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Re: USA-Thread
Verfasst: 4. Nov 2024, 09:31
von Certa
Skagerath hat geschrieben: 4. Nov 2024, 09:30
Ich weiß nicht warum, aber ich hab das Gefühl das es für Harris knapp reichen wird.
Das könnte für uns in Deutschland ganz gut sein, wenn man sich das aktuelle gepolter trumps zum Außenhandelsdefizit anhört.
Re: USA-Thread
Verfasst: 4. Nov 2024, 09:39
von Skagerath
Certa hat geschrieben: 4. Nov 2024, 09:31
Skagerath hat geschrieben: 4. Nov 2024, 09:30
Ich weiß nicht warum, aber ich hab das Gefühl das es für Harris knapp reichen wird.
Das könnte für uns in Deutschland ganz gut sein, wenn man sich das aktuelle gepolter trumps zum Außenhandelsdefizit anhört.
Die Frage ist eher ob es nach einem Wahlsieg der Demokraten vor Ort ruhig und friedlich bleibt
Re: USA-Thread
Verfasst: 4. Nov 2024, 09:41
von clayz
Na klar, da in den Großstädten alle einfach im Moment leben und die lasche Drogen und Diebstahl-Politik zelebrieren
Re: USA-Thread
Verfasst: 4. Nov 2024, 09:42
von Certa
Skagerath hat geschrieben: 4. Nov 2024, 09:39
Certa hat geschrieben: 4. Nov 2024, 09:31
Skagerath hat geschrieben: 4. Nov 2024, 09:30
Ich weiß nicht warum, aber ich hab das Gefühl das es für Harris knapp reichen wird.
Das könnte für uns in Deutschland ganz gut sein, wenn man sich das aktuelle gepolter trumps zum Außenhandelsdefizit anhört.
Die Frage ist eher ob es nach einem Wahlsieg der Demokraten vor Ort ruhig und friedlich bleibt
Da gehe ich leider nicht von aus, auch wenn ich es mir wünsche.
Re: USA-Thread
Verfasst: 4. Nov 2024, 11:07
von Maxim
Es gibt sogar Analysen, die eine gezielte Beeinflussung der Polls durch die Reps sehen, was bereits eine Vorbereitung auf eine mögliche Wahlniederlage darstellen soll.
In den letzten Tagen und Wochen gab es einen Anstieg von Umfragen aus dem Rep-Lager, und 30 von 37 sehen Trump vorne, während die unabhängigeren Umfragen diesen Effekt nicht spiegeln.
https://www.theguardian.com/us-news/202 ... n-lawsuits
GOP-aligned polling groups have released 37 polls in the final stretch of the campaign, according to a study by the New York Times, during a period when longstanding pollsters have been curtailing their voter surveys. All but seven showed a lead for Trump, in contrast to the findings of long-established non-partisan pollsters, which have shown a more mixed picture – often with Harris leading, albeit within error margins.
Auf Basis dieser Umfragen könnte dann das Wahlergebnis angezweifelt werden.
Democrats and some polling experts believe the conservative-commissioned polls are aiming to create a false narrative of unstoppable momentum for Trump – which could then be used to challenge the result if Harris wins.
Re: USA-Thread
Verfasst: 4. Nov 2024, 11:11
von clayz
Diese Wahlvorhersagen sind Würfeln gegen viel Geld.
mMn wäre es die Demokratie besser, wenn es nicht täglich neue Umfrageergebnisse, wahrscheinliche Ausgänge etc geben würde.
Re: USA-Thread
Verfasst: 4. Nov 2024, 11:20
von St0ckf15h
clayz hat geschrieben: 4. Nov 2024, 11:11
Diese Wahlvorhersagen sind Würfeln gegen viel Geld.
mMn wäre es die Demokratie besser, wenn es nicht täglich neue Umfrageergebnisse, wahrscheinliche Ausgänge etc geben würde.
Denkst du das?
Genau Deutschland ist da mit der Sonntagsfrage eigentlich führend mit dabei, und man sieht ja auch, dass beispielsweise ein Erstarken der AfD da auch die anderen Parteien teilweise zur Räson bringt wieder.
