[phpBB Debug] PHP Warning: in file [ROOT]/ext/kinerity/bestanswer/event/main_listener.php on line 514: Undefined array key "poster_answers" [phpBB Debug] PHP Warning: in file [ROOT]/includes/functions.php on line 4191: Cannot modify header information - headers already sent by (output started at [ROOT]/includes/functions.php:3076) [phpBB Debug] PHP Warning: in file [ROOT]/includes/functions.php on line 4191: Cannot modify header information - headers already sent by (output started at [ROOT]/includes/functions.php:3076) [phpBB Debug] PHP Warning: in file [ROOT]/includes/functions.php on line 4191: Cannot modify header information - headers already sent by (output started at [ROOT]/includes/functions.php:3076) [phpBB Debug] PHP Warning: in file [ROOT]/includes/functions.php on line 4191: Cannot modify header information - headers already sent by (output started at [ROOT]/includes/functions.php:3076) • Eigenheim oder Miete - Seite 95
Stewardess hat geschrieben: 27. Mär 2024, 12:58
Bitte nicht als Angriff verstehen, dein Post liest sich für mich etwas nach in der Realität großer Entscheidungen angekommen.
Danke für den Post. Den gehe ich komplett mit. Die Anzahl großer Entscheidungen im Leben hält sich bei uns beiden in Grenzen. Wir mussten schon diverse Abstriche machen, die sich, Zitat Frau "jeder Hinz und Kunz auf Instagram leisten kann". Dass das Gezeigte nicht der Realität entspricht und sich dadurch die Ansprüche ändern ist klar. Dass ihre Eltern aber ihr Leben lang sparsam waren und Küche, Möbel und sogar Fenster als Ausstellungsstücke gekauft haben, nur um Geld zu sparen, blendet sie - und auch ich - gerne aus.
Re: Eigenheim oder Miete
Verfasst: 27. Mär 2024, 13:29
von GoldenInside
mirin 170k vorgezogenes Erbe
Bzgl. Familienplanung bitte beachten, dass das Elterngeld bei Kind Nr. 2 nochmal deutlich weniger wird, wenn deine Frau nach Kind Nr. 1 weniger arbeitet.
Re: Eigenheim oder Miete
Verfasst: 27. Mär 2024, 14:25
von Gurkennascher
Ihr plant Familie? Dann plant doch richtig und legt für die Elternzeit halt jetzt jeden Monat 500-1000€ weg. Wir haben auch von erspartem gelebt, weil wir uns nicht einschränken wollten während der Elternzeit. Und danach Teilzeit arbeiten sollte ja definitiv möglich sein.
mello hat geschrieben: 27. Mär 2024, 12:16
Um wieder etwas Privates zum Thema beizutragen und vielleicht auch die Brücke zu dem Demografie-Thema aus dem "Aktuelle Stunde-Thread" zu schlagen:
Wir sind gerade in folgender Situation, die wahrscheinlich in ähnlicher Weise viele derzeitige Paare oder Familien trifft. Ich kann jeden verstehen, der auf die folgenden Einschränkungen keine Lust hat und sich gegen Kinder oder andererseits auch gegen ein Eigenheim entscheidet. Kinder und das Eigenheim sind nicht umsonst eine der größten Entscheidungen im Leben .
Einfach mal frei von der Seele geschrieben
ABBC3_SPOILER_SHOW
2022 haben wir einen Bungalow aus der Familie übernommen (170k vorgezogenes Erbe). Im gleichen Jahr haben wir diesen komplett entkernt und mit 170k (Kredit 1) wieder auf Stand der Technik gebracht. Geplant war damals schon eine Aufstockung, da der Dachausbau nicht möglich ist. Aus Gründen kann die Aufstockung erst dieses Jahr stattfinden. Inzwischen sind die Zinsen wieder etwas gesunken, jedoch immer noch auf einem recht "hohen" Niveau und die Baupreise sind zu 2022 um etwa 15% gestiegen. Wir zahlen für Kredit 1 (170k) ca. 800€ im Monat (noch einen akzeptablen Zins von 1,8 % bekommen) und für Kredit 2 (200k) voraussichtlich 1150€ bei 3,5 %.
