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  • Der Vorschlag war auf jeden Fall ein guter Augenöffner dafür, dass selbst viele Politiker und Top-Manager nur Überschriften lesen. Überall Gejammer darüber, dass das vor allem alleinerziehende Mütter trifft, obwohl Kinder ja explizit ein Ausnahmegrund sein sollen.

    Was die Vorschlag im Endeffekt bringen soll, verstehe ich aber auch nicht. Vielleicht geht es am Ende wirklich nur darum, dass 1x 100% mehr Steuereinnahmen generiert als 2x 50%.
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    GoldenInside hat geschrieben: 27. Jan 2026, 07:50 Was die Vorschlag im Endeffekt bringen soll, verstehe ich aber auch nicht. Vielleicht geht es am Ende wirklich nur darum, dass 1x 100% mehr Steuereinnahmen generiert als 2x 50%.
    Man geht davon aus, dass Leute freiwillig weniger arbeiten, weil ihnen ihr Einkommen reicht und sie lieber mehr Freizeit möchten, während ihre Arbeitgeber aufgrund von Fachkräftemangel die dadurch fehlende Arbeitsleitung nicht ersetzen können. Daher sollen diese Leute doch Vollzeit arbeiten, wodurch mehr Steuern und Sozialabgaben generiert werden. Ist also nicht 1x100% ersetzt 2x50%, sondern 1x100% ersetzt 1x50%. Stammt nicht von mir, sondern von der CDU. Die moralische Rechtfertigung ist dann noch ganz besonders Banane: der Teilzeitarbeiter erhält die gleichen Leistungen wie ein Vollzeitarbeiter, letzterer zahlt aber viel mehr ein. Daher ist Teilzeitarbeit ungerecht.
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  • Quickhatch hat geschrieben: 27. Jan 2026, 08:04
    GoldenInside hat geschrieben: 27. Jan 2026, 07:50 Was die Vorschlag im Endeffekt bringen soll, verstehe ich aber auch nicht. Vielleicht geht es am Ende wirklich nur darum, dass 1x 100% mehr Steuereinnahmen generiert als 2x 50%.
    Man geht davon aus, dass Leute freiwillig weniger arbeiten, weil ihnen ihr Einkommen reicht und sie lieber mehr Freizeit möchten, während ihre Arbeitgeber aufgrund von Fachkräftemangel die dadurch fehlende Arbeitsleitung nicht ersetzen können. Daher sollen diese Leute doch Vollzeit arbeiten, wodurch mehr Steuern und Sozialabgaben generiert werden. Ist also nicht 1x100% ersetzt 2x50%, sondern 1x100% ersetzt 1x50%. Stammt nicht von mir, sondern von der CDU. Die moralische Rechtfertigung ist dann noch ganz besonders Banane: der Teilzeitarbeiter erhält die gleichen Leistungen wie ein Vollzeitarbeiter, letzterer zahlt aber viel mehr ein. Daher ist Teilzeitarbeit ungerecht.
    Unter der Prämisse, dass wir einen Fachkräftemangel hätten, stimmt das. Die Arbeitslosenzahlen gehen aber seit 2022 jährlich hoch, und die Tendenz sieht noch schlimmer aus.

    Relevant für das Thema wären belastbare Zahlen: Wie viele Leute sind unbegründet (keine Kinder/Pflege/Weiterbildung) in Teilzeit UND der Arbeitgeber hätte sie gerne in Vollzeit?
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  • Mal pauschal für alle Branchen und Betriebe:

    Sind für einen Arbeitgeber 2 x 50 Prozent Teilzeit für 3k brutto besser oder schlechter als 1 x 100 Vollzeit für 6k brutto?

