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Re: Eigenheim oder Miete
Verfasst: 24. Mär 2024, 21:26
von gestiefelterKater
Vreneli hat geschrieben: 24. Mär 2024, 21:17
Was ist mit der Wärmeplanung der Städte/Kommunen? Wenn da ein Fernwärmenetz aufgebaut wird, braucht man ja keine Wärmepumpe etc. Oder liege ich falsch?
nein da liegst du schon richtig. Wäre mir persönlich auch das liebste
Re: Eigenheim oder Miete
Verfasst: 24. Mär 2024, 22:07
von Knolle
gestiefelterKater hat geschrieben: 24. Mär 2024, 20:12
Knolle hat geschrieben: 24. Mär 2024, 18:13
Das ist auch mein Empfinden bisher. Aber wahrscheinlich lassen sich aktuell auch sehr gute Renditen erzielen, wenn man genug Kapital hat.
Beim Kauf von Altbauten? Da wäre ich skeptisch, die kommenden Gesetze gegen Öl und Gasheizungen machen das aus meiner Sicht zu potentiellen Bomben. Lohnt sich nur wenn man ein Gebäude hat welches von der Substanz ins Konstrukt passt.
schlimmfinger hat geschrieben: 24. Mär 2024, 20:03
Die EU Verordnung - Wärmepumpe + Dämmung + Solar - ist nun durch und wird in ein deutsches Gesetz gegossen. Ihr dürft euch freuen, ab 2040 gibt es keine Öl-oder Gasheizungen mehr.
Fangt schon jetzt an zu sparen.... oder besser verkauft jetzt noch.
Bin gespannt... Einzige Alternative die ich derzeit sehe ist Holzpellet. Das heißt Öl-Heizung & Tanks raus und entsprechend neues rein. Damit kann ich meine Rendite direkt um 1, 2 % senken
Sofern Holz überhaupt zulässig ist/bleibt/bleiben wird oder wie auch immer
Ich meine generell. Preise sinken und Mieten steigen bzw werden tendenziell auch stärker steigen. Wenn man günstig sanieren kann, kann man wahrscheinlich die Preisabschläge bei Altbau gut nutzen.
Re: Eigenheim oder Miete
Verfasst: 25. Mär 2024, 07:21
von Skagerath
Maxim hat geschrieben: 24. Mär 2024, 21:06
Was soll die Panikmache? Nach der Argumentation wird sich demnach kaufen und vermieten nicht mehr lohnen bzw. tut es das jetzt schon nicht mehr.
Es wird demnach einfach nicht mehr nachgefragt, keiner kauft mehr, keiner vermietet mehr.
Was passiert dann? Alle leben auf der Straße?
Was dann passiert ? Die Ampel wird abgewählt..

Re: Eigenheim oder Miete
Verfasst: 25. Mär 2024, 15:23
von Maxim
Skagerath hat geschrieben: 25. Mär 2024, 07:21
Maxim hat geschrieben: 24. Mär 2024, 21:06
Was soll die Panikmache? Nach der Argumentation wird sich demnach kaufen und vermieten nicht mehr lohnen bzw. tut es das jetzt schon nicht mehr.
Es wird demnach einfach nicht mehr nachgefragt, keiner kauft mehr, keiner vermietet mehr.
Was passiert dann? Alle leben auf der Straße?
Was dann passiert ? Die Ampel wird abgewählt..
Das wird sicher passieren, aber ich fürchte der EU wirds egal sein

Re: Eigenheim oder Miete
Verfasst: 26. Mär 2024, 08:23
von Leoric
Re: Eigenheim oder Miete
Verfasst: 26. Mär 2024, 11:52
von mello
Passt vermutlich eher hier rein:
Ein Ehepaar hatte in einem Göttinger Ortsteil ein neues Wohnhaus gebaut und dabei die genehmigten Baugrenzen nicht eingehalten. Haus und Doppelgarage sind um fünf Meter auf das rückwärtige Grundstück versetzt. Terrassen, ein Grillplatz und ein Poolhaus gehen über die vorgeschriebene Linie rund 25 Meter hinaus, heißt es in dem Beschluss des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg.
Die Hausbesitzer wehrten sich in zwei Eilverfahren gegen den sofortigen Auszug, beide wurden von den Gerichten abgelehnt. Ob das Wohnhaus mit allen Außengebäuden tatsächlich abgerissen werden muss, steht noch nicht endgültig fest. Darüber entscheidet das Verwaltungsgericht Göttingen im Hauptsacheverfahren. Der Anwalt der Hausbesitzer sagte auf Anfrage des NDR Niedersachsen, es gebe Gespräche mit der Stadt Göttingen mit dem Ziel, sich zu einigen.
https://www.ndr.de/nachrichten/niedersa ... ze100.html
Mal sehen ob eine Einigung zu Stande kommt. Schätze aber dass es den Bauherren nicht gelingt. Ist nun einmal de facto ein illegaler Bau. Wenn man sich nun aus Gesetzen rauskaufen kann ist das meiner Meinung nach ein sehr schlechtes Zeichen.
Re: Eigenheim oder Miete
Verfasst: 26. Mär 2024, 12:34
von Landesmeister
Sich nicht an Gesetze halten und mit den Konsequenzen leben müssen

