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Re: USA-Thread
Verfasst: 5. Nov 2024, 10:21
von Jdizzle
clayz hat geschrieben: 5. Nov 2024, 10:13
Das macht keinen Sinn. Rogan erreicht wie gesagt mehr Menschen als alle US-Sender und auch als sie auf jeder Wahlkampf-Tour.
Du bekommst nirgends mehr Rampenlicht und kannst nirgends so gesammelt dein Programm vorstellen.
Man macht Wahlkampf, weil man möglichst viele Menschen überzeugen möchte, einen zu wählen.
Wenn ich hier jetzt das vielversprechendste Event auslasse, mache ich das sicher nicht, "weil ich es nicht unterbringen kann".
Aber er erreicht doch hauptsächlich Leute die Reps wählen, das Risiko das da irgendwas schiefgeht ist doch relativ groß, glaube das ist schon eine vernünftige Entscheidung das zu skippen.
Re: USA-Thread
Verfasst: 5. Nov 2024, 10:22
von GoldenInside
clayz hat geschrieben: 5. Nov 2024, 10:13
Das macht keinen Sinn. Rogan erreicht wie gesagt mehr Menschen als alle US-Sender und auch als sie auf jeder Wahlkampf-Tour.
Du bekommst nirgends mehr Rampenlicht und kannst nirgends so gesammelt dein Programm vorstellen.
Man macht Wahlkampf, weil man möglichst viele Menschen überzeugen möchte, einen zu wählen.
Wenn ich hier jetzt das vielversprechendste Event auslasse, mache ich das sicher nicht, "weil ich es nicht unterbringen kann".
Die wichtigere Frage als die absolute Zahl ist doch, welche Menschen Joe Rogan erreicht. Klar ist es der größte Podcast der Welt, aber die meisten Zuhörer sind junge bis mittelalte Männer und es gibt ganz klar eine Präferenz zu Donald Trump. Und dann bleibt noch die Frage, wie viele der Zuhörer überhaupt US-Amerikaner sind. Für den Podcast finde ich keine Statistik, aber bei den Homepage-Besuchern sind es nur 32%, der Rest verteilt sich auf andere Länder.
Ich halte es also nicht für unwahrscheinlich, dass man den Podcast strategisch einfach nicht als relevant erachtet. Sonst hätte man doch schon vor Monaten einen Termin ausgemacht und diesen entsprechend vorbereitet.
Re: USA-Thread
Verfasst: 5. Nov 2024, 10:32
von St0ckf15h
Jdizzle hat geschrieben: 5. Nov 2024, 10:21
clayz hat geschrieben: 5. Nov 2024, 10:13
Das macht keinen Sinn. Rogan erreicht wie gesagt mehr Menschen als alle US-Sender und auch als sie auf jeder Wahlkampf-Tour.
Du bekommst nirgends mehr Rampenlicht und kannst nirgends so gesammelt dein Programm vorstellen.
Man macht Wahlkampf, weil man möglichst viele Menschen überzeugen möchte, einen zu wählen.
Wenn ich hier jetzt das vielversprechendste Event auslasse, mache ich das sicher nicht, "weil ich es nicht unterbringen kann".
Aber er erreicht doch hauptsächlich Leute die Reps wählen, das Risiko das da irgendwas schiefgeht ist doch relativ groß, glaube das ist schon eine vernünftige Entscheidung das zu skippen.
Oder Dems, die sich Trump und sein dummes Gelaber anhören wollten und eh schon ne fixe Meinung hatten.
Gerade der Auftritt in PA machte da doch viel mehr Sinn, gewaltiges Staraufgebot angefahren und hier nochmals auf umkämpften Boden gut Eindruck gemacht, sich selbst auch kurz gehalten (wenn man schon keine langen Reden schwingen kann wie andere) und damit evtl. das Zünglein an der Waage im vielleicht entscheidenden Staat in die eigene Richtung gelenkt.
Bringt im Zweifel mehr würde ich denken als 4h Interview bei Rogan
Re: USA-Thread
Verfasst: 5. Nov 2024, 10:32
von clayz
Alles verständlich was ihr sagt und ich habe ja auch gesagt, dass es strategisch Sinn machen kann.
Dieses Argument, dass man es nicht machen wollte, scheitert aber einfach daran, dass man selbst angefragt hat, Rogan sich nicht auf die Bedingungen eingelassen hat und man es dann sein gelassen hat und das sicher nicht, weil man an Harris als Kommunikatorin glaubt
Zudem gehen wir mal davon aus, dass JRE einen Bruchteil möglicher Wechsel-Wähler erreicht (also die auf der Kippe stehen zw. Reps und Dems), ist das immer noch mehr als auf jeder vergleichbaren Veranstaltung.