    In Bereichen wie Produktion usw dürfte das ja vermutlich noch ausgehen, dass eine Erhöhung der Arbeitszeit mehr Produktivität/Output bedeutet. Aber knapp 70 Prozent vom BIP werden in Deutschland ja im Dienstleistungsbereich erwirtschaftet, da hängt der Arbeitnehmer doch eher noch ne Stunde mehr in der Kaffeeküche ab, wenn die Arbeitszeit erhöht wird
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    Denke ich auch. Wahrscheinlich ist man deutlich produktiver in Teilzeit, zumindest ist das meine Erfahrung.
    In meinem alten Unternehmen waren quasi alle Mitarbeiter in Teilzeit, da war es eher schwierig, wenn jemand Vollzeit arbeiten wollte :D
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    GoldenInside hat geschrieben: 27. Jan 2026, 08:09 Relevant für das Thema wären belastbare Zahlen: Wie viele Leute sind unbegründet (keine Kinder/Pflege/Weiterbildung) in Teilzeit UND der Arbeitgeber hätte sie gerne in Vollzeit?
    Ich gehe nicht davon aus, dass die Verfasser dieser Idee belastbare Zahlen hat, alleine den Versuch diese realitätsnah zu ermitteln würde ich gern sehen. Ich kenne in der Baubranche so einige Leute gerade im besser bezahlten Bereich, die weniger arbeiten als sie könnten, weil ihnen die Kohle reicht. Die Aufträge, die die ablehnen, gehen dann an andere Firmen. Wenn die betr. Firmen jetzt gezwungenermaßen die Aufträge annehmen, um alle Leute Vollzeit auszulasten, gehen die Aufträge nicht an andere Firmen und die haben weniger zu tun. Das Abgabenpotential, das einem also hier durch eine Erhebung von "Wie viele Leute sind unbegründet (keine Kinder/Pflege/Weiterbildung) in Teilzeit UND der Arbeitgeber hätte sie gerne in Vollzeit?" vorgegaukelt wird, ist also in der Realität viel, wahrscheinlich fast um eine Größenordnung, geringer.

    Dazu kommt, wie du bereits erwähnt hast, dass es in vielen Branchen gar keinen Fachkräftemangel mehr gibt und man froh sein kann, wenn sich die Leute durch Teilzeit selbst finanzieren können. Wenn ich 2 Teilzeitstellen durch 1 Vollzeitstelle ersetze, muss ich ich eben auch daran denken, was mit dem zweiten Menschen passiert, wenn die Wirtschaftslage nicht viele entsprechende Jobs hergibt.
    Certa hat geschrieben: 27. Jan 2026, 08:12 Sind für einen Arbeitgeber 2 x 50 Prozent Teilzeit für 3k brutto besser oder schlechter als 1 x 100 Vollzeit für 6k brutto?
    Kannst du bei jeder Krankenkasse mit deren Rechner berechnen. Nutze gerne den der SBK: https://sbk-gehaltsrechner.mbo-verlag.com/

    Unten dann auf "Arbeitgeberbelastung" klicken.

    Bei der Arbeitsleistung pro Stunde sehe ich jetzt keinen großen Unterschied zwischen Teil- und Vollzeit. Das ist eher individuell. Aber ja, gibt Stimmen, die sagen Teilzeit ist effektiver.
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  • Quickhatch hat geschrieben: 27. Jan 2026, 08:31
    GoldenInside hat geschrieben: 27. Jan 2026, 08:09 Relevant für das Thema wären belastbare Zahlen: Wie viele Leute sind unbegründet (keine Kinder/Pflege/Weiterbildung) in Teilzeit UND der Arbeitgeber hätte sie gerne in Vollzeit?
    Ich gehe nicht davon aus, dass die Verfasser dieser Idee belastbare Zahlen hat, alleine den Versuch diese realitätsnah zu ermitteln würde ich gern sehen. Ich kenne in der Baubranche so einige Leute gerade im besser bezahlten Bereich, die weniger arbeiten als sie könnten, weil ihnen die Kohle reicht. Die Aufträge, die die ablehnen, gehen dann an andere Firmen. Wenn die betr. Firmen jetzt gezwungenermaßen die Aufträge annehmen, um alle Leute Vollzeit auszulasten, gehen die Aufträge nicht an andere Firmen und die haben weniger zu tun. Das Abgabenpotential, das einem also hier durch eine Erhebung von "Wie viele Leute sind unbegründet (keine Kinder/Pflege/Weiterbildung) in Teilzeit UND der Arbeitgeber hätte sie gerne in Vollzeit?" vorgegaukelt wird, ist also in der Realität viel, wahrscheinlich fast um eine Größenordnung, geringer.