Gebe dir aber insofern recht, dass das auch dazu führt, dass eigentlich immer Wahlkampf ist, Schmierenkampagnen gegen jedes dankbare Ziel gefahren werden und eine Diskussion sich damit auch teilweise von den entscheidenden Inhalten wegbewegen kann.
Re: USA-Thread
Verfasst: 4. Nov 2024, 11:23
von St0ckf15h
Maxim hat geschrieben: 4. Nov 2024, 11:07
Auf Basis dieser Umfragen könnte dann das Wahlergebnis angezweifelt werden.
Democrats and some polling experts believe the conservative-commissioned polls are aiming to create a false narrative of unstoppable momentum for Trump – which could then be used to challenge the result if Harris wins.
Frage mich, ob Trump darin eine letzte Chance sieht - er hat ja als aktiver Präsident sein Scheiden aus dem Amt nicht verhindern können, aktuell liegt ja auch noch die Regierungsgewalt bei den Dems, da sind ihm schlussendlich noch mehr die Hände gebunden.
Würde mir aber schlussendlich ein friedliches Nachher wünschen, egal, wer am Ende die Nase vorne hat.
Re: USA-Thread
Verfasst: 4. Nov 2024, 11:24
von clayz
Ja, ich denke das
Und ich finde die Sonntagsfrage absolut nicht zielführend.
Negativ gibt es hingegen eine Menge - habs von ner AI schnell ausformulieren lassen:
ABBC3_SPOILER_SHOW
1. Beeinflussung des Wählerverhaltens
Bandwagon-Effekt: Wähler könnten dazu neigen, Kandidaten oder Parteien zu unterstützen, die in den Prognosen und Zwischenständen bereits als führend dargestellt werden, einfach weil sie „auf den Siegeszug aufspringen“ wollen.
Underdog-Effekt: Umgekehrt könnten einige Wähler Schwierigkeiten haben, ihre Unterstützung einem Kandidaten oder einer Partei zukommen zu lassen, die als Chancenlos dargestellt wird, oder sie könnten aus Mitleid gerade diese wählen.
2. Demobilisierung der Wähler
Gefühl der Ineffektivität: Wenn Wähler das Gefühl haben, dass das Wahlergebnis bereits vorweggenommen ist, könnten sie demotiviert werden und sich entscheiden, nicht wählen zu gehen. Dies kann besonders in stark sicheren Wahlbezirken der Fall sein, wo die Prognosen einen bestimmten Ausgang fast garantieren.
Wahlmüdigkeit: Ständige Berichterstattung und Analysen können zu einer Übersättigung bei den Wählern führen, die dann politisch desinteressiert oder apathisch werden könnten.
3. Wahlkampfstrategien und -taktiken
Kurzfristige Entscheidungsmuster: Kandidaten und Parteien könnten sich mehr auf kurzfristige Manöver und Anpassungen konzentrieren, um die Zwischenstände zu verbessern, anstatt langfristige, substanzielle politische Programme und Visionen zu fördern.
Negative Kampagnen: Vermehrte Berichterstattung über Prognosen kann den Einsatz von negativen Kampagnen verstärken, wobei Kandidaten versuchen, die Umfragewerte der Gegner zu senken, anstatt ihre eigenen politischen Stärken hervorzuheben.
4. Mediale Verzerrung und Manipulation
Einseitige Berichterstattung: Medien könnten in ihrer Berichterstattung voreingenommen sein und bestimmte Kandidaten oder Parteien bevorzugen, basierend auf Prognosen und Zwischenständen, anstatt objektiv über alle relevanten Themen und Kandidaten zu informieren.
Sensationsjournalismus: Medien könnten sich stärker auf das „Horse Race“ konzentrieren, also den Wettlauf der Kandidaten, anstatt auf die wichtigen politischen Fragen und Inhalte der Wahlkampagnen.
5. Soziale und psychologische Auswirkungen
Stress und Angst: Permanente Zwischenberichte können bei Wählern und den betroffenen Kandidaten und deren Unterstützern stressbedingte Emotionen wie Angst und Unsicherheit hervorrufen.
Polarisation: Intensive, kontinuierliche Wahlberichterstattung kann die politische Polarisierung verstärken, indem sie ständigen Wettbewerb und Konflikte betont.
