Zotto hat geschrieben: 23. Okt 2024, 16:30
Auf dem Lauf nochmal einen Podcast zur Trainingsgestaltung im Laufen gehört. Ich mache mir einige Gedanken darum, wie ein für einen "Freizeitsportler" mit Ambitionen annähernd optimales Training neben den sonstigen Verpflichtungen aussehen könnte. Viele Hinweise und Ratschläge hier nehme ich gern mit.
Podcasts mit Mehrwert dürfen grundsätzlich immer geteilt werden!

Bin immer auf der Suche!
Zotto hat geschrieben: 23. Okt 2024, 16:30
Besonders in Sachen Kraftsport kann ich viel lernen vom Austausch. Mein Ansatz ist allerdings ein völlig anderer als für 99% hier. Ich sehe mich weder als "Hybridathlet", der Krafttraining mit Ausdauer verbinden möchte, noch arbeite ich darauf hin, einen muskulösen Körper zu formen oder einem körperlichen Idealbild in irgendeiner Form gerecht zu werden.
Das alles interessiert mich überhaupt nicht. Ich bin vollends mit meinem Körper zufrieden und brauche keine über das Normalmaß hinausgehende Muskulatur oder Definition.
Muss ja auch nicht immer direkt jeder Hybridathlet werden. Wird aktuell durch den Hype, den es genießt, nach meinem Geschmack schon etwas zu inflationär genutzt. Ich bin aber auch jemand, der von Hypes schnell genervt und dann eher abgeschreckt und desinteressiert ist. Glücklicherweise konnte ich das in dem Rahmen für mich entdecken und lieben lernen, bevor es auf Social Media größer wurde.

Das fett-markierte finde ich hier besonders wichtig. Sei einfach im reinen mit dem, was du bist und machst (und nicht bist / sein willst und nicht machst) und alles andere ist wirklich SCHEIßEGAL und mach es mit Leidenschaft.
Im privaten Umfeld (sicherlich wie bei vielen von uns hier) ist das Thema Sport sehr präsent; es ist ein Lebensbereich, in den viel aus meiner Persönlichkeit ein-, aber auch viel in meine Persönlichkeit zurückfließt, aber weil es einen hohen Stellenwert hat. Genauso wie Arbeit, Freunde, Familie und diverse andere private Interessen, die abseits von den genannten Dingen stattfinden. Wir sind hier in einer glücklichen Situation, dass und die Sportart(en), die wir ausüben, Spaß machen und erfüllen. Manchmal fühlt es sich vielleicht wie Arbeit an, weil je nach Zielsetzung auch mal methodisch und strukturiert vorgegangen werden muss, aber es macht unterm Strich doch mehr Spaß als dass es stresst und das ist extrem viel wert und solange du das machen kannst, worauf du Lust hast und es dich erfüllt, dann ist doch alles gut!
Ich habe hier in der Abteilung mit allen meiner Mitarbeitenden spannende und gute Kennenlerngespräche geführt und einer von denen erzählte sinngemäß: "
Ich gehe auch ins Fitnessstudio, aber habe absolut keinen Spaß daran. Mich erfüllt das nicht, aber irgendwas muss man ja machen.". Generell ist das bei allen Mitarbeitenden mindestens kurz Thema geworden, weil ich in meiner Vorstellung natürlich darüber gesprochen habe, eben weil es zu mir gehört und die wenigsten finden das, was sie erfüllt und machen Dinge, weil sie müssen oder nichts Anderes gefunden haben (auch und vor allem abseits des Sports).
Lange rede, kurzer Sinn: Einfach das machen, was einen erfüllt oder in der Sache, die einen erfüllt, dürfen auch Ziele, Meilensteine gesetzt und Wege gegangen werden, die diese Sache unterstützen!
Zotto hat geschrieben: 23. Okt 2024, 16:30
Der Sinn eines wie auch immer gearteten Krafttrainings, das ich einmal wöchentlich zu implementieren gedenke, liegt darin, dass ich es als förderlich für die Leistung im Laufen ansehe.
Darum sei gesagt, dass die Regeneration und die Energie für das Laufen über allem stehen. Am Ruhetag wird es keinen Reiz durch Kraftsport geben, auch wenn dies möglicherweise förderlicher für die Hypertrophie wäre. Die Energie, die dem Körper damit in der Erholungsphase entzogen wird, ist einfach nicht mit meinen Zielen vereinbar. Auch wird IMMER zuerst die Laufeinheit kommen und dann erst die Krafteinheit.
Und somit sind deine Prioritäten klar definiert. Der Rest ist eine Frage der Machbarkeit im Rahmen deiner eigenen Möglichkeiten.
Ich bin mir aber sicher, dass du mit (vielleicht flexibel eingesetzten) 1-2 Krafteinheiten schon Vorzüge für's Laufen mitnehmen können wirst, wenn auch diese sich schleichend bemerkbar machen sollten. Am Ende ist die Regenerationsfähigkeit sowieso das A und O, sonst ist es nur eine Frage der Zeit, bis einem irgendwas eigentlich vermeidbares in die Quere kommt.
Generell ist mein Eindruck, dass Kraftsport in der Läuferwelt immer noch eher Neuland und viel von Un- und Halbwissen begleitet wird, also der Läufer, der Kraftsport sinnvoll integrieren möchte, mehr Schwierigkeiten damit haben könnte als der Kraftsportler, der Laufsport sinnvoll in sein Training integrieren möchte. Natürlich sehr allgemein gesprochen. Deshalb bin ich da auch eher bei
@To_be_ass - machen und dann planen. zu verkopft an die Sache ranzugehen, bringt am Ende auch nichts, wenn es sowieso anders kommt.
