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Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Verfasst: 23. Apr 2023, 08:16
von Eric
Freki hat geschrieben: 23. Apr 2023, 08:08
Vreneli hat geschrieben: 22. Apr 2023, 22:48
Sollen sie doch auswandern ….
Gibt es auch eine seriöse Quelle? Hab nämlich sonst die Aussage nirgendwo gefunden.
In dem Beitrag ist unten ein Ausschnitt des Interviews zu finden.
Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Verfasst: 23. Apr 2023, 09:58
von clayz
Certa hat geschrieben: 23. Apr 2023, 08:11
Eric hat geschrieben: 23. Apr 2023, 07:59
Certa hat geschrieben: 23. Apr 2023, 07:37
Sind die Grünen eigentlich auch schuld daran, wenn die deutschen Autobauer ihr China Geschäft verkacken und deshalb Arbeitsplätze in Deutschland abgebaut werden?
Versuchst du wieder vom eigentlichen Thema abzulenken?
Mich interessiert nur, in welchem Ausmaß externe Einflüsse einer lokalen Partei zugeschoben werden können.
Schafft die Politik die Umstände nicht, dass Betriebe weiterhin gewinnbringend produzieren können (weil bspw die Energiekosten so immens sind), ist sie natürlich für die Verlagerung ins Ausland verantwortlich.
Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Verfasst: 23. Apr 2023, 10:09
von Eric
Certa hat geschrieben: 23. Apr 2023, 08:11
Eric hat geschrieben: 23. Apr 2023, 07:59
Certa hat geschrieben: 23. Apr 2023, 07:37
Sind die Grünen eigentlich auch schuld daran, wenn die deutschen Autobauer ihr China Geschäft verkacken und deshalb Arbeitsplätze in Deutschland abgebaut werden?
Versuchst du wieder vom eigentlichen Thema abzulenken?
Mich interessiert nur, in welchem Ausmaß externe Einflüsse einer lokalen Partei zugeschoben werden können.
Hier ging es aber gerade nicht um externe Einflüsse. Es ging darum, dass eine an der Regierung beteiligte Partei durch ihre Politik den Standort Deutschland unattraktiv gestaltet und dadurch die Abwanderung energieintensiver Betriebe fördert. Und letzteres dann auch noch gutheißt.
Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Verfasst: 23. Apr 2023, 10:39
von Certa
Eric hat geschrieben: 23. Apr 2023, 10:09
Certa hat geschrieben: 23. Apr 2023, 08:11
Eric hat geschrieben: 23. Apr 2023, 07:59
Versuchst du wieder vom eigentlichen Thema abzulenken?
Mich interessiert nur, in welchem Ausmaß externe Einflüsse einer lokalen Partei zugeschoben werden können.
Hier ging es aber gerade nicht um externe Einflüsse. Es ging darum, dass eine an der Regierung beteiligte Partei durch ihre Politik den Standort Deutschland unattraktiv gestaltet und dadurch die Abwanderung energieintensiver Betriebe fördert. Und letzteres dann auch noch gutheißt.
Selbstverständlich sind das auch externe Effekte, sowohl hinsichtlich der Rohstoffe für die Energieerzeugung, als auch die anderen Länder im Standortwettbewerb. Wenn andere Länder jetzt massiv Schulden-finanzierte Anreize für die Ansiedelung von Unternehmen setzen und wir hier einen Finanzminister haben, der keine Schulden aufnehmen möchte, dann sind die Möglichkeiten auch begrenzt.
Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Verfasst: 23. Apr 2023, 10:40
von BlackStarZ
Certa hat geschrieben: 23. Apr 2023, 10:39
Eric hat geschrieben: 23. Apr 2023, 10:09
Certa hat geschrieben: 23. Apr 2023, 08:11
Mich interessiert nur, in welchem Ausmaß externe Einflüsse einer lokalen Partei zugeschoben werden können.
Hier ging es aber gerade nicht um externe Einflüsse. Es ging darum, dass eine an der Regierung beteiligte Partei durch ihre Politik den Standort Deutschland unattraktiv gestaltet und dadurch die Abwanderung energieintensiver Betriebe fördert. Und letzteres dann auch noch gutheißt.
