Re: Training, nicht Alltagsbewegung nach WHO
Verfasst: 27. Apr 2025, 17:34
Habe die Ehre,
@Asmodäus @Maxim den Gefallen tue ich euch gern, genau für solch einen Austausch bin ich hier im Forum.
Ich fange noch weiter vorne an, da ich dies für relevant halte. Ich war immer dünn, mein ganzes Leben von Geburt an. Meine Kindheit und Jugend war immer von Bewegung geprägt Fußball, draußen sein, Radfahren und allgemein Freude an Bewegung.
Im Fußball hatte ich am Ball wenig Talent, dass habe ich mit Ausdauer und Einsatz kompensieren können. Zumindest haben wir mal die Kreis Liga C Meisterschaft gewonnen.
Krafttraining hat mich fasziniert und mir von Beginn an Spaß gemacht. Ich hab mit 12 Jahren mit Hanteln zu Hause angefangen, ab 16 im Studio bis heute. Talent hab ich hier aus meiner Sicht keines, im Gegenteil ich sehe mich hier sogar als unterdurchschnittlich. Ich habe auf 167cm gerade mal 53kg gewogen, bevor ich in ein Studio bin. Und musste mir jedes Kilo Muskeln hart erarbeiten.
Fußball habe ich mit Mitte 25 beendet, außer Krafttraining bin ich nur gern gewandet und spaziert. Ich hab immer mal das Rad genutzt als Verkehrsmittel, oder mal als es durch Frank auf Andro Populär war ein Lauf gemacht oder Cardio. Aber weder mit Spaß noch regelmäßig und hab es dann schneller wieder gelassen.
Und dann kam Corona! Studios zu, Kettlebells gekauft und das war in Ordnung, dennoch dachte ich probiere doch mal was neues.
Durch mein großen Bruder kannte ich das Rennrad fahren und hab mir im Sommer 2020 ein Rennrad gekauft (vorher bin ich E-Bike gefahren, nur mal so zu meiner Fitness, höhö).
Noch auf dem Heimweg vom Kauf ging es über den Herkules ein Anstieg der es in sich hat und ich hab mich auf der ersten Fahrt in Berge und das Fahren verliebt. Durch Corona hatte ich Zeit und das Wetter war gut, ich bin viel, nein sehr viel gefahren!
Ahnung hatte ich zu beginn keine und dachte, wenn ich außer Atem komme wäre das ungesund. Dann habe ich gelesen Grundlage ist das Ding und bin weiter locker gefahren.
In 2021 waren wir mit meinem Bruder im Urlaub in Sterzing und wir sind meinen ersten Aplenpass den Jaufenpass gefahren. Damit war endgültig klar, das mache ich für den Rest meines Lebens! Jeder konnte sehen, dass ich kein Radfahrer war, JEDER. Barfußschuhe, Baumwoll, Shirt, 5€ Brille. ABER keiner hat mich am Berg überholt, im Gegenteil ich war so heiß, dass ich jeden der in Sichtweite kam überholt hab. Mein Bruder merkte bereits an, wenn ich so weiter mache muss er reißen lassen (hat er nicht).
In 2021 bin ich schon > 10.000km gefahren, aber immer noch ohne Training und locker einfach gefahren.
Die Einschläge kommen näher, sieh mir die lange Einleitung nach bitte.
Im Sommer 2022 hat sich meine Frau Laufschuhe gekauft und der Mann im Laden fragte ob ich auch welche brauche? Ich sagte warum nicht, Straße ist nicht so meins aber Waldlauf find ich gut, dass kenne ich vom Fußball noch. New Balance 880 V12 waren meine ersten Schlappen.
Auf einer meiner Radtouren hab ich Flyer vom Ederauenlauf gesehen 5, 10 oder 21km. VON NICHTS EINE AHNUNG habend, dachte ich mir 5 kann ich, 10 auch 21 weiß ich nicht. Aber die Strecke an der Eder auf Forstwegen, find ich toll.
Angemeldet und so Acht Wochen nachdem ich Laufschuhe hatte den 10er in 39:20 gelaufen und meine AK gewonnen. Da der erste eine 20 jähriger allerdings 35min gelaufen ist, dachte ich naja dann kann meine Zeit ja nix wildes sein. Als mich Kollegen fragten und ich die Zeit nannte, glaubte mir das keiner, da ich ja kein Läufer war.