Mit dem heutigen Wissen über die Zins- und Baupreisentwicklung hätten wir die ursprünglichen 100 qm so umgebaut, dass Platz für 2 Kinder gewesen wäre. Wohnzimmer, Küche, Esszimmer wären kleiner ausgefallen, es wäre bei einem kleinen 8 qm Bad geblieben und die Zimmergröße wäre gedeckelt gewesen. Der Drops ist inzwischen jedoch gelutscht und der Wohnraum anderweitig verteilt. Wir kommen somit nicht um eine Aufstockung herum. Oder der Bums wird verkauft und wieder zur Miete gewohnt. Den Stress mit Familie (alle hängen an dem Haus), Verkauf, Umzug, Mietwohnung (großer Stressfaktor für uns, haben es gehasst) wollen wir uns ungerne antun und somit müssen wir in den faulen Apfel beißen und monatlich 1950 € aufbringen. Bei einem derzeitigen Haushaltseinkommen von knapp 6k gut machbar, auch wenn die Fixkosten rund ums Haus am Ende ca. 2.8k betragen werden (Kredite, Strom, Versicherungen, Gemeinde).
Hinsichtlich der Familienplanung sind wir uns sicher, dass wir zwei Kinder möchten. Mit Elterngeld (1600€) kämen wir gerade so über die Runden, mit Teilzeit Frau und Kitagebühren wäre wieder etwas Spiel, aber die Einschränkungen im Vergleich zu unserem jetzigen Leben würden sich stark einschränken. Daher ist die Überlegung ob Frau auf 70-80 % nach der Elternzeit geht, wovon ich wiederum kein Fan bin.
Nun besteht der Kredit aus Zinsen, die direkt an die Bausparkasse gehen, und einem Tilgungsanteil, der in einen Bausparer fließt. Mit diesem wird nach genau 10 Jahren der Kredit abgelöst und die Zinsen droppen von 1,8 % (Kredit 1, 170k) bzw. 3,5 % (Kredit 2, 200k) auf 1,7 %, was einem Befreiungsschlag gleicht. Daher noch einmal abschließend die Eingangsworte: Ich kann jeden verstehen, der auf die finanziellen Einschränkungen keine Lust hat und sich gegen Kinder oder andererseits auch gegen ein Eigenheim entscheidet.
Edit: Und es sei angemerkt, dass wir mit Fertigstellung der Aufstockung einen KfW-Zuschuss in Höhe von 50k bekommen, die bei Abbruch des Unterfangens verfallen würden.
Bitte nicht als Angriff verstehen, dein Post liest sich für mich etwas nach in der Realität großer Entscheidungen angekommen.
Also, das man merkt, dass bestimmte Dinge weitreichende Entscheidungen sind und diese ggf. mit Einschränkungen verbunden sind.
Das steht für mich sinnbildlich für etwas, als ob heute jeder in speziell Deutschland denkt man habe einen Anspruch auf einfach alles.
Im Sinne von: "Also ich will ein freistehendes Einfamilienhaus, ich will Kinder und möglichst viel Zeit mit denen verbringen, eine tolle Ehe mit einer supergranate als Frau, ich will natürlich extrem viel Freizeit mit Kumpels und geiler Karre und natürlich auch einer Sparrate von 2k€/Monat in meinen World ETF. Arbeiten find ich okay, solange es nicht mehr als 32h/Woche sind und eigentlich will ich ein eigenes Business, aber am liebsten so wie auf Instagram ohne große Einschränkungen".
Und wenn ich das nicht bekomme sind die Banken, Zinsen, der Staat, die Flüchtlinge, die FDP, die Arbeitgeber oder sonstwer Schuld.
Und warum werden eigentlich nicht Rahmenbedingungen erstellt, das man all das haben kann? Andere haben es schließlich auch!!!
Wer etwas Großes haben will (bspw. ein eigenes Haus oder eigene Kinder, Unternehmen) muss dafür Einschränkungen in Kauf nehmen und muss in den allermeisten Fällen Opfer bringen.
Wie gesagt, nicht unbedingt auf dich Bezogen @mello, ich spinne den Eindruck deines Posts nur etwas weiter
Im Kern gebe ich dir vollkommen Recht. Aber den vorletzten Absatz muss ich korrigieren. Zumindest was meine subjektiven Erfahrungen in meinem Umfeld angeht. Würde diesen so formulieren:
Wer etwas Großes haben will (bspw. ein eigenes Haus oder eigene Kinder, Unternehmen) muss dafür äußerst selten Einschränkungen oder Opfer in Kauf nehmen und bekommt in den allermeisten Fällen Cash und Support von der Familie.
@mello
Wie sieht denn das Nettohaushaltseinkommen ohne deine Frau aus? Es gibt auch Kindergeld / Famileinzuschläge etc. Das macht schon auch ein wenig was aus, wenn es soweit ist. Ich würde den Umbau definitiv machen. Du bist doch in einer äußerst komfortablen Situation.
Habt ihr Großeltern vor Ort für die Zukunft?