Dann würde sich das immer noch extrem lohnen. Auf einer Demokraten Veranstaltung wählen nämlich alle bereits Harris und die Republikaner,
die gesichert in ihrer Meinung sind, wechseln auch nicht zu Harris.
Re: USA-Thread
Verfasst: 5. Nov 2024, 10:39
von St0ckf15h
Dass Sie keine große Rednerin ist sollte wohl auch der Letzte mittlerweile mitbekommen haben, da hat man dann im Zweifel halt mehr zu verlieren als zu gewinnen.
Hat auch nicht die Strahlkraft oder das Charisma eines Obama, oder eines Bill Clinton, und wenn wir ehrlich sind ist sie nur in dieser Position, weil mit Bidens erneuter Kandidatur und dem eher überhasteten Rücktritt keine Zeit blieb einen anderen Kandidaten aufzubauen.
Allen voran geht es jetzt halt darum die Wahlen zu gewinnen, und dann wächst sie entweder über die Zeit in das Amt hinein, oder es wird bei der nächsten Wahl einen Führungswechsel geben (oder eine krachende Niederlage gegen einen Rep, der dann hoffentlich nicht Trump ist).
Re: USA-Thread
Verfasst: 5. Nov 2024, 10:41
von clearly
GoldenInside hat geschrieben: 5. Nov 2024, 10:22
clayz hat geschrieben: 5. Nov 2024, 10:13
Das macht keinen Sinn. Rogan erreicht wie gesagt mehr Menschen als alle US-Sender und auch als sie auf jeder Wahlkampf-Tour.
Du bekommst nirgends mehr Rampenlicht und kannst nirgends so gesammelt dein Programm vorstellen.
Man macht Wahlkampf, weil man möglichst viele Menschen überzeugen möchte, einen zu wählen.
Wenn ich hier jetzt das vielversprechendste Event auslasse, mache ich das sicher nicht, "weil ich es nicht unterbringen kann".
Die wichtigere Frage als die absolute Zahl ist doch, welche Menschen Joe Rogan erreicht. Klar ist es der größte Podcast der Welt, aber die meisten Zuhörer sind junge bis mittelalte Männer und es gibt ganz klar eine Präferenz zu Donald Trump. Und dann bleibt noch die Frage, wie viele der Zuhörer überhaupt US-Amerikaner sind. Für den Podcast finde ich keine Statistik, aber bei den Homepage-Besuchern sind es nur 32%, der Rest verteilt sich auf andere Länder.
Ich halte es also nicht für unwahrscheinlich, dass man den Podcast strategisch einfach nicht als relevant erachtet. Sonst hätte man doch schon vor Monaten einen Termin ausgemacht und diesen entsprechend vorbereitet.
sie haben john fetterman (PA senator) hingeschickt, der sich trotz schlaganfall und co gut geschlagen hat da, mehr courage als kamala und walz
Re: USA-Thread
Verfasst: 5. Nov 2024, 10:46
von clayz
Deshalb sage ich ja, strategisch nachvollziehbar.
Schwächt sie aber als Person immer weiter. Sie hat einfach Angst etwas falsch zu machen. Das prägt ihren kompletten Wahlkampf
und jeder, der wie clearly das Fettermann Interview gesehen hat, weiß, dass Rogan extrem fair ist.
Sie führt nicht nach vorne gerichtet, sondern möchte nur keine Fehler machen - so kannst du aber meiner Meinung nach nicht das mächtigste, westliche Land der Welt führen oder repräsentieren.
Re: USA-Thread
Verfasst: 5. Nov 2024, 10:54
von St0ckf15h
Naja, ob Fehler immer folgenlos bleiben?
Ängstlich ist nicht gut, aber auf einen Bush Jr. 2.0 könnte ich persönlich auch verzichten, im Grunde war der Irak-Krieg ein einziger Fehler und die Folgen davon hat man auch 2 Jahrzehnte später noch auszubaden.
Re: USA-Thread
Verfasst: 5. Nov 2024, 10:58
von clayz
Völlig richtig. Sie hat aber keinen Dick Cheney im Rücken.
Vietnam war auch ein Fehler und weder JFK, der die Militärpräsenz verstärkt hat, noch ein LBJ als Präsident während des Krieges gelten heute als Kriegstreiber.
Nicht aktiv führen und Aktionismus sind die Extreme, die keiner will.
Nicht führen hatte man aber unter Biden jetzt schon - brauchts das nochmal?
Und ich bin kein Trump Fan und hoffe er verhält sich ruhig bzw. übergibt an JD Vance bzw. sie bauen zur nächsten Wahl ein Top-Kandidaten auf (wie Vivek).
Re: USA-Thread
Verfasst: 5. Nov 2024, 11:01
von clearly
vielleicht versteh ich das falsch, aber sowohl dick cheney als auch seine tochter liz cheney haben kamala endorsed
Re: USA-Thread
Verfasst: 5. Nov 2024, 11:04
von Jdizzle
clayz hat geschrieben: 5. Nov 2024, 10:46
Deshalb sage ich ja, strategisch nachvollziehbar.