Re: Eigenheim oder Miete
Verfasst: 26. Mär 2024, 13:14
von Vreneli
Wahrscheinlich gedacht, ach manchen wir mal.. wer will es denn kontrollieren. Pech gehabt.
Re: Eigenheim oder Miete
Verfasst: 26. Mär 2024, 14:07
von DerDicke86
"...Terrassen... Poolhaus... Grillplatz..."
"Ach die Genehmigung kaufen wir uns später"

Re: Eigenheim oder Miete
Verfasst: 27. Mär 2024, 12:16
von mello
Um wieder etwas Privates zum Thema beizutragen und vielleicht auch die Brücke zu dem Demografie-Thema aus dem "Aktuelle Stunde-Thread" zu schlagen:
Wir sind gerade in folgender Situation, die wahrscheinlich in ähnlicher Weise viele derzeitige Paare oder Familien trifft. Ich kann jeden verstehen, der auf die folgenden Einschränkungen keine Lust hat und sich gegen Kinder oder andererseits auch gegen ein Eigenheim entscheidet. Kinder und das Eigenheim sind nicht umsonst eine der größten Entscheidungen im Leben

.
Einfach mal frei von der Seele geschrieben
ABBC3_SPOILER_SHOW
2022 haben wir einen Bungalow aus der Familie übernommen (170k vorgezogenes Erbe). Im gleichen Jahr haben wir diesen komplett entkernt und mit 170k (Kredit 1) wieder auf Stand der Technik gebracht. Geplant war damals schon eine Aufstockung, da der Dachausbau nicht möglich ist. Aus Gründen kann die Aufstockung erst dieses Jahr stattfinden. Inzwischen sind die Zinsen wieder etwas gesunken, jedoch immer noch auf einem recht "hohen" Niveau und die Baupreise sind zu 2022 um etwa 15% gestiegen. Wir zahlen für Kredit 1 (170k) ca. 800€ im Monat (noch einen akzeptablen Zins von 1,8 % bekommen) und für Kredit 2 (200k) voraussichtlich 1150€ bei 3,5 %.
Mit dem heutigen Wissen über die Zins- und Baupreisentwicklung hätten wir die ursprünglichen 100 qm so umgebaut, dass Platz für 2 Kinder gewesen wäre. Wohnzimmer, Küche, Esszimmer wären kleiner ausgefallen, es wäre bei einem kleinen 8 qm Bad geblieben und die Zimmergröße wäre gedeckelt gewesen. Der Drops ist inzwischen jedoch gelutscht und der Wohnraum anderweitig verteilt. Wir kommen somit nicht um eine Aufstockung herum. Oder der Bums wird verkauft und wieder zur Miete gewohnt. Den Stress mit Familie (alle hängen an dem Haus), Verkauf, Umzug, Mietwohnung (großer Stressfaktor für uns, haben es gehasst) wollen wir uns ungerne antun und somit müssen wir in den faulen Apfel beißen und monatlich 1950 € aufbringen. Bei einem derzeitigen Haushaltseinkommen von knapp 6k gut machbar, auch wenn die Fixkosten rund ums Haus am Ende ca. 2.8k betragen werden (Kredite, Strom, Versicherungen, Gemeinde).
Hinsichtlich der Familienplanung sind wir uns sicher, dass wir zwei Kinder möchten. Mit Elterngeld (1600€) kämen wir gerade so über die Runden, mit Teilzeit Frau und Kitagebühren wäre wieder etwas Spiel, aber die Einschränkungen im Vergleich zu unserem jetzigen Leben würden sich stark einschränken. Daher ist die Überlegung ob Frau auf 70-80 % nach der Elternzeit geht, wovon ich wiederum kein Fan bin.
Nun besteht der Kredit aus Zinsen, die direkt an die Bausparkasse gehen, und einem Tilgungsanteil, der in einen Bausparer fließt. Mit diesem wird nach genau 10 Jahren der Kredit abgelöst und die Zinsen droppen von 1,8 % (Kredit 1, 170k) bzw. 3,5 % (Kredit 2, 200k) auf 1,7 %, was einem Befreiungsschlag gleicht. Daher noch einmal abschließend die Eingangsworte: Ich kann jeden verstehen, der auf die finanziellen Einschränkungen keine Lust hat und sich gegen Kinder oder andererseits auch gegen ein Eigenheim entscheidet.
Edit: Und es sei angemerkt, dass wir mit Fertigstellung der Aufstockung einen KfW-Zuschuss in Höhe von 50k bekommen, die bei Abbruch des Unterfangens verfallen würden.
Re: Eigenheim oder Miete
Verfasst: 27. Mär 2024, 12:27
von Certa
Bei allem Verständnis fur deine Situation, sind das doch objektiv betrachtet Luxusprobleme, welche ich selbstverständlich nicht runterspielen möchte, da sie dir offenbar Kopfzerbrechen bereiten.
Re: Eigenheim oder Miete
Verfasst: 27. Mär 2024, 12:38
von TIMMY!
Bausparkredit?
Sicher dass sich das lohnt?
Re: Eigenheim oder Miete
Verfasst: 27. Mär 2024, 12:39
von clayz
Du willst doch die Bude nicht mehr wenn du ehrlich bist

