Sportliche Zusammenfassung dieser Woche (KW23):
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Wie unter der Woche schon geschrieben einiges mit Crosstraining gemacht, da die Beine diese Woche nicht wirklich hinterherkamen, was Regeneration angeht.
Diese Woche möchte ich auch einiges zu den Läufen schreiben, weil es mal nicht so ereignislos war wie sonst:
Der wichtigste Lauf für mich ist immer der Long-Run. Hier ziehe ich es vor, entweder blind der Nase nach in die Natur zu laufen, oder mir bei Komoot eine Route zu basteln, bei der ich zwar grob die Himmelsrichtung kenne, jedoch nicht die genaue Strecke. Ich schaue dann immer nur, dass es hauptsächlich über Trail geht, keine Haupt- oder vielbefahrenen Landstraßen zur Route gehören, auf denen ich platt gefahren werde und grob, ob Entfernung/Höhenmeter für mich machbar erscheinen. Das war es dann.
So ist vor allem die Möglichkeit abzubrechen, wenn ich schlapp mache nicht gegeben - was gestern auch gut so war. Wenn ich einfach Runden um eine Talsperre drehe, ist die Versuchung immer wieder da.
Gestern sind auf jeden Fall ein paar Dinge passiert.
- Komoot hat mich zweimal über "Wege" geführt, bei denen das Gras hüfthoch gewachsen war. Einmal bei KM7, einmal bei KM24. Ergebniss waren beide Male komplett nasse Füße. Also wirklich komplett nass, nicht nur ein bisschen. Bei KM7 kam zusätzlich noch dazu, dass irgendwann Zäune im Weg waren, über die ich weder drüber, noch drunter konnte. Also wieder zurück gelaufen - durchs hohe Gras - top. Immerhin bin ich dadurch auf die 30km gekommen. Sehen wir das Positive

- Auf einem Landweg wurde gerade eine Kuhherde von einer Wiese zur nächsten getrieben. Wäre erst fast in den Draht/Zaun gelaufen, der über den Weg gespannt war, weil ich ihn nicht gesehen habe (zum Glück auf Hüfthöhe gespannt) und bin dann durch die Herde aus 40-50 Masse-Kühen durch gelaufen. Das war ganz lustig. Die riesen Viecher hatten mehr Angst vor mir, als ich vor Ihnen, obwohl sie ne Tonne oder so wiegen. Echte Kühe auf dem Land sind übrigens nicht lila, für die Stadtkinder unter euch @Primadonna
Ich hatte vorher die nette Bäuerin gefragt (die beobachtet hatte, wie ich fast in Ihren Zaun gerannt wäre), ob da ein Bulle bei sei. Der war aber zum Glück schon angekommen, sonst wäre ich da nicht einfach durchgerannt.
- Bei uns in der Gegend treiben sich seit einigen Monaten Wölfe rum. Ich bin mir ziemlich sicher, gestern auf einen "getroffen" zu sein. Ich bin so einen schmalen Trampelpfad einen Berg hochgewandert, der ziemlich steil war. Deswegen hatte ich den Blick hauptsächlich vor mich auf den Boden gerichtet. Es ging durch ziemlich dichten Wald. Dann hab ich vor mir zwischen den Bäumen etwas gesehen, dass die Größe, Form und Farbe eines Schäferhundes/Wolfes hatte. Hab mir erst gedacht, dass mir dann jetzt wohl jemand mit seinem Hund entgegenkommt und bin stehen geblieben, da es halt nur ein schmaler Trampelpfad war. Aber da kam nichts. Dieses etwas ist dann irgendwann nach rechts in den Wald gerannt. Zu dem Zeitpunkt hatte ich schon in Liam Neeson Manier mein CS Go Karambit in der Hand. Hab dann auch nochmal ein paar nervöse Blicke über die Schulter geworfen, bis ich aus dem Wald raus war. Ob es nun wirklich ein Wolf war oder nicht, kann ich nicht sagen. Bin auch ganz froh, es nicht zu 100% herausgefunden zu haben. Auf jeden Fall wird es kein Fuchs, Hirsch oder sowas gewesen sein. Und ein streunender Hund ohne Herrchen/Frauchen scheint mir mitten im Wald auch unrealistisch.
- Ein Punkt, den ich schon mal irgendwann angesprochen hatte: Ich hasse es, wenn Leute Ihre Hunde im Wald frei von der Leine laufen lassen. Besonders dann, wenn die Hunde nicht auf die Besitzer hören. Das bringt mich wirklich ziemlich schnell auf die Palme, gestern auch wieder zweimal. Ich sehe das so - entweder hört der Hund sofort auf Kommando, dann kann er auch frei laufen, oder man leint ihn verdammt nochmal an. Als ob der Wald den Leuten alleine gehört. Nervt mich wirklich.
- Ab KM22 war ich ziemlich im Arsch. Ich war bis dahin auch zweimal vom Regen und Sturm erwischt worden, aber irgendwie fand ich es auch ganz geil, so gegen die Umstände anzukämpfen. Ich hab immer so kleine Tüten Mini-Haribos dabei für den Notfall. Davon hab ich mir dann drei Stück reingezogen. Ob die Kohlenhydrate wirklich angekommen sind, oder ob es nur psychologisch war, kann ich nicht sagen. Hab danach aber auf jeden Fall nochmal 'ne zweite Luft bekommen, musste aber kämpfen. Als ich Zuhause angekommen war, standen dann knapp über 30km auf der Uhr. Das zweite Mal in meinem Leben. Bin dann stolz, aber auch gut müde gewesen. Nachmittags war ich mit meiner Mama und Ihrem Freund im Kino, da wäre ich fast eingepennt

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Zum heutigen Back to Back Lauf:
Ich habe versucht, mal auf meine Schrittfrequenz zu achten, da ich die Beiträge hier im Forum dazu aufmerksam gelesen habe. Meine normale Frequenz ist ziemlich schlecht, so weit ich das beurteilen kann (zwischen 135-155, wenn ich nicht drauf achte).
Ich habs immerhin geschafft, heute auf 162 zu kommen, aber warum schreibe ich davon? Es fiel mir erstaunlich leicht, die HF niedrig zu halten, obwohl ich für meine Verhältnisse teilweise schnelle Splits gelaufen bin. Hat das so einen großen Einfluss, oder eher Zufall?
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Jetzt sammle ich bis Freitag nur Schritte und regeneriere mich. Dann geht's auf die letzte, große Trainingswanderung durch die Nacht, vor dem Endgegner
