Re: Training, nicht Alltagsbewegung nach WHO
Verfasst: 14. Apr 2025, 13:32
Werte Sportsfreunde,
die Zeit ist knapp, ich will neben den harten Fakt auf Strava hier eine kurze Analyse anbieten und meine Gedanken niederschreiben.
Nachdem ersten Wettkampf dieses Jahr dem Herkules Speedtrail, welchen ich für mich entscheiden konnte, ging es in den Marathon am Bilstein. Dieser ist mir besonders wichtig, nachdem ich im Jahr 2023 den Wettkampf für mich entscheiden konnte, war ich im Jahr 2024 übertrainiert und konnte nicht starten. Dieses Jahr lief die Vorbereitung gut und ich bin fit und motiviert an den Start.
Alles war super organisiert vom Parken über die Startnummer Abholung bis zur Startlinie. Die Stimmung der Teilnehmer und Zuschauer war gewohnt gut. Wetterlage bedeckt, ca 18 Grad und starker Wind.
Hier ein kurzer Rennbericht mit dem Fokus auf das Rennen und weniger auf mich.
Vom Start weg, gab es eine kleine Spitzengruppe von sieben Läufern. Vorneweg ein Läufer, welcher eher wie ein Fußball aussah und lief. Dahinter 3-4 Läufer, die in jedem Fall Krafttraining machten, dann drei Läufer, wo ich mich dazu zähle.
Im ersten Downhill fielen die Kraftsportler raus und ein Läufer lief leben mir den anderen hab ich nicht gesehen, ich schaue nur nach vorne.
Ein kurzer netter Plausch, welche Zeit wir anstreben und wir liefern locker los. Im technischen Downhill war ich dann alleine, vor mit dem Fußball mit sicher 5min Vorsprung.
In einem schönen SingleTrail schloss der spätere Gewinner zu mir auf, ich fragte, ob er vorbei will, er wollte aber hinter mir bleiben. Danach ging er vorbei und wir wechselten uns mehrfach ab, da er stärker im Uphill war und ich im Downhill.
Bei Kilometer 20 geht es in einen Anstieg über fast Acht Kilometer mit über 500hm. Und da hat der Schafrichter zugeschlagen! Ich habe mich mit dem Gewinner gut unterhalten, super Typ aus Columbien, ein Arzt.
Wir sahen dann den Fußball in weiter Ferne, er sagte zu mir, komm den holen wir uns. Ich sagte, dass ist nicht nötig, er wird gleich ins Gehen wechseln. Und so war es auch! Dennoch sagte der Gewinner er zieht jetzt an und wir haben uns verabschiedet. Als ich am dann zweiten vorbei bin, hat dieser massiv geflucht vor sich hin. Ich fürchte er ist geplatzt, ich habe Ihn den ganzen Tag nicht mehr gesehen, unklar was aus Ihm wurde.
Nachdem Anstieg, dachte ich mir so, wollen wir mal schauen, dass ich es Laufen lasse. Den Kolumbianer konnte ich noch sehen, die ersten 2-3km Downhill gingen gut. Dann war es für mich vorbei, ich konnte meine Leistung nicht mehr abrufen.
Das Rennen lief vor sich hin, ich habe einige Wanderer und Ultra Läufer eingesammelt, sonst passierte wenig. 300m vor Ziel wurde ich von dem dritten Läufer des Anfangs überholt, Widerstand leisten war nicht möglich.
Im Ziel war gute Stimmung mit lauter Musik, Nebelmaschine, HR Fernsehen, über 100 Zuschauer auf engem Raum, MEGA!
Die Siegerehrung findet an der Strecke statt und war wieder toll, anbei ein Bild.
Zu mir.
Ab Kilometer 26 wurde mir massiv Übel. Ich habe dann versucht Wasser zu trinken, 150ml keine Veränderung, Gels und Flüssige Carbs hab ich nicht mehr versucht.
Übergeben ging nicht, nach 30min hab ich aktiv versucht mich zu erbrechen, ging auch nicht nur gespuckt. Damit war ich mit meinem Latein am Ende und hab mich auf Leiden eingestellt, das Motto war bleib nicht stehen und Verfall nichts ins Wandern.
Es wurde leider nicht mehr besser, sobald ich Tempo machen wollte wurde mir noch schlechter und auch leicht schwindlig und ich bekam Druck auf die Ohren und Augen.
So habe ich mich ins Ziel GEKÄMPFT. Mir war die Zeit egal, der Platz egal, ich wollte nur das es vorbei ist und meinen Lieben zeigen, die sich schon Sorgen machten, wie ich später erfuhr, dass es mir „gut geht“.
Meine Frau kam direkt zu mir gelaufen und hat schon gesehen, dass es mir nicht gut geht. Der Rest der Familie und mein Trainingspartner haben viel Verständnis gehabt und mich aufgebaut. Ich glaube Ihnen hat es mehr leidgetan als mir in dem Moment, denn ich war echt froh, dass es vorbei war.
Im Ziel habe ich 1L Wasser, 1L Cola und zwei Malzbier getrunken in weniger als 45min. Danach ging es mir schlagartig besser. Auch im Laufe des Tages war nichts mehr.
These von mir am Samstag beim Laden, vor und während dem Wettkampf vermutlich zu wenig getrunken. Oder scheiß Tag erwischt.
Fazit:
Sieg nicht geholt, Zeit nicht geschafft aber wieder was gelernt über den Körper im Wettkampf und die Leidensfähigkeit auf eine neue Stufe gehoben.