so liest es sich.
Also mit dee Familie reden und Entscheidungen treffen.
Re: Eigenheim oder Miete
Verfasst: 27. Mär 2024, 12:52
von mello
Certa hat geschrieben: 27. Mär 2024, 12:27
Bei allem Verständnis fur deine Situation, sind das doch objektiv betrachtet Luxusprobleme, welche ich selbstverständlich nicht runterspielen möchte, da sie dir offenbar Kopfzerbrechen bereiten.
Das möchte ich nicht bestreiten.
TIMMY! hat geschrieben: 27. Mär 2024, 12:38
Bausparkredit?
Sicher dass sich das lohnt?
War 2022 die einzige Option. Aber ist ja nun egal, sind in dem Konstrukt gefangen. Heute würde ich ein normales Darlehen nehmen, Tilgung runter und mit Sondertilgung arbeiten.
clayz hat geschrieben: 27. Mär 2024, 12:39
Du willst doch die Bude nicht mehr wenn du ehrlich bist

so liest es sich.
Also mit dee Familie reden und Entscheidungen treffen.
So ist es nicht. Fühle mich sehr wohl. Und in Anbetracht der Alternativen werden wir wohl definitiv dort wohnen bleiben
Mietwohnung (großer Stressfaktor für uns, haben es gehasst)
Der Text soll auch keinesfalls Zerrissenheit widerspiegeln. Es bereitet nur Unbehagen mit der zukünftige finanzielle Situation leben zu müssen. Wobei es möglicherweise auch gar nicht so schlecht ist. Denn die Alternative Miete + Altersvorsorge würde sich ja bei einer ähnlichen monatlichen Belastung einpendeln, man wäre nur finanziell flexibler.
Habe nur die Tage über die Diskussion Rente-Demografie nachgedacht und zufällig gestern einen Banktermin gehabt. Daher brannten mir die Zeilen auf der Zunge.
Re: Eigenheim oder Miete
Verfasst: 27. Mär 2024, 12:58
von Stewardess
mello hat geschrieben: 27. Mär 2024, 12:16
Um wieder etwas Privates zum Thema beizutragen und vielleicht auch die Brücke zu dem Demografie-Thema aus dem "Aktuelle Stunde-Thread" zu schlagen:
Wir sind gerade in folgender Situation, die wahrscheinlich in ähnlicher Weise viele derzeitige Paare oder Familien trifft. Ich kann jeden verstehen, der auf die folgenden Einschränkungen keine Lust hat und sich gegen Kinder oder andererseits auch gegen ein Eigenheim entscheidet. Kinder und das Eigenheim sind nicht umsonst eine der größten Entscheidungen im Leben

