Bin aufgrund meiner Darmprobleme auch bei einer paleo-ähnlichen Ernährung angelangt. Paleo-ähnlich eben, weil ich nicht strikt auf Paleo gegangen bin, sondern irgendwann an einen Punkt gekommen bin, wo ich gemerkt habe "Oh, ist ja fast schon Paleo".
Insbesondere Getreide scheint bei mir ein großer Faktor zu sein. Vor ein paar Monaten hätte ich noch gesagt, ich liebe Brot, aber je mehr ich merke, wie gut ich mich ohne Brot fühle, desto weniger ist auch die Lust auf Getreide geworden. Zöliakie ist bei mir ausgeschlossen worden, aber eine gewisse Sensitivität (ATIs) ist bei mir definitiv da. Ich hab zuletzt auch ein bisschen probiert welche Menge Probleme macht. Zwei Vollkorn-Toast zum Rührei schienen da zunächst keine Probleme zu machen. Mache ich das allerdings täglich bemerke ich schon, dass ich schleichend mehr und mehr aufgebläht bin und etwas mehr Trägheit/Müdigkeit bilde ich mir auch ein. Haferflocken scheine ich in kleinen Mengen eingeweicht/aufgekocht manchmal zu vertragen, manchmal nicht. Kleines Glücksspiel, aber großer Hafer-Fan bin ich nicht, auch wenn er ja gesundheitliche Vorteile bieten soll. Daher werde ich Getreide (außer Reis) künftig wieder komplett weglassen. Wenn ich allerdings mit Freunden in der Pizzeria bin, werde ich da auch eine Pizza essen.
Bei Milchprodukten ist es bei mir sehr unterschiedlich. Nach Quark fühle ich mich selten gut, selbst wenn Laktase über Flavour-Pulver mit ins Spiel kommt. Körniger Frischkäse dagegen ist deutlich besser verträglich. Auch Mozzarella geht gut. Also selbst frischer Käse ist okay für mich, gereifter (Parmesan, etc.) ohnehin.
Milch selbst trinke ich nur im Kaffee. Ein Schuss kein Problem. Aufgeschäumt als Cappucino eher problematisch, als Proteinshake ohnehin.
Whey vertrage ich gefühlt besser mit nur ganz wenig Wasser/Milch als Pudding angerührt statt als Shake. Clear Whey ist auch eher problematisch, gefühlt durch das Schäumen (Kristall Whey ist mal zum Testen bestellt
@Tinker).
Ich bin großer Kaffee/Espresso-Fan, habe eine Mühle und Siebträgermaschine, gebe gerne ein paar Euro mehr für qualitativ gute, frische Bohnen aus und vertrage den Espresso in der Form sehr gut, sofern ich mir keine 5 doppelte kippe. Filterkaffee macht mir mehr Probleme, genauso wie billige (zu schnell und heiß geröstete) Bohnen aus dem Supermarkt.
Bei anderen Dingen (Schlaf, Fasten und Bewegung sind auch in dem Zusammenhang immer noch unterbewertet imo), die mir bei den Darmproblemen geholfen haben, will ich nicht zu weit ausholen, um nicht ganz vom Thema wegzukommen. Bin ja auch nur so halb Paleo unterwegs und eher, weil ich durch Ausprobieren da gelandet bin. Meine Mahlzeiten sind aktuell oft sowas wie Rührei mit Tomaten und Kartoffeln oder Lachs/Rind mit Reis und Gemüse, das ich vertrage (Spinat, Zucchini, Brokkoli wenn weich gekocht, ...). Großer Obst-Fan war ich eigentlich nie, aber aktuell gibts schonmal ein paar Stücke Mango (TK), wenn ich Lust auf was Süßes habe und wenn es wärmer wird, mache ich mir bestimmt auch mal wieder Eis aus Beeren und Whey (aber ohne Xanthan oder ähnliches, vertrage ich nicht gut und geht auch ohne).
Alles in allem sehe ich Paleo und das Setzen auf unverarbeitete Lebensmittel als sehr gute Baseline, von der aus man dann je nach eigenem Befinden und Vorlieben abweichen kann.