Selbstverständlich sind das auch externe Effekte, sowohl hinsichtlich der Rohstoffe für die Energieerzeugung, als auch die anderen Länder im Standortwettbewerb. Wenn andere Länder jetzt massiv Schulden-finanzierte Anreize für die Ansiedelung von Unternehmen setzen und wir hier einen Finanzminister haben, der keine Schulden aufnehmen möchte, dann sind die Möglichkeiten auch begrenzt.
Genau, es ist einfach die Schuld des Finanzministers. *lul*
Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Verfasst: 23. Apr 2023, 10:43
von Eric
Certa hat geschrieben: 23. Apr 2023, 10:39
Eric hat geschrieben: 23. Apr 2023, 10:09
Certa hat geschrieben: 23. Apr 2023, 08:11
Mich interessiert nur, in welchem Ausmaß externe Einflüsse einer lokalen Partei zugeschoben werden können.
Hier ging es aber gerade nicht um externe Einflüsse. Es ging darum, dass eine an der Regierung beteiligte Partei durch ihre Politik den Standort Deutschland unattraktiv gestaltet und dadurch die Abwanderung energieintensiver Betriebe fördert. Und letzteres dann auch noch gutheißt.
Selbstverständlich sind das auch externe Effekte, sowohl hinsichtlich der Rohstoffe für die Energieerzeugung, als auch die anderen Länder im Standortwettbewerb. Wenn andere Länder jetzt massiv Schulden-finanzierte Anreize für die Ansiedelung von Unternehmen setzen und wir hier einen Finanzminister haben, der keine Schulden aufnehmen möchte, dann sind die Möglichkeiten auch begrenzt.
Also stimmst du der Aussage zu, dass die Firmen dann eben ihre Standorte ins Ausland verlagern sollen?
Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Verfasst: 23. Apr 2023, 10:52
von Certa
Eric hat geschrieben: 23. Apr 2023, 10:43
Certa hat geschrieben: 23. Apr 2023, 10:39
Eric hat geschrieben: 23. Apr 2023, 10:09
Hier ging es aber gerade nicht um externe Einflüsse. Es ging darum, dass eine an der Regierung beteiligte Partei durch ihre Politik den Standort Deutschland unattraktiv gestaltet und dadurch die Abwanderung energieintensiver Betriebe fördert. Und letzteres dann auch noch gutheißt.
Selbstverständlich sind das auch externe Effekte, sowohl hinsichtlich der Rohstoffe für die Energieerzeugung, als auch die anderen Länder im Standortwettbewerb. Wenn andere Länder jetzt massiv Schulden-finanzierte Anreize für die Ansiedelung von Unternehmen setzen und wir hier einen Finanzminister haben, der keine Schulden aufnehmen möchte, dann sind die Möglichkeiten auch begrenzt.
Also stimmst du der Aussage zu, dass die Firmen dann eben ihre Standorte ins Ausland verlagern sollen?
Standortentscheidungen sind sehr komplexe Fragen. Aber ja, jedes Unternehmen kann frei entscheiden ob und wo es einen Standort hat.
Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Verfasst: 23. Apr 2023, 10:52
von WSB
Das kann doch nicht deren ernst sein
https://www.ardplus.de/
Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Verfasst: 23. Apr 2023, 10:53
von Sonnigesgemüt
Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Verfasst: 23. Apr 2023, 10:56
von musclebra1n
Top kek.
War die Erhöhung der Gebühren nicht auch damit begründet, dass man das Geld für den Ausbau des digitalen Angebots benötigt?

Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Verfasst: 23. Apr 2023, 10:56
von WSB
Aktuelle folge lanz und precht wirklich gold zu dem thema
Precht führt dort ua auf das werte in china nix zählen sondern nur ökonomische stärke und das baerbock ein kompletter fail ist
Wandert unsere Industrie ab haben wir in Sachen Klimaschutz null erreicht (wobei vielleicht doch wenn sie dort atom statt kohlestrom verwenden) und gleichzeitig schwindet unser einfluss damit bzw geht auf null
Von Vorbildfunktion zu negativ Beispiele: go green, go broke
Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Verfasst: 23. Apr 2023, 10:57
von H_B
https://www.welt.de/politik/ausland/plu ... rkung.html
ABBC3_SPOILER_SHOW
Die skandinavische Härte gegen Migranten zeigt Wirkung
Lange waren Schweden und Dänemark bevorzugte Ziele für Asylsuchende in Europa. Doch inzwischen liegen sie in Ranglisten deutlich hinter Deutschland. Das liegt an einem Kurswechsel in der Politik – dazu gehören auch Maßnahmen in den Herkunftsländern.