Ein Kollege sagte, na dann kannst ja den Kassel Halbmarathon im Oktober mit mir Laufen. Dachte ich mir gut warum nicht. Ich bin dann vorher einmal 21km Gelaufen, weil ich wissen wollte ob ich das überhaupt kann. Wir sind dann zusammen gestartet und nach 2km fragte ich Ihn ob wir jetzt mal los legen wollen? Er meinte, dass wäre sein Renntempo (er ist dann 1:37 gelaufen), ich solle mich aber nicht zurückhalten und meine Erfahrungen machen. Ich hab von da an nur noch überholt. Einzig am Anstieg mit fast 100hm, hab ich mich aus dem Leben geschossen! Ich hab auf einmal nichts mehr gehört, dann habe ich gemerkt, dass meine Pace langsamer wird, dann sah ich 190er Herzfrequenz leicht angepisst dachte ich meine Uhr wäre kaputt. Dann schränkte sich mein Sichtfeld ein, ich hab dann langsamer gemacht und dann kamen alle Sinne wieder. Erst da merkte ich, dass es Berg an geht! Ich war voll im Rennmodus, alles bis auf die Herzfrequenz hat sich wieder gefangen. Ich kam dann mit 1:30 ins Ziel.
Im selben Monat wollte ich Wissen ob ich ein Marathon auch Laufen kann. Ich bin dann einfach zu meiner Oma gelaufen, die Strecke kannte ich vom Rad (43km). Hat mich zwei Fußnägel gekostet, aber nach 3:51std war ich da. Einfach Schuhe an und los, im Edeka einmal gehalten und Getränke gekauft für meine Weste (die hatte ich schon, war ein Tipp von Frank). Ich habe direkt gemerkt, dass das lange langsame Laufen in der Natur mir mehr Spaß macht, als kurz oder in der Stadt.
In 2023 habe ich mich im Bayrischen Wald für den König Bayerwald angemeldet, 52km mit 2500hm. Da ich seit Jahren zum Wandern dort war, hatte sich das so ergeben. Zur Vorbereitung habe ich mich beim Bilstein Marathon 4 Wochen vor dem Ultra an den Start gestellt und gewonnen. Selbst im Ultra wo ich umgeknickt bin 5km vor Ziel, bin ich in die Top 30 Gelaufen.
Nur so Nebenbei, da sind Leute wie ein Hannes Gelaufen, welche Top 10 beim UTMB Laufen, dass ist die Weltelite.
Warum sage ich nix zum Training? Bis dahin bin ich fast nur Grundlage gelaufen, sagen wir mal Fahrtspiele waren auch dabei, dass ich aus Gefühl schneller gelaufen bin. Mit Training hatte das nix zu tun. Vielleicht hab ich mal was getestet was ich gelesen hab, genau weiß ich es nicht. Aber ein Plan oder System hatte ich sicher nicht.
Ich höre hier auf, da ich danach mit Training begann nach Greif, Beck und auch von einem Kumpel trainiert wurde. Das alles zu schreiben wird zu viel.
Außerdem sehe ich mich noch als Anfänger und probiere mich noch aus. Aktuell denke ich, dass ich mehr Intensität in meinem Training brauche, da meine Grundlage gut ist.
Fazit von mir:
Talent ist ein großes Wort, dennoch denke ich, dass ich davon im Laufen was mitbekommen habe. Wie viel soll jeder für sich entscheiden.
GA1 bin ich von Beginn an Flach mit 5er pace Gelaufen, selbst mit moderaten Höhenmeter stand da nie was höheres als 6.
Ich denke was mich im Laufen auszeichnet ist dass ich mein ganzes Leben Sport mache, Arbeitsethos habe, Leiden kann und robust bin. Das heißt nicht, dass ich nie verletzt war. Wenn ich aber sehe, dass ich nach drei Monaten einen Marathon gelaufen bin, nach einem Jahr einen Ultra. Mehrfach nach Wochen mit wenig Umfang auf 100km gehen kann, fallen mir viele ein die dies nicht können. Und genau so verhält es sich mit der Geschwindigkeit, manch einer ist seit Jahren im Laufsport und träumt von der sub 40 auf 10, ich hab sie mir geholt, ohne Ihren Wert zu kennen.