Re: Eigenheim oder Miete
Verfasst: 28. Mär 2024, 09:35
von mello
Stewardess hat geschrieben: 27. Mär 2024, 12:58
Wer etwas Großes haben will (bspw. ein eigenes Haus oder eigene Kinder, Unternehmen) muss dafür Einschränkungen in Kauf nehmen und muss in den allermeisten Fällen Opfer bringen.
Leoric hat geschrieben: 28. Mär 2024, 08:33
Wer etwas Großes haben will (bspw. ein eigenes Haus oder eigene Kinder, Unternehmen) muss dafür äußerst selten Einschränkungen oder Opfer in Kauf nehmen und bekommt in den allermeisten Fällen Cash und Support von der Familie.
@mello
Wie sieht denn das Nettohaushaltseinkommen ohne deine Frau aus? Es gibt auch Kindergeld / Famileinzuschläge etc. Das macht schon auch ein wenig was aus, wenn es soweit ist. Ich würde den Umbau definitiv machen. Du bist doch in einer äußerst komfortablen Situation.
Habt ihr Großeltern vor Ort für die Zukunft?
In dem Fall treffen beide Aussagen auf uns zu. Klar müssen wir Opfer auf finanzieller Seite bringen, jedoch haben wir auch die zukünftigen Großeltern im Nachbarort. Mein Nettogehalt würde während der Elternzeit die Fixkosten ums Haus abdecken, jedoch nicht Lebensmittel, Mobilität und sonstige private Ausgaben. Die Differenz muss dann eben von Elterngeld oder Teilzeit meiner Frau abgedeckt werden.
Re: Eigenheim oder Miete
Verfasst: 28. Mär 2024, 13:49
von Leoric
Ja in dem Fall musst halt dann Grosselten (Luxus!) einspannen und die Frau nach einem Jahr wieder zur Arbeit schicken.
Alternativ halt einen Safepot für Verlängerung der Elternzeit aus privaten Mitteln ansparen. Ihr habt ja eh schon ein traumhaftes Szenario.
Es soll an dieser Stelle gesagt sein - Kinder sind immer eine Wundertüte und sehr gut darin alle Pläne auf den Kopf zu stellen.
Re: Eigenheim oder Miete
Verfasst: 31. Mär 2024, 09:13
von Leoric
Immobilienpreise in Bremen und Hamburg sinken weiter (13% sind jedoch redundant in Anbetracht der Steigerungen der letzten Jahre)
Stimme hier teilweise zu. Allerdings wird komplett außer Acht gelassen, dass früher bei hohen Bauzinsen (6-9%) die Preise viel geringer waren, weshalb auch der gesamte Kredit dementsprechend kleiner ausfiel. Zusätzlich wird ignoriert, dass die Sparzinsen auf dem selben Niveau waren, was die Akkumulation von Eigenkapital deutlich einfacher machte.
Was jedoch korrekt ist und kein unrelevante Faktoren sind wären der gestiegene Wohnflächenbedarf und Qualitätsanspruch, sowie Bauvorschriften wie Dämmung etc. Dies führt selbstverständlich zwangsläufig zu höheren Kosten.
Re: Eigenheim oder Miete
Verfasst: 31. Mär 2024, 09:34
von GoldenInside
Mit 1990 hat man natürlich ein tolles Jahr ausgesucht und mit der Story anzufangen. Hätte man 1980 genommen, müsste man ja erwähnen, dass in den 80ern noch Zinsen von der Steuer abgezogen werden konnten und keine Grunderwerbsteuer existierte.
Ein paar Erkenntnisse habe ich gewonnen. Aber im Großen und Ganzen keine wirkliche Überraschung, oder? Der Verkauf und der Kauf einer Immobilie ist mit viel Aufwand und Stress verbunden.
Hier zum Thema Preisentwicklung in der Zukunft:
Re: Eigenheim oder Miete
Verfasst: 2. Apr 2024, 09:27
von Alt, aber weise?
Leoric hat geschrieben: 31. Mär 2024, 09:13
Immobilienpreise in Bremen und Hamburg sinken weiter (13% sind jedoch redundant in Anbetracht der Steigerungen der letzten Jahre)
Stimme hier teilweise zu. Allerdings wird komplett außer Acht gelassen, dass früher bei hohen Bauzinsen (6-9%) die Preise viel geringer waren, weshalb auch der gesamte Kredit dementsprechend kleiner ausfiel. Zusätzlich wird ignoriert, dass die Sparzinsen auf dem selben Niveau waren, was die Akkumulation von Eigenkapital deutlich einfacher machte.
Was jedoch korrekt ist und kein unrelevante Faktoren sind wären der gestiegene Wohnflächenbedarf und Qualitätsanspruch, sowie Bauvorschriften wie Dämmung etc. Dies führt selbstverständlich zwangsläufig zu höheren Kosten.