An der Behauptung, dass die skandinavischen Länder zu den beliebtesten Zielen für Asylsuchende in der EU gehören, dürfte sich kaum jemand stoßen. Bis vor einigen Jahren traf das auch zu. Doch tatsächlich hat Deutschland mittlerweile sowohl seinen nordischen Nachbarn Dänemark wie auch Schweden überholt.
Das zeigt eine kürzlich vom dänischen Ministerium für Einwanderung und Integration veröffentlichte Rangliste der EU-Länder, die im Verhältnis zu ihrer Bevölkerung die meisten Asylanträge zwischen den Jahren 2008 und 2022 verzeichneten.
Während sich Deutschland seit Beginn der Migrationskrise 2015 in den Top 10 der Statistik hält, ist Schweden seit damals von Platz zwei auf Rang 16 im Jahr 2022 zurückgefallen. Dänemark war 2015 an neunter Stelle, im vergangenen Jahr dann auf Platz 19. Den höchsten Pro-Kopf-Anteil haben Zypern, Österreich, Luxemburg und Griechenland. Die Liste berücksichtigt nicht, wie viele Asylsuchende tatsächlich aufgenommen werden, ob und welchen Schutzstatus sie erhalten.
Der sozialdemokratische Integrationsminister Kaare Dybvad Bek, dessen Partei maßgeblich für scharfe Migrationspolitik Dänemarks verantwortlich ist, begrüßt die Positionierung seines Landes: „Es ist gut, dass wir einen relativ geringen Zustrom von Asylsuchenden haben, sodass unsere Integrationsmaßnahmen das auffangen können“, erklärte er in einer Pressemitteilung.
Während die deutsche Politik weiterhin darüber streitet, wie man mit der steigenden Zahl ankommender Menschen umgehen soll, hatte sich der Ton in Dänemark schon vor der Migrationskrise verschärft, spätestens mit der Ankunft zehntausender Menschen setzte die Regierung dann auf rigorose Maßnahmen in der Einwanderungspolitik, die international immer wieder auf Kritik stoßen.
In Schweden hat der damalige Außenminister Carl Bildt noch 2014 verkündet, sein Land sei eine „humanitäre Supermacht“. Tatsächlich hatten die Skandinavier über Jahrzehnte ihre Tore für Menschen in Not geöffnet, Schweden galt als ein Land, auf das man sich bei der Suche nach einem besseren Leben verlassen konnte.
Dann kam das Jahr 2015 und die Migrationskrise führte auch in Schweden zu einem Umdenken. Das Land registrierte 163.000 Asylanträge, so viele wie noch nie. Auf die Bevölkerungszahl gerechnet, nahm das EU-Land während dieser Zeit mehr Flüchtlinge und Migranten auf als alle anderen. Die schwedische Bevölkerung sah sich mit einer neuen Realität konfrontiert.
Das Land war gezwungen, seine Belastungsgrenzen anzuerkennen – im Widerspruch zum langjährigen Ideal, schutzbedürftigen Menschen bedingungslos aufzunehmen. Die Regierung zog die Notbremse, erstmals verschärfte Schweden seine Asylpolitik.
Die rechtspopulistischen Schwedendemokraten, die jahrelang durch andere Parteien im Parlament isoliert worden waren, fachten die öffentliche Diskussion über Einwanderung und Integration an und profitierten mit ihrem asylkritischen Programm maßgeblich davon. Immer häufiger dominierten fortan auch die Auswirkungen gescheiterter Integration – vor allem die grassierende Bandenkriminalität in den Ballungszentren – die Schlagzeilen. In diesem Klima gelang den Schwedendemokraten der Sprung von einer Kleinstpartei zu stärksten Kraft bei den Wahlen im vergangenen September.
