Seite 2 von 2
Re: Fettleibigkeit, Adipositas, Übergewicht - Abnehmen, Diät
Verfasst: 7. Apr 2024, 18:40
von Brick
Im Urlaub isst man aber oft zudem höherwertiges essen weil urlaibgönnung und nicht so viel müll was in den 9-5 reinpasst
Re: Fettleibigkeit, Adipositas, Übergewicht - Abnehmen, Diät
Verfasst: 7. Apr 2024, 20:08
von H_D
Mr.Potatohead hat geschrieben: 7. Apr 2024, 17:50
H_D hat geschrieben: 7. Apr 2024, 12:21
Kcal in vs kcal out funktioniert halt leider nicht immer
NL von dr. Koch
ABBC3_SPOILER_SHOW
Die Regulation des Blutzuckerspiegels im Körper erfolgt durch eine komplexe Reihe von Prozessen, die von Hormonen wie Insulin und Glukagon gesteuert werden. Insulin wird von den Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse produziert und senkt den Blutzuckerspiegel, indem es die Aufnahme von Glukose in die Zellen des Körpers fördert.
Glukagon wird von den Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse produziert und erhöht den Blutzuckerspiegel, indem es die Freisetzung von Glycogen aus der Leber bewirkt.
Damit der Körper Glycogen freisetzt und zurück in Glucose umwandeln kann, muss der Insulinspiegel im Körper jedoch niedrig sein, da die entsprechenden Enzyme ansonsten nicht arbeiten können.
Durch hohe Insulinspiegel schlussfolgert der Körper, dass noch genügend Energie, sprich Zucker, im Blut vorhanden ist. Bei einer Insulinresistenz ist der Insulinspiegel jedoch auch dann erhöht, wenn keine Glucose mehr im Blut ist.
Glycogen kann, obwohl es nötig wäre, unter diesen Umständen nicht abgebaut werden. Um trotzdem Energie zu bekommen, schütter der Körper Cortisol und die Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin aus, und rekrutiert Proteine aus den Muskelzellen. Aus diesen Proteinen baut er über Gluconeogenese neue Glucose, um sich versorgen zu können.
Die Glucoseausschüttung durch Stresshormone ist jedoch immer etwas überschießend, weswegen als Gegenreaktion noch mehr Insulin ins Blut freigesetzt wird. Ein Teufelskreis, der, wenn er abends und nachts auftritt, die Schlafqualität extrem beeinträchtigen kann.
Die Krux dabei: eine schlecht geschlafene Nacht, macht den Körper am Folgetag um bis zu 30% insulinresistenter, als er es mit erholsamem Schlaf der Fall wäre.
Die Stabilität des Blutzuckers ist im gesunden Menschen ein sehr wichtiger und gut funktionierender Mechanismus. Der Körper besitzt Mittel und Wege, kontinuierlich über den Abbau von gespeichertem Glycogen, ausreichend Energie bereit zu stellen.
Daher gibt es bei gesunden Menschen echten Unterzucker NICHT. Es kommt zum Teil zu niedrigeren Blutzuckerwerten, doch wirklicher Unterzucker tritt nur bei Diabetikern auf. Das kommt daher, da bei Diabetes von außen durch Insulin in die Blutzuckerregulation eingegriffen wird. Ist das mehr, als der Körper braucht, entsteht Unterzucker.
Trotzdem kennst du vielleicht das Gefühl von Unterzuckerung. Es kann auftreten, wenn der Blutzucker relativ schnell von hohen Werten auf niedrigere Werte abfällt. Wenn der Körper metabolisch nicht flexibel ist, reagiert er mit Heißhunger und Stress, um das Gehirn weiterhin mit Glucose versorgen zu können.
Diese Zustände können Symptome einer Insulinresistenz des Gehirns sein, das in diesem Fall ausschließlich mit Zucker zurechtkommt und nicht auf Ketonkörper umswitchen kann.
Im Fasten, vor allem bei längeren Fastenperioden, wenn die Glycogenspeicher aus Muskulatur und Leber aufgebraucht sind, kann sich der Blutzucker auf Werte zwischen 50-60 mg/dl einpendeln.
Was ist ein guter Nüchternblutzucker?