Ich bin mit mir selbst im reinen, sowas gehört für mich im Wettkampf und Sport dazu. Und so ein dritter Platz und die Lieben um mich herum trösten gut
Guten Start in die neue Woche euch
Andreas
die Zeit ist knapp, ich will neben den harten Fakt auf Strava hier eine kurze Analyse anbieten und meine Gedanken niederschreiben.
Nachdem ersten Wettkampf dieses Jahr dem Herkules Speedtrail, welchen ich für mich entscheiden konnte, ging es in den Marathon am Bilstein. Dieser ist mir besonders wichtig, nachdem ich im Jahr 2023 den Wettkampf für mich entscheiden konnte, war ich im Jahr 2024 übertrainiert und konnte nicht starten. Dieses Jahr lief die Vorbereitung gut und ich bin fit und motiviert an den Start.
Alles war super organisiert vom Parken über die Startnummer Abholung bis zur Startlinie. Die Stimmung der Teilnehmer und Zuschauer war gewohnt gut. Wetterlage bedeckt, ca 18 Grad und starker Wind.
Hier ein kurzer Rennbericht mit dem Fokus auf das Rennen und weniger auf mich.
Vom Start weg, gab es eine kleine Spitzengruppe von sieben Läufern. Vorneweg ein Läufer, welcher eher wie ein Fußball aussah und lief. Dahinter 3-4 Läufer, die in jedem Fall Krafttraining machten, dann drei Läufer, wo ich mich dazu zähle.
Im ersten Downhill fielen die Kraftsportler raus und ein Läufer lief leben mir den anderen hab ich nicht gesehen, ich schaue nur nach vorne.
Ein kurzer netter Plausch, welche Zeit wir anstreben und wir liefern locker los. Im technischen Downhill war ich dann alleine, vor mit dem Fußball mit sicher 5min Vorsprung.
In einem schönen SingleTrail schloss der spätere Gewinner zu mir auf, ich fragte, ob er vorbei will, er wollte aber hinter mir bleiben. Danach ging er vorbei und wir wechselten uns mehrfach ab, da er stärker im Uphill war und ich im Downhill.
Bei Kilometer 20 geht es in einen Anstieg über fast Acht Kilometer mit über 500hm. Und da hat der Schafrichter zugeschlagen! Ich habe mich mit dem Gewinner gut unterhalten, super Typ aus Columbien, ein Arzt.
Wir sahen dann den Fußball in weiter Ferne, er sagte zu mir, komm den holen wir uns. Ich sagte, dass ist nicht nötig, er wird gleich ins Gehen wechseln. Und so war es auch! Dennoch sagte der Gewinner er zieht jetzt an und wir haben uns verabschiedet. Als ich am dann zweiten vorbei bin, hat dieser massiv geflucht vor sich hin. Ich fürchte er ist geplatzt, ich habe Ihn den ganzen Tag nicht mehr gesehen, unklar was aus Ihm wurde.
Nachdem Anstieg, dachte ich mir so, wollen wir mal schauen, dass ich es Laufen lasse. Den Kolumbianer konnte ich noch sehen, die ersten 2-3km Downhill gingen gut. Dann war es für mich vorbei, ich konnte meine Leistung nicht mehr abrufen.
Das Rennen lief vor sich hin, ich habe einige Wanderer und Ultra Läufer eingesammelt, sonst passierte wenig. 300m vor Ziel wurde ich von dem dritten Läufer des Anfangs überholt, Widerstand leisten war nicht möglich.
Im Ziel war gute Stimmung mit lauter Musik, Nebelmaschine, HR Fernsehen, über 100 Zuschauer auf engem Raum, MEGA!
Die Siegerehrung findet an der Strecke statt und war wieder toll, anbei ein Bild.
Zu mir.
Ab Kilometer 26 wurde mir massiv Übel. Ich habe dann versucht Wasser zu trinken, 150ml keine Veränderung, Gels und Flüssige Carbs hab ich nicht mehr versucht.
Übergeben ging nicht, nach 30min hab ich aktiv versucht mich zu erbrechen, ging auch nicht nur gespuckt. Damit war ich mit meinem Latein am Ende und hab mich auf Leiden eingestellt, das Motto war bleib nicht stehen und Verfall nichts ins Wandern.
Es wurde leider nicht mehr besser, sobald ich Tempo machen wollte wurde mir noch schlechter und auch leicht schwindlig und ich bekam Druck auf die Ohren und Augen.
So habe ich mich ins Ziel GEKÄMPFT. Mir war die Zeit egal, der Platz egal, ich wollte nur das es vorbei ist und meinen Lieben zeigen, die sich schon Sorgen machten, wie ich später erfuhr, dass es mir „gut geht“.
Meine Frau kam direkt zu mir gelaufen und hat schon gesehen, dass es mir nicht gut geht. Der Rest der Familie und mein Trainingspartner haben viel Verständnis gehabt und mich aufgebaut. Ich glaube Ihnen hat es mehr leidgetan als mir in dem Moment, denn ich war echt froh, dass es vorbei war.
Im Ziel habe ich 1L Wasser, 1L Cola und zwei Malzbier getrunken in weniger als 45min. Danach ging es mir schlagartig besser. Auch im Laufe des Tages war nichts mehr.
These von mir am Samstag beim Laden, vor und während dem Wettkampf vermutlich zu wenig getrunken. Oder scheiß Tag erwischt.
Fazit:
Sieg nicht geholt, Zeit nicht geschafft aber wieder was gelernt über den Körper im Wettkampf und die Leidensfähigkeit auf eine neue Stufe gehoben.
Ich bin mit mir selbst im reinen, sowas gehört für mich im Wettkampf und Sport dazu. Und so ein dritter Platz und die Lieben um mich herum trösten gut
Guten Start in die neue Woche euch
Andreas