Dank ihrer Stimmenmehrheit löste ein Mitte-rechts-Bündnis die sozialdemokratisch geführte Regierung ab. Das neue Regierungsbündnis wird von den Rechtspopulisten geduldet, im Gegenzug gewährt es ihnen maßgeblichen Einfluss auf die Migrationspolitik des Landes.
Wertsachen werden abgenommen
Im Nachbarland Dänemark hatte die Entwicklung hin zu einer strikten Migrationspolitik schon früher begonnen. Die Befürchtung, dass hohe Migrationszahlen den Wohlfahrtstaat bedrohen, führte schon 2002 dazu, dass das Parlament mit breiter Mehrheit Geldleistungen für nicht-EU-Bürger um die Hälfte kürzte. Der Grundstein für eine enger gefasste Asylpolitik war gelegt, mit der Migrationskrise wurde dieser Kurs noch einmal deutlich verschärft.
So verstieß Dänemark im Jahr 2016, damals unter der Mitte-Rechts-Regierung von Lars Løkke Rasmussen, die im Parlament auf die Unterstützung der rechten Dänischen Volkspartei angewiesen war, sogar gegen das Schengen-Abkommen der EU und installierte Kontrollposten an der deutsch-dänischen Grenze. Auch das umstrittene „Schmuckgesetz“ wurde verabschiedet, das es Behörden bis heute erlaubt, Asylsuchenden Wertsachen ab einem Wert von 10.000 Kronen (umgerechnet rund 1340 Euro) abzunehmen.
Im Jahr 2019 konnte der Linke Block um die dänischen Sozialdemokraten die Wahl für sich entscheiden. Das gelang einerseits, weil die Partei von Ministerpräsidentin Mette Frederiksen harte Positionen in der Migrationspolitik übernahm und den Rechten so entscheidende Stimmen abjagen konnten. Anderseits, weil davon abgestoßene Wähler zum Linken Koalitionspartner abwanderten.
Heute steht die Regierung für das Ziel „Null Migration“, will als einziges EU-Mitglied Syrer wieder in ihr Land zurückschicken und Asylverfahren in Drittstaaten auslagern. Beim Blick auf die Rangliste der Dänen zeigt sich, dass Kopenhagens Botschaft scheinbar auch in den Herkunftsländern vieler Asylsuchenden angekommen ist.
Auch Schweden bemüht sich zusätzlich zur verschärften Asylpolitik gezielt um Abschreckung. Eine internationale Informationskampagne, die sich gezielt an Asylsuchende und Migranten richten soll, veranschaulicht den Paradigmenwechsel. Anfang des Jahres kündigte Migrationsministerin Maria Malmer Stenergard gemeinsam mit dem rechten SD-Politiker Henrik Vinge eine groß angelegte PR-Aktion in Herkunftsländern an, die sich auch an Botschaften und internationale Medien wenden soll. Die Kampagne solle das Bild von „Schweden als Einwanderungsland“ widerlegen.
Fazit: In anderen Ländern ist man sich längst darüber im Klaren, dass man nicht die ganze Welt aufnehmen und gleichzeitig eine gelungene Integration sicherstellen kann. Hoffe sehr, da kommen wir auch irgendwann mal hin.
Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Verfasst: 23. Apr 2023, 10:59
von musclebra1n
Certa hat geschrieben: 23. Apr 2023, 10:39
Eric hat geschrieben: 23. Apr 2023, 10:09
Certa hat geschrieben: 23. Apr 2023, 08:11
Mich interessiert nur, in welchem Ausmaß externe Einflüsse einer lokalen Partei zugeschoben werden können.
Hier ging es aber gerade nicht um externe Einflüsse. Es ging darum, dass eine an der Regierung beteiligte Partei durch ihre Politik den Standort Deutschland unattraktiv gestaltet und dadurch die Abwanderung energieintensiver Betriebe fördert. Und letzteres dann auch noch gutheißt.
Selbstverständlich sind das auch externe Effekte, sowohl hinsichtlich der Rohstoffe für die Energieerzeugung, als auch die anderen Länder im Standortwettbewerb. Wenn andere Länder jetzt massiv Schulden-finanzierte Anreize für die Ansiedelung von Unternehmen setzen und wir hier einen Finanzminister haben, der keine Schulden aufnehmen möchte, dann sind die Möglichkeiten auch begrenzt.