6. Verzerrung der demokratischen Prozesse
Beeinflussung der Spendenaktionen: Ein Kandidat oder eine Partei, die in den Prognosen gut abschneidet, könnte mehr Spenden anziehen, was die Verzerrung der demokratischen Fairness verstärken kann.
Vorwegnahme der Wahlergebnisse: Es kann den Eindruck erwecken, dass die Wahlen bereits entschieden sind, was die unabhängigen und kritischen Entscheidungen der Wähler beeinflussen könnte.
Re: USA-Thread
Verfasst: 4. Nov 2024, 11:28
von St0ckf15h
Fällt bei der US-Wahl sicher noch mehr ins Gewicht das alles, Stichpunkt Wahlkampffinanzierung.
Hat eigentlich viel gemein mit Bodybuilding, am Ende zu großen Teilen halt auch ein Beliebtheitswettbewerb.
Re: USA-Thread
Verfasst: 4. Nov 2024, 11:41
von clayz
Exakt und da wäre es mMn eben besser, wenn man nicht die Kandidaten mit einem Score täglich ins Schaufenster stellt.
Um bei der Analogie zu bleiben. Würdest du vor jedem BB-Wettbewerb monatelang Prognosen anhand einer einzigen Zahl haben,
hätte das erhebliche Auswirkungen auf den Ausgang.
Re: USA-Thread
Verfasst: 4. Nov 2024, 11:52
von St0ckf15h
Sehe aber die von dir genannten Punkte in den USA vor allem auf die Vorwahlen problematisch - sprich nicht holen es schlussendlich Dems oder Reps, sondern wer darf eigentlich überhaupt antreten für diese.
Und habe absolut nichts gegen die Reps, aber wäre heilfroh, wenn Harris das Ding dieses Mal holt und sich das Thema Trump damit endgültig erledigt hat. Kongress würde ja republikanisch besetzte bleiben, mindestens eine Kammer - dann macht schlussendlich jede Seite nicht zu viel Unsinn.
Re: USA-Thread
Verfasst: 4. Nov 2024, 12:04
von clayz
Man könnte auch sagen, dann kann keine Seite etwas bewegen. Das hast du bei Obama gut gesehen.
Re: USA-Thread
Verfasst: 4. Nov 2024, 12:21
von Maxim
Ich bin halt gespannt, ob sich die Reps damit nicht ins eigene Bein schießen.
Wenn Trump in den Umfragen stärker aussieht, als er ist, könnte das vor allem eine große Wählergruppe mobilisieren, in der ihn viele verhindern wollen: Frauen.
In North Carolina haben schon ~70% der erwarteten Wähler gewählt, davon 11% mehr Frauen als Männer. Laut Nachwahlbefragungen liegt Harris in den Early Votes mit 54% vorne. Die Polls dagegen sehen Trump vorne.
Wir werden es leider erst nach der Wahl genauer wissen, aber es könnte da schon größere Diskrepanzen geben.
Re: USA-Thread
Verfasst: 4. Nov 2024, 12:22
von St0ckf15h
clayz hat geschrieben: 4. Nov 2024, 12:04
Man könnte auch sagen, dann kann keine Seite etwas bewegen. Das hast du bei Obama gut gesehen.
Wäre zumindest für uns in Europa das kleinere Übel, wenn es bei den klaren Bekenntnissen zu NATO und westlichen Partnern bleibt und kein globaler Handelskrieg vom Zaun gebrochen wird - für die USA selbst hingegen wahrscheinlich suboptimal, Stillstand wird da wohl nicht viele derer Probleme lösen. Aber gebe auch ganz ehrlich zu dass ich da biased bin, da ich nicht mit dem Gedanken spiele dorthin auszuwandern.
Eine Chance sehe ich allerdings in so einer Aufteilung, und zwar, dass die zuletzt etwas aus dem Ruder gelaufenen Staatsfinanzen stabilisiert werden können. Die globalen Auswirkungen des US-Dollars sind halt aktuell immer noch nicht zu unterschätzen, egal was China und andere auch versuchen um an dessen Vormachtstellung zu rütteln.