Ein regelmäßiger Nüchternblutzucker von 80 mg/dl deutet darauf hin, dass keine Insulinresistenz und auch sonst keine Probleme bei der Blutzuckerregulation vorliegen. Bei Werten um die 100 mg/dl, kann bereits eine Insulinresistenz vorliegen, es kann jedoch auch sein, dass der Körper nur insgesamt einfach mit viel Stress umgehen muss und metabolisch nicht so flexibel ist.
Ein weiterer Grund, weshalb der Blutzucker morgens höher sein kann, ist der, dass der Körper nachts mit sehr niedrigen Blutzuckerzuständen zu tun hatte, und reaktiv morgens über Cortisol mehr Glucose ins Blut ausschüttet. Dieser Mechanismus ist auch unter dem Namen Dawn-Phänomen bekannt.
Wie bereits erwähnt, behilft sich der Körper manchmal mit der Ausschüttung von Stresshormonen, um den Blutzucker zu regulieren.
Hohe Cortisolspiegel und eine gestörte HPA-Achse haben starke Auswirkungen auf die Blutzuckerregulation und die Blutfette. Das abdominale Fett hat besonders viele Rezeptoren für Cortisol. Dies ist einer der Gründe, weshalb unter starkem Stress, schnell ein Bäuchlein entstehen kann, während der Rest des Körpers schlank bleibt. Dieses Fettpolster soll dazu dienen, in akuten Stresssituationen schnell Energie zur Verfügung zu stellen.
Dieser Prozess kann zusätzlich durch zu niedrige Testosteron- und Progesteronspiegel begünstigt werden. Da CBG (Cortisolbindendes Globulin) auch diese beiden Hormone mit abbindet, steht dem Körper bei der ständigen Überproduktion an Cortisol, irgendwann von der Ausgangsubstanz Pregnenolon nicht mehr genug zur Verfügung, und es entsteht ein verhängnisvoller Kreislauf.
Der überschüssige Bauch und die im abdominalen Fett im Übermaß produzierten entzündlichen Zytokine, wie Il-6 und TNF-Alpha, können „sickness behavior“ hervorrufen: Wir werden müde und träge. Hierdurch verschärft sich die Problematik weiter.
Danke fürs posten. Wenn man das im Kopf hat, geht man finde ich auch anders an die Sache ran. Was dann noch berücksichtigt werden sollte, ist, finde ich, dass Bewegung (z.B. in Form von 10000 Schritten) und 2x Training bereits eine Überbelastung für Menschen mit Übergewicht darstellen kann und man sich genau in dem Bereich mit zu hohen cortisol Spiegeln und HPA Achse befinde. Dann esse ich noch zu wenig bzw das Falsche, und zack, werde ich noch weniger leistungsfähiger, verliere Muskelgewebe und nehme Fett zu. Und das alles nur, weil ich glaube, dass Intake und outtake regeln. Die Messung hierbei sind ja auch höchst fraglich…
Gilt ja nichtmal nur für Übergewichtige. Schau dir Wettkampfbodybuilder an, die akribisch Zimt abwiegen und über X Wochen nicht abnehmen und dann einen stressfaktor rausnehmen und schon läuft die Abnahme wieder
Re: Fettleibigkeit, Adipositas, Übergewicht - Abnehmen, Diät
Verfasst: 7. Apr 2024, 20:08
von S1L3
Candrea hat geschrieben: 7. Apr 2024, 16:23
S1L3 hat geschrieben: 7. Apr 2024, 14:46Wenn ich ne Pizza esse wiege ich am nächsten Tag auch 3kg mehr.
Echt? Das ist erstaunlich viel, oder...? Ich habe festgestellt, dass es bei mir auch drauf ankommt, wie viel bzw. was ich in den Tagen davor gegessen habe. Aber das meiste Gewicht, das ich sonst nach einem durchaus heftigen Cheat Day (mit Pizza) am nächsten Tag drauf hatte, war bislang +1,5 kg. Das fand ich schon viel. Aber gut, ca. 9000 kcal sind auch schon ne ziemlich kranke Hausnummer...
Hält sich Rahmen. Wenn ich von 115kg auf 118 schwanke sind das nicht mal 3% des Körpergewichts. Dazu kommt noch das Roids und HGH den Wasserhaushalt durch sowas nochmal anders beinflussen.