Weltraumsoldat hat geschrieben: 2. Nov 2024, 18:52
Der Klassiker. Ich wähle Kamala, weil sie auch eine schwarze Frau ist. Was hat sich der Westen mit dieser Identitätspolitik nur angetan.
Also mein persönlicher Favorit ist der "liberale Mann".
Re: USA-Thread
Verfasst: 2. Nov 2024, 19:16
von summerset
clayz hat geschrieben: 2. Nov 2024, 19:01
Was für eine grandiose "Wahl" man doch als Amerikaner hat
Ja, das erinnert einen immer sehr schmerzlich daran, dass man im eigenen Land auch nix besseres zur Wahl stehen hat.
Re: USA-Thread
Verfasst: 3. Nov 2024, 17:28
von Knolle
Kanns nur immer wieder sagen, ich finde den Thread hier echt stark. Ich bekomme davon wirklich null mit (ich versuche aber auch, weniger Medien zu konsumieren) und das ist schon krass, was es alles so gibt. Man muss es natürlich auch kritisch sehen, die X Beiträge sind nicht unbedingt die Realität. Aber fast jedes einzelne dieser Meldungen wäre bei uns ne Schlagzeile, wenn das bei uns so passieren würde. Für mich wirkt das auch sehr wie Betrug, muss man leider so sagen. Selbst wenn das Wahlsystem solche Sachen möglich macht.
Re: USA-Thread
Verfasst: 3. Nov 2024, 19:29
von clearly
dann mach ich mal weiter
kamala hat spontan ihre rallye in michigan abgesagt für einen auftritt bei SNL
noch vor einem monat hatte der producer das ausgeschlossen
FCC Commissioner Brendan Carr warns the Kamala Harris SNL skit this close to the election, breaks FCC rules meant to prevent broadcasters from unfairly influencing voters:
rules are for thee, not for me
Re: USA-Thread
Verfasst: 4. Nov 2024, 04:42
von Knolle
Hast du einen persönlichen Bezug zu der Wahl/USA oder warum steckst du da so tief drin?
Re: USA-Thread
Verfasst: 4. Nov 2024, 06:13
von BFM
wie viel prozent steht es denn für jeden der beiden wirklich gerade? also soweit man das "neutral" sehen kann ohne deutschemedienbashing...?
Re: USA-Thread
Verfasst: 4. Nov 2024, 06:23
von GoldenInside
BFM hat geschrieben: 4. Nov 2024, 06:13
wie viel prozent steht es denn für jeden der beiden wirklich gerade? also soweit man das "neutral" sehen kann ohne deutschemedienbashing...?
Gibt ja auch ein paar Meinungen, dass Menschen in Umfragen eher mal das sagen, was sie glauben, was besser ankommt und wenn es um Geld geht "ehrlicher" sind. Weiß aber nicht wie die Umfragen erhoben werden. Wenn die komplett anonym sind, fällt das Argument natürlich wieder.
Re: USA-Thread
Verfasst: 4. Nov 2024, 08:27
von GoldenInside
Man kann auch argumentieren, dass Wettquoten an sich nicht das Ziel haben, die Realität abzubilden, sondern den Gewinn der Wettanbieter zu maximieren.
Re: USA-Thread
Verfasst: 4. Nov 2024, 08:28
von clayz
Das wird in einem aktuellen Freakonomics Podcast auch sehr gut erklärt - also wie gut sind Vorhersagen wirklilch,
was haben Wetten für einen Einfluss usw.
Hier die Zusammenfassung:
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In dieser Folge von Freakonomics Radio gibt es einen Abschnitt, der sich auf politische Prognosemärkte konzentriert. Diese Märkte sind Plattformen, auf denen Menschen Wetten auf verschiedene politische Ergebnisse platzieren können, wie zum Beispiel, wer eine Wahl gewinnen wird. In diesem Abschnitt kommt Coleman Strump zu Wort, ein Wirtschaftsprofessor, der sich auf diese Märkte und deren Geschichte spezialisiert hat.
Strump erklärt, dass politische Prognosemärkte eine lange Geschichte haben, die mindestens bis ins 16. Jahrhundert zurückreicht, und dass sie sich im Laufe der Zeit erheblich weiterentwickelt haben. In der modernen Ära operieren diese Märkte hauptsächlich online, mit Plattformen wie PredictIt und PolyMarket, die prominente Beispiele darstellen. Allerdings stehen diese Märkte aufgrund regulatorischer Probleme in den Vereinigten Staaten, wo die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) zuständig ist und oft Beschränkungen auferlegt, vor Herausforderungen.
Trotz dieser Herausforderungen argumentieren Strump und andere, dass Prognosemärkte aus mehreren Gründen zuverlässiger sein können als traditionelle Umfragen. Ein wesentlicher Vorteil ist, dass diese Märkte die Überzeugungen und finanziellen Einsätze vieler Einzelpersonen aggregieren und so möglicherweise eine genauere und Echtzeit-Widerspiegelung der öffentlichen Meinung und politischer Trends bieten. Im Gegensatz zu Umfragen, die davon beeinflusst werden können, wie Fragen gestellt und Daten gesammelt werden, bieten Prognosemärkte einen kontinuierlichen und dynamischen Indikator für politische Erwartungen.