.
Einfach mal frei von der Seele geschrieben
ABBC3_SPOILER_SHOW
2022 haben wir einen Bungalow aus der Familie übernommen (170k vorgezogenes Erbe). Im gleichen Jahr haben wir diesen komplett entkernt und mit 170k (Kredit 1) wieder auf Stand der Technik gebracht. Geplant war damals schon eine Aufstockung, da der Dachausbau nicht möglich ist. Aus Gründen kann die Aufstockung erst dieses Jahr stattfinden. Inzwischen sind die Zinsen wieder etwas gesunken, jedoch immer noch auf einem recht "hohen" Niveau und die Baupreise sind zu 2022 um etwa 15% gestiegen. Wir zahlen für Kredit 1 (170k) ca. 800€ im Monat (noch einen akzeptablen Zins von 1,8 % bekommen) und für Kredit 2 (200k) voraussichtlich 1150€ bei 3,5 %.
Mit dem heutigen Wissen über die Zins- und Baupreisentwicklung hätten wir die ursprünglichen 100 qm so umgebaut, dass Platz für 2 Kinder gewesen wäre. Wohnzimmer, Küche, Esszimmer wären kleiner ausgefallen, es wäre bei einem kleinen 8 qm Bad geblieben und die Zimmergröße wäre gedeckelt gewesen. Der Drops ist inzwischen jedoch gelutscht und der Wohnraum anderweitig verteilt. Wir kommen somit nicht um eine Aufstockung herum. Oder der Bums wird verkauft und wieder zur Miete gewohnt. Den Stress mit Familie (alle hängen an dem Haus), Verkauf, Umzug, Mietwohnung (großer Stressfaktor für uns, haben es gehasst) wollen wir uns ungerne antun und somit müssen wir in den faulen Apfel beißen und monatlich 1950 € aufbringen. Bei einem derzeitigen Haushaltseinkommen von knapp 6k gut machbar, auch wenn die Fixkosten rund ums Haus am Ende ca. 2.8k betragen werden (Kredite, Strom, Versicherungen, Gemeinde).
Hinsichtlich der Familienplanung sind wir uns sicher, dass wir zwei Kinder möchten. Mit Elterngeld (1600€) kämen wir gerade so über die Runden, mit Teilzeit Frau und Kitagebühren wäre wieder etwas Spiel, aber die Einschränkungen im Vergleich zu unserem jetzigen Leben würden sich stark einschränken. Daher ist die Überlegung ob Frau auf 70-80 % nach der Elternzeit geht, wovon ich wiederum kein Fan bin.
Nun besteht der Kredit aus Zinsen, die direkt an die Bausparkasse gehen, und einem Tilgungsanteil, der in einen Bausparer fließt. Mit diesem wird nach genau 10 Jahren der Kredit abgelöst und die Zinsen droppen von 1,8 % (Kredit 1, 170k) bzw. 3,5 % (Kredit 2, 200k) auf 1,7 %, was einem Befreiungsschlag gleicht. Daher noch einmal abschließend die Eingangsworte: Ich kann jeden verstehen, der auf die finanziellen Einschränkungen keine Lust hat und sich gegen Kinder oder andererseits auch gegen ein Eigenheim entscheidet.
Edit: Und es sei angemerkt, dass wir mit Fertigstellung der Aufstockung einen KfW-Zuschuss in Höhe von 50k bekommen, die bei Abbruch des Unterfangens verfallen würden.
Bitte nicht als Angriff verstehen, dein Post liest sich für mich etwas nach in der Realität großer Entscheidungen angekommen.
Also, das man merkt, dass bestimmte Dinge weitreichende Entscheidungen sind und diese ggf. mit Einschränkungen verbunden sind.
Das steht für mich sinnbildlich für etwas, als ob heute jeder in speziell Deutschland denkt man habe einen
Anspruch auf einfach alles.
Im Sinne von: "Also ich will ein freistehendes Einfamilienhaus, ich will Kinder und möglichst viel Zeit mit denen verbringen, eine tolle Ehe mit einer supergranate als Frau, ich will natürlich extrem viel Freizeit mit Kumpels und geiler Karre und natürlich auch einer Sparrate von 2k€/Monat in meinen World ETF. Arbeiten find ich okay, solange es nicht mehr als 32h/Woche sind und eigentlich will ich ein eigenes Business, aber am liebsten so wie auf Instagram ohne große Einschränkungen".
Und wenn ich das nicht bekomme sind die Banken, Zinsen, der Staat, die Flüchtlinge, die FDP, die Arbeitgeber oder sonstwer Schuld.
Und warum werden eigentlich nicht Rahmenbedingungen erstellt, das man all das haben kann? Andere haben es schließlich auch!!!
Wer etwas Großes haben will (bspw. ein eigenes Haus oder eigene Kinder, Unternehmen) muss dafür Einschränkungen in Kauf nehmen und muss in den allermeisten Fällen Opfer bringen.
Wie gesagt, nicht unbedingt auf dich Bezogen
@mello, ich spinne den Eindruck deines Posts nur etwas weiter