Schwächt sie aber als Person immer weiter. Sie hat einfach Angst etwas falsch zu machen. Das prägt ihren kompletten Wahlkampf
und jeder, der wie clearly das Fettermann Interview gesehen hat, weiß, dass Rogan extrem fair ist.
Sie führt nicht nach vorne gerichtet, sondern möchte nur keine Fehler machen - so kannst du aber meiner Meinung nach nicht das mächtigste, westliche Land der Welt führen oder repräsentieren.
Aber eine strategisch "gute" Entscheidung zu treffen ist doch kein Fehler, warum würdest du das als Schwäche sehen?
Sie hätte bei Rogan viel zu verlieren, aber kaum was zu gewinnen
Re: USA-Thread
Verfasst: 5. Nov 2024, 11:06
von St0ckf15h
clearly hat geschrieben: 5. Nov 2024, 11:01
vielleicht versteh ich das falsch, aber sowohl dick cheney als auch seine tochter liz cheney haben kamala endorsed
So wie viele andere Reps, die in Trump mehr Gefahr als Chance sehen vermutlich.
Bin auch kein unbedingter Republikaner-Feind, aber in Zeiten wie aktuell beispielsweise vom NATO-Austritt auch nur zu sprechen halte ich für den Weltfrieden für weitaus bedrohlicher, als alles, was jeder andere Anwärter auf das Amt des US-Präsidenten gesagt oder getan hätte.
Re: USA-Thread
Verfasst: 5. Nov 2024, 11:12
von clayz
Jdizzle hat geschrieben: 5. Nov 2024, 11:04
clayz hat geschrieben: 5. Nov 2024, 10:46
Deshalb sage ich ja, strategisch nachvollziehbar.
Schwächt sie aber als Person immer weiter. Sie hat einfach Angst etwas falsch zu machen. Das prägt ihren kompletten Wahlkampf
und jeder, der wie clearly das Fettermann Interview gesehen hat, weiß, dass Rogan extrem fair ist.
Sie führt nicht nach vorne gerichtet, sondern möchte nur keine Fehler machen - so kannst du aber meiner Meinung nach nicht das mächtigste, westliche Land der Welt führen oder repräsentieren.
Aber eine strategisch "gute" Entscheidung zu treffen ist doch kein Fehler, warum würdest du das als Schwäche sehen?
Sie hätte bei Rogan viel zu verlieren, aber kaum was zu gewinnen
Die Entscheidung der Demokraten ist gut - für die Demokraten.
Kamala als Person gilt schon vor ihrem evtl. Amtsantritt als schwach - zuerst hast du sie einfach zur Kandidatin bestimmt und keinen Wettkampf daraus gemacht, weil Joe Biden zu lange am Amt festgehalten hat (bzw. sie ihn nicht früher rausdrängen konnten) und dann meidest du zwar strategisch geschickt Dinge, wo sie etwas falsch machen kann. Aber willst du das von einem Staatschef haben? Dass deine Taktik sein muss evtl. Fehler zu vermeiden, weil derjenige kommunikativ so schwach ist? Ich finde das schwierig - weil dieser Job zum großen Teil Kommunikation ist - mit anderen Staatschefs, mit der Presse, mit der eigenen Partei usw.
Re: USA-Thread
Verfasst: 5. Nov 2024, 11:18
von flou1983
clayz hat geschrieben: 5. Nov 2024, 10:58
Völlig richtig. Sie hat aber keinen Dick Cheney im Rücken.
Vietnam war auch ein Fehler und weder JFK, der die Militärpräsenz verstärkt hat, noch ein LBJ als Präsident während des Krieges gelten heute als Kriegstreiber.
Nicht aktiv führen und Aktionismus sind die Extreme, die keiner will.
Nicht führen hatte man aber unter Biden jetzt schon - brauchts das nochmal?
Und ich bin kein Trump Fan und hoffe er verhält sich ruhig
bzw. übergibt an JD Vance bzw. sie bauen zur nächsten Wahl ein Top-Kandidaten auf (wie Vivek).
Glaubst du da wirklich dran? Bei allem was wir bis jetzt von und über Trump gehört haben, seh ich den keine Macht abgeben. Da halte ich es eher noch für wahrscheinlich, dass er versucht irgendwie eine dritte Amtszeit zu kriegen, oder eins seiner Kinder ins Rennen zu schicken.
Re: USA-Thread
Verfasst: 5. Nov 2024, 11:18
von St0ckf15h
Kamala eigentlich der US-Olaf, wenn man mal so darüber nachdenkt - hoffentlich mit besserem Gedächtnis