist mit der UN? Oder zählt die als linke Vorfeldorganisation?
Keine Ahnung wie man sich so sehr dagegen sträubt es sich einzugestehen, das von diesem Land Verbrechen ausgehen. Auch in Friedenszeiten hilft diese illegale Siedlungspolitik nicht weiter sondern heizt diesen ganzen Konflikt doch nur mehr an.
Und was folgt daraus? Niemand mag die Palästinenser, also darf man die Zivilbevölkerung bekämpfen?KiCat hat geschrieben: 11. Aug 2025, 10:50 Die Israelis möchten den Gaza Streifen geräumt sehen. Die Hamas ausgelöscht. Ebenso will niemand der umliegenden muslimischen Ländern die Palästinenser aufnehmen da man dieses Volk nicht in seinem Land haben möchte. Ich glaube da ist genug mit gesagt.
Aber das stimmt doch so gar nicht. Israel kann den Gaza-Streifen dort gar nicht rundherum einzäunen, da Ägypten ebenfalls eine Grenze zum Gazastreifen hat.martin1986 hat geschrieben: 11. Aug 2025, 10:28Naja. Menschen in Armut leben zu lassen, eine undichte Mauer drumherum bauen und genau soviel Freiheit zu lassen, dass sich eine Terrororganisation ausbreiten kann, ist jedenfalls das Schlechteste, oder?Eric hat geschrieben: 11. Aug 2025, 10:22 Deshalb meine Frage: was wäre die Alternative? Denn Verhandlungen und Abkommen gibt es seit ich mich erinnern kann.
„Palästina“ hat doch gar keine „Staatlichkeit“. Wer soll das Land denn führen? Die Hamas? Oder Abbas, der im Westjordanland wie ein Diktator ohne Neuwahlen herrscht?- Zwei-Staatenlösung?
Die arabischen Staaten - im Gegensatz zu uns Europäern - haben sich doch mittlerweile ganz klar gegen die Hamas gestellt. Ohne eine Beseitigung dieses Problems wird da sicherlich kein arabisches Land irgendwelche Investitionen tätigen. Vor allem wenn man sich mal überlegt, wie die Erfahrungen der arabischen Staaten mit der Aufnahme von Palästinensern sind- Engagement von arabischen Ländern und Investoren, welches eine derartigen wirtschaftlichen Aufschwung bringt, dass die Hamas an Zulauf verliert?
Dafür muss aber erst die Hamas beseitigt werden
- Israelische Verwaltung iVm einer deutlichen Verbesserung der Lebensverhältnisse?
Du hast recht, aber hast mMn auch keine andere realistische Möglichkeit bisher genannt.Leicht ist es definitiv nicht und die optimale Lösung existiert vermutlich nicht. Dadurch wird die jetzige Situation aber nicht hinnehmbarer.
Und was genau ändert das? Ein Großteil der Menschen in Gaza, die auch letztlich den Nährboden für Terrorismus bilden, haben eben keine Möglichkeit irgendwohin auszureisen und in besseren Verhältnissen zu leben.Shivus hat geschrieben: 11. Aug 2025, 11:15 Aber das stimmt doch so gar nicht. Israel kann den Gaza-Streifen dort gar nicht rundherum einzäunen, da Ägypten ebenfalls eine Grenze zum Gazastreifen hat.
Bis zum 07.10 war es - einigen - Palästinensern möglich, den Gazastreifen nach Israel zu verlassen. Das haben sie auch getan: Jobs, Bildung und medizinische Versorgung wurde dankend angenommen.
Es bedarf eines Entwicklungsplans mit klaren territorialen Festlegungen, mit Entmilitarisierung, gegenseitigen Sicherheitsgarantien, einer zwischenzeitlich technischen Administration, einem rechtlichen Rahmen, der Terroristen in der Regierung entgegenwirkt, Engagement der umliegenden Staaten und eine klare Roadmap zur staatlichen Anerkennung und Unabhängigkeit, mit entsprechenden ökonomischen Anreizen unterstützt.Shivus hat geschrieben: 11. Aug 2025, 11:15 „Palästina“ hat doch gar keine „Staatlichkeit“. Wer soll das Land denn führen? Die Hamas? Oder Abbas, der im Westjordanland wie ein Diktator ohne Neuwahlen herrscht?
Außerdem war der Gazastreifen nun fast 20 Jahre lang „Israelfrei“. Diese 20 Jahre hat der Westen dabei zugesehen, wie Homosexuelle und Oppositionelle ermordet, Frauen unterdrückt und Kinder zu Terroristen erzogen wurden.
Die Milliarden an Fördergeldern gingen in die größte unterirdische Festung der Geschichte - oder an die Hamas-Führungsmitglieder im Ausland.
Dass die Hamas bzw. ihr Einfluss soweit wie möglich zurückgedrängt werden muss, ist unbestritten. Frage ist nur, wie man dabei vorgeht und welche Opfer man in Kauf nimmt.Shivus hat geschrieben: 11. Aug 2025, 11:15 Die arabischen Staaten - im Gegensatz zu uns Europäern - haben sich doch mittlerweile ganz klar gegen die Hamas gestellt. Ohne eine Beseitigung dieses Problems wird da sicherlich kein arabisches Land irgendwelche Investitionen tätigen. Vor allem wenn man sich mal überlegt, wie die Erfahrungen der arabischen Staaten mit der Aufnahme von Palästinensern sind
Siehe zwei Kommentare weiter oben...Shivus hat geschrieben: 11. Aug 2025, 11:15 - Israelische Verwaltung iVm einer deutlichen Verbesserung der Lebensverhältnisse?
Der Ansatz der Zwei-Staaten-Lösung ist ja nichts Neues, daher habe ich das nicht weiter ausgeführt.Shivus hat geschrieben: 11. Aug 2025, 11:15 Du hast recht, aber hast mMn auch keine andere realistische Möglichkeit bisher genannt.
Israel zu kritisieren ist das eine, den Menschen im Gazastreifen helfen das andere. Und einfach mal so „Zwei-Staaten-Lösung“ in den Raum werfen hilft den Menschen, die seit ~20 Jahren unter der Hamas leiden, halt auch nicht weiter
Ändert natürlich nichts und ist schrecklich für die Menschen - dein wording ließ es aber so aussehen, als ob das Israels Schuld sei („umzäunt“, „ausgehungert“.
Und was genau ändert das? Ein Großteil der Menschen in Gaza, die auch letztlich den Nährboden für Terrorismus bilden, haben eben keine Möglichkeit irgendwohin auszureisen und in besseren Verhältnissen zu leben.
Klingt sehr gut - sehe aber keinen Player, der das erreichen könnte. Wie gesagt, selbst die PA herrscht im Westjordanland wie eine kleine Diktatur. Wer soll da jetzt auf einmal die demokratischen Maßnahmen ins Rollen bringen?
Es bedarf eines Entwicklungsplans mit klaren territorialen Festlegungen, mit Entmilitarisierung, gegenseitigen Sicherheitsgarantien, einer zwischenzeitlich technischen Administration, einem rechtlichen Rahmen, der Terroristen in der Regierung entgegenwirkt, Engagement der umliegenden Staaten und eine klare Roadmap zur staatlichen Anerkennung und Unabhängigkeit, mit entsprechenden ökonomischen Anreizen unterstützt