Wenn Ihr Fragen habt immer gern.
@Asmodäus @Maxim den Gefallen tue ich euch gern, genau für solch einen Austausch bin ich hier im Forum.
Ich fange noch weiter vorne an, da ich dies für relevant halte. Ich war immer dünn, mein ganzes Leben von Geburt an. Meine Kindheit und Jugend war immer von Bewegung geprägt Fußball, draußen sein, Radfahren und allgemein Freude an Bewegung.
Im Fußball hatte ich am Ball wenig Talent, dass habe ich mit Ausdauer und Einsatz kompensieren können. Zumindest haben wir mal die Kreis Liga C Meisterschaft gewonnen.
Krafttraining hat mich fasziniert und mir von Beginn an Spaß gemacht. Ich hab mit 12 Jahren mit Hanteln zu Hause angefangen, ab 16 im Studio bis heute. Talent hab ich hier aus meiner Sicht keines, im Gegenteil ich sehe mich hier sogar als unterdurchschnittlich. Ich habe auf 167cm gerade mal 53kg gewogen, bevor ich in ein Studio bin. Und musste mir jedes Kilo Muskeln hart erarbeiten.
Fußball habe ich mit Mitte 25 beendet, außer Krafttraining bin ich nur gern gewandet und spaziert. Ich hab immer mal das Rad genutzt als Verkehrsmittel, oder mal als es durch Frank auf Andro Populär war ein Lauf gemacht oder Cardio. Aber weder mit Spaß noch regelmäßig und hab es dann schneller wieder gelassen.
Und dann kam Corona! Studios zu, Kettlebells gekauft und das war in Ordnung, dennoch dachte ich probiere doch mal was neues.
Durch mein großen Bruder kannte ich das Rennrad fahren und hab mir im Sommer 2020 ein Rennrad gekauft (vorher bin ich E-Bike gefahren, nur mal so zu meiner Fitness, höhö).
Noch auf dem Heimweg vom Kauf ging es über den Herkules ein Anstieg der es in sich hat und ich hab mich auf der ersten Fahrt in Berge und das Fahren verliebt. Durch Corona hatte ich Zeit und das Wetter war gut, ich bin viel, nein sehr viel gefahren!
Ahnung hatte ich zu beginn keine und dachte, wenn ich außer Atem komme wäre das ungesund. Dann habe ich gelesen Grundlage ist das Ding und bin weiter locker gefahren.
In 2021 waren wir mit meinem Bruder im Urlaub in Sterzing und wir sind meinen ersten Aplenpass den Jaufenpass gefahren. Damit war endgültig klar, das mache ich für den Rest meines Lebens! Jeder konnte sehen, dass ich kein Radfahrer war, JEDER. Barfußschuhe, Baumwoll, Shirt, 5€ Brille. ABER keiner hat mich am Berg überholt, im Gegenteil ich war so heiß, dass ich jeden der in Sichtweite kam überholt hab. Mein Bruder merkte bereits an, wenn ich so weiter mache muss er reißen lassen (hat er nicht).
In 2021 bin ich schon > 10.000km gefahren, aber immer noch ohne Training und locker einfach gefahren.
Die Einschläge kommen näher, sieh mir die lange Einleitung nach bitte.
Im Sommer 2022 hat sich meine Frau Laufschuhe gekauft und der Mann im Laden fragte ob ich auch welche brauche? Ich sagte warum nicht, Straße ist nicht so meins aber Waldlauf find ich gut, dass kenne ich vom Fußball noch. New Balance 880 V12 waren meine ersten Schlappen.
Auf einer meiner Radtouren hab ich Flyer vom Ederauenlauf gesehen 5, 10 oder 21km. VON NICHTS EINE AHNUNG habend, dachte ich mir 5 kann ich, 10 auch 21 weiß ich nicht. Aber die Strecke an der Eder auf Forstwegen, find ich toll.
Angemeldet und so Acht Wochen nachdem ich Laufschuhe hatte den 10er in 39:20 gelaufen und meine AK gewonnen. Da der erste eine 20 jähriger allerdings 35min gelaufen ist, dachte ich naja dann kann meine Zeit ja nix wildes sein. Als mich Kollegen fragten und ich die Zeit nannte, glaubte mir das keiner, da ich ja kein Läufer war.