Strump argumentiert, dass Wettmärkte Medienverzerrungen und -verzögerungen durchbrechen und unmittelbare und ungefilterte Indikatoren für politische Trends bieten. Dieser Echtzeit-Aspekt ist besonders wertvoll, um den unmittelbaren Einfluss von Nachrichtenereignissen auf die öffentliche Wahrnehmung und Wahlergebnisse zu verstehen.
Wie die Episode fortschreitet, wird darauf hingewiesen, dass diese Prognosemärkte derzeit ein knappes Rennen zwischen Donald Trump und Kamala Harris bei der kommenden Präsidentschaftswahl zeigen. Dies deutet darauf hin, dass es laut den aggregierten Wetten der Teilnehmer in diesen Märkten keinen klaren Favoriten gibt.
Zusammenfassend wird argumentiert, dass politische Prognosemärkte ein nützliches Instrument sein könnten, um politische Ergebnisse genauer und in Echtzeit im Vergleich zu traditionellen Umfragen zu messen, wobei die aktuellen Märkte ein wettbewerbsfähiges Rennen zwischen Trump und Harris zeigen.
In this episode of Freakonomics Radio, there is a segment that focuses on political prediction markets. These markets are platforms where people can place bets on various political outcomes, such as who will win an election. This segment features Coleman Strump, an economics professor who specializes in these markets and their history.
Strump explains that political prediction markets have a long history, dating back to at least the 16th century, and they have evolved significantly over time. In the modern era, these markets have primarily operated online, with platforms like PredictIt and PolyMarket being prominent examples. However, these markets face challenges due to regulatory issues in the United States, where the Commodity Futures Trading Commission (CFTC) has jurisdiction and often imposes restrictions.
Despite these challenges, Strump and others argue that prediction markets can be more reliable than traditional polls for several reasons. One key advantage is that these markets aggregate the beliefs and financial stakes of many individuals, potentially providing a more accurate and real-time reflection of public sentiment and political trends. Unlike polls, which can be influenced by how questions are framed and the timing of data collection, prediction markets offer a continuous and dynamic gauge of political expectations.
Strump argues that betting markets cut through media spin and delays, offering immediate and unfiltered indicators of political trends. This real-time aspect is particularly valuable in understanding the immediate impact of news events on public perception and electoral outcomes.
As the episode progresses, it is noted that these prediction markets currently show a tight race between Donald Trump and Kamala Harris for the upcoming presidential election. This suggests there is no clear frontrunner, according to the aggregated bets of participants in these markets.
In summary, political prediction markets are posited as a useful tool for gauging political outcomes more accurately and in real-time compared to traditional polls, with current markets showing a competitive race between Trump and Harris.
Re: USA-Thread
Verfasst: 4. Nov 2024, 08:31
von Gurkenplatzer
In 48 Stunden wissen wie mehr
Re: USA-Thread
Verfasst: 4. Nov 2024, 09:20
von Mäx
GoldenInside hat geschrieben: 4. Nov 2024, 08:27
Man kann auch argumentieren, dass Wettquoten an sich nicht das Ziel haben, die Realität abzubilden, sondern den Gewinn der Wettanbieter zu maximieren.
Das ist bei der Umfrageindustrie in den USA wohl ähnlich. Die profitiert auch davon, wenn das Rennen möglich lange ausgeglichen ist. Dazu kommen noch parteinahe Umfrageinstitute.
Re: USA-Thread
Verfasst: 4. Nov 2024, 09:22
von St0ckf15h
Gurkenplatzer hat geschrieben: 4. Nov 2024, 08:31
In 48 Stunden wissen wie mehr
Wahrscheinlich nicht
Re: USA-Thread
Verfasst: 4. Nov 2024, 09:29
von Maxim
In den USA gibt es schon länger Diskussionen über die Konstruktion der Umfragen. 2016 und 2020 wurde Trump in den Umfragen unterschätzt, und viele Pollster versuchen das durch Gewichtungsentscheidungen auszugleichen. Das Problem scheint zu sein, dass man in den Umfragen zu wenig Reps erreicht, was kompensiert werden muss und zu Fehlern führt.
Aktuell steht zur Debatte, dass es in praktisch allen Swing States so "gleichauf" aussieht, dass das statistisch schon wieder unwahrscheinlich ist und mit dem Aufbau mancher Umfragen zu tun haben könnte, also wer gefragt und wie stark gewichtet wird.
Der Unterschied ist ja überall höchstens 1%, was in der Vergangenheit Umfrage- und Messfehlern entsprochen hat und im Klartext heißt, dass auch ein Kandidat einfach alle Swing States gewinnen und komplett davonziehen könnte.