    Dazu kommt, wie du bereits erwähnt hast, dass es in vielen Branchen gar keinen Fachkräftemangel mehr gibt und man froh sein kann, wenn sich die Leute durch Teilzeit selbst finanzieren können. Wenn ich 2 Teilzeitstellen durch 1 Vollzeitstelle ersetze, muss ich ich eben auch daran denken, was mit dem zweiten Menschen passiert, wenn die Wirtschaftslage nicht viele entsprechende Jobs hergibt.
    Certa hat geschrieben: 27. Jan 2026, 08:12 Sind für einen Arbeitgeber 2 x 50 Prozent Teilzeit für 3k brutto besser oder schlechter als 1 x 100 Vollzeit für 6k brutto?
    Kannst du bei jeder Krankenkasse mit deren Rechner berechnen. Nutze gerne den der SBK: https://sbk-gehaltsrechner.mbo-verlag.com/

    Unten dann auf "Arbeitgeberbelastung" klicken.
    Jo, ist ungefähr das gleiche.

    Bei höheren Gehaltsgruppen dürfte sich der Vorteil hin zur 100 Prozent Stelle verschieben, da man oberhalb der BBG ist.
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  • Unendlich Stunden kloppen lohnt sich halt kaum für die meisten würde ich sagen

    Kann natürlich nur von mir reden, aber wenn man einen relativ schlechten Basisstundenlohn hat, keine Überstundenzuschläge aber Nachtzuschläge(Nacht ist ja irgendwo begrenzt...) bekommt fuckt es einen halt nur ab und macht die Motivation die man für die Arbeit hat eher kaputt

    Hab's mir mal ausgerechnet und es ist einfach ne Vollkatastrophe außer für den der meine Abgaben kassiert

    Also würde ich auch sagen das 2 Leute oft deutlich effektiver und motivierter sind oft in der Annahme das genug bei rumkommt
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    Verstehe ich vielleicht falsch, aber dieses einfach Zeit pimmeln ist doch auch Unsinn.
    Klar, es gibt DL Jobs wo kein Bedarf an Mehrarbeit ist und wo man unüberwacht Arbeit vermeiden kann.
    Da schröpft man als Ergebnis also einfach das Unternehmen mehr ab, was ja faktisch trotzdem mehr BIP und Steuereinnahmen generiert.

    Aber Call Center Mitarbeiter, Bäcker, Alten/Krankenpfleger, angestellte Ärzte, Verkäufer im allgemeinen ob Aldi, Baumarkt oder sonst wo werden dadurch mehr Arbeit verrichten.
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    Wenn mehr ist, macht man mehr

    Klar gibt's auch hier Leute die mehr rumpimmeln als andere, aber ist echt begrenzt was da machbar ist
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    Piotr hat geschrieben: 27. Jan 2026, 08:59 Verstehe ich vielleicht falsch, aber dieses einfach Zeit pimmeln ist doch auch Unsinn.
    Klar, es gibt DL Jobs wo kein Bedarf an Mehrarbeit ist und wo man unüberwacht Arbeit vermeiden kann.
    Da schröpft man als Ergebnis also einfach das Unternehmen mehr ab, was ja faktisch trotzdem mehr BIP und Steuereinnahmen generiert.