Ein Kollege sagte, na dann kannst ja den Kassel Halbmarathon im Oktober mit mir Laufen. Dachte ich mir gut warum nicht. Ich bin dann vorher einmal 21km Gelaufen, weil ich wissen wollte ob ich das überhaupt kann. Wir sind dann zusammen gestartet und nach 2km fragte ich Ihn ob wir jetzt mal los legen wollen? Er meinte, dass wäre sein Renntempo (er ist dann 1:37 gelaufen), ich solle mich aber nicht zurückhalten und meine Erfahrungen machen. Ich hab von da an nur noch überholt. Einzig am Anstieg mit fast 100hm, hab ich mich aus dem Leben geschossen! Ich hab auf einmal nichts mehr gehört, dann habe ich gemerkt, dass meine Pace langsamer wird, dann sah ich 190er Herzfrequenz leicht angepisst dachte ich meine Uhr wäre kaputt. Dann schränkte sich mein Sichtfeld ein, ich hab dann langsamer gemacht und dann kamen alle Sinne wieder. Erst da merkte ich, dass es Berg an geht! Ich war voll im Rennmodus, alles bis auf die Herzfrequenz hat sich wieder gefangen. Ich kam dann mit 1:30 ins Ziel.
Im selben Monat wollte ich Wissen ob ich ein Marathon auch Laufen kann. Ich bin dann einfach zu meiner Oma gelaufen, die Strecke kannte ich vom Rad (43km). Hat mich zwei Fußnägel gekostet, aber nach 3:51std war ich da. Einfach Schuhe an und los, im Edeka einmal gehalten und Getränke gekauft für meine Weste (die hatte ich schon, war ein Tipp von Frank). Ich habe direkt gemerkt, dass das lange langsame Laufen in der Natur mir mehr Spaß macht, als kurz oder in der Stadt.
In 2023 habe ich mich im Bayrischen Wald für den König Bayerwald angemeldet, 52km mit 2500hm. Da ich seit Jahren zum Wandern dort war, hatte sich das so ergeben. Zur Vorbereitung habe ich mich beim Bilstein Marathon 4 Wochen vor dem Ultra an den Start gestellt und gewonnen. Selbst im Ultra wo ich umgeknickt bin 5km vor Ziel, bin ich in die Top 30 Gelaufen.
Nur so Nebenbei, da sind Leute wie ein Hannes Gelaufen, welche Top 10 beim UTMB Laufen, dass ist die Weltelite.
Warum sage ich nix zum Training? Bis dahin bin ich fast nur Grundlage gelaufen, sagen wir mal Fahrtspiele waren auch dabei, dass ich aus Gefühl schneller gelaufen bin. Mit Training hatte das nix zu tun. Vielleicht hab ich mal was getestet was ich gelesen hab, genau weiß ich es nicht. Aber ein Plan oder System hatte ich sicher nicht.
Ich höre hier auf, da ich danach mit Training begann nach Greif, Beck und auch von einem Kumpel trainiert wurde. Das alles zu schreiben wird zu viel.
Außerdem sehe ich mich noch als Anfänger und probiere mich noch aus. Aktuell denke ich, dass ich mehr Intensität in meinem Training brauche, da meine Grundlage gut ist.
Fazit von mir:
Talent ist ein großes Wort, dennoch denke ich, dass ich davon im Laufen was mitbekommen habe. Wie viel soll jeder für sich entscheiden.
GA1 bin ich von Beginn an Flach mit 5er pace Gelaufen, selbst mit moderaten Höhenmeter stand da nie was höheres als 6.
Ich denke was mich im Laufen auszeichnet ist dass ich mein ganzes Leben Sport mache, Arbeitsethos habe, Leiden kann und robust bin. Das heißt nicht, dass ich nie verletzt war. Wenn ich aber sehe, dass ich nach drei Monaten einen Marathon gelaufen bin, nach einem Jahr einen Ultra. Mehrfach nach Wochen mit wenig Umfang auf 100km gehen kann, fallen mir viele ein die dies nicht können. Und genau so verhält es sich mit der Geschwindigkeit, manch einer ist seit Jahren im Laufsport und träumt von der sub 40 auf 10, ich hab sie mir geholt, ohne Ihren Wert zu kennen.
Wenn Ihr Fragen habt immer gern.