Also kann die Politik doch etwas dafür, wenn der gelbe Finanzminister kein Geld gibt?
Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Verfasst: 23. Apr 2023, 11:05
von M0bschder
H_B hat geschrieben: 23. Apr 2023, 10:57
https://www.welt.de/politik/ausland/plu ... rkung.html
ABBC3_SPOILER_SHOW
Die skandinavische Härte gegen Migranten zeigt Wirkung
Lange waren Schweden und Dänemark bevorzugte Ziele für Asylsuchende in Europa. Doch inzwischen liegen sie in Ranglisten deutlich hinter Deutschland. Das liegt an einem Kurswechsel in der Politik – dazu gehören auch Maßnahmen in den Herkunftsländern.
An der Behauptung, dass die skandinavischen Länder zu den beliebtesten Zielen für Asylsuchende in der EU gehören, dürfte sich kaum jemand stoßen. Bis vor einigen Jahren traf das auch zu. Doch tatsächlich hat Deutschland mittlerweile sowohl seinen nordischen Nachbarn Dänemark wie auch Schweden überholt.
Das zeigt eine kürzlich vom dänischen Ministerium für Einwanderung und Integration veröffentlichte Rangliste der EU-Länder, die im Verhältnis zu ihrer Bevölkerung die meisten Asylanträge zwischen den Jahren 2008 und 2022 verzeichneten.
Während sich Deutschland seit Beginn der Migrationskrise 2015 in den Top 10 der Statistik hält, ist Schweden seit damals von Platz zwei auf Rang 16 im Jahr 2022 zurückgefallen. Dänemark war 2015 an neunter Stelle, im vergangenen Jahr dann auf Platz 19. Den höchsten Pro-Kopf-Anteil haben Zypern, Österreich, Luxemburg und Griechenland. Die Liste berücksichtigt nicht, wie viele Asylsuchende tatsächlich aufgenommen werden, ob und welchen Schutzstatus sie erhalten.
Der sozialdemokratische Integrationsminister Kaare Dybvad Bek, dessen Partei maßgeblich für scharfe Migrationspolitik Dänemarks verantwortlich ist, begrüßt die Positionierung seines Landes: „Es ist gut, dass wir einen relativ geringen Zustrom von Asylsuchenden haben, sodass unsere Integrationsmaßnahmen das auffangen können“, erklärte er in einer Pressemitteilung.
Während die deutsche Politik weiterhin darüber streitet, wie man mit der steigenden Zahl ankommender Menschen umgehen soll, hatte sich der Ton in Dänemark schon vor der Migrationskrise verschärft, spätestens mit der Ankunft zehntausender Menschen setzte die Regierung dann auf rigorose Maßnahmen in der Einwanderungspolitik, die international immer wieder auf Kritik stoßen.
In Schweden hat der damalige Außenminister Carl Bildt noch 2014 verkündet, sein Land sei eine „humanitäre Supermacht“. Tatsächlich hatten die Skandinavier über Jahrzehnte ihre Tore für Menschen in Not geöffnet, Schweden galt als ein Land, auf das man sich bei der Suche nach einem besseren Leben verlassen konnte.
Dann kam das Jahr 2015 und die Migrationskrise führte auch in Schweden zu einem Umdenken. Das Land registrierte 163.000 Asylanträge, so viele wie noch nie. Auf die Bevölkerungszahl gerechnet, nahm das EU-Land während dieser Zeit mehr Flüchtlinge und Migranten auf als alle anderen. Die schwedische Bevölkerung sah sich mit einer neuen Realität konfrontiert.
Das Land war gezwungen, seine Belastungsgrenzen anzuerkennen – im Widerspruch zum langjährigen Ideal, schutzbedürftigen Menschen bedingungslos aufzunehmen. Die Regierung zog die Notbremse, erstmals verschärfte Schweden seine Asylpolitik.
Die rechtspopulistischen Schwedendemokraten, die jahrelang durch andere Parteien im Parlament isoliert worden waren, fachten die öffentliche Diskussion über Einwanderung und Integration an und profitierten mit ihrem asylkritischen Programm maßgeblich davon. Immer häufiger dominierten fortan auch die Auswirkungen gescheiterter Integration – vor allem die grassierende Bandenkriminalität in den Ballungszentren – die Schlagzeilen. In diesem Klima gelang den Schwedendemokraten der Sprung von einer Kleinstpartei zu stärksten Kraft bei den Wahlen im vergangenen September.