    Aber Call Center Mitarbeiter, Bäcker, Alten/Krankenpfleger, angestellte Ärzte, Verkäufer im allgemeinen ob Aldi, Baumarkt oder sonst wo werden dadurch mehr Arbeit verrichten.
    Genau, gerade bei den unteren Bereichen macht es schon was aus, wenn viele Leute Teilzeit arbeiten, da es irgendwie aufgefangen werden muss.
    Mein Log: Im Osten nichts Neues by NickyJr: viewtopic.php?t=2593
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    Ist doch reiner Populismus und wenig überraschend.

    Thematisches Ziel sind die Jungen, die bei Insta über 40h Jobs jammern und "lieber chillen" wollen und über die sich Onkel Heinzi aufregt. Union mittlerweile quasi Vollzeit im Wahlkampf.

    In der Realität wird das ein verschwindend geringer Teil der arbeitenden Bevölkerung sein, der Effekt quasi irrelevant und auf der anderen Seite noch mehr Bürokratie bedeuten.

    Aber wie schon so schön beschrieben wurde, muss Deutschland jetzt endlich anpacken, damit die Boomer die Zeche für ihre mangelnde Reproduktion nicht selber zahlen müssen und weiter wählen wie bisher.
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  • Mir ist noch unklar, worum es eigentlich geht:
    1. Soll "Teilzeit" ohne Grund (z.B. Kind) verboten werden, obwohl Arbeitgeber und -nehmer das beiderseitig gerne vereinbaren wollen würden?
    -> Harter Schwachsinn, Vertragsfreiheit

    2. Sollte man als Arbeitgeber nicht mehr verpflichtet sein, einem Teilzeitwunsch nachzukommen?
    -> Durchaus sinnvoll
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  • Maxim hat geschrieben: 27. Jan 2026, 10:01 Ist doch reiner Populismus und wenig überraschend.

    Thematisches Ziel sind die Jungen, die bei Insta über 40h Jobs jammern und "lieber chillen" wollen und über die sich Onkel Heinzi aufregt. Union mittlerweile quasi Vollzeit im Wahlkampf.

    In der Realität wird das ein verschwindend geringer Teil der arbeitenden Bevölkerung sein, der Effekt quasi irrelevant und auf der anderen Seite noch mehr Bürokratie bedeuten.

    Aber wie schon so schön beschrieben wurde, muss Deutschland jetzt endlich anpacken, damit die Boomer die Zeche für ihre mangelnde Reproduktion nicht selber zahlen müssen und weiter wählen wie bisher.
    Wenn man bei den wichtigen Themen wie Bürokratieabbau, Energiekosten, Lohnnebenkosten, Rente oder Migration nichts auf die Kette kriegt, muss man halt ablenken. Die Masse nimmt es ja auch dankbar auf
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  • Maxim hat geschrieben: 27. Jan 2026, 10:01 Ist doch reiner Populismus und wenig überraschend.

    Thematisches Ziel sind die Jungen, die bei Insta über 40h Jobs jammern und "lieber chillen" wollen und über die sich Onkel Heinzi aufregt. Union mittlerweile quasi Vollzeit im Wahlkampf.

    In der Realität wird das ein verschwindend geringer Teil der arbeitenden Bevölkerung sein, der Effekt quasi irrelevant und auf der anderen Seite noch mehr Bürokratie bedeuten.

    Aber wie schon so schön beschrieben wurde, muss Deutschland jetzt endlich anpacken, damit die Boomer die Zeche für ihre mangelnde Reproduktion nicht selber zahlen müssen und weiter wählen wie bisher.
    Bei uns im Betrieb sind das überwiegend Mitarbeiterinnen 45+ Jahre alt. Die haben mit Beginn der Kindererziehung in Teilzeit gewechselt. Nun sind die Kinder erwachsen und sie haben das Angebot bekommen wieder in Vollzeitbeschäftigung zu wechseln. Haben alle abgelehnt, weil sie keine Lust haben mehr zu arbeiten. Haben die auch nicht nötig, weil gutverdienender Ehepartner, ordentliche Erbschaft etc.
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