Das stimmt aber nur teilweise. Bauvorschriften leider ja. Wohnflächenbedarf und Qualitätsanspruch? Eher nein. Mittlerweile wird doch schon mehrheitlich ohne Keller gebaut, die Garage wird häufig weggelassen (maximal noch ein Carport), die Grundstücke werden immer kleiner und auch bei der Wohnfläche habe ich eher den Eindruck, dass sie in den letzten 20-30 Jahren gesunken ist.
Re: Eigenheim oder Miete
Verfasst: 2. Apr 2024, 10:29
von BlackStarZ
Inwieweit ist der Bodenrichtwert interessant. Spiegelt das tatsächlich den Preis für Grundstück wieder ?
Re: Eigenheim oder Miete
Verfasst: 2. Apr 2024, 10:39
von Landesmeister
BlackStarZ hat geschrieben: 2. Apr 2024, 10:29
Inwieweit ist der Bodenrichtwert interessant. Spiegelt das tatsächlich den Preis für Grundstück wieder ?
Ja und nein. Der Bodenrichtwert wird aus den Verkäufen des letzten Jahres bzw Jahre ermittelt. Und ist für den Verkehrswert wichtig. Verkaufspreis ist dann wieder etwas anderes.
BlackStarZ hat geschrieben: 2. Apr 2024, 10:29
Inwieweit ist der Bodenrichtwert interessant. Spiegelt das tatsächlich den Preis für Grundstück wieder ?
Ja und nein. Der Bodenrichtwert wird aus den Verkäufen des letzten Jahres bzw Jahre ermittelt. Und ist für den Verkehrswert wichtig. Verkaufspreis ist dann wieder etwas anderes.
Kannst du mir vielleicht einen Daumenwert nennen, also beispielsweise 2/3 von Bodenrichtwert ist typischerweise Kaufpreis oder so ?
Hintergrund ist, dass wir in vllt. 6-8 Jahren ein Haus haben wollen. Bestenfalls eigenes Grundstück und darauf Fertighaus mit Keller setzen.
Aber ob wir uns das leisten können ist so die Frage ,dafür möchte ich ein Gefühl bekommen.
Leoric hat geschrieben: 31. Mär 2024, 09:13
Immobilienpreise in Bremen und Hamburg sinken weiter (13% sind jedoch redundant in Anbetracht der Steigerungen der letzten Jahre)
Stimme hier teilweise zu. Allerdings wird komplett außer Acht gelassen, dass früher bei hohen Bauzinsen (6-9%) die Preise viel geringer waren, weshalb auch der gesamte Kredit dementsprechend kleiner ausfiel. Zusätzlich wird ignoriert, dass die Sparzinsen auf dem selben Niveau waren, was die Akkumulation von Eigenkapital deutlich einfacher machte.
Was jedoch korrekt ist und kein unrelevante Faktoren sind wären der gestiegene Wohnflächenbedarf und Qualitätsanspruch, sowie Bauvorschriften wie Dämmung etc. Dies führt selbstverständlich zwangsläufig zu höheren Kosten.
Das stimmt aber nur teilweise. Bauvorschriften leider ja. Wohnflächenbedarf und Qualitätsanspruch? Eher nein. Mittlerweile wird doch schon mehrheitlich ohne Keller gebaut, die Garage wird häufig weggelassen (maximal noch ein Carport), die Grundstücke werden immer kleiner und auch bei der Wohnfläche habe ich eher den Eindruck, dass sie in den letzten 20-30 Jahren gesunken ist.
Immer älter werdende Gesellschaft
=> immer mehr Ältere alleine (oder zu zweit) in Häusern/Mehrzimmerwohnungen
=> mehr qm pro Person (glaube die 60+ Population wohnt auch auf den meisten QM)
Keller zu teuer und wird weggelassen
=> Platz braucht man trotzdem, also mehr QM
=> Im Gegensatz zum Keller zählt es aber als Wohnraum
Aber grundsätzlich hat man schon mehr Wohnraum, je nachdem was man als "früher" versteht.
Aber denke kaum jemand mutet seinen Kindern heutzutage noch zu bis in die Pubertät oder darüber hinaus mit Geschwistern zusammen im Zimmer zu sein.
Wir suchen ja auch. 100qm wäre auch in Ordnung, aber die Häuser sind halt ohne Keller. Und 100qm OHNE Keller ist dann auch Unsinn.
Garage auch kaum mehr dabei, nur Carport. Also wieder weniger Stauraum.
Dann lieber ne Wohnung.