Dank ihrer Stimmenmehrheit löste ein Mitte-rechts-Bündnis die sozialdemokratisch geführte Regierung ab. Das neue Regierungsbündnis wird von den Rechtspopulisten geduldet, im Gegenzug gewährt es ihnen maßgeblichen Einfluss auf die Migrationspolitik des Landes.
Wertsachen werden abgenommen
Im Nachbarland Dänemark hatte die Entwicklung hin zu einer strikten Migrationspolitik schon früher begonnen. Die Befürchtung, dass hohe Migrationszahlen den Wohlfahrtstaat bedrohen, führte schon 2002 dazu, dass das Parlament mit breiter Mehrheit Geldleistungen für nicht-EU-Bürger um die Hälfte kürzte. Der Grundstein für eine enger gefasste Asylpolitik war gelegt, mit der Migrationskrise wurde dieser Kurs noch einmal deutlich verschärft.
So verstieß Dänemark im Jahr 2016, damals unter der Mitte-Rechts-Regierung von Lars Løkke Rasmussen, die im Parlament auf die Unterstützung der rechten Dänischen Volkspartei angewiesen war, sogar gegen das Schengen-Abkommen der EU und installierte Kontrollposten an der deutsch-dänischen Grenze. Auch das umstrittene „Schmuckgesetz“ wurde verabschiedet, das es Behörden bis heute erlaubt, Asylsuchenden Wertsachen ab einem Wert von 10.000 Kronen (umgerechnet rund 1340 Euro) abzunehmen.
Im Jahr 2019 konnte der Linke Block um die dänischen Sozialdemokraten die Wahl für sich entscheiden. Das gelang einerseits, weil die Partei von Ministerpräsidentin Mette Frederiksen harte Positionen in der Migrationspolitik übernahm und den Rechten so entscheidende Stimmen abjagen konnten. Anderseits, weil davon abgestoßene Wähler zum Linken Koalitionspartner abwanderten.
Heute steht die Regierung für das Ziel „Null Migration“, will als einziges EU-Mitglied Syrer wieder in ihr Land zurückschicken und Asylverfahren in Drittstaaten auslagern. Beim Blick auf die Rangliste der Dänen zeigt sich, dass Kopenhagens Botschaft scheinbar auch in den Herkunftsländern vieler Asylsuchenden angekommen ist.
Auch Schweden bemüht sich zusätzlich zur verschärften Asylpolitik gezielt um Abschreckung. Eine internationale Informationskampagne, die sich gezielt an Asylsuchende und Migranten richten soll, veranschaulicht den Paradigmenwechsel. Anfang des Jahres kündigte Migrationsministerin Maria Malmer Stenergard gemeinsam mit dem rechten SD-Politiker Henrik Vinge eine groß angelegte PR-Aktion in Herkunftsländern an, die sich auch an Botschaften und internationale Medien wenden soll. Die Kampagne solle das Bild von „Schweden als Einwanderungsland“ widerlegen.
Fazit: In anderen Ländern ist man sich längst darüber im Klaren, dass man nicht die ganze Welt aufnehmen und gleichzeitig eine gelungene Integration sicherstellen kann. Hoffe sehr, da kommen wir auch irgendwann mal hin.
Kannst komplett vergessen. Das lachhafte Totschlagargument der historischen Schuld Deutschlands wird so schnell seine Wirkung nicht verlieren. Ergo kannst noch einige Jahrzehnte mit unkontrolliertem Zulauf von größtenteils sozialen Nichtsnutzen und/oder Kriminellen rechnen. Alles andere würde mich doch sehr überraschen.
Re: Aktuelle Nachrichten aus aller Welt
Verfasst: 23. Apr 2023, 11:23
von H_B
Sonnigesgemüt hat geschrieben: 23. Apr 2023, 10:53
Ist deren voller Ernst
Hat nicht vor kurzem noch der ARD Chef höhere Einnahmen durch GEZ Gebühren gefordert? Sollen wir damit diese Plattform querfinanzieren, oder einfach nur die üppigen Gehälter
